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Fernseher.
Für die Bildzusammensetzung auf der Empfangsseite von Fernsehanlagen pflegt man sich heute fast allgemein Nipkowscher Anordnungen zu bedienen, u. zw. sowohl in der ursprünglich von Nipkow (D. R. P. Nr. 30105) beschriebenen Scheibenform als auch in Übertragung des gleichen Prinzips auf Zylinder, Bänder od. dgl. Ein Nachteil aller bisher bekannten Nipkowanordnungen besteht jedoch darin, dass nur an einer Stelle des Nipkowsystems ein phasenrichtiges Bild entsteht, so dass man nach Erzielung eines synchronen Laufes zwischen Empfänger und Sender auch noch Phasengleiehheit zwischen beiden herstellen muss, damit ein ungeteiltes Bild erscheint.
Zur Herstellung dieser Phasengleichheit hat man bereits eine Reihe von mehr oder minder komplizierten Lösungen vorgeschlagen. So hat man z. B. zwischen dem Antriebsmotor und dem Nipkowsystem ein Differentialgetriebe angeordnet oder auch den Antriebsmotor selbst drehbar gelagert. Die Erfindung löst die gleiche Aufgabe in sehr viel einfacherer Weise.
Nach der Erfindung erhält der Empfangsapparat bei Fernsehanlagen einen Nipkowschen Bildzusammensetzer, dessen Bildpunktsystem auf das Doppelte verlängert ist, so dass es sich über zwei volle Bildbreiten erstreckt. Hiedurch wird der Vorteil gewonnen, dass an jeder Stelle der Nipkowseheibe ein phasenrichtiges Bild erscheint, welches dann mit Hilfe einer Bildfeldblende von den phasenfalschen, angrenzenden Bildteilen befreit werden kann. Zu diesem Zwecke braucht man die genannte Bildfeldblende nur um eine Bildbreite senkrecht bzw. parallel zur Ablaufrichtung der Bildpunktspirale verschiebbar zu machen.
Im folgenden sei die Erfindung an Hand von Fig. 1 näher erläutert. Die in der heute meist üblichen Scheibenform gezeichnete und in Richtung des gebogenen Pfeiles laufende Scheibe 1 trägt ein Nipkowsehes Spirallochsystem2, welches über die üblichen 3600 hinaus noch um weitere 3600 auf das Doppelte verlängert ist, so dass die Lochzone die doppelte Bildfeldbreite besitzt.
Es entsteht dann bei jeder beliebigen Phasendifferenz zwischen Sender und Empfänger stets an einer Stelle des gestrichelt umrandeten Feldes 3 ein phasenrichtiges Bild von der Grösse des Quadrates 4. Man ersieht dies ohne weiteres aus folgender Überlegung : Wird eine das Bildfeld umgrenzende Blende in die Stellung des schwarzumrandeten
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spiralsystems 2 dieses Bildfeld durchläuft. Verschiebt man die Blende 4 in radialer Richtung (Pfeil R), so wird der Bildanfang mit jedem auf dem linken Rand neu verdeckten und gleichzeitig auf den rechten Rand neu freigegebenen Loch der Spirale 2 um einen Phasenwinkel zurückverlegt, der dem Abstand zweier Löcher entspricht.
Man kann also durch eine einfache Verschiebung der Bildfeldebene 4 innerhalb dieser Stufen stets das richtige Phasengebiet ausblenden. Die letzte Einstellung der Bildlage in tangentialer Richtung erfolgt dann durch Verschiebung der Blende 4 parallel zur Richtung des Spiralablaufes (Pfeil S).
Als Lichtquelle pflegt man bei Fernsehern heute meistens Glimmlampen zu verwenden. Würde man der leuchtenden Fläche einer solchen Glimmlampe die Grösse des gestrichelt umrandeten Feldes 3 geben, so wäre gemäss den obigen Ausführungen stets auf den ersten Blick an irgendeiner Stelle dieser Fläche das phasenrichtige Bild zu erkennen und liesse sich auch bei mangelnder Synehronität, also dauernd wandernder Phase noch in befriedigender Weise beobachten. Da die Fläche des gestrichelt umrandeten Quadrates 3 jedoch viermal so gross ist wie das eigentliche Bildfeld 4, würde aber die Verwendung einer so grossen Glimmlampe unwirtschaftlich sein.
Es ist daher vorzuziehen, die Glimmlampe in der bisher
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üblichen Weise nicht oder wenigstens nicht wesentlich grösser als das tatsächliche Bildfeld zu machen. Auch in diesem Falle lässt sich jedoch das phasenrichtige Bild stets leicht und schnell finden, wenn nach der Erfindung Glimmlampe und Bildfeldblende starr miteinander verbunden und gemeinsam beweglich sind.
Eine derartige Ausführungsform zeigt Fig. 2. Der Hebel 6 ist auf der Achse 7 des Nipkowsystems 1 hinter diesem gelagert und infolgedessen um diese Achse 7 drehbar. An ihm ist die mit der Glimmlampe 8 starr verbundene Blendenscheibe 9 verschiebbar angeordnet. Die Verschiebung des Aggregates 8, 9 auf den Hebel 6 erfolgt nach Lösung der Sperrklinke 10 in Richtung der Pfeile Pi. Sie entspricht der Verschiebung des Quadrates 4 (Fig. 1) in radialer Richtung. Die Drehung des Hebels 6 um seine Achse 7 entspricht der Verschiebung des Quadrates 4 (Fig. 1) in Richtung der Bildpunktspirale (Pfeiles) S'). Mit einer solchen Anordnung lässt sich das in Fig. 1 gestrichelt umrandete Feld. 3 rasch und bequem abtasten
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Umständen als Erleichterung Bedeutung besitzen.
Nipkowseheiben, welche ein über 3600 hinausgehendes Spiralsystem tragen, sind für andere Zwecke
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