AT123474B - Hilfsantrieb für Bremsen an Kraftfahrzeugen. - Google Patents

Hilfsantrieb für Bremsen an Kraftfahrzeugen.

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    Hilfsantrieb filr Bremsen an Kraftfahrzeugen.   



   Mit der zunehmenden Dichte des Kraftfahrzeugverkehrs steigt die Bedeutung des Bestrebens, dem Kraftfahrer die Bedienung seines Fahrzeuges möglichst zu erleichtern, damit er seine volle Aufmerksamkeit auf die Beobachtung seiner Umgebung lenken kann. Deshalb kommen auch Hilfsmittel, die den Fahrer vor schneller körperlicher Ermüdung   schützen,   heute nicht mehr nur für   Luxus-und   teure Fahrzeuge in Betracht, sondern fast noch mehr für den Gebrauchswagen des Selbstfahrers, der sein Fahrzeug nur als Beförderungsmittel nach der Arbeitsstätte gebraucht und   natürlich   nicht vor Beginn seiner eigentlichen Arbeit schon durch die Bedienung seines Kraftfahrzeuges angestrengt werden will.

   Stark ermüdend ist vor allem im dichten Stadtverkehr und bei   langen Überlandfahrten   die Bedienung der Bremsen, wenn nicht durch Mittel, wie sie neuerdings in den Hilfskraftbremsen (Servobremsen) weite Verbreitung gefunden haben, dem Fahrer ein grosser Teil der Bremsarbeit abgenommen wird. 



   Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, einen Hilfsantrieb für Bremsen an Kraftfahrzeugen zu schaffen, der in an sich bekannter Weise durch Zylinder und Kolben einen Unter-oder Überdruck ausnutzt und dabei nicht nur leicht herstellbar, sondern auch so wenig Raum beansprucht, dass er in jedes Fahrzeug ohne Schwierigkeiten eingebracht werden kann. Die bisher zu praktischer Verwendung gekommenen Hilfskraftbremsen sind gross und beanspruchen bei der Unterbringung im Fahrzeug viel Raum, weil sie für die Hergabe des grössten oder beinahe des grössten Bremsdruckes bemessen werden und deshalb grosse Zylinder sowie vielteilige Regelvorrichtungen erhalten müssen.

   Bei nachträglichem Einbau sind umfangreiche Änderungen, insbesondere an dem vorhandenen Bremsgestänge, nötig, so dass diese bekannten Hilfskraftbremsen für die einfacheren   Gebrauchsfahrzeuge   praktisch nicht in Frage kommen. 



   Erfindungsgemäss wird deshalb die Hilfskraftbremse so bemessen, dass sie im wesentlichen nur dazu dienen kann, den Leergangswiderstand des Bremssystems zu überwinden und die Bremsbacken anzulegen sowie sie nur etwa bis zu einem Drittel, auf jeden Fall aber weniger als zur Hälfte des erforderlichen   Höchstdruekes   anzupassen. Da in 80-90% aller Fälle, in denen eine Bremse gebraucht wird, die Fahrgeschwindigkeit nur leicht verzögert werden soll, z. B. vor Kurven, Strassenkreuzungen, unüber-   sichtlichen Wegstrecken   usw., oder nur aus einer geringen Geschwindigkeit abgebremst werden soll, so liegt auf der Hand, dass mit der vorgeschlagenen Bemessung der Hilfskraftbremse ein Bremsensatz entsteht, der für die geforderte Entlastung des Führers weitaus genügt.

   Die im Verhältnis seltenen Fälle, in denen die Geschwindigkeit scharf verzögert werden muss oder das Fahrzeug rasch zum Halten gebracht werden muss, also die Fälle, in denen der Führer die Hilfskraft durch seine Muskelkraft unterstützen muss, bedeuten infolge ihrer Seltenheit keine nennenswerte Belastung für den Fahrer. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Durch einen Über- oder Unterdruck bewegbare Hilfskraftbremse für Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge, gekennzeichnet durch eine derartige Bemessung ihrer Teile, dass der Hilfskraftantrieb im wesentlichen nur den Leergangswiderstand des Bremssystems überwinden und die Bremsbacken anlegen sowie sie nur etwa bis zu einem Drittel, jedenfalls aber weniger als bis zur Hälfte des höchsten erforderlichen Bremsdruckes anpressen kann. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT123474D 1927-09-09 1928-09-08 Hilfsantrieb für Bremsen an Kraftfahrzeugen. AT123474B (de)

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