AT123419B - Verfahren zur Verwendung von tonerdereichen Zementen in Verbindung mit Kalk oder kalkreichen hydraulischen Bindemitteln oder Zementen, wie z. B. Portlandzement. - Google Patents

Verfahren zur Verwendung von tonerdereichen Zementen in Verbindung mit Kalk oder kalkreichen hydraulischen Bindemitteln oder Zementen, wie z. B. Portlandzement.

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 oder kalkreichen hydraulischen Bindemitteln oder Zementen, wie z. B. Portland- zement. 



   Bekanntlich ist man der Ansicht, dass man durch Mischung von tonerdereichen Zementen mit Kalk oder hydraulischen Zementen und Bindemitteln ein unbrauchbares Produkt erhält. 



  Diese Meinung ist so verbreitet, dass die Fabrikanten und der Erzeuger des tonerdereichen Zementes selbst (M. Bied) jede solche Mischung zu vermeiden raten, ja sogar empfehlen, ein Werkzeug, welches bei der Bearbeitung gewöhnlicher Zemente verwendet worden ist, zu reinigen, bevor man tonerdereichen Zement damit bearbeitet, und besondere Vorsichtsmassregeln, wie Abbürsten, Waschen und Beizen, anzuwenden, wenn man tonerdereichen Zement mit gewöhnlichen Zementen untermauert. 



   Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit den besonderen Bedingungen, unter welchen ohne Unzuträglichkeiten tonerdereiche Zemente gemeinsam oder in Mischung mit den gewöhnlichen hydraulischen Bindemitteln, wie Kalk und namentlich den üblichen Portlandzementen oder Portlandzementen von hoher Festigkeit, verwendet werden können. 



   Gemäss der Erfindung giesst oder stampft man eine stärkere oder schwächere Schichte tonerdereichen Beton und bedeckt sie sofort mit einer andern gegossenen oder aufgestampften Schichte von gewöhnlichen Zementen oder hydraulischen Bindemitteln aus Zement, Mörtel oder Beton, ohne das Abbinden der ersten tonerdereichen Schichte abzuwarten und ohne andere besondere Vorsichtsmassregeln, trotzdem sieh notwendigerweise ein Gemenge an den beiden in Berührung befindlichen Flächen bildet. Umgekehrt kann auch die Schichte von gewöhnlichem Zement als erste aufgetragen werden und die tonerdereiehe   Schichte   sie bedecken. Man kann auch eine Schicht aus tonerdereichem Zement mit einer aus gewöhnlichem Zement bedecken, worauf man beide Schichten gemeinsam stampft oder zusammenpresst.

   Dieses Verfahren bietet grosse wirtschaftliche und praktische Vorteile, weil es mit einer geringeren Menge des teureren tonerdereichen Zements auszukommen gestattet, da dieser bloss an jener Stelle, für die er sich am meisten eignet, sparsam angewendet werden kann. Man kann beispielsweise tonerdereiche Belagplatten für Bauzwecke oder als Kunststein herstellen. Bei Gegenständen, die sehr dem Verschleiss der Oberfläche ausgesetzt sind, kann man eine sehr harte tonerdereiche Oberfläche auf oder unter gewöhnlichem Beton herstellen.

   Die geschilderten Ergebnisse lassen sich ohne die geringsten Schwierigkeiten erzielen ; so kann man beispielsweise bei der Fabrikation von Bausteinen oder Pflastersteinen in einer Presse oder in einer beliebigen Form zuerst eine Zementart, sodann die andere einbringen und erhält nach dem Guss, der Pressung oder dem Stampfen ein Mischprodukt in einem einzigen Arbeitsgang, ohne 
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   massregeln   ; die Kosten der Handarbeit sind gering, da nicht wie sonst Untermauerung oder   Übertünchung   notwendig ist. Auch bei Anwendung des bekannten Verfahrens mit Zentrifugierung kann man das Arbeiten mit doppelter Füllung anwenden. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung lässt sich auch auf tonerdereiche Zemente anwenden, die mit Kalk oder kalkreichen hydraulischen Bindemitteln gemischt sind, trotzdem das Abbinden praktisch augenblicklich dabei erfolgt und trotz den bekannten Fehlern dieser Mischungen. 

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 Eine für diesen Fall abgeänderte Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, dass man die Stoffe trocken mischt und trocken in die Form einbringt, wo man sie presst oder stampft, worauf man sie erst in der Form selbst feucht macht. Besonders bei dem Zentrifugierverfahren bringt man die Stoffe trocken in die Form ein und fügt erst während der Rotation Wasser zu. 



   Man kann die bekannten Eigenschaften von verdünnten oder   konzentrierten Chtorcah'ium-   lösungen anwenden, um das Abbinden und das Erhärten durch die Beeinflussung der Löslichkeit der Aluminate zu beschleunigen oder zu verzögern. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verwendung von tonerdereichen Zementen   ! n Verbindung   mit Kalk oder kalkreichen hydraulischen Bindemitteln oder Zementen, wie z. B. Portlandzement. dadurch gekennzeichnet, dass in die Form o. dgl. zunächst eine Schicht aus tonerdereichem Zement, Mörtel oder Beton eingebracht und diese dann durch eine weitere Schicht eines   gewohnlchen   Zementes oder kalkreichen hydraulischen Bindemittels bedeckt wird und dass diese Schichten entweder im angefeuchteten Zustand eingebracht werden, wobei die zweite Schicht auf die erste Schicht vor deren Abbinden aufgebracht wird, oder in trockenem Zustand   eingebracht   und erst in der Form angefeuchtet werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1 bei Anwendung des Zentrifugierverfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten trocken in die Zentrifugenform eingehracht we 'd'-n und das Anfeuchtungsmittel (Wasser) während der Drehung der Form zugeführt wird.
AT123419D 1924-04-01 1924-10-11 Verfahren zur Verwendung von tonerdereichen Zementen in Verbindung mit Kalk oder kalkreichen hydraulischen Bindemitteln oder Zementen, wie z. B. Portlandzement. AT123419B (de)

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