<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Einrichtung dient dazu, Vierkantelektroden so zu verbinden, dass ein kontinuierlicher Ofenbetrieb möglich ist.
Ein kontinuierlicher Ofenbetrieb wird heute fast in all den Fällen durchgeführt, wo es sich um Elektroden von geringem Querschnitt und geringem Gewicht handelt, wie z. B. bei Elektroden in Elektro- Stahlöfen. Gewöhnlieh gebraucht man in diesen Rundelektroden. Für deren Verbindung nimmt man im allgemeinen konische oder zylindrische Nippel oder Gewindeverbindungen, mittels deren die Elektroden zusammengeschraubt werden.
Handelt es sich aber um Öfen. in denen Elektroden von grossem Querschnitt oder aber Elektrodenpakete benutzt werden, so verwendet man meist quadratiscle Elektroden mit Kopffassungen. Die Lebensdauer dieser Elektroden ist naturlich beschränkt, der Ofenbetrieb ist nicht kontinuierlich und wird dadurch teuer und unwirtschaftlich, dass durch die Stromunterbrechungen bei dem Auswechseln der Elektroden nicht nur die Produktion leidet, sondern dass auch durch den unreelmässigen Ofengang und durch das Auswechseln der heissen Elektroden beträchtliche Wärmeverluste entstehen. Die Elektrodenreste gehen im allgemeinen verloren.
Selbst wenn man in einzelnen Fällen die abgebrannten Elektrodenreste mit neuen Elektroden verbunden hat. so war es doch nötig, die Elektrodenreste, deren Temperatur 1500 bis 20000 C betrug. aus dem Ofen zu entfernen und die Anstücklung ausserhalb des Ofens vorzunehmen. Vierkantelektroden kann man aber nicht mit konischen oder zylindrischen Nippeln verschrauben, denn es ist niemals zu erreichen, dass die Kanten der Elektroden beim Anstückeln zwangsläufig in einer Linie verlaufen. Bei Elektrodenpaketen aber. d. h. wenn zwei oder mehrere Elektroden zu einem Paket zusammengefügt werden, ist das Verbinden mit gewöhnlichen Nippeln überhaupt ganz unmöglich, da. man ja die einzelnen Elektroden nicht mehr um ihre eigene Achse drehen kann.
Um all diese Fehler zu vermeiden, hat man versucht, Elektrodenverbindungen zu schaffen, mit leren Hilfe es möglich sein sollte, rechteckige oder quadratische Elektroden über dem Ofen zusammenzufügen. Man hat beispielsweise die Stirnseiten der Elektroden mit schwalbenschwanzförmigen Ansatzstücken versehen, die ein Hinaufsehieben von neuen Elektroden ermöglichten. Auch hat man VerbinJungsstücke geschaffen, die aus kegelförmigen, durch Stege verbundenen Stücken bestehen, welche gleichfalls in entsprechende Aussparungen hineingepasst werden. Ihre Anfertigung verteuert jedoch durch lie erforderliche genaue Arbeit den Preis der Elektroden und die einfachen, durch Stege verbundenen Kegelstücke gaben schlechten Kontakt und hielten auch die grossen Gewichte der Elektroden nicht aus.
Es ist bereits eine Verbindung von Vierkantelektroden durch Nippel und Gewinde bekannt geworden, bei der die Kontaktstellen mit Elektrodenkitt ausgeschmiert werden. Diese Verbindung hat edoch den Nachteil, dass sie nicht allen in der Praxis gestellten Anforderungen zu genügen vermag.
Alle diese Übelstände werden nach vorliegender Erfindung dadurch vermieden, dass man die Verbindung von Vierkantelektroden durch besonders geformte, in der Längsrichtung geteilte Nippel vernimmt. Zu diesem Zwecke erhalten beide Elektroden an den Stirnwänden je ein rundes, ovales oder vier-
EMI1.2
) der Nuten versehen, die zur Aufnahme der Nippelansätze dienen.
Will man nun zwei Elektroden verbinden, so wird in das Loch der unteren Elektrode der aus zwei Längsteilen bestehende Kohlenippel eingesetzt. Die einzelnen Teile desselben stellen Halbzylinder. Zylinder-
<Desc/Clms Page number 2>
abschnitte oder viereckige Stücke dar und sind an der Mantelfläche mit mehreren Ansätzen oder Kämmen versehen, die-wie bereits gesagt-zu den entsprechenden Nuten in den Löchern der Elektroden passen.
EMI2.1
Loch eingesetzt werden kann. Ist die neue Elektrode aufgesetzt, so drückt man die beiden Nippelteile auseinander, bis die Nippelansätze in die Loehnuten hineingreifen, und treibt dann einen. am besten
EMI2.2
um ein möglichst starkes Anpressen der Nippelteile zu erzielen.
Dieses Anpressen und besonders das Zusammenziehen der Elektroden wird noch dadurch gefördert. dass die Nippelansätze und auch die Nuten in den Elektrodenlochern koniseh gehalten sind. Auch wird man darauf achten, dass die Ansätze nicht direkt an der Stirnseite der Elektrode angebracht sind. sondern hauptsächlich am oberen oder unteren Teil der Nippelhälfte, um zu verhindern, dass die Nuten ausreissen können. Um den Kontakt zu verbessern, kann man Nippel und Nuten und auch die Stirnflächen der Elektroden in bekannter Weise mit Elektrodenkitt ausschmieren.
Wenn die untere Elektrode fast bis zu den Stossflächen der neuen Elektrode abgebrannt ist, dann besteht manchmal die Gefahr, dass der Keil herausfällt. Um dieses Herausfallen zu verhüten, kann erfindungsgemäss der Keil so gestaltet werden, dass er in doppeltem Sinn keilförmig ausgebildet wird. nus eu sowohl in der Richtung von der Mantelfläche der Elektrode nach der Achse, als auch in der Richtung von der oberen Elektrode nach der unteren.
Bei Hohlelektroden, bei denen durch die Höhlung der Elektrode selbst eine Zuführung der Be- shckung oderein Abführender Gase erfolgen soll, kann die gleiche Verbindung gebraucht werden, nur muss dann der seitliche, durch die Nippelhälften hindurchgehende Keil wegfallen. Die Nippelhälften werden praktischerweise von oben her durch einen besonders langen Keil auseinandergedrückt, wobei sie an den
EMI2.3
EMI2.4
sind hier mit vier Ansätzen oder Kämmen g und A versehen, die zu den entsprechenden Loehnuten i und k passen. Ansätze und Nuten sind koniseh ausgeführt.
Sind die Elektroden zusammengesetzt. so werden die beiden Halbzylinder auseinandergedrilckt und der Keil I von der Seite durch die schlitzförmige Öffnung d zwischen den Halbzylindern e und f hineingetrieben. Dadurch erreicht man nicht nur eine feste Verbindung. sondern auch gleichzeitig infolge der konischen Lochnuten und Nippelansätze ein Anpressen der beiden Elektroden an ihren Stirnflächen. Der mit dieser Verbindung erzielte Kontakt ist sehr gut. kann aber durch Gebrauch von Elektrodenkitt noch verbessert werden. Die Ausführung selbst braucht nicht, wie
EMI2.5
unteren Elektrode.
In der oberen Elektrode ist der Ausschnitt p, durch den der Keil eingeführt wird. ebenfalls konisch gestaltet, so dass der Keil nicht nach unten herausfallen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Verbindung von Vierkantkohleelektroden, insbesondere für elektrische Öfen. mittels Nippels und Gewinde, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung durch einen in der Längsrichtung geteilten Nippel erfolgt, dessen Ansätze durch einen besonderen Keil in die entsprechenden Aus- sparungen der Elektroden hineingetrieben werden.