AT123379B - Verfahren und Dispersionsmühle zum Dispergieren von Stoffen in Flüssigkeiten. - Google Patents
Verfahren und Dispersionsmühle zum Dispergieren von Stoffen in Flüssigkeiten.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und DispersionsnuiMe zum Dispergieren von Stoffen in Fliissigkeiten. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Dispersionsmühle zum Dispergieren von verschiedenen Stoffen in Flüssigkeiten durch Vermahlen, bei dem der zu dispergierende, in an und für sich bekannter Weise z. B. durch Mahlen in den üblichen Mühlen oder durch andere Behandlungen, z. B. Fällen, Sublimieren, Schlemmen, fein verteilte Stoffe in mit der Dispersionsflüssigkeit vermischtem Zustande, im Bedarfsfalle unter Zusatz von Sehutzkolloiden bzw. von die Dispersion fördernden Stoffen mittels eines Rührwerkes mit harten Mahlkörpern bis zur Erzielung der gewünschten Dispersionsfeinheit durchgeführt wird. Die den zu vermahlenen Stoff enthaltende Trübe wird dabei in an und für sich bekannter Weise fortlaufend im Kreislauf durch den Mahlraum hindurchgeführt, wobei das dispergierte Mahlgut zweckmässig in zwei oder mehrere Fraktionen geteilt wird, die sieh in der Grösse der dispergierten Teilchen unterscheiden. Die Fraktion, die die feinen Teilchen enthält, wird fortlaufend, beispielsweise durch EMI1.1 in die Mühle zurückgelangen. Als Mittel zur Scheidung der verschiedenen Fraktionen kann beispielsweise die Sedimentation oder die Fliehkraft angewendet werden. Als Mahlkörper lassen sieh zweckmässig Flusskieselsteine, Flintsteine u. dgl. verwenden, die durch ein Sieb von nicht über 8 mm Masehenweite durchgehen, aber auf einem Sieb von nicht unter 1 mm zurückbleiben. Es hat sich für die Steigerung der Mengenleistung zweckmässig erwiesen, diese kleineren Mahlkörner mit harten Kugeln, z. B. aus Hartporzellan von etwa dem doppelten bis vierfachen Durchmesser als die grössere Siebmasehenweite zu vermengen. Um eine Koagulation durch metallische Ionen zu verhüten, können die Metallbestandteile der Mühle mit einem nichtmetallischen Überzug, z. B. aus Gummi, versehen werden. Es hat sich nun herausgestellt, dass sich die angestrebte kolloidale Feinheit der Dispersion nicht ohne weiteres erzielen lässt, weil infolge der während des reibenden Mahlens auftretenden Erhitzung immer wieder ein Zusammenflocken der feinsten Teilchen eintritt. Zur Vermeidung dieses Übelstandes wird die in ständigem Kreislauf durch den Mahlraum geführte Trübe nach Verlassen des Mahlraumes und vor Rückführung in denselben durch einen Kühler geführt, wobei das Ausschneiden und Abführen der feinsten Dispersionen zweckmässig im gekühlten Teil des Kreislaufes erfolgt. Es sind zwar bereits in Verbindung mit Schlagmühlen, bei denen das in Wasser aufgesehlemmte Mahlgut wiederholt durch den Mahlraum hindurchgeführt wird, Kühler vorgeschlagen worden, doch sollten diese nicht in den Kreislauf des Mahlgutes, sondern in eine Abzweigung desselben zwecks Abtötens des Schaumes eingeschaltet werden, so dass eine derartige Anordnung das Abkühlen des Mahlgutes und dementsprechend die Vermeidung der bei Kolloidmühlen durch die Erhitzung herbeigeführten Koagulation nicht herbeiführen konnte. Die beiliegende Zeichnung zeigt in lotrechtem Schnitt eine einfache Ausführungsform der ununterbrochen wirkenden Mühle mit Fliehkraftscheidung. Gemäss der Zeichnung besteht die Mühle aus einem stehenden Behälter 1, z. B. aus Steingut oder Porzellan oder aus Metall, welches innen mit einer nichtmetallischen Verkleidung, z. B. aus Gummi, versehen ist. Der Behälter ist mit Flusskieselsteinen, Flintsteinen od. dgl. 2 von etwa 2-6 mm Korngrösse gefüllt, denen grössere Mahlkörper, z. B. Hartporzellankugeln 3 von ungefähr 10-30 mm Durchmesser <Desc/Clms Page number 2> beigemischt sind. In den Behälter 1 ragt, wie dies die Figur zeigt, die im Mahiraum mit Rührflügeln, aussen mit Antrieb versehene, drehbar gelagerte Rührwelle 4. Das zu vermahlende Gut wird in der Gestalt eines Schlammes oder einer Trübe in der Pfeilrichtung EMI2.1 satzkegel 11 angeordnet, der unter Freilassung eines Spaltes 12 durch die Ölfung 8 des Deckels hindurchgeführt und an der unteren Mündung mit einem Siebboden 1 abgeschlossen ist. Im Innern EMI2.2 freilässt. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende : Das in der Dispersionsflüssigkeit aufgeschwemmte, bereits zerkleinerte Mahlgut, wird durch die Hohlwelle 4 hindurch in die Mühle kontinuierlich eingeführt und tritt in der Richtung der gefiederten Pfeile aus den unteren Rührarmen 5 aus. Die Rühr- EMI2.3 Dispersion in der Richtung der punktierten Pfeile zwischen dem umlaufenden Kegel 14 und dem oberen Teil 9b des Gehäuses durch den Spalt 15b aufsteigt und durch den Überlauf M aus der Mühle tritt. EMI2.4 der Dispersion durch die grosse Oberfläche des äusseren Kegels 9a bewirkt wird, doch können auch Kühlmäntel vorgesehen sein, die eine wirksamere Kühlung der Dispersion mittels Kühlflüssigkeiten ermöglichen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Dispergieren von Stoffen in Flüssigkeiten, in denen sie schwer löslich oder EMI2.5 Dispersionsflüssigkeit vermischtem Zustande, im Bedarfsfalle unter Zusatz von Schutzkolloiden bzw. die Dispersion fördernden Stoffen, mit abgerundeten harten : Mahlkörpern und wiederholtem Rückführen in den Mahlraum bis zur Erzielung der gewünschten Dispersionsfeinheit durchgeführt wird. dadurch EMI2.6 des Mahlraumes und vor Rückführung in denselben durch einen Kühler geführt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das an und für sich bekannte Aus- scheiden und Abführen der feinsten Dispersion im gekühlten Teil des Kreislaufes - : erfolgt.3. Dispersionsmühle zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einem mit EMI2.7 weichende zerkleinerte Dispersion in einen die feineren Teilchen enthaltenden Teil und in einen die gröberen Teilchen enthaltenden Teil geschieden wird, welch letzterer fortlaufend in die Mulde zurück- EMI2.8
Applications Claiming Priority (1)
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1928
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