<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Graphitschmiere.
Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung einer Graphitschmiere mit kolloidaler Feinheit der Graphitteilchen. Trotz der grossen Feinheit der Graphitteilchen kann gemäss der Erfindung auch noch erreicht werden, dass die Teilchen blattförmige Beschaffenheit aufweisen, was für viele Zwecke der Technik besonders vorteilhaft ist.
Man erhält nach der Erfindung ein Schmiermittel, in dem die einzelnen feinen Graphitteilchen gleichmässig verteilt sind, ohne dass es hiezu besonderer chemischer Zusätze bedarf, welche die Güte des Schmiermittels beeinträchtigen können.
Das Zermahlen von Graphit in Wasser mit Benützung von Kugelmühlen ist bekannt. Indessen musste man dort sehr lange, bis zu zehn Tagen oder sogar wochenlang arbeiten, um nur einen Teil des Mahlgutes in kolloidale Feinheit überzuführen. Nach dem neuen Verfahren gelingt es dagegen im zehnten Teil dieser Zeit oder noch schneller praktisch die ganze in der Maschine befindliche Mahlgutmenge auf die gewünschte Feinheit zu bringen.
Nach der Erfindung findet die Zerkleinerung des als Ausgangsmaterial benutzten pulverförmigen Graphits mittels kleiner Sehlagwerkzeuge in grosser Anzahl statt, deren Arbeitsfläche eine starke Krümmung aufweist, so dass zwischen der Arbeitsfläche und der Auflage theoretisch eine linien-oder eine punktförmige Berührung stattfindet. Dadurch werden auch die kleinsten Graphitteilchen noch erfasst und auf ausserordentliche Feinheit zerteilt, die mathematisch bis ins Unendliche geht.
Als Zerkleinerungswerkzeuge werden kleine fallende Kugeln benutzt. Die Zerkleinerung des
EMI1.1
Kugeln.
Vorteilhaft verwendet man Kugeln mit möglichst glatter, polierter Oberfläche, am besten Metall-oder Stahlkugeln. Die Kugelgrösse wird vorteilhaft auf etwa 3-5 mm im Durchmesser, besser noch darunter bemessen. Im einzelnen ist dabei das spezifische Gewicht des Kugelmaterials zu berück- sichtigen. Bei Benutzung eines beispielsweise auf einer Mühle bereits fein vorgemahlenen Graphitpulvers als Ausgangsmaterial erhielt man vorzügliche Ergebnisse bei Verwendung von glatten Stahlkugeln der angegebenen Grössenordnung.
Wesentlich für die Durchführung des Verfahrens ist die Vermengung des Graphitpulver mit einer Flüssigkeit, z. B. Öl. Die Flüssigkeit verhindert das Zusammenschlagen der Graphitteilchen, durch das die weitgehende Zerkleinerung behindert wird. Ausserdem wird aber gleichzeitig eine Verteilung auch der feinsten Teilchen in der Flüssigkeit erreicht, so dass das Schmiermittel in einem einzigen Arbeitsgang fertiggestellt werden kann, das nach Bedarf für den praktischen Gebrauch durch Zusatz weiterer Flüssigkeitsmengen noch weiter verdünnt werden kann. Die Verteilung der Einzelteilehen ist wichtig, weil so kleine Teilchen das Bestreben haben, sich zusammenzuballen und dadurch die feine Aufteilung mehr oder weniger unwirksam zu machen.
Es ist von Belang, dass dem Graphit so viel Flüssigkeit zugesetzt wird, dass die benutzten Kugeln nicht aneinander oder am Maschinengehäuse haften, da sonst ihre Sehlagwirkung beeinträchtigt wird.
Am besten setzt man nur gerade so viel Flüssigkeit zu, dass sich das Gemisch der Flüssigkeit mit dem Graphit von den Kugeln unschwer ablöst. Zuviel Flüssigkeit beeinträchtigt aber das Verfahren.
Mit zunehmender Verfeinerung des Graphits wird dessen Gesamtoberfläche erheblich vergrössert und das Graphitflüssigkeitsgemisch infolgedessen konsistenter. Man müsste deshalb von vornherein mit einem Flüssigkeitsüberschuss arbeiten, um den früher angegebenen Bedingungen gerecht zu werden.
<Desc/Clms Page number 2>
Dadurch wurde aber die Verteilung des Graphits in einer grossen Flüssigkeitsmenge erfolgen, so dass die Gelegenheit, den Graphit zwischen den Werkzeugen zu zerkleinern, geringer wird. Es ist deshalb besser, von vornherein nicht zu grosse Flüssigkeitsmengen zu nehmen, sondern von Zeit zu Zeit, entsprechend dem Fortschreiten der Zerkleinerung der Graphitteilchen, frische Flüssigkeit zuzusetzen.
Wird als Ausgangsmaterial Graphit verwendet, dessen Teilchen durch das 10. 000-Maschen-Sieb (pro Quadratzentimeter) hindurchgehen, so empfiehlt es sieh, anfänglich auf 1 kg Graphit 3 kg Schmieröl zuzusetzen und während der Zerkleinerung noch 2-3 Öl nachzufüllen.
Will man als Endprodukt eine konsistente Sehmiere erzeugen, beispielsweise mit Verwendung von Vaseline, dann wird die Apparatur etwa auf 50-60'C angewärmt, um die Vaseline flüssigzumachen.
Man kann aber auch das Verfahren mit Öl beginnen und später erst Vaseline zusetzen.
Die Fig. 1 und 2 der Zeichnung zeigen eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung in beispielsweiser Ausführungsform in schematischer Darstellung.
In einem Behälter 1 ist ein Becherwerk vorgesehen, dessen Tragband 2 über die auf den Wellen , umlaufenden Scheiben 10,11 geführt wird und dessen am Tragband befestigte Becher. 3 die in einer Mulde14 am Boden des Gehäuses befindlichen Kugeln aufnehmen und nach oben fördern. Beim Umkehren der
EMI2.1
einen etwas erhöhten Rand 17 auf, damit eine gewisse Ansammlung der Stahlkugeln erfolgt. Hat diese stattgefunden, dann treten die neu herabfallenden Stahlkugeln über den Rand 17 in einen Spalt 18 und rollen aus diesem in die Mulde-M zurück, um dann wieder von unten nach oben befördert zu werden.
Der mit Flüssigkeit aufgeschlämmte Graphit wird durch einen Stutzen 19 in den Behälter 8 gefüllt, der an seinem unteren Ende mittels des Rohres. an eine Rotationspumpe 7 angeschlossen ist. Das obere Ende des Behälters 8 steht durch das Rohr 21 Über die Düse 9 mit dem Behälter 1 in Verbindung.
Das Graphitölgemisch wird durch die Pumpe 7 in die Höhe gehoben und durch die Düse 9 in das Gehäuse 1 gespritzt oder gedrückt, u. zw. so, dass es in die Bahn der herabfallenden Stahlkugeln gelangt. Eine Prallplatte 22 verhindert, dass das Ölgraphitgemisch zu weit geschleudert wird. Zwischen den fallenden Kugeln oder zwischen diesen und der Aufsehlagplatte J erfolgt dann die Zerkleinerung des Graphits.
Die Platte 4 ist mit kleinen Löchern. 5 verselten, durch die das Öl mit dem Graphit nach unten abfliessen kann. Es gelangt dann in die Kammer 6 und von dort von neuem in die Pumpe 7. Ist das Schmiermittel fertiggestellt, dann kann man es durch das Rohr 15 und einen in diesem befindlichen Hahn 16 nach unten ablassen.
Bei dieser Anordnung kann man einerseits durch Regelung der Umlaufgeschwindigkeit des Becherwerkes, anderseits durch Regelung der Umlaufgeschwindigkeit der Pumpe 7 den Kugelfall beschleunigen bzw. die Menge der jeweils zugeführten Ölgraphitmischung beeinflussen und dadurch beide aufeinander abstimmen. Die Zerkleinerung ist am günstigten, wenn Kugel auf Kugel fällt.
EMI2.2
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.