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Verfahren zur Verbesserung der Anfärbbarheit von HydratzeHulose.
Aus eigenen früheren Arbeiten ist ein Verfahren zur Verringerung der Quellfähigkeit von Hydratzellulose bekannt, gemäss welchem man Hydratzellulose mit Lösungen von Kondensationsprodukten tränkt und die Kondensation dann, gegebenenfalls unter Verwendung weiterer zur Kondensation notwendiger Stoffe, wie Formaldehyd, vollendet. An Stelle der Lösungen von Kondensationsprodukten selbst kann man auch Lösungen von Stoffen nehmen, die Kondensationsprodukte bilden können.
Auf diese Weise gelingt es gleichzeitig die Festigkeit dieser Zellulose, insbesondere in Form von Kunstseide und ähnlichen Stoffen, im trockenen wie vor allem im nassen Zustande, ganz beträchtlich zu erhöhen. Infolge der durch die Behandlung erreichten schwachen Quellung färben sich nun die behandelten Erzeugnisse viel schwerer an, als dieses sonst der Fall ist, was besonders bei Kunstseide ein Nachteil ist. Es ist nun zwar möglich, den Behandlungsprozess abzuschwächen und so zu leiten, dass die Quellfähigkeit zu einem bestimmten Teil erhalten bleibt, entweder durch Verdünnung der Tauchbäder oder durch Abkürzung des Troeknungs-und Kondensationsprozesses, doch erreicht man hiebei nur geringere Erhöhungen der Festigkeiten.
Weitere Versuche haben nun gezeigt, dass eine Abschwächung der Behandlung nicht erforderlich ist, wenn man den Verfestigungsprozess in Gegenwart von indifferenten wasserlöslichen Salzen durchführt. Man verfährt z. B. folgendermassen :
Die Hydratzellulose, vorzugsweise Kunstseide, wird in ein Behandlungsbad von 800 g Wasser, 200 g Formalin, 30% ig, 20 g Harnstoff, 30 g Ammoniak, dem z. B. 2-20% Kochsalz zugesetzt werden, getaucht und auf 100% Gesamtfeuchtigkeitsgehalt abgeschleudert, wobei entsprechend der angewandten Menge bis zu 20% Kochsalz auf der Faser verbleiben. Anschliessend wird im Troekensehrank bei 50 bis 1500 C getrocknet. Durch nachfolgendes Auswaschen des Salzes wird alsdann der grösste Teil der Poren wieder freigelegt. Die Gebilde, z. B.
Kunstseide, können dann weiterhin in einem Seifenbad gewaschen und fertiggestellt werden.
Auf diese Weise behandelte Kunstfaser färbt sich erheblich leichter und gleichmässiger an als ohne Salzzusatz verfestigte. Die Erhöhung der Trocken-und Nassfestigkeit beträgt bis zu 30 bzw.
100% und mehr.
Die Anfärbbarkeit lässt sich noch weiterhin verbessern, wenn anschliessend eine schwache Bleiche stattfindet. Hiebei gehen die Festigkeiten zuweilen um ein Geringes zurück. Man kann nun anderseits auch so verfahren, dass den Behandlungsbädern bei oder ohne Gegenwart von Salzen Beizen oder andere. ähnlich wirkende Stoffe in einer ihrer Wirkung angepassten Konzentration zugesetzt werden. Da die Verwendung von Beizen hauptsächlich das Anfärben mit basischen Farbstoffen begünstigt, der Zusatz von Salzen zu den Behandlungsbädern vor allem die Anfärbefähigkeit für substantive Farbstoffe erleichtert, wendet man zweckmässig Salzzusätze und Beizen zusammen in solchen Fällen an, wo man sich die Möglichkeit sichern will, sowohl mit basischen als auch mit substantiven Farbstoffen eine gute Anfärbbarkeit zu erzielen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verbesserung der Anfärbbarkeit von Hydratzellulose, die durch Behandeln mit Lösungen von Kondensationsprodukten oder solche bildenden Stoffen verfertigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass man die Behandlung in Gegenwart von Salzen durchführt oder dass man den Behandlungsbädern Beizungsmittel zusetzt.
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