AT123251B - Vorrichtung zur Herstellung von Knüpfteppichen. - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Knüpfteppichen.

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AT123251B
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knotting
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Smyrna Automat G M B H
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zur Herstellung von   linüpfteppichen.   



   Die mechanische Herstellung von Knüpfteppichen erfolgt bekanntlich auf die Weise, dass das einzuknüpfende Florfadenstück an seinen Enden von Knüpfzangen erfasst und um zwei Kettenfäden des Grundgewebes geschlungen wird, worauf es durch eine Bewegung der Knüpfzangen in der Kettenrichtung gegen den zuletzt eingetragenen   Schussfaden   befördert und hiebei zu einem Knoten festgezogen wird. 



  Nach der Fertigstellung des Knotens öffnen sich die Knüpfzangen und geben die Enden des   eingeknüpften   Florfadens frei. 



   Das Anziehen der Knoten muss mit verhältnismässig grosser Kraft erfolgen und infolgedessen werden die   beiden Kettenfäden, um welche   der Knoten geschlungen wird, ein wenig aus ihrer Lage gebracht und hiebei beträchtlich gespannt ; ebenso unterliegt der eingeknüpfte Florfaden selbst bis zu seiner Freigabe durch die Knüpfzangen einer sehr grossen Spannung. Beim Öffnen der Knüpfzangen hört die Spannung der Kettenfäden und des eingeknüpften Florfadens auf und infolge der plötzlichen Rückwirkung beim Entspannen lockert sich die Schleife des eben eingeknüpften Knotens.

   Ein weiterer Nachteil der bisherigen mechanischen Herstellung von   Knüpfteppichen besteht   darin, dass sich infolge der plötzlichen Lockerung der Knotenschleife die über das Grundgewebe vorragenden Äste des eingeknüpften Florfadens   schrägstellen   ; diese   Schrägstellung   des Flores kann nachträglich auf keine Weise zur Gänze behoben werden, sie erschwert das gleichmässige Scheren des Teppiches und verursacht unscharf Konturen der Musterung. 



   Der Erfindung gemäss werden die geschilderten Nachteile der bisherigen mechanischen Erzeugung von   Knüpfteppichen dadurch   behoben, dass die Knoten im Zeitpunkt ihrer Freigabe durch die Knüpfzangen mittels eines auf die Knotensehleife zur Einwirkung gelangenden Organes gehalten werden. Dieses
Organ, das im folgenden   als "Knotenhalter" bezeichnet wird,   arbeitet auch in der letzten Phase des
Arbeitsganges der Knüpfzangen mit diesen auf die Weise zusammen, dass es auf die   Knotensehleife,   d. h. auf den die beiden Kettenfäden bogenförmig umschlingenden Teil des eingeknüpften   Florfadenstückes   in der Kettenfadenrichtung drückt, dadurch die Wirkung der Knüpfzangen unterstützt und ein festeres Zuziehen der Knotenschleife bewirkt.

   Der Druck des   Knotenhalters   auf die   Knotenschleife   hält so lange an, bis die Knüpfzangen die Enden des eingeknüpften Florfadens freigegeben haben, so dass das   Zurücktreten   und Lockern des Knotens durch das plötzliche Entspannen von Ketten-und Florfäden und in der Folge auch das   Schrägstellen   des Flores hintangehalten wird. 



   Die Zeichnung veranschaulicht in schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für solche   Knüpfvorrichtungen,   bei denen die   Knüpfzangen   an einem schwingbaren   Zangentniger   ange- ordnet sind ; die Fig. 1 und 2 zeigen die Stellung der Knüpfzangen und des Knotenhalters bei Beginn, bzw. bei Beendigung der Knotenbildung ; die Fig. 3 veranschaulicht in grösserem Massstabe die Ein- wirkung des   Knotenhalters   auf den eben fertiggestellten Knoten, gesehen in der Richtung des Pfeiles   I   der Fig. 2. 



   Die Knüpfzange a, die nach einem der bekannten Systeme ausgebildet sein kann, ist mittels eines
Gelenkes c an dem rahmenartigen Träger b drehbar befestigt, so dass sie in der Richtung des Doppel- pfeiles 2 geschwenkt werden kann. Der Knüpfzangenträger b ist um den Zapfen   cl   in der Richtung der
Pfeile 3 und 4 (Fig. 1 und 2) drehbar. Bei der Bildung des Knotens wird   zunächst mittels   der (nicht dargestellten) Florfadenausziehzange ein Stück des Florgarnfadens g quer über das System der   Kettenfäden f   vorgezogen und mittels einer Schere abgeschnitten.

   Die über die   Kettenfäden f emporgehobene Knüpf-   zange a erfasst die Enden des Florfadenstückes g, hierauf senkt sieh die Knüpfzange a auf die beiden 

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 EMI2.1 
 wird der   Knüpfzangenträger   b um die Achse   cl   verschwenkt (Pfeil 3, Fig. 1), so dass die   Knüpfzange   a das zu einer Knotenschleife geformte Florfadenstüek g in der Richtung des Pfeiles   5   (Fig. 1) gegen die bereits in den früheren Arbeitsgängen fertiggestellten Knotenreihen   A   (Fig. 1) hinzieht und es an den zuletzt eingetragenen Schussfaden o des Grundgewebes anlegt. Hiebei wird das Florfadenstück g zu einem die beiden   Kettenfäden f fest umschliessenden   Knoten   g'   (Fig. 2) zusammengezogen.

   Schliesslich öffnet sieh die Knüpfzange a und gibt die Enden des fertigen Knotens   g'frei.   



   An dem Knüpfzangenträger b ist mittels eines Drehzapfens i ein Hebel   j   drehbar befestigt, der zu 
 EMI2.2 
 erstreckt sich somit quer über die beiden   Kettenfäden f,   in die das Florfadenstück g eingeknüpf wird (Fig. 3). 



    Bei Beginn der Knotenbildung macht der Hebel j samt dem Knotenhalter it zunächst bloss die Schwenkbewegung des Knüpfzangenträgers b um die Achse d mit ; er senkt sich daher zunächst auf die Kettenfäden t nieder, bleibt jedoch hinter der Knüpfzange a zurück und erreicht die KettenfÅaden t erst   
 EMI2.3 
 zusätzliche Drehbewegung wird dem Hebel j durch einen in bezug auf den   Knüpfzangenträger   b fest- stehenden Anschlag p erteilt, der nach einer bestimmten Drehung des   Knüpfzangenträgers   b auf den zu diesem Zweck abgeknickten Hebel j einwirkt und ihn in der Richtung des Pfeiles 6 schwenkt.

   Durch diese zusätzliche Drehbewegung eilt der Knotenhalter   n   der Knüpfzange a in der Richtung der Kettenfäden f   , nach.   Gegen Ende der Knotenbildung erreicht der Knotenhalter n das in die Kettenfäden f eingeschlungene
Florfadenstück g'und legt sich, wie die Fig. 2 zeigt, an die   Kettenfäden/sowie   knapp oberhalb derselben an die von dem Florfadenstück g gebildete, die   Kettenfäden/umschlingende Schleife   an. Der Knoten- halter n drückt nun auf die Knotenschleife in der gleichen Richtung wie der Zug der Kniipfzange a wirkt. 



   Sobald der eben gebildete neue Knoten g'den zuletzt eingetragenen   Schussfaden   o des Grundgewebes 
 EMI2.4 
 noch in fester Anlage an den eingeknüpften Knoten g und verhindert, dass durch das plötzliche Ent- spannen der   Kettenfäden t und   des Knotens g'selbst eine Lockerung der Knotenschleife eintritt. Der
Knoten   g   bleibt daher so fest, als ihn die Knüpfzange a gezogen hat und er kann auch nicht wieder von dem
Schlussfaden o zurückweichen. Diese Wirkung wird insbesondere dadurch vollkommen erzielt, dass der
Knotenhalter   M   den Druck gerade an jenen beiden Stellen der Knotenschleife ausübt, wo diese die den Flor bildenden Äste des Florfadens kreuzt.

   Nachdem die Knüpfzange a die Enden des   eingekniipften   Florfadens freigegeben hat und die beiden   Kettenfäden f sowie   der Knoten   g'spannungslos geworden   und zur Ruhe gelangt sind, besteht keine Gefahr mehr, dass der eingeknüpfte Knoten sich lockert oder von dem Schussfaden o   zurückweicht.   Nach der Freigabe des Knotens durch die Knüpfzange a kann daher auch der Knotenhalter n aus der wirksamen Stellung (Fig. 2) in seine Anfangslage (Fig. 1) zurückkehren. 



   Je fester der Knoten zum die beiden   Kettenfäden t geschlungen   ist und insbesondere je fester er an den zuletzt eingetragenen   Schussfaden   o   angedrückt   bleibt, desto geringer ist die Neigung, dass infolge des von der Knüpfzange a auf die Knotenenden ausgeübten Zuges der Flor sich dauernd schrägstellt. Ausserdem wird durch das Festhalten des eben eingeknüpften Knotens ein einseitiges Lockern der Knotensehleife, d. h. ein Niedrigerstehen des einen und ein Höherstehen des andern Florfadenendes hintangehalten. Infolgedessen liegen beide Enden der eingeknüpften Florfadenstücke in gleicher Höhe, wodurch kürzere Florfadenstücke verwendet werden können und der Abfall beim Scheren verringert wird. 



  Dadurch sowie insbesondere durch die gleichmässige und beinahe vollkommen lotrechte Stellung des Flores wird das gleichmässige Scheren des Teppiches erleichtert und nach dem Scheren eine scharfe Abgrenzung der einzelnen Knoten, die sogenannte Perlwirkung, sowie ein klares   scharfes Muster erzielt.   



   Der Anschlag p ist vorzugsweise der Höhe nach oder auch seitlich verstellbar gelagert, so dass der Zeitpunkt bzw. auch die Dauer der zusätzlichen Bewegung des Hebels i und daher auch der Zeitpunkt und die Dauer der Beeinflussung der Knoten g'durch den   Knotenhalter z   nach Bedarf geändert werden können. 



   Dadurch, dass der eigentliche Knotenhalter n als seitlicher Fortsatz des Hebels y ausgebildet ist, steht er dem Zurückschnellen der geöffneten Knüpfzange a nicht im Wege. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : EMI2.5 <Desc/Clms Page number 3> umschlingende Knotenschleife legt, dadurch ein Zurückweichen des an den Schussfaden (o) angedrückten Knotens sowie ein Lockern desselben verhindert und sich erst nach der Freigabe des Knotens durch die Knüpfzange wieder von der Knotenschleife entfernt.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Knotenhalter (n) an einem in der Kettenrichtung des Gewebes hin und her beweglichen, seitlich der Knüpfzange (a) angeordneten Hebel (i) vorgesehen ist und sich quer über die Kettenfäden (f) erstreckt, so dass er die Knotenbildung und den Rückgang der Knüpfzange nicht behindert.
    3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2 für schwingbar gelagerte Knüpfzangen, dadurch gekennzeichnet, dass der Knotenhalter (n), bzw. ein diesen tragender Hebel (i) drehbar an dem selbst schwingbar gelagerten Knüpfzangenträger (b) befestigt ist, so dass es dessen Ausschwingungen mitmacht, und durch eine zusätzliche Verschwenkung um seinen Drehpunkt (i) zur Einwirkung auf den fertiggestellten Knoten (g') gebracht wird.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Knotenhalter (n) bzw. dem diesen tragenden Hebel (i) die zusätzliche Drehung durch einen feststehenden Anschlag (Stift p) erteilt wird, mit welchem er vor Beendigung eines Arbeitsganges in Eingriff gebracht wird.
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Knotenhalter (n) eine zusätzliche Drehung erteilende feststehende Anschlag (Stift p) einstellbar ist, so dass der Zeitpunkt und die Dauer der Beeinflussung der eben fertiggestellten Knoten durch den Knotenhalter (n) geändert werden können. EMI3.1
AT123251D 1929-12-27 1929-12-27 Vorrichtung zur Herstellung von Knüpfteppichen. AT123251B (de)

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