AT122928B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Überzügen aus leicht schmelzenden Metallen, insbesondere aus Blei, durch Verdampfen des Überzugsmetalles. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Überzügen aus leicht schmelzenden Metallen, insbesondere aus Blei, durch Verdampfen des Überzugsmetalles.

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AT122928B
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  VerfahrenundVorrichtungzurHerstellungvonÜberzügenausleichtschmelzenden
Metallen, insbesondere ans Blei, durch Verdampfen des Überzugsmetalles. 
 EMI1.1 
 
Bleilegierungen. 



   Das Verfahren besteht zunächst in der Erzeugung eines metallischen Dampfes durch Erhitzen des
Schutzmetalls. Um den Siedepunkt des   Schutzmetalls herabzusetzen,   wird Unterdruck, vorzugsweise etwa 250 mm Quecksilbersäule angewendet. 



   Das Gut wird in kaltem Zustande in den metallischen Dampf eingeführt. Der   Temperaturunter-   schied zwischen dem heissen Dampf und dem kalten Gut bewirkt, dass sich der Dampf unter Verdichtung auf dem Metall niederschlägt, wobei die Dicke   des Überzuges abhängig und begrenzt   ist von der Gesehwin-   digkeit, mit der sieh das Gut unter dem Einfluss des heissen Metalldampfes erhitzt.

   Wünscht man einen besonders dicken Überzus : von Schutzmetall, so kann man erfindungsgemäss das Niederschlagsvermögen   des Dampfes   ausserordentlich   steigern, indem man dem Dampf elektrische Hochspannung von etwa 2000 Volt aufdrüekt, die ein sehr lebhaftes Beschiessen des zu überziehenden Gutes mit feinsten Metalldampfteilchen zur Folge hat, so dass sehr rasch ein Überzug auf dem Metall entsteht, der fest daran haftet. 



   Bei einer Ausfiihrungsweise des Verfahrens wird also Metalldampf von hoher elektrischer Spannung erzeugt, wodurch die Eigenschaft des Dampfes, zu haften, so gesteigert wird, dass das Gut auch dann einwandfrei überzogen wird, wenn es sehr rasch durch den Dampf befördert wird. 



   Auch kann der Metalldampf zur Erhöhung seiner Wirksamkeit von Wasserdampf befreit werden, indem man ihn der   Einwirkung   wasserentziehender Mittel, z. B. Phosphor-Pentoxyd, unterwirft. Die Reinigung des Gutes kann in bekannter Weise mittels Sandstrahlgebläses erfolgen. 



   Die in der Zeichnung beispielsweise dargestellte Vorrichtung dient insbesondere zum Überziehen von Eisendraht mit Blei. Sie umfasst eine Kammer   1,   in der   dans überziehen   vor sich geht, und die am Boden einen   Einlass : 2 besitzt, durch   den der zu   überziehende   Draht eingeführt wird ; oben befindet sieh ein Anslass 3, durch den der fertig überzogene Draht aus der Vorrichtung austritt. Die Kammer 1, in der das Überziehen vor sich geht, hat im wesentlichen die Form eines eisernen Zylinders mit abnehmbarem Deckel   4   am oberen Ende. Über der Mitte dieses Deckels befindet sich ein Rohr   5,   das in den   Aus-   lass. 3 übergeht. Unter dem Boden der Kammer 1 liegt ein dehnbares Rohr 6, das am Einlass. 2 endet. 



   Beim Arbeiten der Vorrichtung streicht der zu überziehende Draht aufwärts durch den Einlass 2, das Rohr 6, durch die Arbeitskammer 1 und endlich durch das Rohr 5 und den Auslass J. 



   Der Metalldampf wird durch folgende Teile der Vorrichtung erzeugt : 
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 gefäss 9 wird von einer Heizspule 12 umgeben, die in einen Stromkreis von niedriger Spannung und hoher Stromstärke geschaltet ist ; die Zuführung des Heizstromes erfolgt durch die Zuleitungsbolzen 7 und 8. 



  Die Heizspirale 12 wirkt als Widerstand und erhitzt das Metall in dem   Schmelzgefäss     9,   bis es verdampft. 



   Rings um die Heizspule 12 befindet sich ein   Wärmeschutz 1 ; ;   aus Graphit, um Übererhitzung der Kammerwände nahe dem   Schmelzgefäss   9 zu verhindern. Die Zuleitungsbolzen 7, 8 hängen in feuerfesten 
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 verhindert. Der positive Pol des Niederspannungskreises wird vom Leitungsbolzen 7 gebildet, der negative Pol vom Leitungsbolzen 8. 
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 gefäss wird gefüllt, indem   flüssiges Metall aus   dem Behälter 17 durch die Rohre 16 und 19 in das Schmelz- gefäss 9 gedrückt wird. 



   Um den Schmelzpunkt des Überzugmetalls, z. B. Blei, in dem   Sehmelzgefäss ss zu erniedrigen   und so die Schwierigkeiten zu vermeiden, die sieh aus der hohen Temperatur in der Arbeitskammer 1 ergeben, wird der Metalldampf in der Kammer 1 unter vermindertem Druck gehalten. Diese Einrichtungen umfassen ein Saugrohr   20,   das vom Rohr 5 zu einer nicht dargestellten Vakuumpumpe von bekannter Form und Arbeitsweise führt. Dadurch wird die Luft aus der Kammer 1 abgesaugt, bis ein Druck von etwa 250 mm Quecksilbersäule erreicht ist. 



   Um die Wirksamkeit des Metalldampfes zu erhöhen, sind ferner Einrichtungen getroffen, um das
Innere der Arbeitskammer von Wasserdampf zu befreien. Zu diesem Zweck führt eine Saugleitung 21 von dem dehnbaren Rohr 6 durch eine Trockenkammer 22 zu einer Vakuumpumpe, welche mit der an die Leitung 20 angeschlossenen Pumpe identisch sein kann. Eine in der Trockenkammer   22   befindliche Pfanne   23 mit Phosphor-Pe nt oxyd   oder einem andern wasserbindenden Mittel dient zur   Entfernung   des Wasserdampfes aus der Arbeitskammer 1. 



   Zur Reinigung des Drahtes, unmittelbar vor seinem Eintritt in die   Arbeitskammer     1,   ist am Einlass 2 in bekannter Weise ein Sandstrahlgebläse angeordnet, dessen Blasrohr 24 nahe dem Einlass 2 in das Rohr 6 derart mündet, dass der   Sandstrahl   durch den Einlass 2 auswärts geblasen wird. Der austretende Strahl von Luft und Sand verhindert auch wirksam den Eintritt von Luft durch den Einlass 2, so dass eine Störung des Unterdruckes in der Kammer 1 vermieden wird. 



   Um   den Überzug'auf den Draht,   unmittelbar nachdem er aufgebracht ist. zu kühlen, ist ein Kühlluftgebläse angeordnet, das durch den   Auslass 3 auswärts bläst.   Dieses besteht aus einem gebogenen Rohr 25, das mit dem Auslass J so verbunden ist, dass ein kühler Luftstrom zugleich mit dem Draht durch den Auslass. 3 nach aussen streicht, wodurch der Überzug auf den letzteren gekühlt wird. So wird der Eintritt von Luft und eine Störung des Unterdrucks in der   Kammer   1 vermieden. 
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 aufrechterhalten wird. Diesem Zweck dient eine Saugleitung 27, die aus dem Inneren der Vakuumkammer 26 durch eine Trockenkammer 28 zu einer   Vakuumpumpe führt,   die, von bekannter Bauart und Arbeitsweise, nicht besonders dargestellt ist.

   Die   Trockenkammer   28 ist der Kammer 22 gleich und enthält   das gleiche wasserentziehende Mittel.   



   Um die   Arbeitskammer j ! und   die   Vakuumkammer   26 oben am Deckel zu kühlen, sind Wasserrohre 29 oben auf der   Aussenfläche   des Deekels 4 der   Arbeitskammer   und ähnliche Wasserrohre 30 ebenso auf dem Deckel der Vakuumkammer 26 aufgewunden. 



   Soweit die Vorrichtung bisher beschrieben ist, reicht sie zum Überziehen eines Drahtes mit Blei 
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 durch den Isolator 14 isolierten Zuleitungsbolzens 7 gelegt ; die   Vakuumkammer 26 wird geerdet. Die   Höhe der Hochspannung (Gleichspannung) beträgt   zweckmässig annähernd 2000 Volt,   da die   Gliihent-   ladung bei höherer Spannung in Bogenentladung   übergehen könnte. Während   des Durchganges des zu überziehenden Gutes durch die Kammer sehlagen sieh die Dampfteilchen in erheblich grösserer Menge nieder, verdichten sich auf dem Gute und bilden derart eine verhältnismässig starke und zähe Schichte. 
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 Ablagerung, die Metallteilchen von der Kathode her aufschleudern zu lassen, indem das zu iiberziehende Metall, den positiven Pol bildet. 



   Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende : 
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 ist, wird die Hochspannungsquelle angeschlossen und der zu überziehende Draht aufwärts durch die Vorrichtung geführt. 



   Der eintretende Draht wird am Einlass in bekannter Weise durch das   Sandstralllgebläse   vollständig 
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 unterschied zwischen dem heissen Dampf und dem kalten Draht ein Niederschlagen des Dampfes auf der   Drahtoberfläehe.   Dies tritt bei Anwendung von   Hochspannung   nicht eher ein, als bis das Beschiessen des Drahtes mit unzähligen feinsten Dampfteilchen anfängt. Dieses Bombardement ist vom Temperaturunterschied unabhängig und beruht auf der hohen elektrischen Spannung des Metalldampfes gegen das zu überziehende Gut. Es dauert auch nach Aufhören des thermischen Niederschlags an, und wenn der Draht bei seinem Aufwärtsgange das Rohr   5   erreicht hat, ist ein dicker Überzug von Blei oder einem sonstigen Metall auf den Draht förmlich aufgehämmert und haftet fest daran.

   Das Niederschlagen des Metalldampfes erfolgt, wenn sowohl thermischer Niederschlag als auch hohe elektrische Spannung zur Wirkung kommen, so rasch, dass die Durchgangsgesehwindigkeit des Drahtes durch die Vorrichtung nur durch die Möglichkeit begrenzt wird, den Draht zu handhaben. 



   Beispielsweise wird bei einem Drucke in der Arbeitskammer 1 von 250 mm Quecksilbersäule, einer Stromstärke im Niederspannungskreis von 15-30 Ampere (etwa bei 110 Volt), einer Durchzugsgeschwindigkeit des zu überziehenden Drahtes von 120   m   pro Minute ein Bleiüberzug von etwa   0'0125     ? Mm. Stärke   erzeugt. Diese Stärke kann aber durch Veränderung der Durehzuggesehwindigkeit des Gutes innerhalb gewisser, durch seine Erwärmung bedingter Grenzen beliebig geändert werden. 



   Sobald erst metallischer Dampf erzeugt wird, dauert der Vorgang beständig fort, solange das Metall im   Schmelzgefäss   9 ergänzt wird. Wenn der fertig überzogene Draht aus dem Auslass. 3 austritt, ist der Überzug durch den Luftstrom, der rings um den Draht mit diesem zugleich durch den Auslass fliesst, bereits abgekühlt. 



   Stopfbüchsen, deren Aufbau und Wirkungsweise bekannt und daher nicht gezeichnet sind, können an Stelle der nach aussen gerichteten Luftströme am Einlass 2 und am Auslass 3 Verwendung finden. 



   Auch kann man die Rohre am Einlass 2 und Auslass 3 etwa 6   m   lang machen ; in diesem Falle sind weder Stopfbüchsen noch auswärts gerichtete Luftströme erforderlich, um den Unterdruck in der Arbeitskammer aufrechtzuerhalten. Ferner kann man, falls gewünscht, am Auslass 3 eine   Glättvorrich-   tung für den überzogenen Draht von bekannter und daher nicht dargestellter Bauart und Wirkungsweise anordnen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Überzügen aus leicht schmelzenden Metallen, insbesondere aus Blei, durch Verdampfen des Überzugsmetalles, dadurch gekennzeichnet, dass die zu überziehenden Gegen-   stände (Bänder, Drähte, Rohre od. dgl. ) fortlaufend durch den Metalldampf gezogen werden, der durch   Anlegen hoher elektrischer Spannung ionisiert wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer, durch welche das zu überziehende Gut bewegt wird, zur Verdampfung des Überzugsmetalles an eine Stromquelle hoher Stromstärke und zur Erzeugung einer grossen Potentialdifferenz zwischen dem Metalldampf und dem zu überziehenden Gut an eine weitere Stromquelle von hoher Spannung angeschlossen ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdampfungsgefäss (9) des Überzugsmetalles am Deckel (4) der Kammer (1) mittels Bolzen (7, 8) aufgehängt ist, die gleichzeitig zur Zuleitung des Stromes zum elektrischen Heizwiderstand (12) des Verdampfungsgefässes (9) dienen.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdampfungsgefäss (9) ringförmigen Querschnitt aufweist, so dass das zu überziehende Gut bei seiner Bewegung durch die Kammer (1) von dem Verdampfungsgefäss umschlossen ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 2, in deren Kammer Unterdruck herrscht, dadurch gekennzeichnet, dass an der Eintrittsöffnung (2) der Kammer (1) für das zu überziehende Gut, ausserhalb der Kammer ein Gebläse (24) vorgesehen ist, das einen von der Öffnung auswärts gerichteten (druekvermindernden) Luftstrom sendet, um den Eintritt von Luft in die Kammer zu hindern, wobei das Gebläse zur Reinigung des eintretenden Gutes, zweckmässig als Sandstrahlgebläse ausgebildet sein kann.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 2, in deren Kammer Unterdruck herrscht, dadurch gekennzeichnet, dass an der Austrittsöffnung (3) der Kammer (1) für das zu überziehende Gut, ausserhalb der Kammer ein Gebläse (25) vorgesehen ist, das einen von der Öffnung aufwärts gerichteten (druekvermindernden) Luftstrom sendet, um den Eintritt von Luft in die Kammer zu hindern und gleichzeitig das austretende, überzogene Gut zu kühlen.
AT122928D 1926-04-06 1926-04-06 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Überzügen aus leicht schmelzenden Metallen, insbesondere aus Blei, durch Verdampfen des Überzugsmetalles. AT122928B (de)

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