AT122815B - Schlitzspüleinrichtung für Zweitaktdieselmaschinen. - Google Patents

Schlitzspüleinrichtung für Zweitaktdieselmaschinen.

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    Schlitzspüleinrichtung   für Zweitaktdieselmaschinen. 



   Bei Zweitaktdieselmaschinen hängt die Güte des Spülverfahren davon ab, dass das ganze Innere des Zylinders   möglichst   vollständig   durchspült   wird, damit keine verbrannten Gase nach der Spülung im   Zylinderraum zurückbleiben.   Befinden sich die   Ein-und Austrittssehlitze   für die Spülluft an entgegengesetzten Enden des Zylinders, so ist eine gute Spülung leicht zu erreichen.

   Bei Anordnung der Ein-und Austrittssehlitze am gleichen Zylinderende hingegen bleibt, wenn die Spülluft nur entlang den Zylinderwandungen geführt wird, im Inneren des Zylinders ein nicht ausgespülte Kern verbrannter Gase   zurück Es   ist deshalb vorgeschlagen worden, die Spülluft in die Mitte des Zylinderraumes ein- 
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 und dann an den Zylinderwandungen entlang zu den Austrittsschlitzen fliesst. Auch die umgekehrte Luftführung ist vorgeschlagen worden. Bei dieser Anordnung bleibt zwischen dem mittleren Luftstrom und der an der Zylinderwandung entlang fliessenden Luft ein Hohlzylinderraum frei, der nicht von der Spülluft durchdiungen wird, was auch durch Wirbelbewegung des mittleren Strahles nicht ganz vermieden werden konnte. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun eine diese Nachteile beseitigende Schlitzspüleinrichtung für Zweitaktdieselmaschinen, deren Kolben nahe der unteren Totlage eine Reihe von Auspuff-und Spül- 
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 anlaufenden Spülschlitzmittellinien derart steil gerichtet und gehen in einem so geringen Abstand von der Zylinderachse vorbei, dass die Spülluft den Zylinder in einer   Raul11schleife     durchströmt,   die nur einmal um die Zylinderachse herumführt. 



   Für die heute gebräuchlichen   Verhältnisse zwischen Zylinderbohrung   und Hub tritt die erfindung- 
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 wand oberhalb der Mitte des Kolbenhubes treffen und im Grundriss tangential an einen Kreis anlaufen, dessen Durchmesser weniger als ein Drittel des Zylinderdurchmessers beträgt. 



   Wohl sind Brennkraftmaschinen bekannt, bei denen die   Spülluftsehlitze   tangential an einen zur Zylindrachse konzentrischen Kreis anlaufen und auch etwas schräg nach aufwärts geneigt sind. Doch 
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 elemente   (Grundriss-und Aufrissneigung   der Spülschlitzmittellinien) nicht derart zueinander und zu den Zylinderabmessungen abgestimmt, dass die Spülluft in einer einzigen Raumschleife durch den Zylinder strömte. Es trat vielmehr ein mehrfaches Kreisen der Spülluft ein, so dass insbesondere der obere in der Nähe des Zylinderdeckels befindliche Zylinderraum mit kreisenden Gasen gefüllt blieb und nicht genügend durchgespült wurde. 



   Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an mehreren Ausführungsbeispielen. Fig. 1 ist ein Längsschnitt ; Fig. 2 ein Grundriss eines von der Spülluft durchflossenen Zylinders, wobei die sich gegenüberstehenden   Ein- und Auslassschlitze sich Über   je   1800 des Zylinderumfanges erstrecken ;   Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch den Zylinder nach   l-B   der Fig. 2 ; Fig. 4 stellt einen durch die Austrittsschlitze eines Zylinders geführten Querschnitt dar, bei dem die Eintrittsschlitze etwas tiefer liegen als die Austrittsschlitze, beide je 180  des Zylinderumfanges einnehmenund zueinander um   2700 versetzt   sind. 



   Der Kolben b des Zylinders a ist in seiner unteren Totpunktlage dargestellt und schliesst mit dem Deckel c den Zylinder d ein, in dem die   Spülluftschlitze     e und Austrittsschlitze fin   der Nähe der unteren 
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 wand werden sie in Richtung der Drehbewegung umgelenkt und strömen in einer   Schraubenlinie. ?-3   an der Zylinderwand entlang dem Zylinderdeckel zu. Nach dem Erreichen des Deckels und entsprechen- 
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 liegenden Zylinderwand. Von dieser werden sie stets in derselben Richtung wieder   umgelenkt und   fliessen schräg abwärts in einer Schraubenlinie 4-5 zu den Auspuffsehlitzen, die so geneigt angeordnet sind, dass ein weiteres Umlenken der Bewegungsrichtung der   Spülluftströme   nicht stattfindet.

   Die Spülluft durch- strömt also den Zylinder in einer Raumschleife, die nur einmal um die Zylinderachse   herumfuhrt.   



   Die aufwärts und die nach abwärts gerichtete Strömung begenet sich im Zylinderraum nicht, so dass
Wirbelungen vermieden werden. Die Ein-und Austrittsschlitze können zueinander in der Richtung des
Zylinderumfanges um mehr oder weniger   als 1800 versetzt   sein und einen grösseren oder kleineren Teil des Zylinderumfanges einnehmen. Auch können die Schlitze zueinander in der Richtung der Achse um mehr oder weniger als die Höhe der   Spülluftschlitze   versetzt sein. Die Versetzung der Ein- und Austritts- schlitze zueinander in   Richtung des Zylinderumfanges   oder in Richtung der Achse kann gleichzeitig beliebig kombiniert werden. 



   Die Spülluftströme erhalten durch die geneigte Anordnung der Spülschitze bereits beim Eintritt in den Zylinderraum eine Drehbewegung, die sie während des   ganzen Spülvorganges beibehalten.   Solange der Kolben sich in der unteren Totpunktlage oder in ihrer Nähe befindet, ist diese Drehbewegung eine Sehraubenlinienbewegung. Bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens der oberen Totpunktlage zu verflacht sich die Bewegungsschraubenlinie immer mehr und geht in der Nähe der oberen Totpunktlage des Kolbens in eine   Kreisbewegung über.   Diese Kreisbewegung der nunmehr als   Bren1l1uft   dienenden   Spülluft ist von grosser Bedeutung für die gute   Verbrennung des Brennstoffes und bei luftloser Einspritzung des Brennstoffes notwendig.

   Die Schlitxpüleinrichtung gemäss der Erfindung ist demnach nicht nur für das gute Ausspülen des Zylinders, sondern auch für die Verbrennung des Brennstoffes von grösster Bedeutung. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schlitzspüleinrichtung für   Zweitaktdieselmaschinen,   deren Kolben nahe der unteren Totpunktlage eine Reihe von Auspuff- und Spülschlitzen freilegt, dadurch gekennzeichnet, dass die tangential an einen zur Zylinderachse konzentrischen Kreis anlaufenden Mittellinien der Spülschlitze derart steil gerichtet sind und in einem so geringen Abstand von der Zylinderaehse   vorbeigehen, dass   die Spülluft den Zylinder in   einer Raumschleife durchströmt,   die nur einmal um die Zylinderachse   herumführt.  

Claims (1)

  1. 2. Sehlitzspüleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittellinien der Spülschlitze die gegenüberliegende Zylinderwand oberhalb der Mitte des Kolbenhubes treffen und im Grundriss tangential an einen Kreis anlaufen, dessen Durchmesser weniger als ein Drittel des Zyihider- EMI2.3
AT122815D 1927-02-28 1928-02-06 Schlitzspüleinrichtung für Zweitaktdieselmaschinen. AT122815B (de)

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