<Desc/Clms Page number 1>
Spiritustropfapparat zum Auftauen von Hausgasleitungen oder zur Verhinderung des
Einfrierens derselben.
Die bekannte Tatsache, dass Spiritus (Weingeist) im flüssigen oder dampfförmigen Zustande imstande ist, Eis zu schmelzen, bzw. Einfrierungen zu verhindern, führt in Gaswerken zur Verwendung von sogenannten Spiritustropfapparaten, welche dazu dienen, Störungen in den Gasleitungen durch
EMI1.1
amehlüssen sehr viele Einfrierungen vor, die oft nur durch Aufreissen des Strassenpflasters behoben werden konnten, was mit grossen Kosten verbunden ist.
Zweck vorliegender Erfindung ist es nun. einen kleinen, einfachen und billigen Spiritustropfapparat zu schaffen, der auf einfache und sicher wirkende Art das Einfrieren von Zuleitungen hintanhält, bzw. eingefrorne Zuleitungen aufzutauen in der Lage ist und dessen Anbringung an Gaszuleitungen, z. B. an einem Abzweig nahe beim Gasmesser oder einer anderen geeigneten Stelle, ohne zu grosse Kosten durchführbar ist.
EMI1.2
Entleerverschlüssen, welche erfindungsgemäss in einfacher Weise in einem Hahn kombiniert sind.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform dieser Vorrichtung im Aufriss, teils im Schnitt, teils in Ansicht.
Die mit dem Mantel 1 dicht verfalzten und verlöteten Böden 2 und 3 eines Spiritusgefässes haben zentrale Ausschnitte, durch welche das Hahngehäuse 4 hindurchgesteckt und in welchen es dicht verlötet ist. Das Hahngehäuse ist unten verlängert und teils mit Gewinde 5, teils mit Sehlüsselstutzen 6 versehen, um ein Aufschrauben auf eine Gasleitung zu ermöglichen.
Im Hahngehäuse 4 ist ein konisches Hahnkilcken 7 angeordnet und in bekannter Weise dicht
EMI1.3
Beilage 8 und eine Anzugsmutter 9 angebracht. Das Küken 7 hat oben eine axiale Anbohrung 10, welche zum Füllen dient und unten, getrennt davon, eine eben-olche Bohrung H zur Entleerung. Die Füllbohrung 10 ist durch einen seitlichen Kanal 12 und in der gezeichneten Stellung durch die Bohrung 13 im Hahngehäuse 4 mit dem Innenraum des Gefässes verbunden und letzteres kann daher durch den aufgesetzten Trichter 14, welcher zur Sicherheit gegen Verschmutzung des Gefässes ein Sieb 15 eingesetzt enthält, durch die Bohrungen 10, 12 und 13 mit Spiritus gefüllt werden, wobei das im Innern des Gefässes enthaltene Gas durch die Bohrung 16,
die Nut 17 und die Aussparung 18 entweichen kann.
Die Beilage 8 ist mit einem Arm 19 versehen, welcher mit einem Zeiger 20 über einer Skala 21 spielt und dessen Verdrehung durch Ansehläge 22 beiderseits begrenzt ist. Der Arm 19 ist zur leichteren Betätigung mit einem Fingergriff 23 versehen, mittels dessen der Arm samt Zeiger und Kücken 7 verdreht werden kann.
Die Zeichnung zeigt den Zeiger in Füllstellung. Wird der Zeiger und somit das Küken entgegen dem Uhrzeigersinn (von oben gesehen) verstellt, so verdrehen sich Bohrung 12 und Nut 17 gegen die Hahngehäusebohrungen 13 und 16, welche dadurch gesperrt werden. Um ein direktes Entweichen von Gas unmöglich zu machen, können erst nach vollständigem Abschluss dieser Füllöffnungen die Bohrungen 24 und 25, bzw. die mit ihnen verbundenen, aussen am Kückenmantel verlaufenden Nuten 26 und 27 mit den Gehäusebohrungen 28 und 29 in Verbindung treten und damit das ! Innere des Gefässes mit der Bohrung 11 und demnach mit der, Gasleitung verbinden.
<Desc/Clms Page number 2>
'DieaHmählich seichter verlaufenden Nuten 26, 27 /kommen zuerst mit ihren Ausläufen mit den Bohrungen 28, 29 in Verbindung und ermöglichen so ein stetiges Vergrössern des Entleerquerschnittes' entsprechend der Skaleneinteilung. Statt der Nuten könnten auch mehrere Bohrungen vorgesehen sein, welche, nach und nach sich summierend, zur Wirkung kommen.
Es ist klar, dass die untersten Bohrungen 24 und 28 der Entleerung von Spiritus dienen, während
EMI2.1
entspricht.
Eine mittels Scharnier 31 angelegte. Schutzkappe 32 verhindert Schmutzansammlungen im Fülltrichter 14.
Je nach Einstellung des Zeigers ist eine Entleerung des Spiritus in längerer oder kürzerer Zeit möglich, je nachdem es sich darum handelt, schon vorhandene Einfnerungen aufzutauen oder solche zu verhindern.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spiritustropfapparat zum Auftauen von Hausgasleitungen oder zur Verhinderung des Ein- frierens derselben, dadurch gekennzeichnet, dass die Füll-und Entleerungsorgane des Spiritusgefässes von einem dasselbe durchsetzenden Hahn mit oberer und unterer axialer Bohrung gebildet werden, daran die Verbindung mit dem Gefässinnern ermöglichende Querbohrungen so angeordnet sind, dass sie niemals gleichzeitig durch das Gefässinnere verbunden sind und sowohl das Füllen als auch das Entleeren unter gleichzeitigem Austausch von Flüssigkeit und Gas gestatten.