AT122504B - Verfahren zur thermischen Spaltung von bei gewöhnlicher Temperatur gasförmigen Kohlenwasserstoffen. - Google Patents

Verfahren zur thermischen Spaltung von bei gewöhnlicher Temperatur gasförmigen Kohlenwasserstoffen.

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AT122504B
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Inventor
Adrianus Johannes Van Peski
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Bataafsche Petroleum
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zur thermischen   Spaltung von bei   gewöhnlicher   Temperatur gasförmigen
Kohlenwasserstoffen. 



   Es ist bekannt, dass Kohlenwasserstoffe zur   Gewinnung ; solcher   von niedrigerem Molekulargewicht durch Erhitzen bei   gewöhnlichem Unter-oder Überdruck gespalten werden können.   Ein Nachteil dieser 
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   Es ist weiter auch bekannt, dass verschiedene Stoffe den Spaltungsvorgang katalytisch beeinflussen. Unter anderem ist auch Jod durch seine Wirkung als Katalysator bei der Zersetzungsdestillation hochsiedender Kohlenwasserstoffe zu niedriger siedenden   bekannt (vgl. schweizerische Patentschrift   Nr. 114288). 



   Es ist nun gefunden worden, dass die Halogene nicht nur geeignete Kontaktsubstanzen zur Spaltung von hochsiedenden Kohlenwasserstoffen darstellen, sondern dass sich diese ebenso wie auch   gewisse   Halogenverbindungen als Katalysatoren für die   Überführung   von bei gewöhnlicher Temperatur gasförmigen gesättigten Kohlenwasserstoffen in   ungesättigte   Kohlenwasserstoffe von niedrigerem Molekulargewicht sehr gut verwenden lassen. 



   Es soll   ausdrücklich   bemerkt werden, dass aus der bekannten Tatsache, dass Halogene für den   Krackprozess   hochsiedender Kohlenwasserstoffe einen Katalysator darstellen, noch nicht geschlossen werden konnte, dass diese Stoffe die   Überführung gasförmiger, gesättigter Kohlenwasserstoffe   in ungesättigte von niedrigerem Molekulargewicht ebenso günstig beeinflussen würden. 



   Derartige gasförmige gesättigte Kohlenwasserstoffe sind sehr schwer zu spalten ; bei Anwendung hoher Temperaturen geht die Spaltung zu weit, so dass sich die niedrigsten ungesättigten Kohlenwasserstoffe bilden und bei sehr hohen Temperaturen Kohlenstoffabscheidung eintritt. Bei niedrigeren Temperaturen bilden sich ebenfalls   ungesättigte     Kohlenwasserstoffe, aber bei zu geringer Reaktionsgeschwindig-   keit, als dass die Ausbeute an den   gewünschten   Stoffen wirtschaftliche Bedeutung hätte.

   Es wurde nun gefunden, dass, wenn die   Umwandlung der gasförmigen Kohlenwasserstoffe   in Gegenwart von   Halogenen   erfolgt, ein grosser Teil der Kohlenwasserstoffe bei niedrigerer Temperatur und ohne dass Kohlenstoff ausgeschieden wird, in ungesättigte Kohlenwasserstoffe von niedrigerem Molekulargewicht übergeführt wird. 



   Als Halogenverbindungen kommen sowohl organische als auch anorganische in Betracht, u. zw. vorzugsweise solehe, die bei hoher Temperatur Halogen oder Halogenwasserstoff abgeben. Als Beispiele organischer Halogenverbindungen seien erwähnt : Jodoform, Äthylenbromid,   Trichloräthylen,   Tetra-   chlorkohlenstoff.   



   Von anorganischen Verbindungen   können   neben den Halogenen im elementaren Zustande deren Wasserstoff-, Schwefel-, Phosphor-und Sauerstoffverbindungen verwendet werden ; namentlich seien   angeführt: Chlorwasserstoff, Sulfurylchlorid, Phosphoroxychlorid und chlorschwefel.   



   Bei der Ausführung des   erfindungsgemässen   Verfahrens kann man den zu spaltenden Stoff mit den genannten Katalysatoren auf beliebige Weise zusammenbringen ; so lässt sieh dies z. B. dadurch bewerkstelligen, dass man den Katalysator in Form einer Lösung oder einer Dispersion oder durch Zerstäuben oder in anderer Art mit dem zu behandelnden Stoff zusammenbringt. 

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Ausserdem können noch verschiedene beschleunigende Stoffe wie Kupfer, Eisen oder deren Salze, Sauerstoff, Schwefel u. dgl. zur Förderung der Reaktion zugesetzt werden. 
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 ungesättigte Kohlenwasserstoffe. 



   Das verwendete Jod kann leicht wiedergewonnen werden, u. zw. scheidet es sieh bereits zum
Teil beim Kühlen der gekrackten Gase ab, während der gelöste Teil mit Sulfit ausgezogen werden kann. 



   Beispiel 2 : Butan wird durch Tetrachlorkohlenstoff geleitet und dann durch eine auf 600  C erhitzte Röhre. 



   Das austretende Gas weist nach dem Waschen mit Wasser einen Olefingehalt von   42-2% auf ;   davon sind 6% Butylen,   14-3%   Propylen und   21'9%   Äthylen. 



   Beispiel 3 : Butan wird einer gleichen Behandlung unterzogen wie im vorhergehenden Beispiel, jedoch in Gegenwart von Äthylenchlorid als Katalysator. Der Olefingehalt der austretenden Gase beträgt   31'9%   ; davon sind 5% Butylen,   14-5%   Propylen und   12-4% Äthylen.   



   Es ist weiters auch   möglich,   den geschilderten Prozess ebensogut bei gewöhnlichem wie bei höheren und niedrigeren Drucken   durchzuführen.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur thermischen Spaltung von bei gewöhnlicher Temperatur gasförmigen Kohlenwasserstoffen in Gegenwart von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysatoren Halogene, Halogenverbindungen oder beide gleichzeitig verwendet werden.
AT122504D 1927-12-16 1928-11-21 Verfahren zur thermischen Spaltung von bei gewöhnlicher Temperatur gasförmigen Kohlenwasserstoffen. AT122504B (de)

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