AT122463B - Verfahren zur Herstellung von benzin- und öllöslichen, synthetischen Harzen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von benzin- und öllöslichen, synthetischen Harzen.

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AT122463B
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  • Polyoxymethylene Polymers And Polymers With Carbon-To-Carbon Bonds (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von benzin-und öliöslichen, synthetischen Harzen. 
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 man die metasubstituierten Arylalkyläther vollständig durch die entsprechenden ortho-oder parasubstituierten Arylalkyläther, so werden öl- und benzinunlösliche Harze erhalten. Behandelt man dagegen Rohsolventnaphtha für sich allein. ohne Zusatz von metasubstituierten Arylalkyläthern, mit polymerisierend wirkenden Mitteln, so werden stets Harze erhalten, die bei gewöhnlicher Temperatur vollständig oder zum grössten Teil in   aliphatisehen   und   hydroaromatischel1   Benzinen unlöslich sind.

   Die neuen Produkte stellen infolge ihrer wertvollen Löslichkeitseigenschaften und ihrer   Lichtbeständigkeit   hervorragende Grundstoffe für die Herstellung von hochwertigen   Öllaeken   und plastischen Massen dar. Ferner lassen sich diese Harze ausgezeichnet mit Zelluloseäthern zu völlig transparent nnd   hoehglänzend   auftrocknenden Lacken oder unter Mitverwendung von geeigneten Weichmachungsmitteln zu wertvollen plastischen Massen verarbeiten. Je nach der Art des angewandten Katalysators lassen sich die Eigenschaften der Harze nach   Löslichkeit,   Schmelzpunkt, Färbung abändern. So werden beispielsweise mittels Zinntetrachlorid sehr hellfarbige Harze erhalten. die nicht in Standölen, wohl aber in den gewöhnlichen trocknenden Ölen löslieh sind.

   Die Anwendung von borfluoressigsäure als Katalysator führt zu fast farblosen, hochschmelzenden,   standöllöslichen   Harzen, während bei Verwendung von Schwefelsäure 
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 mässig hohen Gehalt an   Meta-auch Para-oder Orthosubstituenten   enthalten. Solche Substanzen werden beispielsweise durch Alkylierung von Rohkresol oder   techmischen Xylenolgemischen   erhalten. 



   Es ist bereits bekanntgeworden, Solventnaphtha mit Phenolen bei Gegenwart von aliphatisehen oder aromatischen Sulfosäuren zu gewinnen. Die nach diesem Verfahren erhältlichen Produkte sind 
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 dagegen praktisch   unlöslich   in Alkohol. 



   Zur   Durchführung   der Reaktion setzt man dem Rohsolventnaphtha-Äthergemisch unter kräftigem Rühren, gegebenenfalls unter gelindem Erwärmen, die erforderliche Menge des Katalysators zu und setzt das Rühren bis zur Beendigung der Harzbildung fort. Die meist exotherm verlaufende Reaktion 

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 entfernt man den Katalysator mittels Säuren, Alkalien, alkalisehen Erden   oder Metalloxyden und   destilliert aus der filtrierten Harzlösung die flüchtigen Bestandteile, vorteilhaft unter vermindertem
Druck, völlig ab. 



  Beispiel 1 : 1000 Gewichtsteile einer von 160-185  C siedenden, basen- und phenolfreien
Rohsolventnaphtha mit einem Gehalt von 54% verharzbaren Bestandteilen (Cumaron + Inden) werden mit 85 Gewichtsteilen   m- Xylenylmethyläther vermischt   und auf 32 C erwärmt. Unter kräftigem Rühren lässt man 10 Gewiehtsteile Zinntetraehlorid allmählich   zufliessen.   Die Reaktionstemperatur steigt bis auf 50  C. Nach sechsstündigem Rühren wird mit 250 Gewichtsteilen Xylol verdünnt und die   verdünnte   Reaktionslösung sodann unter Erwärmen auf   90-100" C   mit etwa 60 Gewichtsteilen gebranntem Kalk etwa eine halbe Stunde lang   durchgerührt.   Man filtriert vom Niederschlag und destilliert die flüchtigen
Bestandteile aus der filtrierten Harzlösung im Vakuum vollständig ab.

   Man erhält 480 Gewichtsteile eines sehr hellfarbigen Harzes vom   Schmelzpunkt 1480 C,   das sich in Laekbenzin, Leinöl und Holzöl leicht und restlos löst. Diese Lösungen bleiben auch bei niederer Temperatur   völlig klar.   



  Beispiel 2 : Zu einer   30 C warmen Mischung   von 300 Gewichtsteilen der in Beispiel 1 ver- 
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 bis auf etwa 47  C. Nach fünfstündigem Rühren verdübbt man mit 100-150 Gewichtsteilen   gereinigter   Solventnaphtha,   filtriert vom Bodenkörper   ab und behandelt das Filtrat in der Wärme unter Rühren mit einer Mischung von 36 Gewichtsteilen aktivierter Bleicherde und 18 Gewichtsteilen gebranntem Kalk. 



  Aus der filtrierten Lösung werden die   flüchtigen   Bestandteile im Vakuum abdestilliert. Es sind 153 Ge- 
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Gehalt von 55% m-Kresol) erhalten worden ist. Zu der   40 C   warmen   Lösung   fliesst unter Rühren
1 Gewichtsteil Borfluoressigsäure. Die Temperatur steigt bis auf etwa   54'C. Nach 6-7stündigem  
Rühren erwärmt man die Reaktionsflüssigkeit unter Zusatz von 6 Gewichtsteilen Kalziumoxyd etwa eine halbe Stunde lang auf   80-90  C. Man saugt   hierauf den Niederschlag ab. Aus dem Filtrat werden in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise 52 Gewiehtsteile eines kaum gefärbten, bei   1130 C schmelzenden   Harzes gewonnen, das die gleichen Löslichkeitseigenschaften wie das in Beispiel 2 erhaltene Produkt aufweist. 



   Beispiel 4 : Eine 40  C warme Mischung von 1000 Gewichtsteilen Rohsolventnaphtha (Siedegrenzen :   163-182  C ;   Gehalt an Cumaron + Inden : 52% ; frei von Phenolen und Basen) mit 86 Gewichtsteilen   m-Xylenyläthyläther wird   mit   10 Gewiehtsteilen Borfluoressigsäure   in der in Beispiel 3 beschriebenen Weise behandelt. Nach beendeter Reaktion verdünnt man mit 200 Gewichtsteilen Xylol oder gereinigter
Solventnaphtha und behandelt die verdünnte Reaktionslösung in der Wärme mit 60 Gewichtsteilen   Kalzium-oder Bariumoxyd.   Man gewinnt 545 Gewichtsteile eines fast farblosen Harzes, das bei 188  C schmilzt und das die gleichen Lösliehkeitseigensellaften wie das nach Beispiel 2 erhältliche Harz besitzt. 



   Beispiel 5 : 200 Gewichtsteile der in Beispiel 4 benutzten   Rohsolventnaphtha   werden mit 17 Gewichtsteilen eines Xylenylmethyläthers versetzt, der durch Alkylierung eines Xylenols mit einem
Gehalt von etwa   80%   m-Xylenol gewonnen worden ist. Man lässt zu der   15-20    C warmen Mischung sehr langsam 3-5 Gewichtsteile konzentrierte Schwefelsäure fliessen, wobei die Reaktionstemperatur allmählich auf 60  C steigt. Nach 3-5stündigem Rühren verdünnt man mit 50 Gewichtsteilen gereinigter Solventnaphtha, zieht von der Schwefelsäure ab,   wäscht   die verdünnte Reaktionslösung mit   Sodalösung   und sodann   mit Kochsalzlösung.

   Man   erhält 108 Gewichtsteile eines hellbraunen   benzin-und standöl-   löslichen Harzes vom Schmelzpunkt 94  C. 



   Beispiel 6 : Man rührt eine Mischung von 500 Gewichtsteilen der in Beispiel 4 verwendeten Rohsolventnaphtha mit 51 Gewiehtsteilen m-Xylenyläthyläther unter allmählichem Zusatz einer Lösung von 10 Gewiehtsteilen Antimonpentachlorid in 40-50 Gewichtsteilen   Tetrachloräthan   fünf Stunden lang, wobei die Reaktionstemperatur von   270 auf 570 C   ansteigt. Hierauf wird die Reaktionsflüssigkeit mit 40 Gewiehtsteilen 32%iger Natronlauge eine halbe Stunde lang bei 90-100  C kräftig durehgerührt. 



  Die hellfarbige Harzlösung wird sodann vom Bodensatz abgezogen. Man erhält 210 Gewichtsteile eines hellgelben, bei   1300 C schmelzenden   Harzes, das in Lackbenzin, Leinöl und Holzöl   löslich   ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von benzin-und öllösliehen, synthetischen Harzen, darin bestehend. dass man Rohsolventnaphtha unter Zusatz von metasubstituierten Arylal1. -yläthern mit polymerisierend wirkenden Substanzen, mit Ausnahme von Aluminiumehlorid, behandelt.
AT122463D 1928-07-02 1929-06-22 Verfahren zur Herstellung von benzin- und öllöslichen, synthetischen Harzen. AT122463B (de)

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