AT121699B - Einzelantrieb für Trockenzylinder bei Papiermaschinen. - Google Patents

Einzelantrieb für Trockenzylinder bei Papiermaschinen.

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AT121699B
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Ferdinand Dipl Ing Schiller
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Siemens Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Einzelantrieb für Trockenzylinder bei Papiermaschinen.   



   Bei den üblichen Antrieben von Trockengruppen von Papiermaschinen können die einzelnen
Zylinder ihre Umfangsgeschwindigkeiten den in den Filzen und in der Papierbahn durch ungleiche
Zylinderdurchmesser, wechselnde Beheizung, verschiedene Feuchtigkeitsgehalte und andere Ursachen hervorgerufenen Längenänderungen nicht genügend angleichen, wodurch unerwünschte Beanspruchungen im Filz und in der Papierbahn auftreten. 



   Gemäss der Erfindung werden bei Trockenzylindereinzelantrieben mit in zwei Reihen angeordneten
Zylindern, bei denen die Zylinder jeder Reihe unter einem gemeinsamen Filz laufen, diese Nachteile dadurch vermieden, dass diejenigen Motoren untereinander winkelgleieh synchronisiert sind, die verschiedene
Zylinderreihen angehören, die Motoren der einzelnen Zylinderreihen untereinander aber nicht synchronisiert sind. Hiebei soll unter winkelgleicher Synchronisierung eine solche verstanden werden, bei der die zu vergleichenden Motoren nur um einen bestimmten begrenzten Winkel in ihrer gegenseitigen Phasenlage voneinander abweichen können. Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungen   zu.   



   Die Motoren können in an sich bekannterweise, z. B. durch gegenseitigen Kraftausgleich, mechanisch oder elektrisch synchronisiert sein, mechanisch z. B. durch eine starre Verbindung der Wellen, elektrisch z. B. durch mit den zu synchronisierenden Antriebsmotoren starr verbundene   Hintermaschinen   synchronen
Charakters. 



   Es kann auch in ebenfalls bekannter Weise durch Einschaltung von Hilfsregelvorrichtungen, z. B. elektrischer oder mechanischer Differentialgetriebe, zwischen die zu synchronisierenden Motoren die Drehzahl überwacht werden, wobei dann zwei Glieder des Differentialgetriebes mit den Motoren verbunden sind. Hiebei ist es möglich, von dem dritten Glied des Differentialgetriebes aus die Felder sämtlicher zu einer Trockengruppe gehörenden Motoren gemeinsam oder teilweise zu beeinflussen, z. B. nur die Felder der zu synchronisierenden Motoren, oder die Felder der z. B. unter einem Filz gemeinsam laufenden Motoren.

   Die Hilfsregelvorrichtung kann auch mit dem die Leitgeschwindigkeit für die gesamte Maschine führenden Organ regelbar verbunden werden, wodurch die Geschwindigkeit der Trockengruppe in ein bestimmtes, einstellbares Verhältnis zu den übrigen Gruppen der Papiermaschine gebracht wird. 



  Es kann auch die Drehzahl jedes der beiden zu synchronisierenden Motoren mit einer eigenen Hintermaschine über je ein eigenes Differentialgetriebe für sich mit der Leitgeschwindigkeit verglichen werden, womit gewissermassen durch den Gleichlauf mit der Leitgeschwindigkeit beide Motoren auch miteinander verglichen werden. Hiebei kann jedes Differentialgetriebe durch einen Kegeltrieb mit der Leitgeschwindigkeit für sich verbunden sein, es können aber auch die Rotoren beider Differentialgetriebe starr untereinander durch eine Welle gekuppelt sein, die über einen Kegeltrieb mit der Leitgeschwindigkeit in Verbindung stehen kann. 



   Es kann ferner eine Einstellvorrichtung zwischen die beiden zu synchronisierenden Motoren in den Weg der Synchronisierung eingeschaltet sein, so dass hiedurch eine gegenseitige Verstellung der Grunddrehzahlen dieser beiden zu synchronisierenden Motoren möglich ist. An welcher Stelle diese Einstellvorrichtung eingeschaltet ist, ist gleichgültig. 



   Einige Ausführungsbeispiele mit den Merkmalen der Erfindung sind nachstehend an Hand der Zeichnungen näher beschrieben, wobei für gleiche Teile in allen Figuren, soweit angängig, gleiche Bezifferung gewählt ist. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   In Fig ; 1 sind 1 bis 6 die Antriebsmotoren für eine aus sechs Zylindern   bestehende Trockengruppe.   



   Zu jedem Zylinder gehört ein Motor, u. zw. laufen die Zylinder der Motoren 1, 3, 5 gemeinsam unter dem unteren Filz, die Motoren 2,4, 6 unter dem oberen Filz. 11,   21, 31, 41, 51, 61   sind die Felder dieser Motoren. Die unter verschiedenen Filzen laufenden Motoren 1 und 2 sind mit Schleifringen 12 und 22 versehen, die untereinander durch die Leitung 7 verbunden sind, wodurch die Motoren winkelgleich synchronisiert sind. Die übrigen Motoren sind nicht synchronisiert. Unter Umständen können auch noch weitere Motoren untereinander in gleicher Weise wie die Motoren 1 und 2 synchronisiert sein, also z. B. die Motoren 3 und 4, ebenso auch die Motoren 5 und 6. 



   In Fig. 2 sind die Motoren 1 und 2 durch eine Regelvorrichtung mittels Differentialgetriebes 10 und Regler 9   miteinander drehzahlgleich   verbunden. Das eine Rad des z. B. mechanischen Differentialgetriebes 10 ist mit dem Regler 9 und das Gehäuse nebst Umlaufrad des Getriebes mit dem Motor 1 über einen Kegelscheibentrieb 8 verbunden. Der Motor 2 ist mit dem andern Rad des Getriebes gekuppelt. 



  Der Regler 9 beeinflusst beispielsweise die Felder 21, 41, 61 der unter dem oberen Filz gemeinsam laufenden Motoren 2, 4, 6. 



   In Fig. 3 dienen zum Lastausgleich Induktionshintermasehinen. Mit dem Motor 1 ist die Hintermasehine 13 unmittelbar, mit dem Motor 2 unter Zwischenschaltung eines Kegeltriebes 42 die Hintermaschine 23 gekuppelt. Beide Hintermasehinen liegen primär am gleichen Netz. 30 konstanter Frequenz und ihre   Sekundärwicklungen   14 und 24 sind ausserdem miteinander verbunden, so dass Drehzahlabweichungen sofort ausgeglichen werden. Die Sekundärfrequenz ist ein Mass für die Motorendrehzahl, so dass hiemit die Motoren in einer besonderen Regelvorrichtung. 31 mit der durch die Leitwelle. 32 gegebenen Sollgeschwindigkeit verglichen ist. Hiedurch wird die Geschwindigkeit der beiden Filzgruppen mit jener der übrigen Gruppen der Papiermaschine verglichen. Die Regelvorrichtung ist z.

   B. ein elektrisches Differentialgetriebe, dessen Rotor 33 am Netz 30 liegt, und dessen drehbarer Stator   34   mit den Rotoren 14 und 24 beider Hintermasehinen elektrisch verbunden ist. Der Rotor. 33 des Differentialgetriebes 31 wird   Über -einen Kegelscheibentrieb 35   von der die   Leitgeschwindigkeit   führenden Welle   32   angetrieben. Die Felder 11, 12 usw. sämtlicher Motoren 1 bis 6 werden gemeinsam durch einen von der Gehäusebewegung des Differentialgetriebes   81   beeinflussten Regler 36 beeinflusst.

   Die beiden Hintermaschinen   13   und   2 : ;   sorgen also   für den Synchronismus   der Motoren 1 und   2,   das Differentialgetriebe   31   für   Aufreehterhaltung   des erforderlichen Geschwindigkeitsverhältnisses der gesamten Troekengruppe zu den übrigen Gruppen der Papiermaschine. Die Drehzahlen der beiden zu synchronisierenden Motoren und damit der beiden unter verschiedenen Filzen laufenden Zylinder und Motoren können gegeneinander durch den Kegeltrieb 42 eingestellt werden. 
 EMI2.1 
 dem Rotor 14 der zum Motor 1 gehörenden Hintermaschine   13   verbunden. Das Gehäuse des Ausgleichsgetriebes 16 ist mit einem, die Erregung der mit dem Motor 1 unter gleichem Filz laufenden Motoren 1, 3, 5 beeinflussenden Regler 19 verbunden.

   Entsprechend sind die Verbindungen zwischen dem Differentialgetriebe 26, der   zugehörigen Hinterma. sehine   23 und den unter dem oberen Filz laufenden Motoren 2,4, 6. 



  Zwischen dem Motor 2 und der   zugehörigen Hintermaschine 23   liegt ein Kegeltrieb   42.   



   Die Drehzahlen zweier Zylinderreihen untereinander können gegeneinander durch den Kegeltrieb 42 verstellt werden. Die Drehzahl der gesamten Gruppe gegenüber den Drehzahlen der andern Gruppen der Papiermaschine kann durch den Regeltrieb 40 eingestellt werden. Diese Regeltriebe 42 und 40 liegen in Reihe, so dass bei Verstellung des Triebes 42 die Drehzahl nur der einen Filzgruppe gegenüber der andern, bei Verstellung des Riemens auf den Kegelscheiben 40, die Drehzahl beider Filzgruppen gemeinsam um den gleichen Betrag gegenüber den andern Gruppen der Papiermaschine geändert wird. 



   Der Regeltrieb 42 braucht nicht unbedingt an der in den Fig. 3 und 4 gezeichneten Stelle liegen. 



  Er kann vielmehr an beliebiger Stelle im Weg der Synehronisierung angeordnet sein, z. B. zwischen den beiden Ausgleichsgetrieben 16 und 26, wie in Fig. 5 gezeigt, in der nur der untere Teil der Fig. 4 gezeichnet ist, da die übrige Schaltung abgesehen vom Fehlen des Kegeltriebes 42 zwischen Motor 2 und Hintermaschine 23 gleich bleibt. 



   In Fig. 6 sind 1 bis 6 wieder die Antriebsmotoren. Die Motoren 1 und 2 sind über das Ausgleichsgetriebe 60, Kegelradtriebe 61 und 62 dadurch synchronisiert, dass die Verstellung des Gehäuses des Differentialgetriebes 60 über den Regler 63 die Felder 11, 31, 51 der Motoren 1,. 3 und 5 beeinflusst. Die Drehzahl des Motors 2 wird über das Differentialgetriebe 64 mit der durch die Welle 32 übertragenen Leitgeschwindigkeit verglichen. Das Gehäuse des Getriebes 64 verstellt den Regler 66, der die Felder 11, 21 usw. aller Motoren 1 bis 6 beeinflusst. Das Getriebe 60 synchronisiert also die Motoren 1 und 2, das
Getriebe-64 den Motor 2 mit der Leitwelle 65, so dass auf diesem Wege dann die Motoren 1 und 2 und die Welle 32 untereinander in relativem Gleichlauf gehalten sind.

   Der Kegeltrieb 67 dient zur Drehzahleinstellung der gesamten   Troekengruppen   gegenüber den andern Gruppen der Papiermaschine, der 
 EMI2.2 
 

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 und damit der beiden Filzgruppenmotoren   1, 3, 5   und 2,4, 6. Der Regeltrieb 68 hat also die gleiche Aufgabe wie der Regeltrieb 42 in den Ausführungen gemäss den andern Figuren. 



   Den schematischen Darstellungen sind   Gleiehstromantriebe   zugrunde gelegt. Die Erfindung lässt sich aber ebensogut für Drehstrombetriebe verwenden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einzelantrieb für in zwei Reihen angeordnete Troekenzylinder von Papiermaschinen, von denen die Zylinder jeder Reihe unter einem gemeinsamen Filz laufen, dadurch gekennzeichnet, dass solche Motoren (z. B. 1 und   2),   die verschiedenen Zylinderreihen angehören, untereinander winkelgleich synchronisiert sind, während die Motoren   (1, 3,-5 bzw.   2,4, 6) der einzelnen Zylinderreihen untereinander nicht synchronisiert sind (Fig. 1 und 2).

Claims (1)

  1. 2. Antrieb nach Anspruch 1, bei welchem die Motoren durch gegenseitigen Kraftausgleich winkelgleich synchronisiert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (. 31,. 3. 3, 34) zur Drehzahl- überwachung der gesamten Trockenpartie gegenüber den Antrieben der andern Teile der Papiermaschine EMI3.1
    3. Antrieb nach den Ansprüchen 1 und 2, wobei der Gleichlauf der gesamten Trockenpartie mit den übrigen Teilantrieben der Papiermaschine durch ein Differentialgetriebe gesichert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Differentialgetriebe (. 31) ausser auf die Felder (11 und 21) der untereinander winkelgleieh synchronisierten Teilmotoren (1 und 2) der Trockenpartie, auch auf die Felder (31 bis 61) EMI3.2
    4. Antrieb nach Anspruch 1, mit durch Hilfsregelvorriehtungen winkelgleich synchronisierten Motoren, bei welchem die Motoren mittels eines Differentialgetriebes untereinander synchronisiert sind, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Motoren durch ein weiteres Differentialgetriebe mit den übrigen Gruppen der Papiermaschine winkelgleich synchronisiert ist (Fig. 6).
    5. Antrieb nach Anspruch 1 mit durch Hilfsregelvorriehtungen winkelgleich synchronisierten Motoren, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Motor (z. B. 1 und 2) jeder Reihe über je ein Differentialgetriebe (16 bzw. 26) mit den übrigen Teilen der Papiermaschine winkelgleich synchronisiert ist (Fig. 4 und 5).
    6. Antrieb nach den Ansprüchen 1 bis 4, bei welchem die zu synchronisierenden Motoren sich in relativem Gleichlauf befinden, und das Verhältnis der beiden Drehzahlen einstellbar ist, gekennzeichnet durch zwei regelbare Übersetzunggetriebe, von denen eines (42) das gegenseitige Geschwindigkeitsverhältnis beider synchronisierten Motoren (1 und 2) untereinander, das andere jenes der gesamten Trockengruppe zu den übrigen Antrieben der Papiermaschine einzustellen gestattet (Fig. 4-6). EMI3.3
AT121699D 1928-11-01 1929-06-24 Einzelantrieb für Trockenzylinder bei Papiermaschinen. AT121699B (de)

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