<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur selbsttätigen Herstellung einfacher oder kreuzweiser Verschnürung von Briefbündeln oder Paketen. Derartige Einrichtungen sind bereits
EMI1.2
Erfindungsmerkmalen durch besonders einfache und gedrängte Bauart aus. Erfindungsgemäss wird diese günstige Bauart dadurch erreicht, dass die Steuerung der die Versehnürung und Plombierung bewir-
EMI1.3
Gegenstände hindurchgeführt werden, ist eine leichte Zugänglichkeit zur Maschine und damit eine leichte Bedienbarkeit gewährleistet. Ausserdem kann infolge der besonderen Konstruktion der Maschine diese leicht von oben in die Öffnung eines beliebigen Tisches eingesetzt und bei Störungen raschestens ausgewechselt werden.
Zur Bedienung ist nichts weiter erforderlich, als dass das zu verschnürende Briefbündel in die von der Steuerscheibe gebildete Einlege öffnung gelegt wird. Durch einen leichten, von Hand ausgeübten Druck auf das Bündel wird ein Kontakt betätigt, durch den die Maschine in Gang gesetzt wird. Die ganze Verschnürung und Plombierung findet dann selbsttätig statt ; desgleichen die Rückstellung der Maschine in die Anfangslage, nachdem das verschnürte Bündel auf eine Transportvorrichtung abgeworfen ist. In welcher Weise die Maschine nach der vorliegenden Erfindung arbeitet, soll nachstehend in dem Ausführungsbeispiel an Hand der Figuren gezeigt werden.
Es stellen dar : Fig. l eine Ansieht von oben mit abgehobener Deckplatte, Fig. 2 eine Seitenansicht teilweise im Schnitt, Fig. 3 einen Kontakthebel von der Seite gesehen, Fig. 4 einen Kontakthebel von oben gesehen, Fig. 5-8 eine schematisehe Darstellung der einzelnen Arbeitsvorgänge in der Maschine, Fig. 9 eine Einzelheit, Fig. 10-16 die Plombier- und Schneidevorrichtung, Fig. 17,18 eine Kontakteinrichtung zur Kennzeichnung des Leerlaufes der Vorratsspulen.
Zunächst sei an Hand der Fig. 5-8 die Wirkungsweise der Maschine im Prinzip erläutert. Das von Vorratsspulen ablaufende Sehnürmittel 62 (z. B. ein Band), wird in der Maschine zu einem Schnürmittelkreuz vereinigt. Auf dieses Sehnürmittelkreuz wird der zu bündelnde Briefstapel 61 gelegt (Fig. 5).
Durch Herunterdrücken, wie in Fig. 6 gezeigt ist, wird der Briefstapel nach unten gedrückt, dabei legt sich das Schnürmittel 6, ? an die Seiten des Briefstapels 61 an. Darauf wird von der Maschine, wie in Fig. 7 gezeigt ist, die eigentliche Verschnürung vorgenommen, u. zw. von den kreuzweise angeordneten Armen, die sich nach der Mitte der Maschine zu bewegen und dabei das Schnürmittel um das Bündel 61 legen. Diese Arme können, wie im Ausführnngsbeispiel gezeigt ist, gerade sein oder sie können zwecks Erzielung kleinerer Masehinenabmessungen unter einen Winkel abgebogen werden, wobei die Führungen gegenüberliegender Arme dann nicht mehr in ein und derselben Achsenriehtung, sondern neben den Seitenkanten der Einlegeöffnung liegen.
Sobald die Arme aufeinanderstossen, wird an der Verschnürungsstelle eine Doppelplombe angebracht, die, wie in Fig. 8 gezeigt ist, in der Mitte aufgetrennt wird, so dass das gebündelte Paket abgelöst wird. Die eine Plombe bleibt dabei an dem verschnürten Paket, während die andere Plombp zur Aufrechterhaltung des Schnürmittelkreuzes dient.
<Desc/Clms Page number 2>
Wie in Fig. 2 gezeigt ist, sind an der Grundplatte 1 der Maschine vier Bandspulen. ? mittels Muttern 3 befestigt. Die Muttern können bajonettartig ausgebildet sein, um ein schnelles Aufsetzen neuer Bandspulen zu ermöglichen. Mit Hilfe der Muttern 3 werden die Bandspulen 2 gegen Druckringe 5 der Bandspann-
EMI2.1
spule 2 gepresst und ist um die Spulenachse 7 drehbar an dem Gehäuse 8 befestigt. Der Druckring wird nun durch Reibung von der Bandspule : 2 mitgenommen, sobald die letztere sich dreht, d. h. wenn Band von der Spule abgespult wird. Bei der Drehung des Druckringes 5 wird eine Spiralfeder 9 gespannt deren eines Ende am Druekring a und deren anderes Ende am Gehäuse 8 befestigt ist.
Das Gehäuse 8 ist in Richtung der Spulenachse 7 verschiebbar, dagegen kann dasselbe sich nicht drehen. Durch das
EMI2.2
in Gang gesetzt werden kann, müssen die von den Vorratsspulen 2 ablaufenden Bänder 62 von Hand bis zur Mitte der Maschine geführt und dort von Hand verknüpft werden, so dass ein Bandkreuz entsteht. Soll nun ein Briefstapel gebündelt werden, so wird derselbe, wie bereits gesagt, auf das Bandkreuz gelegt
EMI2.3
Stapels werden die an der Grundplatte 1 schwingbar gelagerten Sperrhebel 11 nach unten geschwenkt, wobei die beiden Kontakthebel12 freigegeben und dabei durch Federn 63 (Fig. 4) über den Stapel geschwenkt werden.
Da die Achse 64 in einer Gabel 85 gelagert ist, die gleichfalls drehbar ist, so wird der Hebel 12 einmal unter dem Einfluss einer Feder 63 in Pfeilriehtung, wie in Fig. 4 gezeigt ist, bewegt und ausserdem unter Einfluss der Feder 42 in Pfeilrichtung bewegt, wie in Fig. 3 gezeigt ist.. Jeder der in die Einlegeöffnung hineinragenden Hebel 11 besitzt eine Sperrnase 67, durch die der Hebel 12 in der punktierten Lage festgehalten wird. Der Hebel 11 ist um die Achse 68 drehbar und steht unter dem Einfluss einer Feder 69.
Wird nun ein Briefstapel in die Einlegeöffnung hineingeführt, so wird dabei der Hebel 11
EMI2.4
Kontakthebel einschwenken können. Wird jetzt die Hand vom Stapel zurückgezogen, so suchen die unter Federspannung stehenden Bandspulen 2 die Bänder wieder aufzurollen und damit den Stapel nach oben durch die Einlegeöffnung aus der Maschine herauszuschieben. Der Stapel wird aber durch die über ihn geschwenkten und wie bereits gezeigt kardaniseh aufgehängten Kontakthebel 22 festgehalten. Entgegen der Feder 42 wird der Kontakthebel12 in Pfeilriehtung bewegt und hiebei der Kontakt 14 geschlossen. Über den Kontakt 14 und den in gleicher Weise gleichzeitig betätigten Kontakt 2. 3 wird der Motor 26 eingeschaltet.
Die in Fig. 3 und 4 dargestellte Hebelanordnung ist, wie Fig. 1 zeigt, an der Maschine zweimal vorgesehen, damit eine Einschaltung des Motors erst dann stattfinden kann, wenn beide Kontakte. M und. M geschlossen sind, um zu verhüten, dass bei nicht horizontal eingelegtem Briefstapel die Maschine bereits in Gang gesetzt wird. Durch den Motor 16 wird die Steuerscheibe 17, welche an der
EMI2.5
ordnet, so dass beim Drehen der Steuerscheibe 17 das Zahnrad 19 sieh dreht. Das Zahnrad 19 trägt, wie in Fig. 9 gezeigt wird, an seiner Unterseite Mitnehmerklauen 71, durch die die Drahtzuführungsrolle 20 nur in einem Drehsinn mitgenommen wird.
Beim Zurückdrehen des Zahnrades 19 wird durch die Form ! der Mitnehmerklaue das Zahnrad 19 von der Rolle 20 abgehoben. Damit letztere nicht durch Reibungs- kräfte zurückgedreht werden kann, ist bei ihrem unteren Teil eine Sperrverzahnung vorgesehen, in die eine Sperrklinke 21 eingreift. Gegen Rolle 20 stützt sich einstellbar federnd Rolle 22. Diese trägt ebenso wie Rolle 20 zwei Rillen 72 und 78, mittels welcher von den übereinanderliegenden Drahtspulen 66 Drähte 74 für die Plombierung zugeführt werden.
Die von den Drahtspulen 66 über die Rillen 72 und 75 geführten
Drähte 74 werden durch mit der Grundplatte 1 starr verbundene Drahtführungen 84 hindurch in
Bohrungen 28 und 29 des Plombierarmes 23 hineingeschoben. Wird die Steuerscheibe 17 durch den Motor. ? weitergedreht, so werden durch in ihr angeordnete Nuten 24, 24'25, 25'die Arme 28, 26, 27 und 27'zur Mitte der Einlegeöffnung 115 bewegt. Die Arme 23, 26, 27 und 27' bewegen sich in entspre- chenden Führungen 76 auf der Grundplatte 1. Die Bewegung der Arme durch die Steuerseheibe wird dadurch bewirkt, dass sich an den Armen die Führungsstifte 78 befinden, die in den Nuten 25, 25', 2J., 24' gleiten.
Bei der Bewegung der Arme zur Mitte der Einlegeöffnung werden die von den Vorratsspulen 2
EMI2.6
mittel 62 nur soweit, dass die Bänder 62 von den etwas später kommenden Armen 23 und 26, die gleichfalls je ein Band 62 heranführen, erfasst und abgestreift werden, so dass von den Armen 2-3 und 26 alle
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
und 29 tragenden Deckplatten 30 und 31 besitzen Schlitze, in welche durch Federn Klinken 32 eingedrückt werden, welche an der Grundplatte 1 schwingbar befestigt sind.
Bewegt sich der Arm 23, nachdem die beiden Drahtstücke abgeschnitten sind, weiter, so stossen die abgeschnittenen Drahtstücke an die unverschiebbar gelagerten, abgerundeten Linken-32 ; die Drahtstücke werden hiebei aus den Bohrungen 28 bzw. 29 der Deckplatte 30 bzw. 31 herausgezogen und zu Klammern gebogen. Kurz nachdem die Klam- mern fertiggebogen sind, werden durch an den Deckplatten 30 und 31 angeordnete. schräge Flächen die Klinken. 32 aus dem Arm 23 ausgehoben und dieser bewegt sich weiter zur Mitte der Einlegeöffnung. Sobald die Arme 23 und 26 die Bänder ganz bis zur Offnungsmitte geführt haben, hat sieh die Steuerscheibe 17 so weit gedreht, dass zunächst die Arme. 2-3,. 26, 27', 27'in ihrer Stellung verriegelt werden.
Dabei drückt beim Weiterdrehen der Steuerscheibe 17 der an ihr befestigte Nocken 33 die Stange 82 (Fig. 11)
EMI3.2
um die Bänder legen. Nach weiterem Drehen der Steuerscheibe 17 wird durch den an ihr befestigten Nocken 38 die Stange 83 in den Arm 26 hineingeschoben. Stange 83 trägt an ihrem Ende eine Abschneide- vorrichtung, z. B. ein : Messer 40, welches das zwischen den beiden Drahtklammern befindliche Bandstückehen durchschneidet. Dreht sich nun die Steuerscheibe 17 noch um einen kleinen Winkel weiter, dann springen durch Wirkung der Federn 42 die Kontakthebel J2 in die Nuten 43 der Steuerscheibe 17, wobei sie sich von den Kontakten 14 und 15 abheben. Der Stromkreis für den Motor 16 wird hiedurch unterbrochen.
Nachdem der Motorstromkreis unterbrochen worden ist, wird unmittelbar danach durch einen an der Scheibe 17 sitzenden Nocken 44 ein Kontakt 46 betätigt, über den der Motor von neuem
EMI3.3
Ursprungslage zurückkehrt. Durch einen Anschlagnocken 47 wird der Rücklauf der Scheibe 17 begrenzt, da der Nocken 47 den durch den Nocken 44 geschlossenen Kontakt 46 wieder öffnet. Während des Rücklaufes der Steuerscheibe 17 werden die Kontakthebel 42 durch die Kanten der Nuten 4 ; ;, in welche sie durch die Feder 42 (Fig. 3 und 4) gedrückt wurden, in die Ausgangslage zurückgedreht. Desgleichen werden die Arme 23, 26, 27 und 27'wieder in die Ruhestellung zurückgeführt. Die Maschine ist damit für einen neuen Arbeitsvorgang bereit.
Die in der Steuerscheibe 17 angeordneten Nuten 24, 24', 25, 2o' können so zu einer geschlossenen Kurve vereinigt werden, dass nach einem gewissen Drehwinkel der Steuerscheibe 17 ohne Rückdrehung derselben alle Teile der Maschine wieder in die Ausgangslage zurückgebracht sind. Damit Briefe oder Pakete die Maschine nicht ungebündelt verlassen können, falls das Verschnürmaterial oder Plombiermaterial irgendeiner Spule verbraucht ist, wird an jeder Bandspule 2 bzw. Drahtspule 66 ein an der Grundplatte 1 der Maschine schwingbar befestigter Hebel 51 (Fig. 17 und 18) durch eine Feder 101 angedrückt. An jedem Hebel 51 sitzen Kontaktfedern 5 : !, die im Stromkreis einer hier nicht gezeichneten Ausschalt- oder Signalvorrichtung liegen.
Kurz vor dem Abspulen der letzten Windungen irgendeiner Bandspule 2 bzw. Drahtspule 66 berühren die Kontaktfedern 52 an den Spulen oder an der Maschine angeordnete Kontakte, so dass der Stromkreis der Ausschalt-oder Signalvorrichtung geschlossen wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bündelmaschine mit nach deren Mitte zu beweglichen Fadenträgern zwecks selbsttätiger Herstellung einfacher oder kreuzweiser Umschnürungen von Briefbündeln, Paketen od. dgl. dadurch gekenn- zeichnet, dass eine mit Kurvenführungen (24,24',25,25') ausgerüstete, in ihrer Mitte eine Aussparung (75) aufweisende Steuerscheibe (17) bei ihrer Drehung das Schnürmittel (62) tragende, in einer festen Führung (76) gleitende Arme (23, 25, 27, 27') in die Arbeits-bzw. Ruhestellung bewegt.
2. Bündelmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arme (23, 26, 27, 27') an ihrem vorderen Teil (92) gabelförmig ausgebildet sind, um das Schnürmittel zu erfassen.
3. Bündelmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Armpaar (27, 27') nur zum Heranführen des Schnürmittels dient, während von dem anderen Armpaar (23,26) das Schnürmittel (62) gleichfalls berangeführt und ausserdem die Plombierung und das Aufschneiden der Doppelplombe bewirkt wird.
EMI3.4