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Vergaser für Brennkraftmaschinen.
Die Erfindung betrifft einen Vergaser für Brennkraftmaschinen mit einer Vormisch- und Ausgleichkammer und besteht darin, dass die Hauptdüse und die Eintrittsöffnung für die Zusatzluft mit der Vormisch-und Ausgleichkammer in Verbindung stehen, so dass der Brennstoff und die Zusatzluft zur Gänze bei jeder Betriebsgeschwindigkeit gezwungen sind, durch die Kammer zu streichen, ehe sie die Saugleitung erreichen.
Weitere Ausgestaltungen des Erfinddngsgegenstandes seien an der Hand der Zeichnung erörtert, in welcher ein Ausführungsbeispiel veranschaulicht ist.
Die Fig. 1 zeigt den Vergaser im Aufriss ; die Fig. : 2 und 3 zeigen den Vergaser im Schnitte nach den Linien IN-IL bzw. JIT-- I-77I der Fig. 1 ; die Fig. 4 stellt eine Einzelheit in grösserem Massstabe dar.
Den Vergaser bildet ein Gussstück, das aus einem Gehäuse J'mit gleichbleibendem
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Rohr 29 und dem Ende des Verteilers 231 entsteht ein ringförmiger Hohlraum, durch den das Ansaugen des Brennstoffes erfolgt und dessen Grösse mittels eines nach aussen konisch gestalteten, auf das obere Verteilerende angeschraubten Ansatzringes 37 eingestellt werden kann.
Die Rohrhülle 31'ragt durch eine Radialbohrung in den Saugkanal 5 am verengten Teile der Venturiröhre 4 hinein.
An der einen Seite des Gehäuses 1 ist ausserdem eine Leitung. 99 vorgesehen, die mit einem am Gehäuse selbst beim Giessen erhaltenen Schacht 40 in Verbindung steht, wahrend eine Leitung 41 die Verbindung zwischen dein Schacht 40 und der Ringnut 10 am Gehäuse- deckel 11 herstellt. Der Oberteil des Schachtes 40 weist einen Schrauhpnsitz 42 auf. an dem
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durch die das von der Hilfsdüse 44 gebildete Gemisch einlangt. Die Hilfsspritzdüse 44 ist am Boden eines kleinen Rohres 45 angeschraubt. das den Leitungen 41 bzw. 43 entsprechende Nuten 46 bzw. 47 aufweist, die durch radiale Löcher mit der axialen Bohrung des Rohres 45 verbunden sind.
Die Luftzufuhr für das Minimalbetriebgemisch erfolgt durch die Leitung 41. die Nuts und eine quer am Gehäusekörper ausgesparte Bohrung 49 (Fig. 1). In der Nähe dieser Bohrung befinden sich auch Vorsprünge 48 zur Anbringung einer beliebigen zum Abschliessen
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Die Wirkungsweise des Vergasers nach der vorliegenden Erfindung ist die folgende :
Beim Anlassen des Motors und während des Minimalbetriebes ist die Kammer 33 teilweise mit Brennstoff gefüllt, der aus dem Gehäuse 1 durch das Verbindungsrohr, 2. den Sieb- einsatz 21, die Leitungen 22. 27. die Hauptdüse 23 und die Schlitzkränze 23 zuströmt.
Nachdem man von vornherein die lichte Weite der Bohrung der Verschlussschraube 26 ge- wählt und die Stellung des Ansatzringes 37 bestimmt hat, wird der Unterdruck. der über der
Kammer 33 herrscht. bei der Beschleunigung ein Ansteigen des Brennstoffes bewirken, der. indem er mit der durch den Schlitzkranz 35 zuströmenden Luft in Berührung kommt, sich mit dieser vermischt und sofort in die Saugleitung 3 eintritt, wodurch die Kammer 33 sehr rasch geleert und eine schnelle Anreicherung des Gemisches und demnach eine erleichterte
Beschleunigung erreicht wird.
Wenn der Motor die normale, d. h. eine beträchtlich hohe
Umdrehungszahl erreicht hat. ist die Kammer 33 fast leer und der durch die Spritzdüse 23 zugeführte Brennstoff verteilt sich durch die von oben nach unten wachsenden Schlitze 23 a und kommt mit der Luft, die durch die Öffnungen 35 eintritt und sich durch die Schlitz- kränze 29 a des Kegels 29 verteilt, in Berührung, wobei er sich mit dieser innig vermischt und zerstäubt, so dass er dann zum Teil zur Venturiröhre 4 bereits in einem fein verteilten
Zustand gelangt und ein gasartiges und gleichförmiges Gemisch bildet.
Gleichzeitig erfüllt jedoch die Luft, die durch die Öffnungen 35 zuströmt, abgesehen von der erwähnten Zerstäubung, noch eine andere äusserst wichtige Aufgabe. und zwar die der teilweisen Ausgleichung des Unterdruckes, der auf den unteren Schlitzkranz 53 (1 in der
Nähe der Spritzdüse 23 herrscht, und übt auf diese Weise eine Bremswirkung auf die
Brennstoffzuführung bei hohen Umdrehungszahlen aus, wodurch das Gemisch warmer gemacht wird. Die auf diese Art erzielbare Brennstoffersparnis hat sich in der Praxis als recht beträcht- lich erwiesen.
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Brennstoffes. Da die Hilfsspritzdüse sich unterhalb des Brennstoffstandes im Gehäuse befindet. ist stets im Rohr 45 eine Brennstoffmenge zur Erleichterung des Motoraulassens aufgespeichert.
Wenn man mit einer beliebigen Vorrichtung die Luftzufuhröffnung 49 für den Minimalbetrieb schliesst, wird dadurch im Inneren des Schwimmergehäuses ein gewisser Unterdruck hergestellt, der unter Umständen jeden Austritt des Brennstoffes verhindert. Man kann sich z. B. vorteilhaft dieses Systems beim Fahren langer Abstiege bedienen, indem man den Motor als Bremse benutzt, besonders wenn man dafür sorgt. dass die Drosselklappe vollkommen offen bleibt, damit der auf die Hilfsspritzdüse herrschende Unterdruekgrad tief herabsinkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vergaser für Brennkraftmaschinen mit einer Vormisch-und Ausgleichkammer, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptdüse und die Eintrittsöffnung für die Zusatzluft mit der Vormisch- und Ausgleichskammer in Verbindung stehen, so dass der Brennstoff und die Zusatzluft zur Gänze bei jeder Betriebsgeschwindigkeit gezwungen sind, durch die Kammer zu streichen. ehe sie die Saugleitung erreichen.