AT120544B - Viertelton-Tasteninstrument. - Google Patents

Viertelton-Tasteninstrument.

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AT120544B
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quarter
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Um die zur Erzeugung von 175 Tönen erforderlichen Saiten zweckmässig anzuordnen. hat man bisher im Prinzip zwei Wege beschritten, nämlich Nebeneinander-und die Hintereinanderstellung (beim Flügel Übereinanderlagern) von zwei Klangkörpern, von denen der eine im ganzen einen Viertelton höher gestimmt war als der andere. Die Nachteile dieser Anordordnungen liegen in den langen Übertragungsmitteln von der Taste bis zur Mechanik, ferner in der an räumlich entfernten Stellen erfolgenden Tonerzeugung der aufeinanderfolgenden Halbund Vierteltöne, schliesslich in einer komplizierten und schweren Gesamtbauweise. 



   Es ist deshalb eine Anordnung erstrebenswert, die äusserlich und innerlich eine möglichst   weitgehende Annäherung   an ein Normalinstrument darstellt. 



   Die Bedingungen hiefür sind : Vereinigung aller Saiten auf einem normal proportionierten Resonanzboden und möglichst kurze Verbindung von Tasten und Mechanik ohne Hilfshebel, Zugverbindungen oder ähnliche kraftverbrauchende Verbindungsglieder. 



   Zur Erreichung dieses Zieles ist die Verwendung des kreuzsaitig bespannten Klangkörpers nicht angebracht, da die schräggestellten Hammerköpfe kein Zusammendrängen der Breitenmasse zulassen. Weiter ist es erforderlich, jede Unterbrechung in der Aneinanderreihung der grossen Anzahl von Chören zu vermeiden. 
 EMI1.2 
 drängen der Breitenmass aufs äusserste möglich ist. Dieses ist der Fall bei geradsaitiger oder nur wenig   schrägsaitiger   Anordnung der Bespannung. 



   Es wird naheliegen, in dieser Massnahme einen Rückschritt in der Entwicklung der Viertelton-Tasteninstrumente zu erblicken. Doch ist dem entgegenzuhalten, dass die klanglichen Unterschiede zwischen einem alten geradsaitigen Instrument und einem modernen, kreuzsaitig bespannten Klangkörper keineswegs allein in der Anordnung der Saitenrichtung begründet sind, sondern dass diese Unterschiede hauptsächlich durch Verbesserungen der ganzen Resonanzbodenkonstruktion sowie durch besseres Material und andere Dimensionierung der Besaitung und der Hammerköpfe hervorgerufen wird. Da das kreuzsaitige System hauptsächlich für kleinere Instrumente zur Erzeugung einer grösseren Länge der Basssaiten erfunden wurde, bleibt es in vorliegendem Falle unbenommen, das ganze Instrument entsprechend höher oder länger zu bauen. 



   Die Anordnung eines einzigen Klangkörpers wird   erfindungsgemäss   ferner dadurch vervollkommnet, dass die der Mechanik zugewendete Seite der Eisenplatte frei von Versteifungen gehalten wird. 



   Der statische Aufbau des Klangkörpers muss dementsprechend abweichend von der bisherigen Bauweise ausgeführt werden, wofür an sich-verschiedene Mittel zur Verfügung stehen. 



  Zweckmässig wird der Metallrahmen aus zwei Teilen hergestellt, die durch mehrere, nach rückwärts durch den Resonanzboden geführte Versteifungsbrücken untereinander verbunden sind. 



   Nachdem auf diese Weise für eine weitgehende Vereinigung der Gesamtbreite des Klangkörpers die Vorbedingungen geschaffen wurden, erhebt sich die Frage nach den günstigsten 

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 Bedingungen für eine normale Ausführungsweise von Mechanik und Klaviatur. Da die Vorderteilung der Klaviatur bei   einer'Oktavbreite   von etwa 17   ein   im ganzen etwa   125 cm   breit ist, kommt es darauf an, die fast immer nach beiden Seiten vorhandene Ausknickung der Tasten so gering wie möglich zu halten, damit die Zwischenschaltung von besonderen Kupplungsgliedern erspart bleibt. Dieser Forderung steht jedoch die Forderung nach einer normal gebauten Mechanik gegenüber, da die Mechanikglieder nicht zu schmal gewählt werden dürfen, um seitliches Schleudern in den Achsen zu vermeiden.

   Das gewissenhafte Abwägen dieser gegensätzlichen Forderungen mit dem Erfolg, dass sämtliche Teile auf normale Art, nur mit anderen Massen, ausgeführt werden können, bildet daher das wesentlichste Merkmal der Erfindung. 



   Eine beispielsweise   Ausführungsform   nimmt als Ausgangsmass einen Chorabstand von 10 Km an, woraus sich für ein 175-töniges Instrument eine Gesamtbreite der Mensurteilung von 175 em ergibt. Es entsteht dann eine grösste Ausknickung der beiden Entasten von 25   CM,   die bei genügender Länge der Tasten einen praktisch recht gut   durchführbaren   Knickungswinkel ergibt. Die Meehanikglieder würden eine Kapselbreite von   9'5 Mit) ;   erhalten, während die Hammerköpfe mit 8-5 mm immer noch hinreichende Breite erhalten. 



   Die seitliche Führung der   Tastenhebel wird naturgemäss,   wenn alle Tasten in einer Ebene liegen, und entsprechend schmal ausfallen, auf die allgemein übliche Art nicht möglich sein. 



  Es wird deshalb vorgeschlagen, die   Führungsstifte   in den Tasten selbst zu befestigen und die gepolsterten Führungsschlitze im darunterliegenden Rahmen anzubringen, da die Schlitze im   Rahmenstück   mehr Platz haben, weil sie gegeneinander versetzt sind. 



   In der Zeichnung ist ein Viertelton-Tasteninstrument gemäss der Erfindung veranschaulicht, u. zw. zeigt
Fig. 1 eine beispielsweise Ausführungsform der Saitenanlage für ein Viertelton-Piano, Fig. 2 ist ein Aufriss des Klangkörpers, Fig. 3 ein Schnitt nach der   Linie III-III   der Fig. 2, während Fig. 4 schematisch die Tastenanordnung in Draufsicht zeigt. Fig. 5 ist eine Seitenansicht und Fig. 6 eine Draufsicht auf die Tastenhebelanordnung. 



   Der Klangkörper besitzt vorn die beiden Eisenplatten a und b. c sind Eisenlaschen, welche vor und hinter dem bekannten Rastenstollen   d   angeordnet sind. In beide Laschen sind Bolzen e eingeschraubt, die in den Eisenrahmenteilen a und b endigen und diese in ähnlicher Weise miteinander verbinden, wie es die bisher üblichen, über den Steg f geführten Spreizen 
 EMI2.1 
 beispielsweise die Gesamtbreite h der Mensurteilung 175 ein und die Gesamtbreite i der Klaviatur etwa   l25 cm7   so wird die grösste Ausknickung   9 der   beiden Entasten etwa 25   fM gross.   



   Die in einer Ebene liegenden schmalen Tastenhebel k sind mit Stiften   l   versehen, welche in gepolsterten Schlitzen in des Rahmens n eine seitliche Führung der Tasten bewirken. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Viertelton-Tasteninstrument dadurch gekennzeichnet, dass zwecks   möglichster Annäherung   an ein Normalinstrument ein einziger Resonanzboden angeordnet ist, dessen 175 Chöre in einer Ebene liegen und dessen Teilung so weit zusammengezogen ist, dass die Verwendung der normalen   Ausführungsweise   sowohl für die Mechanikglieder als auch für die Tastenhebel möglich ist.

Claims (1)

  1. 2. Viertelton-Tasteninstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Chöre voneinander etwa 10 mm beträgt, so dass eine Gesamtbreite der Teilung von 175 cm entsteht und die grösste seitliche Ausknickung bei den beiden Endtasten höchstens etwa 25 cm erreicht.
    3. Viertelton-Tasteninstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Mechanik zugewendete Seite des Eisenrahmens frei von Versteifungen ist.
    4. Viertelton-Tasteninstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenrahmen aus zwei Teilen besteht, die durch mehrere, nach rückwärts durch den Resonanzboden geführte Versteifungsbrüoken untereinander verbunden sind.
    5. Viertelton-Tasteninstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in einer Ebene liegenden schmalen Tastenhebel Stifte enthalten, welche in gepolsterten Schlitzen des Rahmens eine seitliche Führung der Tasten bewirken.
AT120544D 1929-12-04 1929-12-14 Viertelton-Tasteninstrument. AT120544B (de)

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