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Vorrichtung und elektrische Schaltungsweise zum Einstellen von Werten oder Symbol- grössen auf elektromagnetischem Wege.
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ein der Feldwirkung bzw. den Feldwirkungen unterworfener Eisenkern von seiner Ausgangslage soweit wegbewegt wird, als es der einzustellenden Anzahl von Einheiten entspricht.
Zar Erzeugung des elektromagnetischen Feldes im Sinne der Erfindung kommt vornehmlich
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gereihter Spulen zerfällt, deren jede für sich selbständig zur Wirkung befähigt ist. Die Schaltungsweise des zur schrittweisen Erregung des elektromagnetischen Feldes notwendigen Stromkreises ist dergestalt, dass dieselbe durch die die Felderregung überwachendenEinstellorgane, wie beispielsweise Tasten, Registrierkarten, Lochstreifen od. dgl. in einer den einzustellenden Einheiten entsprechenden Anzahl vorbereitet und unmittelbar durch den Eisenkern oder mittelbar durch mit demselben zusammenwirkende Organe nacheinander geschlossen werden.
Aus den beiliegenden Abbildungen ist die beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegen- standes ersichtlich, u. zw. zeigt Fig. 1 die schaubildliche Ansicht eines Solenoidkörpers, Fig. 2 ein Schal-
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ist jede der Spulen einseitig mit einer zugehörigen Kontaktfeder 2 a, 2 b, 2 c usw. des Tastenkörpers 3 verbunden, während das andere Ende der Spulenwicklung an ein entsprechendes Kontaktplättchen 4 a, 4 b, 4 c usw. angeschlossen ist. Die Kontaktplättchen 4, von denen für jede Spule eins vorgesehen ist, liegen an der inneren Wand des Solenoides derart befestigt, dass der Eisenkern 5 mit ihnen in leitende Berührung kommt, sobald er sich durch das Innere der Spule bewegt.
Am Eisenkern 5 befestigt ist eine Schiene 6, die derart unter Federwirkung steht, dass der Eisenkern an dem einen Spulenende in der Ausgangslage gehalten wird. Ferner sind mit der Schiene 6 die zu steuernden Organe, beispielsweise des Registrierapparates, der Rechenmaschine od. dgl. verbunden. Der Tastenkörper 3 ist derart ausgebildet, dass die Kontaktfedern 2, die unter Wirkung der Tasten 7 a, 7 b, 7 c usw. gegen die
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und dieser Kontakt nur unterbrochen wird, wenn durch Drucken einer Taste die zugehörige Kontaktfeder 2 gegen die Gegenkontaktschiene 8 gedruckt wird.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende :
Soll beispielsweise durch Drücken der ersten Taste 7 a die Einheit zur Einstellung kommen, so wird ein Stromkreis von der mit dem einen Mtungspol verbundenen Gegenleiste 8 über die der ersten Taste zugeordnete Kontaktfeder 2 a, die Spule 1 a, das Kontaktplättchen 4 a, den Eisenkern 5 und der an dem andern Pol des Leitungsnetzes angeschlossenen Schiene 6 geschlossen. Es entsteht, durch die Spule 1 a erzeugt, ein elektromagnetisches Feld, welches den Eisenkern in die Mitte der Spule zieht.
Die Schiene 6 legt dadurch den Weg der Einheit zurück und schaltet entsprechend den angeschlossenen
Steuermeehanismus der Maschine.
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Wird die zweite Taste 7 b gedrückt, zum Zwecke, das Doppelte der Einheit in die Maschine zu bringen, so ist der Weg, den der Stromkreis nimmt, folgender :
Von der Gegenschiene 8 über die der zweiten Taste 7 b zugeordnete Kontaktfeder 2 b, von dort zur Kontaktfeder 2 a der ersten Taste über die Spule 1 a, das Kontaktplättchen 4 a, den Eisenkern 5 zur Schiene 6. Der Eisenkern 5 wird in die Spule 1 a gezogen und berührt das Kontaktplättchen 4 b der Spule 1 b. Dadurch kommt neben dem ersten Stromkreis noch ein zweiter zustande, der über die Spulen führt.
Es wird die Spule 1 b bewirken, dass der Eisenkern über die erste Stelle hinaus weiterbewegt wird, wodurch aber der Kontakt zwischen dem Plättchen 4 a, der Spule 1 a und dem Eisenkern unterbrochen und somit die Spule 1 a stromlos wird. Der Eisenkern kommt in der Mitte des Feldes der Spule zum Stillstand und hat dadurch die Schiene 6 das Doppelte des Einstellweges für eine Einheit zurückgelegt.
Analog ist der Vorgang beim Drücken der dritten Taste. Es wird zuerst durch den Eisenkern 5 der Stromkreis über die erste Spule geschlossen, infolge der Bewegung, die der Kern auf Grund des ent- stehenden magnetischen Feldes ausführt, kommt der Kontakt mit dem Plättchen 4 b der zweiten Spule zustande. Diese erzeugt ein Feld und zieht den Kern so weit, dass die erste Spule stromlos wird. Der Kern gelangt bis zum Kontaktplättchen 4 c der dritte Spule, schliesst den Strom auch über diese, wird vom Plättehen 4 b der zweiten Spule abgezogen und kommt endlich in der Mitte des Feldes der dritten Spule zum Stillstand.
An Stelle des Tastenkörpers könnte natürlich jeder beliebige Kontaktkörper treten, wie beispielsweise mit gelochten Karten oder Streifen zusammenarbeitende Fühl-und Gegenstifte od. dgl.
Eine Abänderung der Sehaltweise könnte insofern noch Platz greifen, als beispielsweise die durch den Eisenkern bereits passierte Spule vom Strom nicht abgeschaltet wird und somit ihr Feld noch bestehen bleibt. Der Eisenkern würde sich sodann bis zur Mitte des bestehenden Feldes bewegen. Er würde bei Stromfluss durch die erste Spule in der Mitte dieser Spule haltmachen, bei Stromfluss durch die erste und zweite Spule zwischen beiden Spulen stehenbleiben ; bei Stromfluss über die erste, zweite und dritte Spule wird der Kern sich bis zur Mitte der zweiten Spule bewegen usf. Der bei Erregung aller Spulen des Solenoides vom Kern zurückgelegte Weg würde nicht der Länge des Solenoides entsprechen, sondern nur dessen halber Länge, d. h. also dem Weg bis in die Mitte der Spule.
Die durch Erregung einer geringeren Anzahl von Spulen ausgelösten Bewegungen wären proportional diesem Verhältnis verkürzt.
An Stelle des an eine Mehrzahl von Spulen unterteilten Solenoides könnte naturgemäss auch eine Anzahl von Elektromagneten treten, deren Polflächen nebeneinander gelagert sind und abwechselnde Polarität aufweisen. Der Eisenkern wird in diesem Falle zweckmässigerweise die Form einer Rolle erhalten, die über die Polflächen abrollt ; Sehaltungs-und Wirkungsweise wäre analog derjenigen bei Verwendung eines Solenoides.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Einstellen von Einfachen und Mehrfachen einer Einheit mit Hilfe eines in einem Magnetfeld beweglichen, die zu steuernden Einrichtungen beeinflussenden Eisenkernes, dadurch gekennzeichnet, dass ein der Anzahl der einzustellenden Einheiten entsprechend ausgedehntes elektromagnetisches Feld oder eine der Anzahl der einzustellenden Einheiten entsprechende Menge gleichgrosser elektromagnetischer Felder schrittweise den Eisenkern um einen der einzustellenden Anzahl von Einheiten entsprechenden Weg bewegt.