AT118628B - Verfahren zur Haltbarmachung von Getreide und Getreideerzeugnissen aller Art. - Google Patents

Verfahren zur Haltbarmachung von Getreide und Getreideerzeugnissen aller Art.

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AT118628B
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Rene Andre Legendre
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  Verfahren zur   Haltbarmachung von   Getreide und Getreideerzeugnissen aller Art. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur   Haltbarmaehung   von Getreide und Getreideerzeugnissen, beispielsweise von beschädigten oder zerkleinerten Getreidekörnern, Schrotprodukten und   Abfäilen   im eigentlichen Sinne, die nach der Sortierung des Getreides übrig bleiben. Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht in einer Behandlung des Gutes mit freien. Basen oder alkalisch wirkenden Salzen einer schwachen Säure und einer starken Base, durch welche die Alkalinität des Gutes der von der Natur gegebenen Wasserstoffionenkonzentration gegenüber wesentlich erhöht wird, so dass der Ph-Wert wächst u. zw. über den Wert   Ph 7   hinaus bis zu einem Wert von Ph 10.

   Die Erfindung geht davon aus, dass die Fermentation, d. h. die Einwirkung der Diastase auf die Stärke, vorzugsweise bei einer Wasserstoffionenkonzentration, die dem Wert von Pli   4 bis Ph 7 entsprieht,   stattfindet, wogegen die Fermentation bei einer höheren Alkalinität fast oder völlig zum Stillstand kommt, dass aber weiter bei einer Alkalinität, die einem   P,, -Wert   von grösser als 10 entspricht, eine chemische Veränderung und Zersetzung des Glutens stattfindet, so dass eine Erhöhung der Alkalinität über den Wert Ph 10 nicht ratsam erscheint. 



   Als Mittel zur Herabsetzung der Wasserstoffionenkonzentration der dem Gute anhaftenden Flüssigkeit, insbesondere der Zellflüssigkeit der zerstörten Zellen, in dem angegebenen Ausmasse kommen beispielsweise die Alkalisalze oder Erdalkalisalze schwacher Säuren, wie z. B. der Kohlensäure, Essigsäure u. dgl. in Betracht ; als freie Base insbesondere Ammoniak. Selbstverständlich können auch Salze und freie Basen gleichzeitig angewendet werden.

   Obgleich die verwendeten alkalischen Verbindungen nur in ausserordentlich kleinen Mengen zur Anwendung kommen, dürfen sie selbstverständlich nicht giftig sein, damit die Verwendungsfähigkeit des Gutes durch das Konservierungsverfahren nicht beeinträchtigt wird. Übrigens wird durch das Konservierungsveifahren die   Backfähigkeit   der erfindungsgemäss behandelten Produkte nicht nur nicht herabgesetzt, sondern sogar verbessert. Die Behandlung der Getreideerzeugnisse mit den   genannten, den Ph-Wert erhöhenden Stoffen   muss derart geschehen, dass die einzelnen Körner oder Teilchen in innige Berührung mit denselben kommen. Diese Stoffe können in trockenem Zustand oder in Lösung oder in Suspension oder wie z. B. Ammoniak in Gasform verwendet werden. 



   Beispiel   1 :   1000 kg Wei7en oder andere Getreidekörner werden mit 150-300 reines Gemisches aus gleichen Teilen Natriumkarbonat und gebranntem Kalk durch   Umschaufeln   oder in beliebiger anderer Weise gut vermischt. 



   Beispiel 2 : 1000 kg   Getreidekörner   oder Kleie od. dgl. werden unter   ständiger   Bewegung mit 
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 aus 40% Natriumkarbonat, 40% Ammoniakkarbonat und 10% Kalk. verwendet. 



   Sowohl bei der Arbeitsweise nach dem   Beispiel l a.) s auch nach dem   Beispiel 2 kann das Vermischen und Homogenisieren in einer Schnecke stattfinden. 
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 des zu konservierenden Gutes auskommen. 



   Die gemäss der Erfindung behandelte Kleie u. dgl. gerät nicht mehr in Gärung, erwärmt sich   nicht mehr und bildet keine klebrige Masse. Selbstveiständlich können dem Gut auch alle sonst erlaubten   

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 den Nährwert erhöhenden oder den Geschmack verbessernden Zusätze, wie Kochsalz oder Phosphate zugesetzt werden. Letzteres kommt insbesondere dann in Betracht, wenn die behandelten Produkte als Viehfutter verwendet werden sollen. 



   Es ist bekannt, verdorbenes, nämlich feucht und dumpf gewordenes Getreide chemisch zu trocknen und vom schlechten Geruch zu befreien, indem man es mit   geglühtem     Kalzium-oder Magnesiumpxyd   und Bikarbonat vermischt. Hiebei tritt als Nebenwirkung eine   ausserordentlich   weitgehende Alkalisierung ein, die mit Rücksicht auf die für die Erzielung der Trocknung notwendigen Mengenverhältnisse des Zusatzmittels um ein Vielfaches stärker ist, als die gemäss der Erfindung vorgesehene Änderung der Wasserstoffionenkonzentration. Infolgedessen treten bei dem   bekannten"Verfahren   auch wesentliche Veränderungen des. Gutes, insbesondere Missfärbungen ein.

   Ferner ist vorgeschlagen worden, Insekten, ihre   Maden   und Eier, welche sich in Zerealien vorfinden, durch Behandlung des Gutes mit Formaldehyd abzutöten und hernach den Formaldehyd mit Hilfe heisser Luft, allenfalls unter Zusatz von Ammoniakgas, zu entfernen. Die Regel, durch Einwirkung freier Basen die Wasserstoffionenkonzentration im Gute auf einen Wert zwischen   Pr,   7 und   PIt   10 zu bringen, um die Haltbarkeit von Getreide oder dessen Produkten zu erhöhen, steht mit diesem Vorschlag in keinem Zusammenhang.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Haltbarmachung von Getreide und Getreideerzeugnissen aller Art, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserstoffionenkonzentration der dem Gute anhaftenden Flüssigkeit, insbesondere der Zellflüssigkeit der zerstörten Zellen durch Behandlung mit alkalisch wirkenden Salzen einer schwachen Säure und einer starken Base oder mit freien Basen, vorzugsweise Ammoniak oder mit Mischungen solcher Verbindungen, auf einen Wert zwischen P" 7 und P/, 10 herabgesetzt wird, wobei die die Wasserstoffionenkonzentration vermindernden Verbindungen in Form von Lösungen, trockenen Pulvern, oder in Gasform angewendet werden können.
AT118628D 1927-04-02 1927-11-08 Verfahren zur Haltbarmachung von Getreide und Getreideerzeugnissen aller Art. AT118628B (de)

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