AT118311B - Schaltung für Weichenantriebe. - Google Patents

Schaltung für Weichenantriebe.

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AT118311B
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Inventor
Carl Eduard Zix
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Ver Eisenbahn Signalwerke Gmbh
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schaltung   für Weichenantriebe.   



   Um bei Weichenantrieben den Einfluss von Fremdströmen zu beseitigen, wird gemäss der Erfindung eine Überwachungseinrichtung angewandt, über welche einerseits der den Überwachungsmagneten 
 EMI1.1 
 wachungsunfähig macht, so dass falsche Meldungen über den Stand der Weichen ausgeschlossen sind. 



   Fig. 1 zeigt das   übliche   Sehaltungssehema eines Weichenantriebes. Hiebei ist 1 der Motor, der von der Stellstromquelle 2 beim Überlegen des Stellhebelkontakts 3 und des Springsehalterkontakts 4 über die Stelleitung 5 und den Steuersehalterkontakt 6, sowie   Schenkelwic1dung   7 Strom erhält, wenn die Weiche umgestellt werden soll. In dem dargestellten ruhezustande des Weichenantriebes fliesst ein Strom vom Pluspol der   Überwachungsstromquelle   über Kontakte 4, 3,   9   und 10 zum Überwachungs- 
 EMI1.2 
   magnet betriebsunfähig gemacht.

   Soll die Weiche umgestellt werden, so wird der Punkt 16 über Leitung 19,   Springschalterkontakt 20 mit dem Minuspol der Stellstromquelle verbunden, so dass ein Strom vom 
 EMI1.3 
 kontakt 20 zum Minuspol der Stellstromquelle fliesst und die Weiche in die andere Lage umlegt. Tritt bei der Einrichtung nach Fig. 1 eine Verbindung der getrennt gezeichneten Minuspole der Stellstromquelle und der   Überwaehungsstromquelle   ein, so wird diese Verbindung zunächst nicht bemerkt werden, sobald aber nun   eine'Berührung   des Pluspols der Stellstromquelle mit der Überwachungsleitung zustande kommt, so wird zwar dieser Strom auch über   die Überwachungssicherung 17   fliessen und diese zum Abschmelzen bringen.

   Nachdem aber diese Sicherung abgeschmolzen ist, würde der in Leitung 21 
 EMI1.4 
 durch diese hindurch zum gemeinschaftlichen Minuspol der beiden Stromquellen fliessen und damit ein gefährliches   Überwachungszeichen   geben. 



   Diesen Übelstand kann man dadrrch vermeiden, dass gemäss Fig. 2 der   Anschlusspunkt   16 des   Überwachungsmagneten   11 an einer dreipoligen Sicherung endet, deren einer Punkt mit dem über Springschalterkontakt 18 mit dem Minuspol der   Überwachungsstromquelle   und deren anderer Anschlusspunkt 

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 mit der Verbindungsleitung 12 und über Springsehalterkontakt 20 mit dem Minuspol der Stellstromquelle verbunden ist. Vereinigen sich bei dieser Einrichtung unbemerkt die Minuspole der beiden Stromquellen und tritt in das zur Zeit nicht benutzte Leitungssystem an irgendeiner beliebigen Stelle eine Berührung mit dem Pluspol der Stellstromquelle ein, so brennt die Überwachungssicherung in gleicher Weise wie bei Fig.   1   durch.

   Da diese aber auch dazu dient, die Verbindung zwischen der Umgehungsleitung 12 und dem Überwachungsmagneten 11 herbeizuführen, ist auch der vorher erwähnte falsch laufende   Überwachungsstromkreis   unterbrochen und auch ein falsches Überwachungszeichen für diesen Fall unmöglich gemacht. 



   In der weiteren Fig. 3 ist nun angenommen worden, dass die   Minuspole der Stellstrom-und Uber-   wachungsstromquelle von vornherein zusammengelegt sind und dass die eben erwähnte dreipolige Überwaehungssicherung zum Schutze der Einrichtung benutzt wird. Hiebei ist nur ein Springschalterkontakt 25 
 EMI2.1 
 der Stellstromquelle zu fliessen. 



   An Stelle der dreipoligen   Überwachungssicherung   kann auch gemäss Fig. 4 ein besonderes Relais 26 angewendet werden, welches mit einer   Springschaltereinrichtung   zum Unterbrechen der Kontakte 27 und 28 ausgerüstet ist ; an der Taste zum Einklinken dieser Kontakte sind noch zwei Unterbrechungkontakte 29 und 30 eingebaut, welche die Verbindung des   Anschlusspunkte   16 sowohl nach dem Über-   wachungsmagneten 11   als auch nach dem Relaismagneten 26 so lange unterbrechen, als die Taste in der gedrückten Stellung festgehalten wird. Diese Kontakte sind notwendig, damit der Stellwerkwärter nicht durch Gedrückthalten der Einklinktaste die Überwachungseinrichtung unwirksam macht.

   Würde er nämlich die Taste gedrückt halten und wären die Kontakte 29 und 30 nicht vorhanden, so würde der Fremdstrom über den Motor fliessen und die Umstellung der Weiche herbeiführen können. 



   Tritt bei dieser Schaltung ein Fremdstrom in irgendeine der nicht benutzten Stell-oder Überwachungsleitungen ein, so muss er über das Auslöserelais 26 fliessen. Dieses gibt die Kontakte 27 und 28 frei, so dass der Überwachungsmagnet abgetrennt wird und ebenso eine Unterbrechung des Fremdstromes am Kontakt 28 vor dem Relaismagneten 26 vorgenommen wird, so dass also auch ein Fremdstrom, der an die Zuleitung 5 (siehe Fig. 2) eintreten würde, keine unbeabsichtigte Umstellung der Weiche hervorrufen könnte. 



   In Fig. 5 ist das Zusammenwirken der Taste mit dem Überstromausschalter 26 erläutert. Im Ruhezustand beim Fliessen des Überwachungsstromes hält der   Überstromausschalter   26 durch den abgefallenen Anker 32 die Kontakthebel 33 und 34, die durch eine Stange 35 miteinander verbunden sind, fest. Hiebei sind also die Kontakte 27 und 28 geschlossen. Wird der Überstromausschalter 26 durch einen Fremdstrom zum Anziehen seines Ankers gebracht, so geht die Stange 35, die unter dem Druck einer Feder 36 steht, nach oben und unterbricht hiebei die Kontakte 27 und 28. Will der Stellwerkwärter die Einrichtung wieder'in die Ruhelage zurückführen, so muss er die Taste 37 entgegen dem Druck der Feder 38 drücken, wobei die mit der Taste 37 verbundene Stange 39 die Stange 35 wieder nach unten bewegt.

   Ist der Fremdstrom beseitigt, so hält der Anker 32 unter der Einwirkung einer Feder 40 die   Kontakthebel 33 und 34 wieder in der gezeichneten Lage. Würde der Stellwerkwärter die Taste 37 gedrückt   halten und wäre der Fremdstrom noch nicht beseitigt, so könnte dieser über die Kontakte 27 und 28 fliessen, wenn nicht, wie in Fig. 5 dargestellt, durch Drücken der Taste 37 die beiden Kontakthebel 41 und 42 mitgenommen würden und hiebei die Kontakte 29, 30 unterbräche. Diese Kontakte sind-nur geschlossen, wenn, wie in der Figur dargestellt, die Taste 37 sich in der Ruhelage befindet. 



   Bei den Schaltungen 1-4 ist die zur Zeit nicht benutzte   Überwachungsleitung   21 über den Anschalter 14 mit der Umführungsleitung 12 verbunden, so dass also ein hier eintretender Strom die Überwachungssicherung 17 nur zum Schmelzen bzw. das Relais 26 zum Auslösen bringen kann, wenn der Kontakt 14 ordnungsmässig geschlossen ist. Auch diesem Übelstand kann begegnet werden, indem gemäss Fig. 6 der   Überwachungsmagnet   11 in eine Verbindungsleitung zwischen die   Überwachungsleitungen   21 und 22 zwischengeschaltet wird und indem die Hebelkontakte 10 und 14 die   Rückleitung   15 des Motors 1 und den Springschalterkontakt 31 wahlweise mit einer der beiden Überwachungsleitungen verbindet. 



  Bei dieser Einrichtung kommt nämlich durch Umlegen des Hebels ein Stellstrom nur zustande, wenn derselbe über Kontakt 4, 3, Leitung 5, Kontakt 6, Schenkelwicklung 7, Anker 1,   Rückleitung   15, Kontakt 14, Kontakt 10, Springschalter 31 den Minuspol der Stellstromquelle erreichen kann. Hiedurch ist die Gewähr gegeben, dass der Kontakt   10,   welcher die   Überwachungsleitung   21 und 22 an die Überwachungssicherung über Springschalterkontakte anschliesst, sich in ordnungsmässigem Zustande befindet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltung für   Weiehenantriebe,   dadurch gekennzeichnet, dass alle   Stell-und Überwachungs-   leitungen über eine gemeinschaftliche Überwachungseinrichtung an den   Rückpol   der Überwachungsbatterie angeschlossen sind.

Claims (1)

  1. 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine dreipolige Überwachungssicherung angewendet wird. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Schaltung nach Anspruch 2 mit einem gemeinsamen Minuspol für Stell-und Überwaehungsstrom, ladureh gekennzeichnet, dass die Überwachungssicherung (17) durch einen Springschalterkontakt (25) während des Stellens überbrückt wird.
    4. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Überwachungseinrichtung ein Überstromausschalter verwendet wird.
    5. Schaltung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Taste, die den Über- ; tromausschalter in die Ruhelage zurückbringt und während der Betätigung der Taste die an den Überstromausschalter angeschlossenen Leitungen unterbricht.
    6. Schaltung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungsmagnet 11 zwischen die beiden Überwachungsleitungen 21 und 22 eingeschaltet ist, so dass durch den Stellstrom ler ordnungsmässige Zustand, der durch die nicht benutzten Stelleitungen und Überwachungsleitungen an die Überwachungssicherung anschliessenden Kontakte überprüft wird. EMI3.1
AT118311D 1928-12-11 1929-06-06 Schaltung für Weichenantriebe. AT118311B (de)

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