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Vorrichtung zum selbsttätigen Betrieb von Pnmpenanlagen mit zwei oder mehreren
Pumpen.
Dem Stammpatent Nr. 103368 zufolge wird eine Pumpenanlage mit zwei oder mehreren Pumpen mit verschiedenen Liefermengen und den dabei auftretenden verschiedenen Widerstandshöhen in der Weise betrieben, dass die Einschaltung einer dem jeweiligen Wasserverbrauch und der zugehörigen Widerstandshöhe entsprechenden Pumpe und die Ausschaltung der im Betriebe befindlichen, für einen geringeren oder grösseren Wasserverbrauch auf eine entsprechende Widerstandshöhe bestimmten Pumpe von Hand oder selbsttätig in Abhängigkeit von der in der Zeiteinheit in das Verbrauchsnetz abfliessenden Wassermenge bewirkt wird. Hiezu wird ein Liefermengenschalter benutzt, der z. B. ein elektrisch-hydraulischer sein kann. Bei dieser Betriebsart läuft jede Pumpe innerhalb der ihr zugewiesenen Verbrauchsgrenzen dauernd.
Die Förderhöhe muss dann so bemessen sein, dass die bei der oberen Grenze des Arbeitsbereiehes auftretende Widerstandshöhe überwunden wird. Bei der unteren Grenze wäre nur eine geringere Widerstandshöhe zu überwinden, die Pumpe erzeugt jedoch bei der kleineren Liefermenge infolge ihrer Bauart als Schleuderpumpe einen etwas höheren Druck als bei der oberen Grenze. Diese Differenz zwischen den benötigten und den tatsächlich auftretenden Drücken stellt einen Verlust dar, der beim normalen Arbeiten mit nur einer Pumpe am grössten ist und dem Hauptpatent zufolge durch Verwendung mehrerer Pumpen bedeutend herabgedrückt wird. Aber auch dabei wirkt bei Verwendung nur weniger Pumpen der übermässig erzeugte Druck noch ungünstig auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Herabsetzung dieser Verlustdrücke im allgemeinen und auf das unumgänglich notwendige Mass im besonderen.
Der Erfindung gemäss laufen die zur Pumpenanlage gehörenden zwei oder mehreren Pumpen innerhalb des ihnen zugewiesenen Bereiches nicht dauernd, sondern werden bei Erreichung gewisser
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der Erfindung gemäss im allgemeinen dadurch erreicht, dass der die Schaltung von Pumpe zu Pumpe bewirkende bzw. vorbereitende Liefermengenschalter mit einem Druckschalter zusammenwirkt, der die Aus-und Wiedereinschaltung der jeweilig in den Betrieb eingeschalteten Pumpe in Abhängigkeit von dem im Windkessel steigenden bzw. fallenden Druck bewirkt.
Eine Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass ein vom hydraulisch beeinflussten Organ des Druckschalter verstellbares und die Schaltung bewirkendes Glied von einem vom hydraulisch beeinflussten Organ des Liefermengenschalters verstellbaren Glied so beeinflusst wird, dass der Einschaltdruck und damit auch der Wiedereinschaltdruck der Pumpen mit der Entnahmemenge und den damit ansteigenden Widerständen ansteigt, wobei der jeweilige Ausschaltdruck stets über dem Einschaltdruck liegt. Eine weitere Ausführungsform besteht darin, dass zwischen den genannten verstellbaren Gliedern der beiden Schalter ein Spiel eingeschaltet ist, das die Differenz zwischen dem Ausschaltdruek und Einschaltdruck der Pumpen im wesentlichen bestimmt.
Dieses Spiel kann veränderlich gewählt werden und wird ferner zweckmässig von einem Schlitz zwischen den zu Hebelarmen ausgebildeten erwähnten Gliedern hervorgerufen, der zur Erreichung der Veränderlichkeit eine entsprechende Kurvenform erhalten kann.
*) Erstes Zusatzpatent Nr. 105531.
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In den Zeichnungen ist in den Fig. 1-11 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das alle vorstehend angeführten Merkmale aufweist.
Es ist eine Anlage mit zwei Pumpen angenommen, eine mit kleinerer Liefermenge und Förderhöhe. kurz Pumpe 1 genannt, und eine mit grösserer Liefermenge und Förderhöhe, kurz Pumpe 11 genannt.
Die beiden Pumpen werden dem Stammpatent zufolge in Abhängigkeit von der Entnahmemenge geschaltet, so dass bei kleinen Entnahmemengen Pumpe 1 und bei grossen Entnahmemengen Pumpe 11 in Tätigkeit ist. Diese Pumpen laufen, wie erwähnt, nicht dauernd, sondern werden in Abhängigkeit von dem im Rohrnetz erforderlichen Druck aus-und eingeschaltet, wobei ein Windkessel zum Ausgleich zwischen der Pumpenliefermenge und der Entnahmemenge an den Verbrauchsstellen dient.
In Fig. 1 sind die diesbezüglichen theoretischen Verhältnisse dargestellt. Auf der horizontalen Achse sind die Entnahmemengen Q aufgetragen, auf der vertikalen Achse die Förderhöhen H. Zwischen 0
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Verbrauchsort bei allen Entnahmemengen ein möglichst konstanter Druck herrschen soll, so muss, da in der Zuleitung vom Wasserwerk zum Verbrauchs ort ein Druckverlust eintritt, der mit der Durchfluss- menge ansteigt, im Wasserwerk ebenfalls ein mit der Entnehmemenge steigender Druck erzeugt werden. Die Grösse dieses Druckes in Abhängigkeit von der Entnahmemenge ist in Fig. 1 durch die Linie W-W dargestellt. Da der Druck nie kleiner als entsprechend dieser Linie werden darf, so stellt sie auch gleich- zeitig die Linie der Einsehaltdrücke für beide Pumpen dar.
Der Ausschaltdruck ist durch die Linie 24-25 für Pumpe 1 bzw. 26-27 für Pumpe 11 dargestellt und ist um die notwendige Druckdifferenz höher als der Einschaltdruck. Wird sehr wenig Wasser entnommen, so braucht von Pumpe 1 nur der Druck Hg (geometrische Förderhöhe) erzeugt werden, da der Widerstand 0 ist. Bei der Entnahmemenge Q3 muss ausserdem noch die Widerstandshöhe h, und Q4 die Widerstandshöhe HI überwunden werden. Die Linie 27-52 stellt die Kennlinie der Pumpe. 11 dar. Wird z. B. die Wassermenge Q4 entnommen, so arbeitet die Pumpe II, da diese Wassermenge innerhalb des Bereiches QI'Q2liegt0 Die Pumpe muss dabei,
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Dadurch sinkt der Druck und, wenn er auf Hg-H, gefallen ist, wird Pumpe Il wieder eingeschaltet.
Dieses Spiel findet bei allen Entnahmen statt, nur dass die Ein-und Aussehaltdrücke nicht immer dieselbe Grösse haben, sondern den tatsächlichen Bedürfnissen angepasst sind. Falls der durch diese
Einrichtung vorgesehene Ausschaltdruck durch die Pumpe nicht mehr erreicht werden kann, so läuft sie dauernd und arbeitet eben entsprechend ihrer Kennlinie, wie es z. B. im Stück 25-23 für Pumpe 1 und 27-W für Pumpe 11 der Fall ist. Die Differenz zwischen dem Einschaltdruck und dem Ausschalt- druck, dargestellt durch h3 bzw.
H3, könnte für alle Entnahmemengen konstant gehalten werden, doch ist es auch hier vorteilhaft, diese Differenz nach einem gewissen Gesetz mit der Entnahmemenge ver- änderlich zu machen, da jeder mehr als der Linie W-W entsprechende erzeugte Druck die Betriebskosten erhöht. Bei gegebener Windkesselgrösse hängt die Grösse der Druckdifferenz bekanntlich von der maxi- malen Sehalthäufigkeit ab, die die elektrischen Anlassapparate der Pumpenmotoren zulassen. Anderseits ist die Schalthäufigkeit ausser von den absoluten Grössen auch vom Verhältnis der Entnahmemenge zur
Pumpenliefermenge abhängig, u. zw. wird die Schalthäufigkeit am grössten, wenn die Entnahmemenge genau die halbe Pumpenliefermenge beträgt.
Es braucht also nur für diesen ungünstigsten Fall die Druckdifferenz ihren durch die Windkesselgrösse bestimmten grössten Wert zu besitzen und kann für andere
Entnahmemengen nach einem bestimmten Gesetz kleiner werden, ohne dass die maximal zulässige Sehalthäufigkeit überschritten wird. In Fig. 1 liegt der ungünstigste Punkt ungefähr bei der Entnahmemenge Qi, also an der unteren Grenze des Arbeitsbereiches der Pumpe II. Hier ist, durch das Stück: 23 -26 dargestellt, die Druckdifferenz am grössten und nimmt dann bei grösseren und kleineren Entnahmemengen ab.. Die Linien 24-25 und 26-27 stellen ungefähr das oben erwähnte Gesetz über den Verlauf der Druckdifferenz dar.
Die Auswirkung dieser Anordnung auf die Ökonomie der Anlage zeigt die Fig. 2 und 3. In Fig. 2 stellen die gestrichelten Linien die Wirkungsgradkennlinien der Pumpen dar und der vollausgezogene Linienzug 29-30 den beim Betrieb der Anlage bei den verschiedensten Entnahmemengen tatsächlich erzielten Wirkungsgrad, der beinahe immer auf der Höhe des besten Pumpenwirkungsgrades bleibt.
In Fig. 3 stellt der Linienzug 31-32-34 den Verlauf des tatsächlichen Stromverbrauches in Kilowattstunden pro Kubikmeter geförderten Wassers dar, während Linie 33-34 den Stromverbrauch für jenen Idealfall zeigt, gemäss welchem die Pumpen bei jeder Entnahmemenge beim besten Wirkungsgrad arbeiten und dabei-nur die der Linie W-W entsprechende Förderliöhe erzeugen würden. Fig. 3, die nach tatsächlichen Verhältnissen massstäblich gezeichnet ist, zeigt deutlich die grosse Annäherung an den Idealfall.
Die angegebene Arbeitsweise wird erfindungsgemäss durch nachfolgend beschriebene Einrichtung erreicht : Fig. 4 zeigt die Gesamtanordnung einer solchen Anlage. L stellt den Liefermengenschalter
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dar, der ähnlich wie im Stammpatent das Umschalten der Pumpen bei Überschreitung einer gewissen Entnahmemenge Qi vornimmt, und D ist der Druckschalter, der die jeweils vom Liefermengenschalter arbeitsbereit gemachte Pumpe bei den von der Entnahmemenge vorgeschriebenen Drücken ein-und ausschaltet. Bei beiden Schaltern wird bei der Betätigung nur ein Kontakt geschlossen bzw. geöffnet.
In Fig, 5 ist schematisch die elektrische Schaltung dargestellt und der Liefermengenschalter L und der Druckschalter D als einpoliger Schalter gezeichnet. Ist L geöffnet, was bei Entnahmemengen von 0-qui der Fall ist, dann ist das Solenoid 46 stromlos, der Kontakt 47 geschlossen und Pumpe 1 arbeitsbereit,
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bekommt und die Pumpe in Betrieb setzt. Es kann also so lange L geöffnet ist, der Druckschalter nur auf Pumpe 1 wirken, da der Stromkreis für den Selbstanlasser Pumpe 11 durch L unterbrochen ist.
Wird jedoch die Entnahmemenge grösser als Qi. dann schliesst sich der Liefermengenschalter L, das Solenoid 46 bekommt Strom über L, 46, 45, der Kontakt 47 öffnet sich und die Pumpe I kann durch den Druckschalter D nicht mehr in Betrieb gesetzt werden. Der Druckschalter D wirkt jetzt auf die grosse Pumpe 11, da der Stromkreis des Selbstanlassers bei geschlossenem Druckschalter D über D und L geschlossen ist. Der Liefermengensehalter L nimmt also nur die Auswahl jener Pumpe vor, auf welche der Druckschalter D einwirkt.
Die Betätigung der beiden Schalter erfolgt auf folgende Weise : In Fig. 4 stellen 1 und 11 die beiden Pumpen dar, die in eine gemeinsame Druckleitung arbeiten, an welche der Windkessel 10 angeschlossen ist. Die Entnahmemenge geht durch einen Wassermesser 1 in die zu den Verbrauchsstellen führende Leitung 4. Der Wassermesser 1 bietet dem durchfliessenden Wasser einen Widerstand, so dass vor dem Wassermesser 1 ein höherer Druck herrscht als hinter ihm. Diese Druckdifferenz erreicht nur kleine Werte, ist aber doch veränderlich, u. zw. steigt sie mit dem Qudarat der Durchflussmenge. Da ein Wassermesser in jedem Wasserwerk zur Kontrolle des Wasserverbrauches vorhanden ist, so wird erfindungsgemäss diese Druckdifferenz direkt zur Steuerung der Anlage verwendet, wodurch sich die bisher übliche Schaffung einer zusätzlichen Drosselung, die einen glatten Verlust darstellt erübrigt.
Durch die Leitungen 5 und 6 wird diese Druckdifferenz auf die beiden Seiten eines schweren Gewichts-
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ordnet ist, übertragen. Dadurch wird der Gewichtsflügel 9 so weit gehoben, dass sein Gewiehtsmoment gleich dem Momente der einwirkenden Druckdifferenz wird ; er gelangt beispielsweise in Stellung 9'.
Es entspricht also jeder Entnahmemenge eine gewisse Stellung des Gewichtsflügels 9. in der er sich im Gleichgewicht befindet. Die Achse 7 ist aus dem Gehäuse herausgeführt und der Deutlichkeit halber in Fig. 4 oberhalb des Gewichtsflügels noch einmal dargestellt. Auf der Achse 7 ist ein Hebel 28, der die Betätigung des Liefennengenschalters L vornimmt, und ein Hebel 20 befestigt, der die Beeinflussung der Schaltgrenzen des Druckschalter D bewirkt. Beide Schalter sind als sogenannte Kippschalter ausgeführt.
Der Liefermengenschalter wird folgendermassen betätigt : Bei steigender Entnahmemenge hebt sich der Gewichtsflügel 9 und verdreht die Achse 7 im Sinn einer Senkung des Hebels 28, der in das Maul eines Gabelhebels 43 des Liefermengenschalters L eingreift. Eine Art Winkelhebel 35 trägt an einem Ende ein gasgefülltes Glasrohr 38, das mit zwei eingeschmolzenen Kontakten 36 und 37 versehen ist.
Eine Queeksilberfüllung stellt je nach der Lage des Röhrchens 38 eine elektrische Verbindung zwischen den beiden eingeschmolzenen Kontakten 36 und 37 her oder unterbricht sie. Winkelhebel 35 und Gabelhebel 43 sind um die gleiche Achse 39 unabhängig voneinander drehbar und durch eine Zugfeder 40 miteinander verbunden. In Fig. 4 ist der Liefermengenschalter im unterbrochenen Zustande dargestellt.
Hebel 35 und 4. 3 werden durch die Zugfeder 40 nach aufwärts gegen Anschläge 42 gedrückt, im Queck-
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sich der Hebel 28 durch die steigende Entnahmemenge noch weiter nach abwärts, so wird Hebel 43 mitgenommen, die Feder 40 wird gespannt und bei Überschreitung der Strecklage, das ist jene Lage. bei welcher die Federangriffspunkte und der Drehpunkt 39 in einer Linie liegen, kippt der Winkelhebel 35 nach abwärts, bis er sich gegen den Anschlag 41 stützt.
Das Röhrchen kommt in eine andere Lage, so dass das Quecksilber beide Kontakte 36 und 37 bedeckt ; der Schalter ist geschlossen und gemäss der schon beschriebenen elektrischen Anordnung (Fig. 5) wirkt der Druckschalter auf die grosse Pumpe IL Bei sinkender Entnahmemenge erfolgt der Vorgang in ganz analoger Weise in entgegengesetzter Richtung.
Die Ausschlagswinkel der Hebel 35 und 43 sind nur sehr klein, so dass die Umschaltung in beiden Richtungen angenähert bei der gleichen Stellung des Hebels 28 und des Gewichtsflügels 9, somit auch bei gleicher Entnahmemenge Qi erfolgt.
Der Druckschalter D besteht aus einem Kippschalter 21 gleicher Konstruktion, der über eine Art Differentialgetriebe von den in der Rohrleitung sowie im Windkessel auftretenden Druckschwankungen betätigt wird, wobei die Druckgrenze, bei denen die Schaltungen stattfinden, durch die Entnahmemenge beeinflusst werden. An den Windkessel 10 ist mittels der Leitung 1, 3 ein Gehäuse 14 angeschlossen,
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Drehpunkt 16, um den ein Hebel 17 (Differentialhebel) frei beweglich ist. Dieser Hebel greift mit dem einen Ende in das Maul des Kippschalterhebels 18 ein und hat am andern Ende einen Kurvenschlitz 22,
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in welchem. ein Bolzen 20'des Hebels 20 spielen kann. Der Hebel 20 wird durch die Achse 7 des Gewichts- flÜgels'Je nach der Entnahmemenge verstellt.
Die Wirkungsweise des Druckschalter D zeigen Fig. 6-9.
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der 0-Linie (Fig. 6) ist also proportional dem im Windkessel herrschenden Druck. Da die O-Lage des Kolbens 15 dem Mindestdruck Hg (Fig. 1) entspricht, die Kolbenentfernung von der O-Lage anderseits dem unter dem Kolben herrschenden Druck proportional ist, so sind die Kolbenerhebungen hl, h"H,
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des Hebels 20, der durch diese Verbrauchsmenge bewegt wird, während eines gewissen Zeitraumes unver- änderlich angenommen werden. In den Fig. 6 und 7 ist eine Hebelstellung, die einer kleinen Verbrauchsmenge entspricht, etwa Q3 in Fig. 1, dargestellt und ist durch den Liefermengenschalter bei dieser Verbrauchsmenge die Pumpe I eingeschaltet.
Angenommen, die Pumpe I steht still und der Windkessel fördert ins Verbrauchsnetz. Dann sinkt der Druck im Windkessel und damit auch unter dem Kolben 15 (Fig. 6), der sich durch die Federkraft nach abwärts bewegt, dabei durch den Drehpunkt 16 den Hebel 17 nach abwärts zieht. Der Kurvenschlitz 22 im Hebel 17 legt sich dabei mit seiner oberen Flanke an den Bolzen 20'des stillstehenden Hebels 20, wodurch Hebel 17 an diesem Ende festgehalten und durch den abwärts gehenden Kolben 15 mit seinem andern Ende nach abwärts gezogen wird. Dieses Ende greift in das Maul des Hebels 18 und bewegt diesen Hebel gleichfalls nach abwärts. Die Feder gelangt in der beim Liefermengenschalter beschriebenen Weise in die Strecklage und zieht bei Überschreitung derselben den Hebel 35 nach, wodurch der Kippschalter 21 in die Einschaltstellung gelangt.
Fig. 6 stellt die Stellungen der Hebel unmittelbar vor dem Einschalten dar, der Kippschalter 21 kippt im nächsten Moment in die Einschaltstellung. Kolben 15 befindet sich dabei in Stellung 1 und der der Einschaltstellung entsprechend Druck hl ist den Bedingungen gemäss verhältnismässig klein. Durch das Umlegen des Kippschalters 21 wurde Pumpe I in Tätigkeit gesetzt und, da ihre Liefermenge grösser ist als Q3, geht der Überschuss in den Windkessel, wodurch eine Drucksteigerung eintritt, die den'Kolben 15 hebt. Vom Drehpunkt 16 wird Hebel 17 mitgenommen, die untere Flanke des Kurvenschlitzes 22 legt sich, nachdem das Spiel im Kurvenschlitz durchlaufen ist, gegen den Bolzen 20'des Hebels 20, wodurch das andere Ende des Hebels 17 und damit auch Hebel M nach aufwärts gedrückt wird.
Fig. 7 zeigt die Stellungen im Moment des Umkippen des Kippschalters 21 in die Ausschaltstellung0 Kolben 15 befindet sich in Stellung 2 und der der Ausschaltstellung entsprechende Druck h2 ist nur um die verhältnismässig kleine Druckdifferenz h3 grösser als hl, wie es den Bedingungen für die kleine Entnahmemenge entspricht.
Steigt die Entnahmemenge langsam, dann wird Hebel 20 durch den Gewichtsflügel 9 (Fig. 4) nach aufwärts bewegt. Die Schaltgrenzen verändern sich durch die veränderte Lage des Hebels 20 ständig, die Drücke müssen höher werden, damit der Druckschalter ausschalten kann. Bei Überschreitung von Qi wird die Wirkung des Druckschalter durch den Liefermengenschalter von Pumpe I auf Pumpe 11 übertragen. In den Fig. 8 und 9 ist die Ein-und Ausschaltstellung des Druckschalter für eine konstant angenommene grosse Entnahmemenge, wie sie ungefähr Q4 in Fig. 1 entspricht, dargestellt.
Der Hebel 20 steht dabei in der in Fig. 8 und 9 gezeichneten Stellung still, und man sieht in Fig. 8, dass durch die entsprechend Stellung des Hebels 20 das Einschalten des Kippschalters 21 schon in Kolbenstellung 3 erfolgt und der der Einschaltstellung entsprechende Druck Ha bedeutend grösser ist als hl in Fig. 6, wie es gemäss dem Diagramm in Fig. 1 der Fall sein muss. Der Kippschalter 21 ist in Fig. 8 im Gegensatz zur Fig. 6 kurz nach dem Umlegen in die Einschaltstellung dargestellt, Der Kurvenschlitz 22 im Hebel l7 hat während des Einschaltvorganges wieder mit seiner oberen Flanke an den Bolzen 20'des Hebels 20 Anlehnung genommen.
Nach dem Einschalten der Pumpe II wird Hebel 77 durch den steigenden Druck und dadurch hervorgerufenes Steigen des Kolbens 15 gehoben, wobei nach dem Durchlaufen des jetzt bedeutend grösseren Spieles im Kurvenschlitz 22 wieder die untere Flanke desselben durch Anlegen an
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bei dem der Ausschaltstellung entsprechenden Druck H2 erfolgt und dass die Druckdifferenz H3 entsprechend dem grösseren Spiele im Kurvenschlitz bedeutend grösser ist als h3 in Fig. 7, wie es für den einangs geschilderten Betrieb der ganzen Anlage erforderlich ist.
Da für das Einschalten der betreffenden Pumpe immer die Anlehnung des Hebels 17 mit der oberen Flanke seines Kurvenschlitzes an den Bolzen 20'und für das Ausschalten die Anlehnung mit der unteren Flanke massgebend ist und der Bolzen 20'durch den Hebel 20 seine Stellung im Verhältnis zum Kurvenschlitz mit der Entnahmemenge verändert, so ist leicht einzusehen, dass bei geeigneter Wahl der Abmessungen jeder beliebige Verlauf des Ein-und Ausschaltdruckes sowie der Druckdifferenz in Abhängigkeit von der Verbrauchsmenge erzielt werden kann, und daher auch die eingangs aufgestellten
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Bedingungen für den ökonomischesten Betneb einer Anlage mit einer oder mehreren Pumpen gemäss Diagramm Fig. 1 mit verschiedener Anordnung leicht eingehalten werden können.
Sollen mehr als zwei Pumpen verwendet werden, so wird für jede neue Pumpe auf der Achse 7, Fig. 4, ein neuer Hebel 28 angebracht, der in einem gewissen Winkel zum ersten Hebel 28 steht und einen neuen Liefermengenschalter betätigt. Durch eine etwas erweiterte elektrische Anordnung, ähnlich Fig. 5, mit einem weiteren Solenoid für jede neue Pumpe können dann durch die Liefermengenschalter die Pumpen so gesteuert werden, dass jede nur in dem ihr zugewiesenen Bereich durch den Druckschalter betätigt wird.
In manchen Fällen ist es wünschenswert, die grosse Pumpe 11 mit ihrem vollen Druck, nämlich über 27 (Fig. l) hinaus arbeiten zu lassen, sie also nicht vorzeitig abzuschalten. Dies ist z. B. bei Benutzung der Pumpenanlage für Feuerlöschzwecke von Bedeutung. Das Schema für diesen Fall für die Pumpen I und 11 zeigt Fig. 10, aus der ersichtlich ist, dass die Pumpe I wie bisher nur auf dem Teil 23 -25 ihrer Charakteristik, die grössere Pumpe Il aber auf einer Charakteristik W bis 27'bei wesentlich höherer Druckhöhe (Förderhöhe) arbeitet. Da für diesen Fall das einfache Zusammenwirken eines Liefermengenschalters L mit einem Druckschalter D genügt, wie Fig. 11 darstellt, kann das Solenoid 46,47 entfallen oder ausgeschaltet werden.
Statt der grossen Pumpe 11 könnte auch die kleinere Pumpe 1 mit ihren vollen Druck arbeiten.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Vorrichtung zum selbsttätigen Betrieb von Pumpenanlagen mit zwei oder mehreren Pumpen mit verschiedenen Liefermengen und Widerstandshöhen nach Patent Nr. 103368, dadurch gekennzeichnet, dass der die Schaltung von Pumpe zu Pumpe bewirkende bzw. vorbereitende Liefennengenschalter (L) mit einem Druckschalter (D) zusammenwirkt, der die Aus-und Wiedereinschaltung der jeweilig in den Betrieb eingeschalteten Pumpe in Abhängigkeit von dem im Windkessel steigenden bzw. fallenden Druck bewirkt.