AT117794B - Elektrisches Übertragungssystem. - Google Patents

Elektrisches Übertragungssystem.

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AT117794B
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Karl Kuepfmueller
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Siemens Ag
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  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrisches Übertragungssystem. 



   Übertragungssysteme für telephonische und telegraphische Übertragungen werden so gebaut, dass die Dämpfung in Abhängigkeit von der Frequenz in einem gewissen Frequenzbereich möglichst konstant ist. Derartige Systeme sind z. B. die Zweidraht-und die Vierdrahtkabelverbindungen oder drahtlose Telephonieverbindungen. 



   Gemäss der Erfindung werden hinsichtlich der Dämpfung komplementäre Netzwerke dazu benutzt die Wirkung von irgendwelchen Störströmen im Übertragungssystem auf die Signalströme herabzusetzen. 



     Störströme   sind praktisch in jedem Übertragungssystem vorhanden, sei es, dass es sich um atmosphärische
Störungen handelt, sei es, dass die Störströme induktiv aus benachbarten Starkstromanlagen, aus den
Stromversorgungsanlagen oder vom Nebensprechen herrühren. Die Bedingung für Netzwerke mit komplementären Dämpfungskurven ist, dass die   Dämpfung A !'s   des einen Netzwerkes gleich ist einer Konstanten bo vermindert um die   Dämpfung A bi des andern   Netzwerkes : A   bi + A b = bo.   



   Die Konstante bo ist bei passiven Netzwerken positiv, bei Anwendung von Zusatzverstärkern kann sie negativ oder auch zu Null gemacht werden. Nach Anschaltung der Netzwerke hat das gesamte
System im Übertragungsbereich wiederum eine frequenzunabhängige Restdämpfung. Die Anordnung geschieht dabei in der Weise, dass das Anfangsnetzwerk vor dem gestörten Teil des Übertragungssystems eingeschaltet wird. Das Prinzip der Erfindung soll an einem einfachen Beispiel erläutert werden. 



   Es handle sich um die Übertragung eines Signales, z. B. eines Sprachlautes, der im wesentlichen aus zwei Komponenten besteht, nämlich einer Grundschwingung mit 400 Hz und einem Oberton von 1000 Hz mit den Amplituden   1'0   und   0'1   bezogen auf einen Normalpegel, wie es Fig. 1 veranschaulicht. 



  Die Maximalamplitude des Signales sei also   l'O   +   O'l   = 1-1. Das Übertragungssystem enthalte eine Störschwingung der Frequenz 1100 Hz mit der Amplitude   0'4   bezogen auf den gleichen Pegel. Der zu übertragende Oberton von 1000 Hz wird also durch eine in der Frequenz nahe benachbarte Schwingung von vierfacher Stärke übertönt, die Übertragung daher stark beeinträchtigt. Gemäss der Erfindung wird nun ein Anfangsnetzwerk angewendet, das beispielsweise für die Frequenz 400 Hz die Amplitude auf das   0'5fache,   für 1000 Hz auf das 6fache, für 1100 Hz auf das 8fache bringt.

   Dann sind im Übertragungssystem hinter dem Anfangsnetzwerk die Schwingungen des Signalstromes mit den durch das Anfangsnetzwerk geänderten Amplituden und die Schwingungen des Störstromes selbst vorhanden, wie aus Fig. 2 ersichtlich. Die Maximalamplitude des zu übertragenden Signales beträgt   0'5 + 0'6 = 1'1   wie bei Fig. 1. Am Ende des Übertragungssystems befindet sieh das komplementäre Netzwerk, das also für 400 Hz die Amplitude verdoppelt, für 1000 Hz auf 1/6 und für 1100 Hz auf 1/8 herabsetzt. Dann geht aus Fig. 2 das neue Spektrum Fig. 3 hervor. Das Signal selbst trifft verzerrungsfrei, also in der abgesandten Form, ein ; die Störungsamplitude dagegen ist nur noch halb so gross wie der gestörte Oberton. 



   Allgemein ist das Verfahren um so wirksamer, je mehr die Frequenzabhängigkeit der Amplituden der Signalströme verschieden ist von der Frequenzabhängigkeit der Amplituden der   Störströme.   Sind die Frequenzspektren von Signalstrom und   Störstrom   bekannt, z. B. durch Messung in bekannter Weise ermittelt worden, so lässt sich durch Rechnung die notwendige Verzerrung der Endnetzwerke bestimmen, 

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 EMI2.1 
 Mittel konstant ist Die Netzwerke selbst-werden in bekannter Weise aus Spulen, Kondensatoren und Widerständen hergestellt.

   Eine die Störungen verringernde Verzerrung lässt sich auch unmittelbar dadurch bestimmen, dass man verschiedene Typen von komplementären Endnetzwerken mit verschiedener Frequenzabhängigkeit der Dämpfung versuchsweise an das Übertragungssystem anschliesst und die Wirkung auf   die Ubertragungsgute beobachtet.   Man kann z. B. die in Fig. 4 dargestellten vier Typen von Verzerrungen für das Anfangsnetzwerk benutzen. Die Bemessung des Endnetzwerkes ergibt sich dann mit Hilfe der Gleichung   (1).   Es wird   schliesslich   das Netzwerk ausgewählt, das die geringste Störwirkung ergibt. 



   Die   Anfangs-und Endnetzwerke   können natürlich gegebenenfalls mit bereits vorhandenen Sendeund Empfangsverstärkern verbunden werden, z. B. so, dass deren Verzerrungen in dem durch Gleichung   (1)   bestimmten Verhältnis stehen.

Claims (1)

  1. - PATENT-ANSPRUCH : Elektrisches Übertragungssystem, dadurch gekennzeichnet, dass am Anfang und am Ende des EMI2.2 ständen angeschlossen sind, deren Dämpfungsverzerrung so bemessen ist, dass die Wirkung der Stör- ströme im Ubertragungssystem verringert wird. EMI2.3
AT117794D 1928-04-02 1929-03-23 Elektrisches Übertragungssystem. AT117794B (de)

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