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Hydraulische Speicherkraftalllagen.
Die Erfindung betrifft hydraulische Speieherkraftanlagen, die einen als Generator und als Motor verwendbaren elektrischen Teil sowie mit diesem in Wirkungsverbindung stehende, hydraulische Kreiselmaschinen aufweisen. Zweck der Erfindung ist, eine Anlage dieser Art zu schaffen, die sowohl beim Turbinen-als beim Pumpenbetrieb mit gutem Wirkungsgrad zu arbeiten gestattet. Zu diesem Behufe werden erfindungsgemäss beim Turbinenbetrieb nur solche Kreiselmaschinen zur positiven Arbeitsleistung herangezogen, die in der Lage sind, bei diesem Betrieb mit bestem Wirkungsgrad zu arbeiten. Für den Pumpenbetrieb werden mit diesen Maschinen erfindungsgemäss noch weitere Kreiselmaschinen in Reihe geschaltet, bei deren Herstellung die Erzielung eines bestmöglichen Wirkungsgrades beim Pumpenbetrieb massgebend war.
Bei einer solchen hydraulischen Speicherkraftanlage werden somit beim Turbinenbetrieb für die Kraftabgabe ausschliesslich Kreiselmaschinen benutzt, die gerade bei dieser Betriebsart mit bestem Wirkungsgrad arbeiten ; beim Pumpenbetrieb arbeitet der eine Teil der in Tätigkeit befindliehen Kreiselmaschinen ebenfalls mit dem bestmögliciien Wirkungsgrad, während der andere Teil, der in erster Linie für die Erzielung eines guten Wirkungsgrades beim Turbinenbetrieb gebaut worden ist, jetzt allerdings mit weniger günstigem Wirkungsgrad arbeitet. Trotzdem wird es bei den bis jetzt bekanntgewordenen hydraulischen Speicherkraftanlagen nicht möglich sein, denselben günstigen Gesamtwirkungsgrad wie bei einer Anlage nach der Erfindung zu erreichen, es sei denn, dass man für Turbinen-und Pumpenbetrieb je besondere Maschinen verwendet.
Auf der Zeichnung ist eine Anlage nach der Erfindung beispielsweise veranschaulicht.
1 bezeichnet einen elektrischen Teil, der sowohl als Generator als auch als Motor verwendet werden kann. Zu beiden Seiten dieses elektrischen Teils 1 sind hydraulische Kreiselmaschinen 2 und 3 angeordnet.
Beim dargestellten Beispiel sind diese Kreiselmaschinen 2, 3 mit dem elektrischen Teil 1 durch Kupplungen 4 bzw. 5 starr verbunden. Die hydraulische Kreiselmaschine 2, die an eine Druckleitung 6 angeschlossen ist und mit einem Saugrohr 7 in Verbindung steht, ist so ausgebildet, dass sie beim Arbeiten als Turbine den besten Wirkungsgrad ergibt. Die Kreiselmaschine 3 ist dagegen so ausgebildet, dass sie beim Arbeiten als Pumpe den besten Wirkungsgrad ergibt. Die Kreiselmaschine 3ist an eine Saugleitung 8, die über eine Absperrvorrichtung 91 mit dem Druckstutzen 6 in Verbindung steht, sowie an ein Rohr 9 angeschlossen. Letzteres steht über eine Absperrvorrichtung 10 ebenfalls mit der Druckleitung 6 in Verbindung.
Zwischen den Einmündungsstellen der Rohre 8 und 9 in die Druckleitung 6 ist in letztere eine Absperrvorrichtung 11 eingebaut.
Beim Turbinenbetrieb sind die Absperrvorrichtungen 91 und 10 geschlossen, während die Absperrvorrichtung 11 offen ist. Es strömt dann Druckwasser nur der Kreiselmaschine 2 zu, die den elektrischen Teil 1 antreibt, der dann als Generator arbeitet. Die Kreiselmaschine 3 läuft in diesem Falle leer mit.
Das Gehäuse derselben muss dabei entleert sein, damit das Laufrad nur in Luft arbeitet. Beim Pumpenbetrieb wird die Absperrvorrichtung 11 geschlossen, während dieAbsperrvorrichtungen 91 und 10 geöffnet
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wobei er im umgekehrten Drehsinn wie beimTurbinenbetrieb läuft. Der Teil 1 treibt nun die Kreiselmaschinen 2 und 3 an, wobei die jetzt als Pumpe arbeitende Kreiselmaschine 2 Wasser aus dem Raume 12 ansaugt und durch den unteren Teil der Druckleitung 6 sowie das Rohr 8 der als Pumpe arbeitenden
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Kreiselmasoliine 3 zudrückt, die es auf einen genügend hohen Druck bringt, um es durch das Rohr 9 und die Druckleitung 6 in ein nicht gezeigtes Speicherbecken fördern zu können.
Die Erfindung lässt sich selbstverständlich auch anwenden, wenn in Verbindung mit einem elektrischen Teil mehr als nur zwei Kreiselmaschinen vorhanden sind, wobei aber Voraussetzung ist, dass der eine Teil der Kreiselmaschinen so ausgebildet ist, dass er beim Turbinenbetrieb mit bestem Wirkungsgrad arbeitet, während der andere Teil, der mit dem erstgenannten in Reihe schaltbar sein muss, beim Pumpenbetrieb mit bestem Wirkungsgrad arbeitet. Anstatt die Kreiselmaschinen mit dem elektrischen Teil in der dargestellten Weise starr zu. kuppeln, können sie selbstverständlich auch lösbar mit demselben verbunden, sein. Zweckmässig kann z.
B. eine ständige starre mechanische Verbindung zwischen den als ausgesprochen Turbinenräder ausgebildeten Rädern der Kreiselmaschinen und dem elektrischen Teil vorgesehen sein, und es können die als ausgesprochen Pumpenräder ausgebildeten Kreiselräder abkuppelbar mit dem elektrischen Teil verbunden sein, so dass beim Turbinenbetrieb keine durch leer mitlaufende Pumpenräder bedingte Verluste in Kauf zu nehmen sind.
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Hydraulische Speicherkraftanlagen, die einen als Generator und als Motor verwendbaren elektrischen Teil sowie mit diesem in Wirkungsverbindung stehende hydraulische Kreiselmaschinen aufweisen, dadurch. gekennzeichnet, dass beim Turbinenbetrieb nur solche Kreiselmaschinen zur positiven Arbeitsleistung herangezogen werden, die bei diesem Betrieb mit bestem Wirkungsgrad arbeiten, und dass für den Pumpenbetrieb mit diesen Maschinen weitere Kreiselmaschinen in Reihe geschaltet werden, bei deren Herstellung die Erzielung eines bestmöglichen Wirkungsgrades beim Pumpenbetrieb massgebend war.