AT117399B - Fliehkraftschalter, insbesondere für den Hilfsphasenstromkreis von einphasenmotoren. - Google Patents

Fliehkraftschalter, insbesondere für den Hilfsphasenstromkreis von einphasenmotoren.

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AT117399B
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Bbc Brown Boveri & Cie
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Um die Dauer der Funkenbildung und den Abbrand der Kontakte bei Fliehkraftschaltern zu reduzieren, muss die Schaltbewegung im Augenblick der Kontaktveränderung rasch, d. h. schlag-oder   schnappartig   erfolgen. Für Fliehkraftschalter, die eine Schliessbewegung ausführen, ist dies einfach zu erreichen, da während des   Sehliessweges   eine genügende Energie gesammelt wird, um die beweglichen Teile zu beschleunigen. Um auch bei Fliehkraftschaltern für das Öffnen eines Stromkreises, z.

   B. für das automatische Unterbrechen des Hilfsphasenstromkreises von Einphasenmotoren, die Gefahr einer zögernden Kontaktlösung zu beseitigen, hat man den Kontakthebel des Fliehkraftschalters durch einen unter Federwirkung stehenden   Gewichtshebel   betätigt, der gegenüber dem Kontakthebel einen Leerlauf besitzt, so dass im Augenblick des Öffnens ein genügend grosser Massenweg vorhanden ist, um den Schalter schlagartig zu öffnen. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun ein Schalter der letzteren Art, bei dem Gewichtshebel und Kontakthebel in der gleichen oder parallelen Ebenen senkrecht zur Rotationsachse des Schalters schwingen, wobei Drehpunkt und Schwerpunkt des Gewichtshebels auf entgegengesetzten Seiten in bezug auf die Rotationsachse liegen, so dass beim Ausschwingen des   Gewiehtshebels   seine Fliehkraft und deren Hebelarm gleichzeitig zunehmen und seine Berührung mit dem Kontakthebel schlagartig erfolgt. 



   In der Zeichnung sind in Fig.   1-4   einige Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch in Aufsieht bzw. Längsschnitt dargestellt. 



   Bei dem Beispiel nach Fig. 1 und 2 ist a der Rotor eines Einphasenmotors und b die Rotorwelle. 



  Der Kontakthebel ist mit c bezeichnet und der   Gewichtshebel   mit d, beide sind um den gleichen Drehzapfen e am Rotor schwingbar gelagert. Kontakt-und Gewichtshebel sind durch eine Zugfeder 'verbunden, die einesteils am Gewielitshebel und anderseits an einem am Rotor bei k drehbar gelagerten und mit dem zweiarmigen Kontakthebel gelenkig verbundenen,   bügelförmigen Übertragungshebel g angreift.   



  An dem Kontakthebel c sitzt der Schleifkontakt h, der auf den mit dem Lagerschild fest verbundenen Schleifringen i schleift. Um ein sicheres Aufliegen des Schleifkontaktes auf zwei Schleifringen zu erhalten, ist der Schleifkontakt um einen Zapfen sehwingbar gelagert. 



   Im Ruhezustand liegt der Schleifkontakt an den Schleifringen und der   Gewiehtshebel   an der Rotorwelle infolge der Wirkung der Zugfeder an. Bei Anlauf des Motors schwingt der Gewichtshebel d aus, spannt dabei die Feder f, und legt sich gegen einen Anschlag m am Kontakthebel e an, worauf er   schliesslich   unter Mitnahme des Kontakthebels den Schleifkontakt von den Schleifringen schlagartig abhebt und den Kontakthebel gegen einen festen Anschlag n am Rotor bewegt. Dabei führt der mit Langloch versehene Bügel g gegen seinen Drehzapfen eine geringe Gleitbewegung aus. Der Hilfsphasenstromkreis ist offen und der Motor läuft normal weiter. Um die Öffnungsdrehzahl für den Schalter bequem einstellen zu können, ist der Übertragungsbügel g mit kammartigen Einschnitten o für die Verstellung des   Federangriffs   versehen. 



   Anstatt den Kontakthebel c und den Gewichtshebel   d   auf einem gemeinsamen Zapfen zu lagern, können für beide getrennte Drehzapfen p, q vorgesehen sein, wie in Fig. 3 dargestellt. In diesem Fall wird zweckmässig am Ende des   Gewiehtshebels,   der dann ebenfalls zweiarmig ausgebildet ist, eine Rolle r vorgesehen, die mit dem Kontakthebel in Eingriff kommt und sich auf ihm abwälzt. 



   Die Anordnung kann aber auch, wie in Fig. 4 dargestellt, so sein, dass ein um e schwingender Ge-   wichtshebel     .   der unter der Wirkung der   Fcder fsteht,   mit einem Anschlag 1 gegen einen als Flachfeder 

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 ausgebildeten Kontakthebel s sich bewegt, der die Kontaktfeder gegen den Anschlag n drückt. An Stelle einer Kontaktfeder kann ebensogut ein unter Federwirkung stehender Kontakthebel verwendet werden. Für die Veränderung des Angriffspunktes der   Feder f für   die Einstellung der   Offnungsdrehzahl   ist der Gewichtshebel mit den kammartigen Einschnitten o versehen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.1 
 Kontakthebel durch einen unter Federwirkung stehenden Gewichtshebel betätigt wird, der gegenüber dem Kontakthebel einen Leerlauf besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass Gewichtshebel und Kontakthebel in der gleichen oder in parallelen Ebenen senkrecht zur Rotationsachse des Schalters schwingen, wobei Drehpunkt und Schwerpunkt des Gewichtshebels auf entgegengesetzten Seiten in bezug auf die Rotationsachse liegen, so dass beim Ausschwingen des Gewichtshebels seine Fliehkraft und deren Hebelarm gleichzeitig zunehmen und seine   Berührung   mit dem Kontakthebel schlagartig erfolgt. 
 EMI2.2 


Claims (1)

  1. Gewichtshebel einen gemeinsamen Drehpunkt besitzen.
    3. Fliehkraftschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass beide Hebel unter der Wirkung einer gemeinsamen Zugfeder stehen, die sowohl den Schalter geschlossen als auch den Gewichtshebel in der Ruhelage hält.
    4. Fliehkraftschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugfeder einerseits an dem einarmigen Gewichtshebel und anderseits an einem bügelförmigen Übertragungshebel angreift, der mit dem zweiarmigen Kontakthebel gelenkig verbunden und an dem Rotor auf einem Zapfen mit einem Langloch gelagert ist.
    5. Fliehkraftschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der auf den Motorsehleif- ringen gleitende Schleifkontakt um einen Zapfen am Kontakthebel schwingbar gelagert ist.
    6. Fliehkraftschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakthebel mit einem Anschlag für den Gewichtshebel versehen ist und dass beide sich gegen einen Begrenzungsanschlag am Rotor anlegen.
    7. Fliehkraftschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakthebel und der Gewichtshebel getrennte Drehpunkte besitzen.
    8. Fliehkraftschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass beide Hebel zweiarmig ausgebildet und durch einen bügelförmigen Übertragungshebel verbunden sind, an dem die den Kontaktdruck und die Ruhelage des Gewichtshebels sichernde Zugfeder angreift.
    9. Fliehkraftschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtshebel mit einer Rolle versehen ist, die mit dem Kontakthebel in Eingriff kommt und auf ihm sich abwälzt.
    10. Fliehkraftschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der unter Federwirkung stehende Gewichtshebel einen Anschlag besitzt, der gegen einen als Flachfeder ausgebildeten Kontakthebel sich anlegt.
    11. Fliehkraftschalter nach den Ansprüchen 1, 7 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung der Öffnungsdrehzahl für den Schalter der Angriffspunkt der Zugfedern veränderlich ist.
    12. Fliehkraftsehalter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Übertragnna'shebel für die Federkraft oder der Gewichtshebel mit kammartigen Einschnitten versehen ist.
AT117399D 1928-04-02 1929-03-25 Fliehkraftschalter, insbesondere für den Hilfsphasenstromkreis von einphasenmotoren. AT117399B (de)

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