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Hilfsgerät zur Bestimmung des Flüssigbeitsinhaltes von Behältern, deren Boden eine wechselnde Neigung zur Waagrechten einnimmt.
Die Erfindung betrifft ein Hilfsgerät zur Bestimmung des Flüssigkeitsinhaltes von Behältern, deren Boden eine verschiedene Neigung zur Waagrechten einnehmen kann, insbesondere in solchen, die sich auf Fahrzeugen befinden. Im wesentlichen besteht das Hilfsgerät aus einer gegenüber dem Behälter in unveränderlicher Lage angeordneten Wasserwaage in Bussolenform und aus Mitteln zur eindeutigen Kennzeichnung der jeweiligen Lage der Luftblase der Wasserwaage in bezug auf deren Schaufläche, aus welcher Lage zusammen mit dem vom Flüssigkeitsstandsanzeiger od. dgl. des Behälters angezeigten Inhalt der wirkliche Behälterinhalt bestimmt werden kann.
In den Fig. 1, 3 und 4 der Zeichnung sind drei verschiedene Ausführungsformen des Erfindung-
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der Wasserwaage nach Fig. 1 mit zur Anwendung gelangen.
Das Hilfsgerät ist seinem Wesen nach eine nach allen Richtungen spielende, mit einer Luftblase ausgestattete Wasserwaage von zylindrischer bzw. Bussolenform. Dieser Neigungsanzeiger ist in Seh- weite des Wagenführers angebracht und weist am Deekel oder Boden eine Einteilung auf, die nach Fig. 1 und 3 aus konzentrischen Kreisen und Durchmessern besteht. Jedes der so entstandenen Felder ist irgendwie bezeichnet, beispielsweise gemäss Fig. 1 durch fortlaufende Nummern.
Der Neigungsanzeiger ist so angebracht, dass die Luftblase im Mittelpunkt der eingeteilten Scheibe steht, wenn der Wagen sich auf einer waagrechten Ebene befindet. In diesem Falle geben die am Flüssigkeitsbehälter mit Hilfe einer Messvorrichtung oder eines Flüssigkeitsstandanzeigers vorgenommenen Messungen bzw. Ablesungen die tatsächlich im Behälter vorhandene Flüssigkeitsmenge an.
Neigt sich der Wagen und mit ihm der Behälter, so stellt sich die Luftblase auf eines der Felder ein, von welchen jedes einer bestimmten Neigung entspricht. Für jedes dieser Felder ist ein Diagramm aufgestellt, welches die tatsächlich im Behälter vorhandene Flüssigkeitsmenge angibt, wenn man die
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gerät stets an derselben Stelle und in der gleichen Weise in den Behälter eingeführt wird oder an diesem angebracht ist.
Die Diagramme erhält man durch Versuche, indem man dem Behälter, der in diesem Falle eine beliebige Form haben kann, eine bestimmte Neigung gibt, in den Behälter nacheinander verschiedene, vorherbestimmte Mengen von Flüssigkeit eingiesst, die auf der Ordinate des Diagramms verzeichnet wird, während als Abszisse die vom Messgerät angezeigten, mit dem tatsächlichen Inhalt natürlich nicht übereinstimmenden Mengen aufgetragen werden. Diesen Vorgang wiederholt man für verschiedene Neigungen des Wagens bzw. des Behälters, u. zw. so oft, als für die Erlangung eines möglichst genauen Ergebnisses zweckdienlich erscheint. Man erhält so Kurven, deren Gestalt je nach der Form und der Neigung des Behälters verschieden ist.
Trägt man nun die in einem beliebigen Augenblicke am Messgerät abgelesene Flüssigkeitsmenge als Abszisse auf, so ergibt die zugehörige Ordinate der Kurve, welche dem in diesem Augenblicke von der Luftblase besetzten Felde der eingeteilten Scheibe entspricht, die Menge der im Behälter tatsächlich vorhandenen Flüssigkeit an. Die Kurven können für jedes Feld auf einem besonderen Blatt verzeichnet
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Wenn der Behälter eine solche Form hat, dass das Verhältnis zwischen der vom Messgerät an' gezeigten und der tatsächlich vorhandenen Menge bei allen praktisch vorkommenden Neigungen unver ändert bleibt, beispielsweise die Form eines Zylinders, Parallelopipedes, in welchem Falle die erwähnt ; Kurve zur Geraden wird, so kann die Zuhilfenahme eines Diagrammes entfallen.
In die einzelnen Felde ; der eingeteilten Scheibe werden dannZiffern ... (Fig. 3) eingeschrieben, die als Korrektur koeffizienten bezeichnet seien und auf Grund von Versuchen so festgestellt werden, dass man den arr Messgerät abgelesenen Wert nur mit diesem Koeffizienten zu multiplizieren braucht, um die tatsächlich1 im Behälter vorhandene Menge zu erhalten.
Die Ausführungsform der Wasserwaage nach Fig. 4 kann bei beliebiger Form des Behälters angewendet werden. Sie arbeitet grundsätzlich so, wie es für die Einrichtung nach Fig. 3 angegeben
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aufgetragen, die man folgendermassen erhält : Man füllt eine bestimmte Menge Flüssigkeit in den Behälter gibt diesem nacheinander verschiedene Neigungen und vermerkt auf der Scheibe die Punkte, auf welche sich die Luftblase bei den verschiedenen Neigungen einstellt. Einem jeden dieser Punkte entspricht ein bestimmter Korrekturkoeffizient, mit welchem die Angaben des Messgerätes zu multiplizieren sind. um die tatsächliche Menge zu erhalten.
Nun wird derselbe Vorgang mit verschiedenen, vorher bestimmten Flüssigkeitsmengen wiederholt.
Man verbindet dann alle Punkte, welche demselben Korrekturkoeffizienten entsprechen, durch eine Linie und erhält so eine Reihe von Kurven, welche anzeigen, welcher Korrekturkoeffizient anzuwenden ist, wenn sich die Luftblase auf die eine oder andere dieser Kurven einstellt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hilfsgerät zur Bestimmung des Flüssigkeitsinhaltes von Behältern, deren Boden eine wechselnde Neigung zur Waagrechten. einnimmt, aus den Angaben eines in den Behälter eingebauten Flüssigkeitsstandsanzeigers od. dgl., bestehend aus einer gegenüber dem Behälter in unveränderlicher Lage angeordneten Wasserwaage in Bussolenform und aus Mitteln zur eindeutigen Kennzeichnung der jeweiligen Lage der Luftblase der Wasserwaage in bezug auf deren Schaufläche, aus welcher Lage zusammen mit
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