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Nessvorrichtung zur Überprüfung der Arbeitsweise der Steuerungsventile von Dampf- maschinen und andern Motoren, insbesondere von Lokomotiven.
Wenn sich beim Betrieb von Dampfmaschinen und andern Motoren mit Ventilsteuerungen, ins besondere von Lokomotiven Störungen ergeben, muss das Arbeiten der Ventile überprüft werden, um festzustellen, ob sie noch in der erforderlichen Weise zusammenspielen. Hiezu ist die Bestimmung der Hubhöhe und der Schliessstellung notwendig und es muss ferner auch ermittelt werden, ob die Eröffnungen der einzelnen Ventile in der erforderlichen Beziehung stehen, um danach die notwendigen Ausbesserungen und Einstellungen durchführen zu können. Eine ähnliche Aufgabe liegt bei mehrzylindrigen Verbrennungskraftmaschine insoferne vor, als hier das Zusammenspiel der einzelnen Kolben überprüft werden muss.
Für diesen Zweck ist eine Vorrichtung bekanntgeworden, die im wesentlichen aus einer federbelasteten Nadel besteht, welche in einer Schraube verschiebbar ist, die ebenso wie die am Zylinder vorhandene Schraube für die Zündkerze ausgebildet ist. Mit der Schraube ist eine Teilung verbunden, auf der ein mit der Nadel verbundener Zeiger spielt. Die Anwendung dieser Vorrichtung für die Überprüfung der Steuerungsventile von Dampfmaschinen und andern Motoren ist nicht ohne weiteres möglich, weil die Belastungsfeder des Ventils und die die Feder abstützende Pfanne der Unterbringung der Nadel hinderlich sind.
Im Sinne der Erfindung wird diesem Übelstand dadurch abgeholfen, dass die die Ventilfeder
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Ferner ist die die Nadel belastende Feder oberhalb der Befestigungsschraube für die Messvorrichtung angeordnet, um die Regelung der Spannung im Verlaufe der Messung zu ermöglichen und den für die Unterbringung der Vorrichtung innerhalb des Ventils zu schaffenden Raum zu verringern.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Seitenansicht dargestellt.
Die Stange 1 des Ventils ist von der Feder 2 belastet, welche sich oben gegen eine Pfanne 3 unten gegen eine Pfanne 4 abstützt. Eine Schraube J von den gleichen Abmessungen mit der Druck-, schraube am Ventilgehäuse zum Spannen der Feder ist mit einer Bohrung versehen, in welcher eine Nadel 6 verschiebbar ist, die eine Bohrung der Pfanne 3 durchsetzt. Mit dem Kopf 7 der Schraube ist ein Bogen 8 verbunden, der oben eine Hülse 9 zur Führung der Nadel trägt. Der Bogen trägt eine Teilung 10, auf welcher ein Zeiger 11 spielt, der durch eine Spiralfeder 12 in der Nullstellung gehalten wird. Mit dem Zeiger ist ein Zahnkranz 13 verbunden, in den eine Zahnstange 14 auf der Nadel 6 eingreift.
Gegebenenfalls kann noch eine Feder 15 zwischen dem Bogen und der Nadel vorgesehen sein, die die Nadel abwärts drückt. 16 ist eine Sicherungsmutter für die Schraube 5.
Soll eine Messung durchgeführt werden, so wird die Druckschraube der Feder 2 abgenommen und durch die Schraube 5 der Messvorrichtung ersetzt. Voraussetzung ist dabei, dass die Pfanne 3 mit einer Bohrung für den Durchtritt der Nadel ausgestattet ist. Die Nadel 6 stützt sieh gegen die Pfanne 4 und wird daher bei der Hubbewegung des Ventils von der Pfanne mitgenommen. Senkt sich das Ventil, so bewirkt die Feder 12 bzw. die Feder 15, dass die Nadel und die Pfanne im Eingriff bleiben. Aus dem Ausschwingen des Zeigers beim Spiel des Ventils kann die Hubhöhe bestimmt werden. Ferner kann bei Stillstand der Maschine das Mass der Eröffnung an der Teilung 10 abgelesen und dadurch festgestellt werden, ob die Eröffnungen der einzelnen Ventile in der erforderlichen Beziehung stehen.
Ist die Überprüfung beendet, so wird die Vorrichtung abgeschraubt und durch die vorhandene volle Druckschraube ersetzt.
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Der Zeiger 1 kann gegebenenfalls noch mit einem Nonius ausgestattet sein, um die Genauigkeit der Messung zu erhöhen. Sind sehr genaue Messungen nicht erforderlich, so kann man den Zeiger unmittelbar mit der Nadel verbinden und eine gerade Teilung am Steg 17 des Bogens 8 anbringen.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Messvorrichtung zur Überprüfung der Arbeitsweise der Steuerungsventile von Dampfmaschinen und andern Motoren, insbesondere von Lokomotiven, mit einer federbelasteten, einen Zeiger tragenden Nadel, die in einer in das Ventilgehäuse einsetzbaren Schraube verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastungsfeder der Nadel oberhalb der Schraube angeordnet ist.
2. Steuerungsventil für Dampfmaschinen und andere Motoren, dadurch gekennzeichnet, dass die