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Fahr-und einstellbare Lichtramnlehre für Eisenbahnen.
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Dreharmes für sich auch in der Gegenrichtung drehbar. Für die Prüfung der Beiorderungsmögliehkeit von Gegenständen, die das Lademass und infolge ihrer Längenausdehnung auch das Lichtraumgrenzmass
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dienen leicht anbringbare, allseitig verstellbare Zusatzausleger.
Alle angeführten Vorteile, insbesondere der der raschen Breitenmasseinstellbarkeit, können jedoch nur dann tatsächlich ausgenützt werden, wenn mit Rücksicht auf die während einer Fahrt oft rasch wechselnden Richtungsverhältnisse die ihnen entsprechenden vielen Breitenmasse von der dafür bestehenden umfangreichen Tafel rasch abgelesen werden können. Hiezu dient eine besondere Ablesevorrichtung.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand samt den wichtigsten Einzelheiten in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Ansicht einer vollständigen, auf einem Bahnwagen angebrachten Lichtraumlehre, von der Bedienungsseite aus gesehen, links der Achse in der weitesten, rechts in der engsten Stellung (mit eingezogenen Grenzkörpern), Fig. 2 die Seitenansicht der Lichtraum- lehre (engste Stellung), Fig. 3 die Draufsicht, Fig. 4 die Vorderansicht der Spurhalbiervorrichtung, Fig. 5 einen Zusatzausleger, Fig. 6 die Draufsicht eines mit einem schrägen Grenzkörper verbundenen Dreharmes, Fig. 7 den Längenschnitt eines Massstabes, Fig. 8 die Ansicht eines solchen, Fig. 9 die Ansieht einer Ablesevorrichtung, Fig. 10 einen Querschnitt hiezu und Fig.
11 den Vorgang beim Durchfahren einer Hindernisstelle, schematisch dargestellt.
Die eigentliche Messlehre besteht aus einem Fachwerkrahmen 1 (Fig. 1), der als Träger aller Einzelteile dient. An den äusseren Enden der waagrechten Glieder des Fachwerkrahmens sind Lager-
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sind. An ihren Enden sind die Dreharme 5 mit den Grenzkörpern 6, 7, 8, 9 verbunden. Am zweckmässigsten werden Rohre hiefür verwendet. Der oberste Grenzkörper. M (Fig. l, 2) ist mit den oberen schrägen Grenzkörpern 6 gelenkig verbunden, um bei vorkommenden Höhenhindernissen nach rückwärts (in der Fahrtrichtung) aussehwingen zu können. Die untersten, durch die Breitenmasse bs und b6 bedingten Lichtraumgrenzlinien werden durch das Gehänge 11 (Fig. 1) verkörpert.
Das waagrechte Verbindungstück 12 stellt ebenfalls einen Grenzkörper dar, der erforderlichenfalls (Verladerampen) auf dem Grenz-
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dienen zur Formgebung der anzustrebenden Lichtraumumgrenzung. In ihrer Gesamtheit bilden die Grenzkörper bis auf die Unterbrechung durch den Bahnwagen einen geschlossenen Linienzug, dessen einzelne Teillinien bzw. Grenzkörper, wie erwähnt, auch bei jeder Profilsänderung immer gleichgerichtet bleiben müssen. Die Zusatzausleger bestehen je aus einer auf den Grenzkörpern verschiebbaren Klemmhülse 18 (Fig. 5), deren Klemmbacken den Zapfen der Stabhülse 19 so umfassen, dass durch Anziehen der Klemmsehraube 20, Grenzkörper und der in der Stabhülse verschiebbare Stab 21 in feste Verbindung gebracht werden.
Der Stab trägt am Ende einen hohlen Querarm 22, der zur Aufnahme eines Grenzkörpers bestimmt ist. Im Bedarfsfall kann somit der Stab in jede gewünschte Lage zum Grenzkörper gebracht werden, worauf er auf diesem geklemmt wird, so dass beim Auftreffen auf ein Hindernis der ergänzte Grenzkörper als ein starrer Körper verschwenkt und hiedurch das Unterschreitungsmass wie bei Fahrten ohne Zusatzausleger angezeigt wird.
Die Dreharme 5 (Fig. 6) bestehen aus zwei um den Bolzen 23 drehbare Teilen 5a und 5b, die durch je eine Feder 24 und einen Anschlagbügel 25 in eine Gerade gestreckt werden, so dass bei regelmässiger Arbeitsfahrtrichtung die beiden Dreharmteile 5a und 5b als ein starrer, nur um den Bolzen 3 drehbarer Hebel wirken, dagegen beim Auftreffen auf ein Hindernis in umgekehrter Fahrtrichtung der Endarmteil 5b und mit ihm der Grenzkörper, als welcher beispielsweise ein schräger 6 oder 7 (Fig. 1),-daher mit Kreuzgelenkverbindung-, dargestellt wurde, nachgeben kann.
Der Dreharmteil Ja kann über die gezeichnete, dem weitesten Profil entsprechende Endlage hinaus nicht gedreht werden, da er durch den in der Kurbelsehleife 27 des Kulissenschieber 28 gleitenden Kurbelzapfen 29 in seiner Drehbewegung begrenzt wird. Dieser Kulissenschieber 28, der durch die waagrechten Glieder des Fachwerkrahmens geradgeführt wird-auch der Schlitz 30 dient zur Führung durch das Knotenblech des Fachwerkrahmens-, wird somit bei einer beispielsweise nach innen gerichteten Schwenkung des Dreharmes 5 um einen Teil n (Fig. 11) des Tauchmasses in geradlinig nach innen geschoben,
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Abstand N haben wird.
Die Verschiebungen des Kulissenschiebers 28 werden sodann durch ein an dessen Ende befestigtes und über Rollen geführtes Seil 31 (Fig. 1 und 11) auf einen am Massstab 32 (Fig. 7 und 8) spielenden Zeiger 33 übertragen, wobei das einfache Seil 31 durch die Feder Öl, die jedoch schwächer als die gegenwirkende Feder 4 (Fig. 3 und 11) sein muss, ständig gespannt wird. Selbstverständlich kann auch ein endloses, am Kulissenschieber 28 und Zeiger 33 befestigtes Seil zur Übertragung ver- wendet werden. Es wird sich überdies empfehlen, die Seilzüge mit Spannschlössern zu versehen, um die zugehörigen Zeiger immer richtig einstellen zu können.
Der unter der Einwirkung der starken Feder 4 (Fig. 3 und 11) am Seil ausgeübte Zug wird begrenzt durch einen Grenzschieber 35 (Fig. 7,8 und 11), der entweder für sich allein oder gleichzeitig mit allen anderen Grenzschiebern mittels einer federnd in eine Zahnstange 36 des Massstabes 32 eingreifendenund auslösbaren Sperrklinke 37 auf jedes Breitenmass
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Knopf 39 und der am anliegenden Zeiger 33 befestigten Feder 40 in dem Augenblick zum Ertönen gebracht wird, wenn sich der Zeiger 33 vom Grenzsehieber 35 entfernt und bei der Rückbewegung wieder an ihn anschlägt.
Auf der andern Seite des Zeigers 33 liegt der Schleppzeiger 41 an, der bei jeder Bewegung des Zeigers bis zu seinem äussersten Ausschlag mitgenommen wird, in dieser Endstellung verbleibt und nach erfolgter Ablesung rückgestellt wird.
Der ganze Vorgang beim Durchfahren einer Lichtraumhindernisstelle ist schematisch in Fig. 11 dargestellt, wobei die mit Randschraffen versehene Linie 44 einen waagrechten Schnitt des Hindernisses, etwa eines Felskopfes, und der Pfeil die Fahrtrichtung andeutet. Das unterste Bild zeigt die Messlehre
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gerade an den Lichtraum grenzende Hindernis. Das mittlere Bild zeigt die Messlehre und die Schieberund Zeigerstellungen im Augenblicke, als sie die weiteste Ausladung des Hindernisses befährt, und im oberen Bild hat die Messlehre entsprechend dem Verlassen des Hindernisses wieder ihre ursprüngliche Einstellung angenommen. Nur der Schleppzeiger 41 zeigt noch die Begegnung mit einem Hindernis und dessen Tauehmass an.
Die Massstäbe sind zur Erhöhung der Übersichtlichkeit links und rechts von der später beschriebenen Ablesevorrichtung auf einer mit dem Fachwerkrahmen 1 (Fig. 1) fest verbundenen Platte 42 entsprechend der wirklichen Lage der Breitenmasse der Lichtraumumgrenzung angebracht, ein dem oberen waagreehten Grenzkörper 10 entsprechender Massstab 43 für die Anzeige der
Höhenuntersehreitungen befindet sich sinngemäss oberhalb der Vorrichtung.
Die Ablesevorrichtung selbst (Fig. 9 und 10) besteht aus der Zahlentafel 45, auf der die Werte der verschiedenen Breitenmasse am zweckmässigsten nach folgenden Gesichtspunkten angeordnet sind : alle Werte, die zu je einem der sechs verschiedenen Breitenmasse bu-bye gehören, sind in sechs-gemäss ihrer Lage im Lichtraumprofi]-untereinander stehenden Gruppen zusammengefasst. Jede dieser sechs
Gruppen ist weiters nach zwei Richtungen untereinander und nebeneinander gegliedert. In der einen
Richtung (untereinander) wechseln jene näher (n Arten der sechs Breitenmasse, die bei einer bestimmten Messfahrt in der Regel gleichbleibend sind, wif es z.
B. der Fall ist, wenn sich die Prüfung auf regelmässig erhaltene Gleise, bestehende Bauten und unbesehränktem Wagenübergang erstreckt. Die Einstellung auf solche Arten der Breitenmasse wird somit während einer längeren Fahrt in der Regel nur einmalig erfolgen, zum Unterschied von der andern Gliederungsrichtung (nebeneinander), d. i. jene Richtung, in der die Breitenmasse bezüglich ihrer Zugehörigkeit zu den Bogenhalbmessern aufeinander folgen.
Da hiebei ausserdem nach Innenseite und Aussenseite des Bogens unterschieden werden muss, ist eine Nebeneinandergruppierung auch in dieser Hinsicht, u. zw. am zweckmässigsten derart vorzunehmen, dass die
Gesamtgruppe für die Bogeninnenseite in der Mitte und die Bogenaussengruppe doppelt, an beiden Aussenseiten angeordnet werden, da ja auch in der Natur die Lage der Bogenseiten ständig wechselt. Die Absonderung der jeweils gültigen Masszahlen von allen übrigen geschieht nun in einfacher Weise dadurch, dass eine mit sechs gleichweit abstehenden Schlitzen versehene Platte 46 (Fig. 9 und 10) auf der Tafel 45 in der SCÌ1litzquerrichtung in Nuten der Rahmenleiste 47 so verschoben wird, dass nur die in Betracht kommende Art der sechs Breitenmasse sichtbar wird.
Die Platte 46 wird hiebei in den verschiedenen Raststellungen durch Federn 48 festgehalten. Über der Platte 46 befindet sich eine zweite, in Nuten der Schubleiste 49 und der Rahmenleiste 50 mit Schnüren 51 verschiebbare Platte 52, deren zwei, für den gleichen Bogrnhalbmesser die Innen-und Aussenseitenbreitenmasse freilegende Schlitze quer zu denen der Platte 46 liegen. Auf diese Weise'werden bei einer bestimmten Messfahrt durch blosse Einstellung des Bogenhalbmessers von Hand aus in den durch die Schlitzkreuzungen entstehenden Ausschnitten nur die jeweils gültigen Masszahlen sichtbar gemacht.
Am lotrechten Ständer des Rahmenfachwerkes 1 (Fig. 1) sind weiters Steigeisen 53 befestigt, um an den oberen, ziemlich hohen Teilen der Lichtraumlehre notwendige Arbeiten, wie etwa Schmieren der beweglichen Teile, vornehmen zu können.
Die eigentliche Messlehre ruht mit den im untersten, waagrechten Glied des Fachwerkrahmens 1' (Fig. 1) drehbar gelagerten Rillenscheiben 54 auf Schienenstücken 55 des Drehrahmens 56 (Fig. 3) auf, um dem geringen seitlichen Spiel der Spurhalbiervorrichtung folgen zu können. Zur Erzielung einer mög- licht grossen Standfestigkeit der Messlehre dienen die mit Spannschlössern 57 (Fig. 1, 2 und 3) versehenen, vorn kreuzweise verspannten Spannseile 58, die unten in Ösen der Kreuzarme 59 des Drehrahmens 56 eingehängt werden. Zur Sicherung gegen Umkippen und unbeabsichtigter Verdrehung der Messlehre werden weiters die sich in Bügel 60 des AuSagerrahmens einschiebenden Enden der Kreuzarme 5. 9 mit Stellbolzen 61 verriegelt.
Der Auflagerrahmen besteht aus zwei, am Fahrzeug zu befestigenden Winkeln 62 (Fig. 2 und 3), deren Enden zu den erwähnten Bügeln 60 umgebogen sind und die miteinander durch Bänder 63, auf welchen der Ring 64 des Drehrahmens schleift, verbunden sind. Die Bänder 63 selbst sind in der Mitte fest verbunden durch die den Drehzapfen 65 tragende Unterlagsplatte 66. Ein zur Handhabung der Messlehre dienender Sitz 67 (Fig. 2) wird am zweckmässigsten auf den Spannseilen 58 und dem Fachwerkrahmen 1 aufgehängt, da eine Anbringung auf der Fahrzeugplattform beim Verdrehen der Messlehre hinderlich wäre.
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Die Spurhalbiervorriehtung ist einerseits mittels der Arme 68 (Fig. 2 und 4) mit den Winkeln 62 des Auflagerrahmens und dadurch mit dem Fahrzeug, anderseits durch die Kuppelstück 69 (Fig. 1) mit der Messlehre verbunden. Die Spurhalbiervorrichtung besteht aus zwei gemeinsam geradgeführten, symmetrisch gekuppelten Gelenkgeradführungen, deren Angriffsbolzen 70 (Fig. 4) durch Federn 71 zur waag- rechten Querschiene 72 niedergezogen werden. Hiedurch werden die in der Querschiene 72 mit Unterstützung der Bügel 73 geradgeführten, kreuzkopfähnlichen Rollensehieber 74, die mit den Enden der Hauptlenker 75 gelenkig verbunden sind, so weit nach aussen geschoben, bis die Laufrollen 76 an den Innenflächen des Schienellkopfes der Fahrschiene 77 anliegen.
Da nun das lotrechte Achsenschienen- stück 78 S und der Kreuzkopf 79 für beide Gelenkgradführungen gemeinsam sind, wird eine symmetrische Bewegung beider Rollensehieber 74 erzwungen und das Achsenschienenstück 78, überhaupt die ganze Spurhalbiervorrichtung, sowie die durch die Kuppelstücke 69 (Fig. 1) mit ihr starr verbundene Messlehre werden sieh somit ständig in die spurhalbierende Lotaehse einstell n. Um den Bewegungsvorgang deutlicher zu machen, sind in Fig. 4 zwei verschiedene Stellungen einer Spurhalbiervorrichtung dargestellt. Die zweite, fehlende Hälfte ist als Spiegelbild zu denken. Die vol ausgezogenen Linien entsprechen einer (übertrieben) erweiterten Spur, die punktierten Linien der Regelspur.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fahr-und einstellbare Lichtraumlehre für Eisenbahnen, dadurch gekennzeichnet, dass die an einem Rahmen (1) gleichgerichtet schwenkbar angelenkten Grenzkörper (6, 7, 8 und 9) beim Auftreffen auf ein Hindernis (44) diesem nachgeben (ausweichen) und nach Verlassen des Hindernisses durch Feder- wirkung (4) in die mittels einstellbarer Grenzschieber (35) begrenzte Lichtraumeinstellung zurückschwingen, wobei gleichzeitig die dem Lichtraumhindernis entsprechende Breitenmassverkürzung (m) an einem Massstab (32) in wahrer oder verhältnismässiger Grösse (n) angezeigt und allenfalls auch aufgezeichnet wird.