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Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Rauchsignalen und Rauchreklamen, z. B. vermittels Luftfahrzeugen.
Es sind bereits Verfahren zur Erzeugung von Rauchsignalen und Rauchreklamen, z. B. vermittels Luftfahrzeuge, bekannt, bei welchen das rauchbildende Material der Einwirkung eines die Verdampfung bewirkenden Mediums, z. B. Motorabgasen, mit oder ohne zusätzlichen Luftstrom unterworfen wird.
Bei diesem Verfahren erfolgt das Mischen des rauehbildenden Materials z. B. mit den Motorabgase unmittelbar vor oder beim Austritt in die Aussenluft bzw. in der Luft selbst, so dass eine durchgreifende Wechselwirkung zwischen den beiden sich rasch ausbreitenden Agenzien nicht erfolgen kann. Da die
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es auch zwecklos, diese Mengen vorher zu regeln. Es geht auf diese Weise viel Material verloren, auch kann man die Signale nicht derart steuern, dass die beste Wirkung in bezug auf die Deutlichkeit und Umfang sowie die Unabhängigkeit vom Wetter erreicht werde.
Demgegenüber ist erfindungsgemäss eine besondere Misch-und Sammelkammer vorgesehen, in welcher das innige Vermischen der Agenzien und Vegleichmässigen des Gemisches ermöglicht wild und welche zu diesem Zweck genügend grosse Ausmasse besitzt, daher vorzugsweise langgestreckt ist. Da ferner der Raum in dieser Kammer abgeschlossen ist, so lassen sich auch die zugeführten Mengen des Materials und der die Verdampfung bewirkenden bzw. beeinflussenden Medien regeln, u. zw. zwecks Erreichung der Höchstleistung unabhängig voneinander.
Dieses Verfahren, an einer von der Materialaufbewahrung vollkommen getrennten und abschliessbaren Stelle den Rauch zu entwickeln und in grösseren Mengen zusammenzufassen, ermöglicht je nach dem herrschenden Wetter (feucht oder trocken) die günstigste Rauchentwicklung herbeizuführen. Bei feuchtem Wetter genügt es, der Rauchentwirklungskammer ausser dem Material die feuchte Luft zuzuführen, während bei trockenem Wetter eine für diesen Zweck erzeugte Feuchtigkeit, wie z. B. Dampf od. dgl., in die Kammer ausser dem Material eingeführt wird. Die Hervorrufung der Rauchentwicklung an einer besonderen, den Rauch sammelnden Stelle hat also zur Folge, dass die Anordnung im Sommer oder im Winter in gleicher Weise wirkungsvoll ist.
Das Verfahren ermöglicht auch, den Betrag dei Feuchtigkeit oder den Betrag der Hitze, ebenso den Betrag der wirbeligen Bewegung regulierbar zu gestalten. Ferner gestattet die Erfindung, wie schon eingangs erwähnt wurde, Material zu sparen, indem ein Teil des Materials in die Rauehsammelstele (Kammer) eingeführt und dort unter der Einwirkung von Bewegung, Hitze und Feuchtigkeit vollkommen in Rauch verwandelt wird. Weiterhin ist es möglich, den an dieser Rauchsammelste1le vorhandenen Rauch ganz plötzlich auszustossen, wodurch eine gewünschte scharfe Begrenzung der Rauchsignale erreicht werden kann.
Das Verfahren eignet sich nicht nur, um Rauchsignale von einem Flugzeug aus zu geben, sondern auch von irgendeiner Stelle aus in der Luft eine Schrift zu bewirken. Die Einrichtung, welche zur Ausführung des Verfahrens zweckmässig dienen kann, ist in beifolgender Zeichnung schematisch dargestellt : Fig. 1 zeigt das Prinzip des neuen Verfahrens, Fig. 2 zeigt schematisch die Einrichtung, vermittels welcher das Verfahren bei einem Flugzeug angewendet werden kann, Fig. 3 zeigt ein Detail, u. zw. einen Schnitt durch die Anordnung, welche das Material in Wirbelbewegung bringt.
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Mit 1 (Fig 1) ist die Rauchentwicklungskammer bezeichnet. Dieser Rauchentwicklungskaluler kann Material durch die Düse 2 zugeffthrt werden. 3 stellt irgendeine Einrichtung dar, welche eine wirbelnde Bewegung oder Hitze oder Feuchtigkeit oder zwei oder drei dieser Mittel zusammengenommen der Kammer zuführt, z. B. kann 3 eine Röhre darstellen, die nach dem Motor einer Flugmasehine führt.
Um die wirbelnde Bewegung zu erzeugen, ist, wie schematisch zum Ausdruck gebracht wird, diese Röhre an ihrem Ende 4 entsprechend geformt. 5 ist eine Einrichtung, um Luftfeuchtigkeit der Kammer 1 zuzuführen. Alle diese Zuführungsmittel 2, 3,4, 5 und ebenso der Auslass der Röhre 6 sind ganz oder teilweise abschliessbar. Zu diesem Zweck sind Ventile 7, 8, 9, 10 vorgesehen, welche von einer Zentralstelle aus gesteuert werden können.
In Fig. 2 ist ein Flugzeug mit der Einrichtung nach der Erfindung dargestellt. Wenn wir annehmen, dass das oben. beschriebene Verfahren bei einem Flugzeug zur Anwendung gelangen soll, so ergibt sich folgende Wirkungsweise : Es sei trockenes Wetter angenommen und es soll kalter Rauch erzeugt werden.
Vom Führersitz des Flugzeuges aus wird eine bestimmte Menge Material aus Behälter 20 durch den Kanal 22 und die Düse 11 der Kammer 1 zugeleitet. Um dieses Material in seiner Menge zu regulieren, dient das Ventil 8. Durch irgendein Mittel, z. B. mittels einer Pumpe od. dgl., wird dieses Material in die Kammer 1 eingespritzt. Das Ventil 8 wird vom Führersitz aus durch den Handgriff 21 gesteuert.
In die Kammer 1 greift ein Rohr 14 ein, welches mit dem nicht dargestellten Motor in Verbindung steht. Dieses Rohr ist an seinem Ende 4 in der in Fig. 3 angedeuteten Weise ausgebildet, zum Zwecke, eine Schraubenbewegung der eingeführten Hitze oder der eingeführten Feuchtigkeit oder des eingeführten Materials hervorzurufen. Das Rohr 14 soll z. B. die Abgase des Motors führen und hat zu diesem Zwecke ein Ventil 13, welches ermöglicht, diese Abgase auch direkt in die Luft abzuleiten. Es kann also durch das Rohr 14 Hitze, Feuchtigkeit bzw. Bewegung in die Kammer 1 eingeführt werden. Ferner besitzt die Kammer 1 einen Lufteinlass 5, der zweckmässig ebenfalls mit einer nicht dargestellten Einrichtung versehen ist, um die eingeführte Luft in einem Wirbel zuzuführen.
Am Führersitz sind neben dem bereits erwähnten Handgriff 21 noch weitere Handgriffe vorgesehen, um verschiedene Ventile der Kammer bzw. des Zuführungsrohres 14 zu steuern. Der Handgriff 15 dient dazu, das Ventil 7 zu beeinflussen,
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entwicklung zu gewährleisten, liegt ein wesentlicher Vorteil der Konstruktion.
Es soll feuchtes Wetter angenommen und kalter Rauch erzeugt werden. In diesem Falle wird das Ventil 8 vermittels des Handgriffes 2j ! geöffnet und eine bestimmte Menge Material durch die Diise 11 in die Kammer 1 eingeführt. Das Ventil 9 wird vermittels des Handgriffes. ? y geöffnet, um feuchte Luft in beliebiger Bewegung in die Kammer 1 einzulassen. Hiebei ist das Ventil 7 vermittels des Handgriffes- geschlossen worden. Das Material wird in einer langen Schraubenlinie innigst mit der Feuehtigkeit dei Luft vermischt und wird nach Öffnung des Ventiles. ? vermittels des Handgriffes 19 durch : den Auslass 6 ausgestossen.
Die Ansammlung des kalten Rauches in der Kammer 1 gewährleistet, dass der entstehende Schwaden gleichmässig und ununterbrochen ist. Die Gestaltung der Kammer und die lange Schraubenbewegung bewirkt eine vollständige Umwandlung des Materials in kalten Rauch.
Bei trockenem Wetter wird das Ventil 9 vermittels des Handgriffes j ! 7 geschlossen und es wird zwecks Erzeugung kalten Rauches Feuchtigkeit und wirbelige Bewegung durch das Ventil 7 vermittels des Handgriffes 15 vom Motor aus zugeführt. Soll warmer Rauch erzeugt werden, so dient die Röhre 14 dazu, Hitze, z. B. die Hitze der Abgase, der Kammer 1 zuzuführen.
Zur Erzeugung kalten Rauches wird als Material, das sich zur Zeistäubung in der erwähnten Rauchentwicklungskammer im besonderen Masse eignet, wasserfreies Zinnchlorid bzw. Titanium-Tetrachlorid verwendet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung von Rauchsignalen und Rauchreklamen, z. B. vermittels Luftfahrzeugen, bei welchen das rauchbildende Material der Einwirkung eines die Verdampfung bewirkenden Mediums, z. B. Motorabgase, mit oder ohne zusätzlichen Luftstrom unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die in eine besondere Misch-und Sammelkammer zugeführte Menge aller Medien unabhängig voneinander regelbar ist.