AT158355B - Dieselmotor mit im Zylinderkopf angeordneter, kugeliger Verbrennungskammer. - Google Patents

Dieselmotor mit im Zylinderkopf angeordneter, kugeliger Verbrennungskammer.

Info

Publication number
AT158355B
AT158355B AT158355DA AT158355B AT 158355 B AT158355 B AT 158355B AT 158355D A AT158355D A AT 158355DA AT 158355 B AT158355 B AT 158355B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
combustion chamber
chamber
fuel
diesel engine
cylinder head
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Maschf Augsburg Nuernberg Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Maschf Augsburg Nuernberg Ag filed Critical Maschf Augsburg Nuernberg Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT158355B publication Critical patent/AT158355B/de

Links

Landscapes

  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Dieselmotor mit im Zylinderkopf angeordneter, kugeliger Verbrennungskammer. 



   Es ist bekannt, bei Dieselmotoren den Brennstoff in eine vom Zylinderraum abgetrennte Kammer einzuspritzen, in welcher die Hauptverbrennung stattfindet. Das Ausströmen der Verbrennungsgase nach dem Zylinderraum zu kann durch eine verhältnismässig enge Öffnung erfolgen, wobei dann eine
Wirkung herbeigeführt wird, die derjenigen der sogenannten Vorkammermaschinen ähnelt, oder aber es kann die Öffnung verhältnismässig gross sein. Mehrfach ist dabei auch vorgeschlagen worden, den
Brennstoff in Richtung nach dem Kolbenboden zu, also in der Kammerachse, einzuspritzen und der
Verbrennungskammer im wesentlichen kugelige Form zu geben, die nur nach dem Orte der Düse zu eine unwesentliche kegelige Ausbuchtung besitzt. 



   Es hat sich herausgestellt, dass diese eben beschriebenen Motoren besonders günstige Eigen- schaften in bezug auf Brennstoffausnutzung, ruhigen Gang, Unempfindlichkeit gegen nicht ganz hochwertige Brennstoffe usw. besitzen und dass sich durch Berücksichtigung bestimmter Grundsätze diese Vorzüge noch wesentlich verbessern lassen. Es wurde unter anderm festgestellt, dass es be- sonders günstig ist, den gesamten Verdichtungsraum-abgesehen von dem unvermeidlichen Kolbenspalt-in die Verbrennungskammer zu verlegen, dieser also die ganze Verbrennungsluft zuzuführen. Es bedeutet dies, dass der Verdichtungsraum neben dem Verbrennungsraum nicht noch andere luftgefüllte Räume aufweisen soll, deren Inhalt an der Verbrennung nicht oder nur gänzlich unvollkommen teilnimmt.

   Weiterhin wurde beobachtet, dass die Grösse der Öffnung zwischen der Verbrennungskammer und dem Zylinderraum eine grosse Rolle spielt und dass es wichtig ist, dem Übertritt der Luft in die Verbrennungskammer während der Verdichtung möglichst wenig Widerstand, der zu Wirbelbildung Veranlassung geben könnte, entgegenzusetzen und zu diesem Zwecke der Öffnung eine bestimmte Mindestgrösse zu geben. Auch spielt die Richtung des in die Kammer eingeblasenen Brennstoffstrahles eine grosse Rolle.

   Wird der Brennstoff quer in die Kammer eingeführt, so wird der aus den zerstäubten Teilchen bestehende kegelige Brennstoffschleier durch den gegen Ende des Verdichtungshubes in die Kammer eintretenden Luftstrom zusammengedrückt und unter   Umständen   gegen die Kammerwand geführt, so dass an der einen Seite der Kammer ein mit Brennstoff zu reich versehenes   Luftgemiseh   und an der andern Seite ein zu armes Gemisch oder auch reine Luft sich befindet. Es muss deshalb darauf geachtet werden, dass der Brennstoff in Richtung der   Kammeraehse   nach der Kammeröffnung zu gespritzt wird. Der eintretende Luftstrom trifft dann den Brennstoffkegel von vorne her, breitet ihn weiter aus und verteilt die   Brennstoffteilehen gleichmässig   über den ganzen Kammerraum.

   Der Strahlwinkel der Düse muss zu diesem Zwecke derartig sein, dass zwischen der Verbrennungsraumwand und dem   Brennstoffkegel zunächst   ein gewisser Luftraum belassen wird. 



   Die Erfindung beruht darauf, dass die eben geschilderten baulichen Massnahmen, die zwar im einzelnen schon bekannt sind, deren Grundsätze aber grösstenteils noch nicht erkannt waren, vereinigt werden und dass durch bestimmte Massnahmen ihre vorteilhafte Wirkung noch gesteigert wird. Es wird die Bedingung, dass die Verbrennungskammer den gesamten Verdichtungsraum bildet, dadurch restlos erzielt, dass ein Ansatz des Kolbens in der Totpunktlage den kegeligen Übergang vom Zylinderinneren nach der Öffnung des Verbrennungsraumes zu ausfüllt. Ferner wird, um die erforderlichen   Ein-und Auslassventile   in genügender Grösse unterbringen zu   können,   der Verbrennungsraum seitlich gelegt, wobei aber auf eine störungsfreie Überleitung der Luft aus dem Zylinderraum in die Verbrennungskammer besonderer Wert gelegt wird.

   Die Grösse der Öffnung zwischen dem Zylinderraum und der Kammer wird so bemessen, dass, wie schon oben angedeutet, eine Drosselwirkung beim Eintritt 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 der Luft praktisch nicht auftritt, so dass der heisse, verdichtete Luftkern möglichst erhalten bleibt. 



  Die Kammer selbst wird zweckmässig so bemessen, dass ihr Durchmesser etwas grösser ist als ihre in der Aehsenrichtung gemessene Länge. 



   Die Vereinigung der eben beschriebenen   Merkmale   ergibt einen Motor von ausserordentlich günstigen Verhältnissen. Die Verbrennung ist einwandfrei bei ruhigem Gang der Maschine, die Brennstoffausnutzung demgemäss vorzüglich. Die Verwendung einer Düse mit Strahlzerstäubung erlaubt, auch nicht ganz hochwertige Brennstoffe einwandfrei auszunutzen, und die bauliche Gesamtanordnung bringt neben guter   Zugänglichkeit   der Düse die Möglichkeit der Erfüllung aller Forderungen mit sich, die insbesondere an schnellaufende Fahrzeug-Dieselmotoren gestellt werden müssen. 



   An Hand der Zeichnung soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert werden.
Im Zylinderkopf a, der auf den Zylinder b in bekannter Weise aufgesetzt ist und der. in üblicher Anordnung das   Ein-und Auslassventil G, g   (nur eines von diesen ist zu sehen) enthält, ist die ungefähr kugelige Verbrennungskammer e angeordnet. Ihre Achse hat eine geringe Neigung zur Zylinderachse, so dass die von oben her eingesetzte   BrennstoffdÜse t von   der Oberseite des Zylinderkopfes her eingebaut werden kann. Der aus der Düse austretende Brennstoffstrahl ist gegen die Öffnung g und nach dem Kolbenboden zu gerichtet. 



   Der Durchmesser der Öffnung g ist etwa halb so gross wie der   Kammerdurchmesser. Um   der eintretenden Luft   möglichst   wenig Widerstand zu leisten, ist der Übergang h nach dem   Zylinderinlleren   zu   trichterförmig   gestaltet. Auf dem in der oberen Totpunktlage dargestellten Kolben t befindet sich ein Ansatz k, der den eben beschriebenen trichterartigen Raum   h   möglichst vollständig ausfüllt. 



   Der Strahlwinkel der Düse ist so bemessen, dass zwischen dem Brennstoffkegel und der Wand des Verbrennungsraumes e allseitig ein Luftraum m verbleibt. Die vom Zylinderraum während der Verdichtung durch die Öffnung g einströmende Luft trifft den Brennstoffkegel von vorne und sucht ihn infolgedessen, wie bereits eingangs gesagt, auszubreiten, so dass der Brennstoff ueh in den Luftraum ? eindringt und somit gleichmässig über den gesamten Verbrennungsraum-Querschnitt verteilt wird. Im Gegensatz zu älteren Anordnungen wird hier also erreicht, dass der gesamte Luftinhalt des Verdichtungsraumes mit Brennstoffteilehen durchsetzt wird und damit restlos an der Verbrennung teilnimmt. 



   Oben auf dem Zylinderkopf a ist zur Abdeckung der Ventilhebel n und der übrigen Antriebsteile die bekannte Haube o aufgesetzt, die die   Düse t nicht   mit   überdeckt   und deren   Zugänglichkeit   somit nicht beeinträchtigt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dieselmotor mit im Zylinderkopf angeordneter, kugeliger Verbrennungskammer, in die der Brennstoff in Richtung nach dem Kolbenboden zu eingespritzt wird und die mit dem Zylinderraum durch eine in der   Kammeraehse   liegende Öffnung in Verbindung steht, gekennzeichnet durch die Kombination der an sich bekannten Merkmale, dass die Verbrennungskammer (e), abgesehen von dem unvermeidlichen Kolbenspalt, die ganze Verbrennungsluft aufnimmt, dass sie seitlich am Zylinder liegt, dass ihre etwa die Hälfte des   Kammerdurchmessers   ausmachende Öffnung (g) nach dem Zylinderraum zu einen trichterförmigen Übergang   (it)   besitzt, der in der Totpunktlage des Kolbens durch einen Ansatz desselben      ausgefüllt wird, und dass ferner eine der Öffnung (g)

   gegenüberliegende Düse   (f)   mit breiter Zerstäubung verwendet wird, deren Strahlwinkel   (I)   zwischen der Verbrennungsraumwand und dem Brennstoffkegel einen Luftraum (m) belässt.

Claims (1)

  1. 2. Dieselmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammerachse einen kleinen Winkel zur Zylinderaehse bildet und die Brennstoffdüse (f) von der Oberseite des Zylinderdeckels (a) in die Kammer eingesetzt wird und dabei ausserhalb der die Ventilhebel (n) usw. überdeckenden Haube (o) liegt.
    3. Dieselmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungskammer einen EMI2.1
AT158355D 1937-05-03 1938-04-21 Dieselmotor mit im Zylinderkopf angeordneter, kugeliger Verbrennungskammer. AT158355B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE158355X 1937-05-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT158355B true AT158355B (de) 1940-04-10

Family

ID=5679520

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT158355D AT158355B (de) 1937-05-03 1938-04-21 Dieselmotor mit im Zylinderkopf angeordneter, kugeliger Verbrennungskammer.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT158355B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE889529C (de) * 1942-03-01 1953-09-10 Daimler Benz Ag Einspritzbrennkraftmaschine mit Einspritzung des Brennstoffes in einen vom Hubraum des Zylinders abgesetzten, moeglichst ganz die Verbrennungsluft aufnehmenden Brennraum
DE943438C (de) * 1944-02-15 1956-05-17 Daimler Benz Ag Mit Luftverdichtung und Selbstzuendung arbeitende Brennkraftmaschine
DE970788C (de) * 1953-04-21 1958-10-30 Willy Lehmann Luftverdichtende, mit Selbstzuendung arbeitende Einspritzbrennkraftmaschine

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE889529C (de) * 1942-03-01 1953-09-10 Daimler Benz Ag Einspritzbrennkraftmaschine mit Einspritzung des Brennstoffes in einen vom Hubraum des Zylinders abgesetzten, moeglichst ganz die Verbrennungsluft aufnehmenden Brennraum
DE943438C (de) * 1944-02-15 1956-05-17 Daimler Benz Ag Mit Luftverdichtung und Selbstzuendung arbeitende Brennkraftmaschine
DE970788C (de) * 1953-04-21 1958-10-30 Willy Lehmann Luftverdichtende, mit Selbstzuendung arbeitende Einspritzbrennkraftmaschine

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT4966U1 (de) Viertakt-brennkraftmaschine mit zumindest zwei einlassventilen
AT158355B (de) Dieselmotor mit im Zylinderkopf angeordneter, kugeliger Verbrennungskammer.
DE1019861B (de) Zusatzgeraet fuer Vergasermotore
DE1055873B (de) Luftverdichtende, selbstzuendende Brennkraftmaschine
DE472018C (de) Brennstoffeinspritzvorrichtung fuer Dieselmaschinen mit Gemischeinspritzpumpe
DE909058C (de) Verfahren zum Betrieb von Brennkraftmaschinen
DE408383C (de) Ansaugventilvergaser
DE623207C (de) Luftverdichtende Einspritzbrennkraftmaschine mit Selbstzuendung und einer im Kolbenboden angeordneten offenen Brennkammer
AT146399B (de) Einspritzbrennkraftmaschine.
AT110462B (de) Zweitaktbrennkraftmaschine.
DE869885C (de) Einspritzbrennkraftmaschine mit Einspritzung des Brennstoffes in einen vom Hauptbrennraum abgesetzten Einspritzraum
DE328962C (de) Schwimmerloser Vergaser
AT139735B (de) Vorkammer-Brennkraftmaschine.
DE391105C (de) Zerstaeuberduese fuer Verbrennungsmotoren
DE436949C (de) Vorkammerdieselmaschine
CH296441A (de) Mit Luftverdichtung und Selbstzündung arbeitende Brennkraftmaschine.
AT155929B (de) Vorkammerdieselmaschine.
DE690219C (de) Einspritzbrennkraftmaschine
DE639387C (de) Einspritzbrennkraftmaschine
DE908680C (de) Spritzvergaser fuer gemischverdichtende Brennkraftmaschinen
DE618240C (de) Luftverdichtende Einspritzbrennkraftmaschine mit Selbstzuendung
DE930298C (de) Mit Luftverdichtung und Selbstzuendung arbeitende sowie mit vier im Zylinderkopf haengend angeordneten Ventilen ausgeruestete Brennkraftmaschine
AT86653B (de) Vergaser für Verbrennungskraftmaschinen.
AT208135B (de) Einlaßkanal im Zylinderkopf von Brennkraftmaschinen
DE641276C (de) Spritzvergaser