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Vorrichtung zum Trocknen von auf Kleidungsstücken o. dgl. verbleibenden
feuchten Reinigungsstellen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trocknen
der mit einem Fleckenentfernungsmittel. beispielsweise Benzin, behandelten feuchten
Stellen auf Kleidungsstücken o. dgl., die es ermöglicht, die Trocknung so zu erreichen,
daß keine @iederschlagsringe entstehen und Ausbeulungen der= behandelten Stellen
vermieden werden. Zu diesem Zweck besteht die Vorrichtung im Gegensatz zu den bekannten,
mit Trockeneinrichtungen versehenen Bügelmaschinen aus einer druckdichten Luftkammer
mit eingebauter Heizschlange und Preßluftzuleitung und aus einer oder mehreren,
gegebenenfalls verschieden geformten, unabhängig voneinander bedienbaren Siebdüsen,
die mittels einer aus der Druckkammer herausführenden Leitung mit Preßluft beschickt
werden. In weiterer Ausbildung der Vorrichtung sind, im Luftdurchgangsweg in den
Düsen auswechselbare Luftfilter - etwa Filzscheiben - angeordnet, die Fremdkörper
zurückhalten und eine feine und gleichmäßige Verteilung des durchgehenden Luftstromes
auf den Durchgangsquerschnitt der Düsen bewirken. Zur Vermeidung von Ausbeulungen
und um zu verhindern, -daß die zii behandelnden Stoffstellen unmittelbar auf die
Düsensiebe aufgelegt werden, sind an diesen die Düsenkörper überra:gen.de Gestelle
vorgesehen, über die der Stoff ausgebreitet wird.
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Die neue Vorrichtung bat den Vorteil, daß nur die zu trocknende. Stelle
der Behandlung ausgesetzt wird, ohne daß die übrigen Gewebeteile in Mitleidenschaft
gezogen werden. Der Luftstrom trifft die im Abstand über der Düse ausgebreitete
Stelle in einen i gl@eichmäßigen kräftigen Strahl, so daß die durch das Fleckenentfernungsmittel
gelösten Schmutzteile aus dem durch keine Gegenplatte auf das Auflager gepreßten
Gewebe herausgeblasen werden.
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Eine Ausführungsform der neuen Vorrichtung ist in der Zeichnung- dargestellt,
in denen Fig. i eine Draufsicht, Fig. 2 eine solche nach Entfernung des Deckels
und Fi.g. 3 einen Querschnitt nach Linie b-b der Fig. i, Fig.4 eine Ausführungsform
einer Siebdüse in größerem Maßstab im Schnitt, Fig. 5 ein zweites, etwas geändertes
Ausführungsbeispiel der Einrichtung in Seitenansicht zeigt.
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Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Gußbehälter i, der
durch einen Deckel oder eine Platte 3 druckdicht verschlossen .ist und auf einem
Ständer .4, einem Mauersockel o. dgl. aufruht. Eine in dem Innern des Behälters
untergebrachte Daanpfleitung 6 ist mit dem ,die Zuleitung aufnehmenden Schraubstutzen
5 in der einen Ecke des Bodens :desselben verschraubt und mündet in einen zweiten
Stutzen Via, der in der schräg gegenüberliegenden Ecke -des Bodens angeschlossen
ist. Die Zuführung der Luft erfolgt
mittels der Leitung 7, die
über dem Stutzen 5a in den Deckel 3 einmündet. Die Dampfleitung 6 ist in Gestalt
eines Rohres zickzackförmdg durch den Behälter 3 geführt und verläuft in drei Lagen.
Von dem Zufuhrstutzen ausgehend, bildet das Rohr zuerst eine schlangenförmig gebogene
untere Lage, ist dann über dem Austrittsstutzen 5a nach oben abgebogen, läuft in
einer mittleren Lage bis über die Eintrittsstelle zurück, um dann nochmals nach
oben abgebogen eine dritte Lage zu bilden, deren Ende nach unten zum Austrittsstutzen
abfällt (Fig.2 unid 3). Die Dampfleitung kann jedoch auch als Spirale in einer entsprechend
ausgebildeten Leitung für die zu erhitzende Luft angeordnet sein. In gleichem Abstand
von den Windungen -der Heizschlange 6 sind in dem Behälter i Umlenkwände 8 angebracht,
die sich vom Boden bis zum Deckel 3 erstrecken und so die Luft zwingen.,
an dem Heizrohre vorbei in Schlangenwindungen durch den Behälter zu streichen, bevor
sie das im Deckel 3 angeordnete Auslaßrohr g erreicht. An dieses schließt sich ein
längs des Deckels sich erstreckendes Rohr ga, das mit einem oder mehreren Au.slaßstutzen
io versehen ist. Diese nehmen unter Zwischenschaltung von Absperrhähnen i i Anschlußleitungen
i2 auf, an die entweder unmittelbar oder ,an geeigneten Verbindungsstücken Duschen
oder Siebdüsen 13, durch die die heiße Luft austritt, angeschlossen sind. In dem
,in Fig. i bis 3 .dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei verschieden geformte
Siebdüsen vorgesehen. Es ist jedoch ersichtlich, daß die Vorrichtung in bezug auf
Zahl,-Anordung und Ausbildung der Duschen jeweils leicht dem besonderen Verwentdungszweck
angepaßt werden kann. Ein Steckschlüssel 14. dient zur Bedienung der Absperrhähne
13.
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Nachdem die zu reinigende Stelle des Kleidungsstückes mit einem Fleckenentfernungsmittel
behandelt -ist, wird die Stelle über die entsprechende Siebdüse gebracht, worauf
die auf den Stoff einwirkende heiße Luft das Gewebe schnell trocknet, ohne daß ein
Niederschlagsring sich bilden kann.
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Wie aus dem in Fig. 4 dargestellten Längsschnitt durch eine Ausführungsform
einer Siebdüse zu ersehen ist, sind in der Dfise noch besondere Mittel vorgesehen,
um zu verhüten, @daß Schmutz, Öl o.,dgl. zugleich mit der heißen Luft austritt.
Ein am Siebboden der Düse befestigter Bolzen 16 trägt ein Stück oder eine Scheibe
aus Filz 15 oder einem sonst geeigneten Filterstoff, so daß Ölteilchen oder Fremdkörper,
die etwa :in dass Rohr 17 gelangen, zurückgehalten werden, während die heiße Luft
abgelenkt wird und in feinverteiltem Strahl austritt. Die Siebdüsen sind zweckmäßig
unterteilt und der Siebboden i8a mittels Gewindes oder sonstwie abnehmbar an dem
Düsenkörper 18 befestigt, so daß die Filzscheibe 15 leicht zugänglich ist und ersetzt
werden kann. Zweckmäßig sind an dem Düsenkörper ferner Halter angeordnet, die eine
Führungsstange ig tragen, auf die das Kleidungsstück während der Behandlung aufgebracht
wird. Dieses liegt dann nicht unmittelbar auf dem Siebboden auf und erleidet so
keine Verzerrungen durch dessen Wölbung und Kanten.
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In dem in Fig.5 dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Luft zuerst
in einer Kammer 2o vorgewärmt, die von der Heizleitung 21 durchzogen ist. Von dieser
Kammer 2o gelangt die Luft durch die Leitung 22 in den Behälter 23, der in der gleichen
Weise wie die in Fig. i bis 3 dargestellte Ausführungsform eingerichtet ist. Die
Luft ist dann bereits erwärmt, wenn sie in die Kammer i (Fig. i bis 3) gelangt,
während beide Behälter als Warmluftspeicher dienen. Die Größe der Vorwärmekammer
2o wird zweckmäßig so bemessen, daß sie Raum zur Aufnahme mehrerer Behälter 23 (Behälter
i, Fig. i bis 3) bietet, die dann je einem Arbeitsplatz zugeordnet sind und unabhängig
voneinander je nach Bedarf von der Arbeiterin bedient werden können.