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Filterkammer zum Aufsetzen auf einen Behälter, z. B. den Schwimmerbehalter eines
Vergasers.
Die Erfindung betrifft eine Filterkammer, die für den Zusammenbau mit einem Behälter, z. B. mit dem Schwimmerbehälter eines Vergasers, geeignet ist.
Gemäss der Erfindung weist die Filterkammer eine Bauart auf, nach welcher der Fussteil der Kammer mit Flüssigkeitsein-und-austrittsweg versehen ist und den Abschluss oder Deckel für den Behälter bildet, wobei der filtrierende Körper von einem Standrohr in dieser Kammer getragen wird, das mit dem Austrittswege in Verbindung steht.
Der Boden der Filterkammer ist dabei vorteilhaft in Richtung nach einer Austrittsöffnung für Sinkstoffe mit einem Gefälle versehen, um das Abfliessen der ausgefilterten Teile nach dem Auslass zu begünstigen.
Fig. 1 ist ein teilweiser Grundriss eines Vergasers mit einem Filter nach der Erfindung. Fig. 2 ist
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Obwohl die Filter dieser Bauart für sich allein oder in Verbindung mit einem beliebigen Behälter verwendet werden können, ist ein solches hier im besonderen in Verbindung mit dem Brennstoffbehälter eines Vergasers dargestellt. Der Vergaser besteht aus dem Körper 10 und der Sehwimmerkammer oder dem Behälter 11. Eine Grundplatte 12 bildet einen Deckel für die Schwimmerkammer ; durch Angüsse 14 im Rahmenteil dieser Grundplatte und durch Angüsse 15 im Behälter 11 sind Schrauben 13 gesteckt, die dazu dienen, die Platte lösbar in abschliessender Verbindung mit dem Behälter zu halten, wobei vorteilhaft ein Dichtungsring 16 eingelegt wird.
Die Platte 12 ist kreisringförmig und hat eine ringförmige Leiste oder Sitzfläche 17, die von einem Flansch 18 (Fig. 3) umgeben ist. Eine Glaskappe 19 ruht auf dem Sitz 17 auf und bildet mit der Grundplatte 12 die Filterkammer 20. An ihrer unteren Kante hat die Kappe einen äusseren Ringflansch 21 und zwischen diesem und der Sitzfläche 17 liegt eine Dichtung, beispielsweise ein Korkring. Die Dicke der
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Dichtung (Kork) ring 23 wird dann oben auf den Flansch 21 gelegt und steht über den Flansch 18 nach innen vor. Auf diesen Dichtungsring wird ein flacher Ring 24, am besten aus Stahl, aufgelegt. Der Stahlring besitzt Vorsprünge 25 (Fig. 1), die mit den entsprechenden Angüssen 26 (Fig. 4) in der Grundplatte 12 übereinstimmen.
Durch Löcher in den Vorsprüngen gehen Schrauben 27 und greifen mit ihrem Gewinde in die Angüsse ; mittels dieser Schrauben wird der Stahlring gegen den Flansch 18 abwärts gezogen. Der niedergezogene Ring drückt die Dichtung 22 zwischen dem Flansch der Kappe und der Sitzfläche 17 und die obere Dichtung zwischen dem R'ng und dem Flansch der Kappe zusammen. Dabei kommt die obere Dichtung in Berührung mit dem Flansch 18 und erst dann wird die Dichtung zwischen dem Ring und Flansch 18 zusammengepresst. Die Anpressung der oberen Dichtung 23 zwischen Ring und Flansch 18 ist begrenzt durch das Anliegen der Aussenseite der Vorsprünge 25 an den Angüssen 26 oder durch Widerlager 26'an den Angüssen zur Begrenzung der Abwärtsbewegung des Ringes 24.
Durch diese Begrenzung der Bewegung des Klemmringes und damit gleichzeitig des Druckes auf die Glaskappe 9 wird die Beanspruchung des Glases genügend begrenzt, um ein Brechen oder Sprengen zu verhindern.
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Ein Standrohr 28 ragt vom Boden der Grundplatte aufwärts und reicht axial in die Filterkammer bis auf einen kleinen Abstand von der Wölbung der Kappe. Die Auslassöffnung am unteren
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(Fig. 2) in einem von der Grundplatte 12 auf der einen Seite der Schwimmerkammer in einer Ausbuchtung derselben herabreichenden Rohransatz 31. Die Durchgangsöffnung 30 erstreckt sich bis zum Ventilsitz 33 in dem vom unteren Ende des Rohransatzes.'31 gebildeten Ventilgehäuse.
In dieser Kammer befindet sieh ein Ventilstift 34, der mit seinem konischen oberen Ende auf den Ventilsitz passt und mit seinem abgerundeten unteren Ende in Berührung mit einem Hebel 35 am Schwimmer 36 in der Schwimmerkammer kommt ; der Hebel ist in einem Vorsprung 38 der Grundplatte 12 gelagert und besitzt einen Anschlag 39 für den Lagerungsteil 37 zur Begrenzung der Abwärtsbewegung des Schwimmers. Der Teil 31 mit der Durchgangsöffnung 30 und der Ventilkammer kann mit der Grundplatte 12 aus einem Stück bestehen oder kann als besonderes Stuck in die Grundplatte, wie bei 40, eingeschraubt sein (Fig. 2). Das Brennstoffventil und sein regelnder Schwimmer werden also vom Deckelkörper getragen.
Dicht neben dem Standrohr 28 befindet sich ein kürzeres Rohr oder Durchgang 41, von dessen tiefstem Punkt ein Durchgang 42 durch die Grundplatte und durch einen daran befindliehen Ansatz 43 führt. Der Ansatz trägt Gewinde zum Anschluss eines Brennstoffzuführungsrohres von einem Brennstoffbehälter, beispielsweise einem unter Unterdruck stehenden Behälter.
Das Standrohr 28 hat einen ringförmigen Absatz 44 zur Stützung eines kreisförmigen Trägers 45,
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Filter oder Sieb 46, welches im wesentlichen halbkugel-oder kuppelformig und an seiner unteren Kante mit dem Träger durch den Flanschring 4'7 des letzteren verbunden ist.
An seinem unteren Rande steht das Filter von der Kappe 19 ab, an seiner oberen Begrenzung dagegen liegt es an der Kappe an und wird so auf dem Träger 45 festgehalten.
Der Brennstoff aus der Zuführung tritt in das Rohr 41 und fliesst über sein oberes Ende in die Filterkammer 20 aufwärts rings um den Träger 45 und muss vor Erreichen des Standrohres 28 noch durch das Filter 46 zur Ausscheidung von Schmutz, allerlei Flemdkörpern und Feuchtigkeit treten, wobei die zurückgehaltenen Teilchen in die Ablagerungsmulde oder Tasche 48 in die Grundplatte 12 unterhalb der Filterkammer fallen. Die Mulde hat einen geneigten, zu einem Auslassventil 50 führenden Boden 49 im Ventilgehäuse 51, der aus der Grundplatte 12 hervortritt. Ein Ablassrohr 52 tritt aus dem Ventilgehäuse hervor und ein geeignetes Ventil 53 verschliesst den Ablauf aus dem Muldenabflussrohr Jss in das Ablassrohr. Nach einer gewissen Betriebszeit des Filters können die ausgefilterten Verunreinigungen leicht abgelassen werden.
Infolge der Durchsichtigkeit der Kappe 19 kann der Filtervorgang und die Menge des Satzes beobachtet und letzterer jederzeit abgelassen werden, bevor er Übelmässig geworden ist. Das Einlassrohr 41 reicht genügend hoch über den Filterrückstand, so dass ausgeschiedene Stoffe nicht wieder in den Brennstoffzufluss gelangen können. Da der Träger 45 das Rohr 41 überdeckt, ist es ausgeschlossen, dass ausgefilterte Teile in das Rohr fallen ; sie gelangen vielmehr in die Rückstandsmulde, entlang deren Boden sie zum Auslass 50 fliessen. Nach Entfernen des Klemmringes 24 kann die Kappe 19 gehoben und das Filter 46 entfernt und gereinigt werden.
Nach Entfernen der Schrauben 13 kann die Grundplatte 12 zusammen mit den daran befindlichen Filterteilen, das Brennstoffventil mit seinem Schwimmer und das Ablassventil und-rohr vom Behälter entfernt und die Besichtigung, Einstellung, Auswechselung und Reinigung leicht vorgenommen werden. Die Begrenzung des Anziehens der Schrauben 27 verhindert unzulässige Beanspruchung und Bruch der Glaskappe, wobei doch ein genügender Druck auf die Dichtungen zum Zwecke des vollkommenen Abschlusses gegen Brennstoffaustritt gesichert ist.
Fig. 5 zeigt eine abweichende Anordnung zur Befestigung der Glaskappe der Filterkammer. Ein Schutzkorb hat den ringförmigen Fussteil 54, einen First 55 und Stege 56. Die Kappe 19 sitzt auf der Dichtung 22 ebenso wie bei Fig. 3 beschrieben auf, der Schutzkorb wird mit seinem First 55 gegen die Kappe gelegt und die Schrauben 57 werden angezogen, worauf der oben gegen die Kappe wirkende Druck diese fest auf die Sitzfläche 17 presst und mit der zusammengedrückten Dichtung 22 die Filterkammer gegen Brennstoffaustritt dicht verschliesst. Der Schutzkorb schützt dabei die Glaskappe gegen Beschädigung durch Stösse. Die Anordnung ist besonders dann zweckmässig, wenn der Vergaser frei zugänglich ist. Weitere Ausgestaltungen, wie die eben beschriebene, sind im Rahmen der Erfindung möglich.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Filterkammer zum Aufsetzen auf einen Behälter, z. B. den Schwimmerbehälter eines Vergasers, dadurch gekennzeichnet, dass der Fussteil dieser Kammer mit Flüssigkeitsein-und-austrittsweg versehen ist und einen Abschluss oder Deckel für den Behälter bildet, wobei der filtrierende Körper von einem Standrohr in dieser Kammer getragen wird, das mit dem Austrittswege in Verbindung steht.