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System für den Verkehr über Trägerwellen.
Gegenstand der Erfindung ist ein neues Verfahren zum Betrieb eines Verkehrssystems ; ihr wesentliches Kennzeichen besteht darin, dass an einer Sendestation ein Wechselstrom (Trägerstrom) von einer den Hörbereich übersteigenden Frequenz erzeugt wird und die negative bzw. die positive Komponente desselben gleichzeitig oder einzeln, jeweils aber voneinander unabhängig mit je einer im Hörbereich liegenden Frequenz moduliert werden, während in der Empfangsstation durch zwei entsprechend geschaltete Detektorkreise der getrennte Empfang der beiden modulierten Komponenten erfolgt.
Die Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dar.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines Sendestromkreises mit getrennter Abstimmung der beiden Hälften der Trägerwelle. Fig. 2 ist ein Diagramm der Stromamplituden im Antennensystem bei Verwendung einer Doppelabstimmung. Fig. 3 ist ein analoges Diagramm wobei nur die eine Hälfte der Trägerwelle abgestimmt ist. Fig. 4 ist das Schema des Detektorstromkreises mit den Verbindungen für die wahlweise Abstimmung einer der beiden Hälften der Trägerwelle. Fig. 5 ist ein ähnliches Schema eines Detektorsystems mit zwei Detektoren, die gleichzeitig auf die beiden Hälften der Trägerwelle einwirken.
In der Zeichnung bezeichnet 10 einen Oszillator oder Generator von Wechselstrom der Trägerfrequenz, der einerseits bei 11 geerdet. anderseits an die Antenne 12 über parallele Gleichrichter
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der Röhre 1 : 3 und an die Platte 17 der Röhre 14 angeschlossen ist. Die Antenne 12 kann z. B. mittels einer Abstimmungsinduktanz, wie sie durch das Variometer 18 dargestellt ist, mit der Platte 19 der Röhre 13 und mit dem Faden 20 der Röhre 14 verbunden sein. Die Fäden 16 und 20 werden von den Batterien 21, 22 geheizt. Aus dem eben dargelegten Schaltungsplan geht hervor, dass der Elektronenstrom, der vom Oszillator 10 zur Antenne 12 fliesst, vorn Faden 16 zur Platte 19 der Röhre 13 läuft, während
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der Röhre 14 fliesst. Die Röhren 13 und 14 bilden im wesentlichen vollständige Gleichrichter.
Die beiden Halbwellen des Wechselstromes des Oszillators 10 treten nur im entsprechenden Rohr 13 und 14 auf und können daher getrennt oder unabhängig voneinander moduliert werden, indem mit diesen Röhren irgendein brauchbarer Modulatorkreis kombiniert wird. Gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst der Modulatorkreis an jeder Stelle das Mikrophon 23, die Batterie 24, die primäre Induktanz 25, die sekundäre Induktanz 26, das Gitter 27 und den Glühfaden 16 oder 20. Gemäss Fig. 1 kann eine Halbwelle oder können beide Halbwellen unabhängig moduliert werden, wie durch die Diagramme in den Fig. 2 und 3 dargestellt.
Gemäss Fig. 4 umfasst der Empfangsstromkreis die Antenne 40, die über eine primäre Induktanz 41 bei 42 an Erde gelegt ist, eine sekundäre Induktanz 43, die zu einem Abstimmkondensator 44 in Nebenschluss liegt, die Telephone 45, den Gleichrichter 46 und den Umschalter 47, welcher den Gleichrichter 46 zwischen die Leitungen 48 und 49, für den Durchgang in der einen oder andern Richtung schaltet.
Das Empfangssystem gemäss Fig. 4 ist daher nach Wunsch für das Anzeigen der Modulation der einen oder der andern Trägerhalbwelle eingerichtet.
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eintretenden Wechselstromes durch parallele Telephonkreise 50, 51 über entgegenesetzt geschaltete, zwischen den Leitungen 54, 55 des Abstimmkreises 56, 57 liegende Gleichrichter geführt sind, wobei der Abstimmkreis 56,57 induktiv mit der primären Induktanz 58 verbunden ist, die zwischen der Antenne 59 und der Erde 60 liegt. Bei diesem System von Empfangskreisen können zwei Modulationen voneinander unabhängig und gleichzeitig von einer einzigen in der beschriebenen Weise modulierten Trägerwelle angezeigt werden.
Dabei wird mit der Bezeichnung Modulation jede an einem Wechselstrom der Trägerfrequenz vorgenommene Beeinflussung bezeichnet, die diesen Wechselstrom detektierbar macht.
Es ist klar, dass das erfindungsgemässe Verfahren auf alle Verkehrssysteme anwendbar ist, bei welchen ein Wechselstrom der Trägerfrequenz an einer Station erzeugt wird und diesem Wechselstrom durch Modulationseinrichtungen Zeichen irgendwelcher Art zwecks Übertragung aufgedrückt werden.
Wenn auch die Erfindung beispielsweise in Anwendung auf ein Radioverkehrssystem dargestellt wurde, so soll doch der Schutzumfang nicht auf diese spezielle Anwendungsmöglichkeit eingeschränkt sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Betrieb eines Verkehrssystems, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Sendestation ein Wechselstrom (Trägerstrom) von einer den Hörbereich übersteigenden Frequenz erzeugt wird und die negative bzw. die positive Komponente desselben gleichzeitig oder einzeln, jeweils aber voneinander unabhängig, mit je einer im Hörbereich liegenden Frequenz moduliert werden, während in der Empfangsstation durch zwei entsprechend geschaltete Detektorkreise der getrennte Empfang der beiden modulierten Komponenten erfolgt.