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Einrichtung zur wechselweisen Personen-und Güterbeförderung mittels Flugzeugen und Land-oder Wasserfahrzeugen.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur weehselweisen Personen-und Guterbeförderung mittels Flugzeugen und Land-oder Wasserfahrzeugen unter Anwendung von am Flugzeuge verriegelt abnehmbar gelagerten, z. B. von bzw. aus dem Rumpf hochhebbaren Kabinen oder derartigen Sammelabteilen (Güter-, Post-, Personen-, Speise-, Schlaf-usw. Abteilen) und besteht darin, dass das Landoder Wasserfahrzeug mit der durchwegs oder hauptsächlich gleichen Lagerung-und Verriegelungsanlage für die Kabine wie jene am Flugzeuge ausgerüstet ist, um namentlich beim Verkehr zwischen Flughäfen und Ortschaften eine Weiterbeförderung ohne Platzwechsel durch blosses, z. B. mittels eines Hebezeuges vorzunehmendes Umladen der Kabine vom Flugzeug auf das Fahrzeug oder umgekehrt zu ermöglichen.
Es ist zu Rettungszweeken im Luftverkehr wiederholt vorgeschlagen worden, Flugzeuge mit im Rumpfe lösbar verriegelt und federnd gelagerten, z. B. nach oben aushebbaren Kabinen auszurüsten und diese mit Fallschirm zu versehen, so dass sie durch diesen nach Lösen der Verriegelungen aus dem
Flugzeugrumpf herausgehoben werden. Diese Art der Anordnung aushebbarer, im Flugzeug gefedert gelagerter Kabinen wird nach der vorliegenden Erfindung in der eingangs angeführten Weise für Zwecke des Umladens auf Land-oder Wasserfahrzeuge oder umgekehrt herangezogen.
Weitere Erfindungen betreffen noch besondere Einrichtungen zur gefederten Lagerung in der Trag-und Längsrichtung zur Querabstützung zum selbsttätigen oder willkürlichen Entriegeln der Kabine vor dem Ausheben und schliesslich auch besondere Verwendung von am Flugzeug quer nebeneinander angeordneten und hochhebbaren Kabinen im Anschluss an ein gemeinsames quergangartiges Abteilgehäuse zum eingangs angeführten Zweck, wobei die Kabinen am oder im Rumpf bzw. Tragflügeln, gegebenenfalls an beiden angeordnet sein können.
Die eingangs angeführte gleichartige Ausgestaltung von Flug- und Fahrzeug gestattet ein ausserordentlich rasches Umladen und Weiterbefördern der umgeladenen Kabinen mit ihrem Gute, so dau der angestrebte Zweck, eine einfache und zeitgemässe Verschmelzung des Grossflugverkehres mit den bestehenden Verkehrsmitteln, ohne Umladen der Waren oder Umsteigen der Fahrgäste, mit kurzen Aufenthalten und unter Ausschaltung aller bisherigen, sich am freien Fluggelände einem derartigen Verkehr entgegenstellenden Hindernisse, wie ungünstige Witterungsverhältnisse, schlechte Zugänglichkeit der Aufnahmsräume im Flugzeuge usw. erreicht wird.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt Fig. 1 die erste Ausführungsform an einem Eindecker in Seitenansicht, Fig. 2 dieselbe in der Draufsicht, Fig. 3 die zweite Ausführungsform schematisch an einem Mehrdeckerflugzeug in Seitenansicht, Fig. 4 einen Querschnitt der Fig. 3 mit einreihiger, Fig. 5 mit mehrreihiger und Fig. 6 mit Stockwerks- anordnung der Kabinen, Fig. 7 die Trag-und Stossabfederung sowie die Gleit-und Führungseinrichtung in Seitenansicht, geschnitten nach 7-7 der Fig. 8, Fig. 8 eine Draufsicht (Fahrtrichtung nach links) und Fig. 9 eine Stirnansicht, geschnitten nach 9-9 der Fig. 7, Fig. 10 ist eine schematische Anordnung der Trag-und Stossabfederung an den Kabinen im Flugzeuge, Fig. 11 eine Seitenansicht der Verriegelungsvorrichtung, Fig.
12 eine Einzelheit derselben, Fig. 13 eine fahrbare Verladebrücke in Vorderansicht. Fig. 14 die Anhebe-und Verankerungsvorrichtung auf der Verladebrücke in Seitenansicht und Fig. 15 dieselbe im Horizontalsehnitt, oberhalb des Greifers durch seinen Drehpunkt geschnitten, nach unten gesehen.
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Im ersten Ausführungsbeispiel (Fig. l und 2) sitzt die mittlere der abhebbaren, stirnseitig mit Türen 2 versehenen Kabinen im offenen Rumpfgerippe 3, während die andern auf einem, aus Teilen 20, 22 gebildeten, mit der Tragflächenkonstruktion verbundenen Traggerüst ruhend, zu beiden Seiten des Rumpfgerüstes gleichmässig verteilt sind, und alle Kabinen unter stirnseitigem Anschluss eines vorderen, den Pilotensitz aufnehmenden, bei Abstürzen, Bränden, Explosionen usw. als auch Schutz dienenden quergangartigen Abteilgehäuse 7 angeordnet sind, welches Gehäuse hintere Zugänge zu den Kabinentüren sowie seitliehe Zugänge bzw. Türen 6 besitzt.
Die dem Motor zugekehrte Vorderwand des Abteilgehäuses ist nach vorne in einer zur Überwindung des Luftwiderstandes günstigen Form ausgebaucht.
Bei der zweiten Ausführungsform (Fig. 3-6) sitzen die abnehmbaren Kabinen in einem offenen Gitterrumpf 9, an dem eine oder mehrere, hintereinander liegende Tragflächen oder Tragfläehengruppen. M angeordnet sind. Die stirnseitig mit Türen versehenen und dadurch untereinander in Verbindung stehenden Kabinen 1 bzw. 11 sind im Rumpf 9 je nach Erfordernis ein-, zwei-oder mehrreihig oder auch in Stockwerken 11 übereinander angeordnet.
Bei beiden Ausführungsformen sind die Kabinen in und neben dem Rumpf mittels der in Fig. 7. 8,9 dargestellten Trag-und Stossabfederung sowie mittels der zum Abheben und Einsenken der Kabinen bestimmten Gleit-und Führungsvorrichtung gelagert und mittels der in Fig. 10, 11, 12 dargestellten. von Hand aus und selbsttätig betätigten Verriegelungsvorrichtung, deren Gesamtanordnung aus Fig.] und 2 ersichtlich ist, gegen Bewegung nach oben bzw. Abheben gesichert.
In Fig. 7,8, 9 ist 12 ein an der Kabine 1 ausladender Träger, an welchem die Führungslager 13, 14
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pufferartig mit breiten, bombierten Köpfen auf Stützflächen der Tragkonstruktion frei beweglich auf- sitzen und sämtliche Stösse dadurch auffangen, dass sie mittels Druckscheiben 17, die ihr Widerlager im Bolzenansatz oder Führungslager finden, auf die zwischen Scheiben und Führungslager eingeschalteten Trag- bzw. Stossfedern 18, 19 wirken und somit die Federung zwischen Kabine und Rumpf bzw. Tragkonstruktion bilden.
Die Stützfläche für die Stehbolzen 15 bildet die Gleitplatte 20 ; Längsbolzen-M drückt gegen eine, für das sichere Eingleiten desselben an ihrem oberen Ende abgeschrägte Gleitplatte 21, welche Gleitplatten auf einem mit den Flugzeugtragflächen und dem Flugzeugkörper fest verbundenen, vorderen und hinteren Rahmenständer fest angebracht sind. Die Sicherung des Stehbolzens 15 erfolgt durch eine Gewindemutter 4 mit Öse 4', welch letztere gleichzeitig als Angriffspunkt für Einhängeglieder des Hebezeuges dient, welche Anordnung infolge der Wirkung der Tragfeder 18 ein abgefederte Anheben der Kabine gewährleistet.
Die jeder Kabine eigene Trag-und Stossabfederung kann entweder oben au der Kabine an vier Stellen oder in der Längsmittelachse an zwei Stellen als Aufhängung (Fig. 1, 2, 10) oder in analoger Weise auch unten an der Kabine als Abstützung angeordnet werden.
Für ein sicheres und gefedertes Eingleiten der Kabinen in den Rumpf bzw. die Tragkonstruktion sind an der Kabine lotrechte Führungsschienen 23 mit unter die Kabine verlängerten, mit Abschrägungen versehenen Enden (Fig. 9,10) angebracht, welche sich beim Aufsetzen gegen die nach aussen abgeschrägten Flanschen der am Rumpf bzw.
Tragkonstruktion befestigten Führungsstücke 24 und : ? 5 legen, an denselben beim Einsenken gleiten und hiedureh die Kabine in die richtige Lage führen, bis schliesslich durch Eingleiten des Längsbolzen 16 der ebenfalls abgeschrägten Gleitplatte 21 die Kabine in die unter Federwirkung der Stossbolzenfeder stehende Mittelstellung gelangt, in welcher sie durch Ansehlag der Führungs- schiene 23 an die Winkelplatte 25 gegen übermässige seitliche Verschiebung gesichert ist.
Gegen unbeabsichtigtes Abheben der mittels der abgefederten Steh-und Längsbolzen 15, 16 auf den Gleitplatten 20, 21 frei gleitend aufsitzenden Kabinen 1 ist eine in Fig. 10-12 dargestellte Kabinenverriegelung vorgesehen, bei welcher das Kuppeln selbsttätig, das Lösen von Hand oder selbsttätig erfolgen kann. Fig. 10 zeigt in Stirnansicht eine Gruppe von Kabinen 1 mit beiderseits unten angebrachten Nasen 26 sowie eine quer durchgehende, unterhalb der Kabinen in am Flugzeug befestigten Lagern 2 < ' verdrehbare Querwelle 28 mit auf ihr festsitzendem Betätigungshebel 29 und Riegelhaken 30. Fig. 12 zeigt in Stirnansicht die Lagerung der Querwelle 28 in dem mit Hebelanschlag versehenen Lager 27 , und die Anordnung des Riegelhakens 30 gegenüber der Nase 26 in grösserem Massstab.
Fig. 11 ist die Seitenansicht einer Einrichtung zur selbsttätigen oder handbetätigten Verschwenkung des Hebels 29, deren Gesamtanordnung auch in Fig. l, 2 ersichtlich ist. Der Riegelhaken 30 ist durch eine am Betätigungs- hebel 29 angreifende nachstellbare Federung 31, deren anderes Ende an einem am Flugzeug angeschlossenen Kloben befestigt ist, im Eingriff mit der Nase 26 gehalten.
Von Hand aus erfolgt das Lösen mittels einer am Flugzeug gelagerten aufrechten Spindel mit
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Verdrehung gesichert ist. Die Spindel 33 trägt an ihrem unterhalb des Sperrades liegenden Teil einen Ösenkloben 37, an welchem das eine Ende des zwischen Spindel 33 und Betätigungshebel 29 einge-
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Betätigungshebel 29 verbunden ist.
Zum selbsttätigen Lösen ist ein zweiarmiger Hebel 29 vorgesehen, welcher am Flugzeug im Lager 40 tzar gelagert ist und mit seinem unteren Sehleifkufenarm bei Verriegelungsstellung um ein geschwing
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die Kabine über das Traggerüst am Flugzeug gehoben und in die für das Herablassen bestimmte Stellung über die unter der Verladeanlage in B bereit stehenden Sonderwagen gefahren wird. In dieser Stellung werden die an den Lasthaken hängenden Kabinen zu ihrem Lagergestell auf dem Sonderwagen herabgelassen, die Haken aus den Ösen herausgehängt und hochgezogen. Die nun auf dem Sonderwagen abgefedert gelagerten Kabinen werden zur vorgesehenen Stelle, z. B. im Stadtinneren bzw. zu bestehenden Bahnhöfen gefahren.
Das der Kabinen entledigte, am Landungsplatze unter der Verladeanlage befind- liehe Flugzeug wird nach Lösen der Verankerung und seitlichem Verschieben des Laufarmes mit Anheber in seine ursprüngliche, frei bewegliche Lage gebracht und aus dieser in die Flugzeughalle befördert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur wechselweisen Personen-und Giiterbeförderung mittels Flugzeugen und Landoder Wasserfahrzeugen unter Anwendung von am Flugzeug verriegelt abnehmbar gelagerten, z. B. vom bzw. aus dem Rumpf hochhebbaren Kabinen oder derartigen Sammelabteilen, dadurch gekennzeichnet, dass das Land-oder Wasserfahrzeug mit der durchwegs oder hauptsächlich gleichen Lagerungs-und Verriegelungsanlage für die Kabine wie jene am Flugzeuge ausgerüstet ist, um namentlich beim Verkehr zwischen Flughäfen und Ortschaften eine Weiterbeförderung ohne Platzwechsel durch blosses, z. B. mittels eines Hebezeuges vorzunehmendes Umladen der Kabine vom Flugzeug auf das Fahrzeug oder umgekehrt zu ermöglichen.