AT115893B - Federnde Einrichtung zum Lenken von Motorrädern, Fahrrädern sowie von Automobilen. - Google Patents

Federnde Einrichtung zum Lenken von Motorrädern, Fahrrädern sowie von Automobilen.

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AT115893B
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Andreas Withalm
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Andreas Withalm
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  Federnde Einrichtung zum   Lenken von Motorrädern,   Fahrrädern sowie von Auto- mobilen. 



   Bei Motorrädern und Fahrrädern sind vielfach Metallrohre und Gestänge als Lenkvorrichtungen angewendet, welche infolge ihrer Starrheit dadurch nachteilig wirken, dass die   Stösse,   welche die Maschinen durch schlechte Fahrbahnen erleiden, dem Lenker ungeschwächt mitgeteilt werden. 



   Die bisherigen Versuche, eine federnde Lenkung für Motorräder und Fahrräder zu erzielen, bestanden   entweder in der Einordnung von federnden Gelenken in die Lenkstange (Schleifkonus od. dgl. ) oder in der Verwendung von Blattfedern als Lsnkstange. Erstere Herstellungsweise war einer zu grossen Abnützung   unterworfen, während letztere infolge Torsion und unverminderter Übertragung der Federelastizität die Hände des Fahrers in dauernde Schwingungen versetzte und daher Unsicherheit in der Lenkung und Ermüdung des Fahrers verursachte. Ebenso waren die bisherigen Versuche federnde Lenkräder für Automobile aus biegsamen   Metallsehläuchen   herzustellen, aus dem Grunde nicht befriedigend, weil dieselben eine mangelhafte Federelastizität den Stössen entgegengestellt haben. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Lenkstange a aus einem gegliederten, schraubenförmig gewundenen Metallrohr r (Fig. 2,3), an welchem innen oder aussen eine Schraubenfeder x angeordnet ist. Die am äusseren Umfange oder im Innern des Metallrohres angeordnete Sehraubenfeder wirkt infolge Entfaltung ihrer ganzen Länge sehr elastisch und erfüllt die Aufgabe, sowohl das Rohr nach einer Abbiegung unverzüglich in die ursprüngliche Lage zurückzuversetzen, als auch der Abbiegefähigkeit des Rohres federnden Widerstand entgegenzusetzen. Die verbremste Abbiegefähigkeit des gegliederten Metallrohres verhindert es vorteilhaft, dass die volle Elastizität der angeordneten Feder sowie deren Torsion nachteilig empfunden werden kann. 



   Das gegliederte Rohr r ist gegen Einflüsse von aussen, wie Stösse oder stramme Ansehraubungen widerstandsfähig. Auch kann der Lenkstange durch Einsetzen von starren Rohren   b1   an das gegliederte Federrohr jede beliebige Form gegeben werden, ohne die Funktion der gefederten Lenkstange zu beeinträchtigen. Die Enden der federnden Lenkstange, an welchen sich die Handgriffe befinden, sowie das   Mittelstück b   mit der Verbindung zur Vordergabel g können ebenfalls aus starrem Rohr hergestellt sein. 



  Das gegliederte Rohr ist gegen Eindringen von Wasser oder Staub gedichtet und ist die eingeordnete Feder in ein dauerndes Fettbett t (Fig. 3 und 4) im Innern des Metallrohres eingelagert. Die Gefahr durch einen   Federbruch   ist durch die begrenzte Abbiegefähigkeit des Rohres gänzlich ausgeschlossen. Die Aussenwand des Rohres wird vernickelt oder geschwärzt und gekerbt oder mit Drahtgeflecht umwunden hergestellt. 



   Auch die Lenker von Automobilen, besonders von beladenen Lastwagen, erleiden infolge schlechter Strassen empfindliche Stösse vom Lenkrad. Die bisherigen Versuche, das Lenkrad zu federn, bestanden hauptsächlich darin, entweder die Speichen desselben mit verschiedenen Federungen zu versehen oder das Lenkrad aus biegsamen   Metallschläuchen   herzustellen. 



   Weiterer Gegenstand der Erfindung ist es, den Radkranz des Lenkrades zu federn, indem der Radkranz aus dem im vorstehend beschriebenen Federrohr r hergestellt ist (Fig. 4 und 5). 



   Das gefederte Lenkrad ist in der Lage, alle von dem vorderen Räderpaar kommenden Stösse infolge der Elastizität des Federrohres aufzunehmen, ohne dabei die Drehbarkeit des Handrades zu beeinträchtigen. Die durch die schraubenförmige Herstellungform bedingte, gekerbte Oberfläche des Rohres als Radkranz verleiht dem Fahrer eine gute Griffestigkeit. Da das Federrohr in jeder beliebigen Stärke sowohl was das gegliederte Rohr als auch was die Federung betrifft, hergestellt werden kann, kann dasselbe 

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 als   Verbindungsstück mannigfacher Art,   besonders als federndes Verbindungsstück zwischen Motorrad und Beiwagen verwendet werden.

   Das starre   Verbindungsgestänge   zwischen Motorrad und Beiwagen verursacht bei Befahren von Kurven ein schleppendes Nachziehen des Beiwagens, wodurch nicht nur dessen Gestänge, sondern besonders die Bereifung stark leidet, und verhindert auch weiters die   natÜrliche   Neigung des Motorrades in der Kurve. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun auch das Verbindungsstück zwischen Motorrad und Beiwagen aus dem im vorstehenden beschriebenen, jedoch verstärkt hergestellten Federrohrstücken e (Fig 6) herzustellen. Dadurch wird ein elastisches Nachgeben in der   Fahrtrichtung ermöglicht   und ein ziehendes Schleppen des Beiwagens bei Befahren von Kurven verhindert. Auch ermöglicht das elastische Verbindungsstück die natürliche Neigung in der Kurve. Ein nachteiliges Verwinden oder Dehnen des federnden Verbindungsstückes ist ausgeschlossen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :   ]. Federnde Einrichtung zum Lenken (Lenkstange, Lenkrad) von Motorrädern, Fahrrädern sowie 
 EMI2.1 
   Metallschlauch   aus   schraubenförmig   gewickelten Streifen (Spiralrohr) gebildet ist und im Innern oder am äusseren Umfang eine Schraubenfeder trägt.

Claims (1)

  1. 2. Verwendung der im Anspruch 1 gekennzeichneten Einrichtung zur federnden Verbindung des Motorrades mit dem Beiwagen.
AT115893D 1928-12-10 1928-12-10 Federnde Einrichtung zum Lenken von Motorrädern, Fahrrädern sowie von Automobilen. AT115893B (de)

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