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Modell zur Erprobung der Wirkungsweise orthodontischer Apparate.
In der Orthodontie ist es oft erwünscht, die Wirkungsweise der Apparate zur Regulierung der Zahnstellung zu erproben, um daraus Rückschlüsse auf die Wirkung des Regulierapparates sowohl auf die zu regulierenden, als auch auf die Ankerzähne zu ziehen. Besonders bei der oftmals auftretenden Notwendigkeit, neue Aufgaben der Orthodontie zu bewältigen, ist eine solche Erprobung wünschenswert, um nicht am Patienten selbst Experimente anstellen zu müssen, bei dem überdies die Wirkung sich erst nach längerer Zeit konstatieren liesse.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Modell, an dem die Zähne in jeder beliebigen, den Anomalien der Zahnstellungen entsprechenden Stellung unter grösserem oder geringerem Widerstand festgehalten werden können, so dass die Wirkung eines am Modell angebrachten Apparates bequem studiert werden kann.
Gemäss der Erfindung besteht das Modell aus einem Gehäuse, das etwa die Form eines Normalkiefers zeigt und das in Form eines Zahnbogens angeordnete Löcher besitzt. In diese werden die an vierkantigen Stiften befestigten Zähne eingesetzt ; der Querschnitt der Stifte muss hiebei beträchtlich kleiner sein als der Durchmesser der Löcher, zudem sind letztere zweckmässig kreisförmig ausgeführt.
Hiedurch ist der für die Einstellung der Zähne erforderliche Spielraum vorhanden.
Das nachgiebige Festhalten der Zähne in den gewünschten Stellungen ist dadurch gewährleistet, dass das Gehäuse mit einem Druckmittel, u. zw. vorteilhaft mit kleinen Stahlkugeln, ausgefüllt ist, die durch eine geeignete Vorrichtung, etwa eine in das Gehäuse eintretende Verdrängerspindel, mit Schraubengewinde, mehr oder weniger zusammengepresst oder gelockert werden, so dass in praktisch hinreichenden Grenzen eine beliebige Festklemmung der Lockerung der Zähne unter Beibehaltung der ihnen erteilten Stellungen erreicht werden kann. Es kann somit an dem Modell die Wirkung eines daran angebrachten Regulierapparates gezeigt oder studiert werden.
Die Zeichnung stellt das erfindungsgemässe Modell in einer geschnittenen Ansicht dar.
Unter Berücksichtigung der Zeichnung sieht man, dass das Gehäuse aus zwei miteinander verschrauben Teilen a und b besteht, von denen der untere, zylinderförmige Teil b Innengewinde, der obere, den Kiefer vertretende, deekelförmige Teil a Aussengewinde aufweist. Ausserdem besitzt der Teil a einen angegossenen Rohrstutzen für die Verdrängerspindel und ist mit Löchern l zur Aufnahme der Zähne versehen. Die Löcher I sind unten kegelförmig erweitert, um den die Zähne tragenden Stiften Bewegungsfreiheit nach allen Seiten zu gewähren. Ausserdem sind noch zylindrische, mit Gewinde versehene Bohrungen im Teil a vorgesehen, deren Zweck später erläutert wird.
Der angegossene Rohrstutzen des Teiles a trägt entweder eingeschnittenes Gewinde für die Bewegungsschraube der Verdrängerspindel oder er ist zylindrisch und mit einer Buchse versehen, in die das Gewinde eingeschnitten ist. Auch besitzt der Stutzen aufgeschnittenes Aussengewinde, auf das eine Überwurfmutter/geschraubt wird.
In den Zylinderteil b des Gehäuses ist ein Boden c eingeschraubt, auf dem eine Platte g liegt, deren Ränder etwas aufgebogen sind, damit die daraufliegenden Stahlkugeln h nicht an das Bodengewinde gelangen können. Die Verdrängerspindel e, die durch den Rohrstutzen des Deekelteiles a geführt ist, lässt sich mittels eines Handrades oder einer Kurbel i eindrehen.
Die Wirkungsweise bzw. Verwendung des Modells gestaltet sich'folgendermassen : Das Gehäuse ist zum grössten Teil, aber nicht vollständig mit den Stahlkugeln h angefüllt, wenn die Spindel herausgedreht ist. Da die Kugeln somit nicht verspannt sind, ist für die die Zähne tragenden Stifte Bewegungsfreiheit geschaffen und man kann daher die Zähne in die gewünschten Stellungen bringen. Ist dies geschehen,
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beim Weiterdrehen der Spindel werden die Kugeln mehr und mehr aneinandergedrückt, wobei die Zahnstifte geldemmt werden und der Bewegung der Zähne ein sich steigender Widerstand entgegengesetzt wird. Wenn die Kugeln das Gehäuse so dicht wie möglich erfüllen und vollkommen aneinanderliegen, werden die Zähne unbeweglich festgehalten.
Um für spezielle Zwecke einzelne Zähne oder Zahngruppen unabhängig vom ganzen System, also auch bei lockeren Kugeln, stets fixiert zu halten, werden die Zähne mit ihren Stiften in an Blechplatten n befestigte vierkantige Hülsen o gesteckt, in die die Stifte genau hineinpassen. Die Blechplatten werden dann mit der Deckelplatte a des Gehäuses, vermittels der Schrauben & verschraubt, die in den bereits erwähnten mit Gewinde versehenen Bohrungen der Deckelplatte sitzen.
Es ist nach dem Gesagten also möglich, an dem Modell nach der Erfindung die Wirkung orthodontischer Apparate nach jeder Richtung hin zu demonstrieren und zu untersuchen, so dass die Eignung des Modells auch für Lehrzwecke feststeht.
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1. Modell zur Erprobung der Wirkungsweise orthodontischer Apparate, dadurch gekennzeichnet, dass an Stiften (m) sitzende Zähne (d) in in Form eines Zahnbogens angeordnete Löcher (I) eines Gehäuses (a, b) eingesetzt sind, das mit einem Druckmittel, vorzugsweise mit Stahlkugeln (h), gefüllt ist, durch die die Zähne an ihren Stiften in beliebiger Stellung und mit beliebigem Widerstand, festgehalten werden können, wenn die Kugeln in irgendeiner Weise, z. B. durch eine in das Gehäuse tretende Verdrängerspindel (e), den Raum innerhalb des Gehäuses mehr oder weniger dicht erfüllen und unter Druck gesetzt werden.