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Verfahren zum Verhindern des Betauens der unzugänglichen Innenseiten der Scheiben von mehrfach verglasten Fenstern.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, um das Betauen der unzugänglichen Innenseiten der Scheiben von mehrfach verglasten Fenstern bei gekühlten Ausstellungsräumen, Schaukästen u. dgl., zu verhindern.
Für diesen Zweck hat man bereits vorgeschlagen, die Glasscheiben gegeneinander ur d nach aussen möglichst sorgfältig abzudichten und die Räume zwischen den Glasscheiben mit möglichst trockener Luft zu füllen. Dieses Verfahren scheitert daran, dass es praktisch nicht möglich ist, insbesondere Fenster von grossen Abmessungen, wie sie bei Auslagen vorkommen, dauernd so abzudichten, dass nicht doch infolge der Schwankungen des Atmosphärendruekes Luft aus den Räumen zwischen den Scheiben herausgepresst und hernach wieder frische, feuchte Luft in diese Räume eingesaugt wird.
Auch der Vorschlag, kleine Gefässe, gefüllt mit hygroskopischen, die Luftfeuchtigkeit aufsaugenden Substanzen, einzubauen, schafft keine befliedigende Lösung des Problems, da die ver wendeten Substanzen bald den Sättigungspunkt ihrer Wasseraufnahmefähigkeit erreichen, so dass die Tassen herausgenommen und mit frischer Substanz gefüllt weiden müssen. Dieses Verfahren bedarf somit eirer dauernden, sorgfältigen Beaufsichtigung.
Die eben angeführten Nachteile der bisherigen Methoden weiden durch das neue Verfahren behoben, dessen wesentliches Kennzeichen darin besteht, dass zwischen die Scheiben sine aus vollkommen wasserfreier Luft, wasserfreien Gasen oder Gasgemischen bestehende Füllung eingeführt wird, der die ständige Möglichkeit des vollkommenen Druckausgleiches gegenüber der Aussenluft geboten ist.
Die Zeichnung stellt in Fig. 1 eine vollständige Einrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens dar. Fig. 2 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform des Ausdehnungsgefässes, Fig. 3 und 4 veranschaulichen Einzelheiten. In Fig. 1 bezeichnet 1 den Rahmen eines Abschlussfensters, z. B. eines innen bei K gekühlten Schaukastens (Auslage, Ausstellungsiaum od. dgl.), der aussen bei 4 der Atmosphärenluft ausgesetzt ist. Mit 2, 3 und 4 sind die etwa gemäss Fig. 3 gegeneinander und nach aussen bei 5 abgedichteten Scheiben bezeichnet.
Mit 6 ist ein über die Kühl-oder Heizschlange 7 an die Gasflasche 8 angeschlossenes Rohr für die Zuleitung der trockenen Fülluft (des trockenen Füllgases) bezeichnet, 9 und 10 sind die beiden Mündungen des Rohres in den Raum 11 und 12 zwischen den Scheiben, 13 ist ein Absperrhahn für die Leitung 6.
Die Räume 11, 12 sind oben durch die beiden AusmÜndungen 14, 15 über die Leitung 16 und einen Absperrhahn 17 an das Ausdehnungsgefäss 18 angeschlossen, das beim dargestellten
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der Hahn 13 geschlossen und das obere Rohr 16 mit dem Ausdehnungsbehälter 18 verbunden, der den Zweck hat, die bei atmosphärischen Druckschwankungen aus den Räumen 11, 12 austretende Luft (das austretende Gas) aufzunehmen oder Luft (Gas) an die Räume 11, 12 abzugeben. Der Behälter 18 kann, wenn ein Füllgas schwerer als Luft verwendet wird, oben offen sein.
Wird als Füllgas Luft oder ein Gas leichter als Luft verwendet, so wird gemäss Fig. 2 an das Rohr 16 ein gasometerähnlicher Behälter 20 angeschlossen, dessen durch das Gegengewicht 21 entlastete Glocke 22 in eine Sperrflüssigkeit taucht, die natürlich von Wasser verschieden und so gewählt sein muss, dass sie keine Feuchtigkeit abgibt.
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Der Gas- oder Luftfüllung in den Räumen 11, 12 ist durch den angeschlossenen Ausdehnungsbehälter 18 (Fig. 1) oder 20 (Fig. 2) die ständige Möglichkeit des Druckausgleiches gegenüber der Atmosphäre geboten, ohne dass die Füllung selbst das Bestreben hat, nach aussen zu expandieren, und ohne dass umgekehrt die Atmosphärenluft das Bestreben hat, in die Räume 11, 12 einzudringen. Dieser vollkommene Druckausgleich hat zur Folge, dass die einmal vollkommen trocken eingebrachte Fiillung ständig trocken bleibt, ohne dass eine Wartung oder Herausnehmen und neuerliches Abdichten der Glasscheiben erforderlich wäre, zumal die Dichtungen infolge des ständigen Druckausgleiches auch nicht der geringsten Beanspruchung unterworfen sind.
Gemäss Fig. 4 werden bei Anwendung des neuen Verfahrens auf bereits vorhandene, mehrfach
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schliessen. Dabei ist jede der Düsen in die innere Scheibe 4 mittels eines Gummipfropfen 31 dicht eingepasst.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Verhindern des Betauens der unzugänglichen Innenseiten der Scheiben von mehrfach verglasten Fenstern bei gekühlten Ausstellungsräumen, Schaukästen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Scheiben eine aus vollkommen wasserfreier Luft, wasserfreien Gasen oder Gasgemischen bestehende Füllung eingeführt wird, der die ständige Möglichkeit des vollkommenen Druckausgleiches gegenüber der Aussenluft geboten ist.