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Kühlgerät.
Zum Abkühlen bzw. Kühlhalten von Lebensmitteln, Getränken u. dgl. dienen Kühlschränke der verschiedensten Bauarten. Ein Kühlverfahren, welches in der Füllung eines Raumes mit flüssigem, unter normalen Druck-und Temperaturverhältnissen verdampfendem Kältemittel besteht, ist an sich bekannt. Bei diesem Verfahren kommt der Dampf der zu verdampfenden Flüssigkeit mit dem Kühlgut selbst in Berührung, was die Gefahr mit sich bringt, dass das Küb1gut durch den meist chemisch hoch aktiven Kühldampf verändert bzw. Nahrungsmittel wesentlich geschädigt werden. Wird dieses Verfahren angewendet, um unmittelbar Flaschen und die darin enthaltenen Flüssigkeiten (Wein.
Milch u. dgl.) zu kühlen, dann besteht die gleiche Gefahr der Berührung des Kühldampfes mit dem Flascheninhalt. Denn der Flaschenverschluss-sowohl auf mehr oder minder grosse Temperaturschwankungen und ausserdem und gleichzeitig auf mehr oder minder hohe Druckschwankungen beansprucht-wird mit grösster Wahrscheinlichkeit kein vollständig und dauernd dichter Verschluss bleiben können. Jedenfalls ist die Möglichkeit einer Lebensmittelsehädigung auch mit diesem Verfahren gegeben. Es sind ferner auch Kühlgeräte bekannt, die aus einem isolierten, doppelwandigen Gefäss bestehen, dessen Mantelraum von gasförmiger Kohlensäure durchströmt wird, die von einer Gasflasche geliefert wird. Diese Anordnung kommt aber nur für grössere Kühleinrichtungen in Betracht.
Demgegenüber betrifft die Erfindung ein einfaches kompendiöses Kühlgerät ; dieses besteht aus einem isoliertem doppelwandigen Gefäss, in dessen Mantelraum ein flüssiges und bei gewöhnlicher Tem- peratur verdampfendes Kältemittel eingefüllt wird. Dieses Gefäss ist ausserdem mit einem den Mantelraum mit der Aussenluft verbindenden Regelventil versehen, um die Verdampfungsgeschwindigkeit zu regeln.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Kühlgerätes nach der Erfindung in Fig. 1 im Längsschnitt, Fig. 2 zeigt eine Verbindung mit der Auflageplatte, Fig. 3 eine abgeänderte Ausführungform der Glocke.
Das Gerät stellt einen doppelwandigen Hohlkörper 1, l'dar, der gemäss Fig. 1 eine aussen und innen glattwandige Glocke bildet, die abhebbar auf einer Unterlage, beispielsweise einer ebenen Auflageplatte 2, luftdicht aufruht. Die Glocke schliesst mit der Platte, auf der auch verschiedene Aufbauten zur Aufnahme bzw. zweckentsprechenden Unterbringung und Aufbewahrung des Kühlgutes vorgesehen sein können, den Kühlraum 3 ein. Der gegen den Glockenholllraum 3 vollkommen abgeschlossene Hohlmantel 4, der durch die doppelte Wandung gebildet wird, steht nach aussen durch ein am Scheitelpunkt der Glocke in die äussere Wandung einmündendes und durch einen Hahn 5 absperrbares, kurzes Leitungsstück in Verbindung.
Dieses ist durch Verschraubung mit einer Patrone 9 verbindbar, die eine bei gewöhnlichem Druck und gewöhnlicher Temperatur verdampfende Flüssigkeit enthält. Eine zweite Verbindung des Hohlmantels 4 mit der Aussenluft wird in Form eines Regelventils 6 getroffen, durch das die Verdampfungsgeschwindigkeit geregelt werden kann,
Sowohl die Glocke als auch die Auflageplatte werden ferner zweckmässig gegen Wärmeabgabe und-aufnahme nach aussen abgeschirmt. Zu diesem Zwecke ist die Glocke 1, 1'von einer zweiten doppelwandigen Glocke 7, 7'umschlossen, deren Hohlmantel nach Art eines Devarschen Gefässes luftleer gemacht wurde. Die beiden Zuführungen 5 und 6 führen durch diesen zweiten Hohlmantel luftdicht nach aussen.
Die Isolierung kann auch durch eine Korkschichte od. dgl. erfolgen. In gleicher Weise wird die Platte 2 als Vacuumhohlplatte 8, 8'oder auf andere Art wärmeisolierend gemacht. Um die beiden
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Glocke eine z. B. wellenförmige Ausbildung. Da die Glocke einem erhöhten Innendruck ausgesetzt ist, muss sie druckfest ausgebildet sein.
Das Gerät wird, wie folgt, in Gebrauch genommen : Durch den geöffneten Hahn S wird der Innenraum 4 (womöglich bei höherem Druck oder erniedrigter Temperatur) mit der Verdampfungsflüssigkeit gefüllt, wobei die im Innern befindliche Luft über das entsprechend eingestellte Ventil 6 entweichen kann. Hierauf wird der Hahn 5 und das Ventil 6 geschlossen, so dass der Hohlraum 4 nach aussen gänzlich abgeschlossen ist. Es wird nun so lange Flüssigkeit verdampfen, bis der im Hohlraum 4 entstehende Überdruck ein weiteres Verdampfen verhindert.
Die Glocke wird nun auf die mit den zu kühlenden Lebensmitteln belegte Auflageplatte aufgelegt und durch entsprechende Einstellung des Ventils 6 (oder auch durch Öffnung von Hahn 5) der Innendruck zum Sinken gebracht, wodurch zugleich ein Verdampfen der Flüssigkeit unter Wärmeentzug vorzüglich von der inneren Wand her (die äussere ist ja wärmeisoliert) und so eine Kühlwirkung auf den Raum 3 eintritt. Ist die Verdampfungsflüssigkeit verbraucht, so wird durch Aufschrauben einer frischen Patrone auf den Stutzen über dem Hahn J die Füllung erneuert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kühlgerät, bestehend aus einem isolierten doppelwandigen Gefäss, dadurch gekennzeichnet, dass in den Mantelraum (4) dieses Gefässes ein flüssiges und-bei gewöhnlicher Temperatur verdampfendes Kältemittel eingefüllt wird und am Gefäss ein den Mantelraum mit der Aussenluft verbindendes Regelventil (6) vorgesehen ist, um die Verdampfungsgeschwindigkeit zu regeln.