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Resultate, wie im nachstehenden kurz auseinandergesetzt werden mag.
1. Der Jigger in seinen verschiedenen Konstruktionen hat den Vorteil eines niedrigen Verhältnisses des Bades zum Gewicht der Ware. Dem gegenüber steht der Nachteil des kurzen Kontaktes der
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Die Erfindung hat den Zweck :
1. Die praktische Ermöglichung des gleichmässigen Kontaktes der ganzen Fläche der gefärbten Ware mit dem Bade bei selbsttätiger regulierbarer Bewegung des Gewebes im Bade.
2. Die Verhinderung des Luftzutrittes zum gefärbten Gewebe. Dies ist wichtig für bestimmte
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durch eine komplizierte Konstruktion erzielt werden.
3. Die Erzielung der Unabhängigkeit von der Geschicklichkeit des die Ware im Bade handhabenden Arbeiters.
4. Das einfache und rasche Legen der Ware in den Apparat und die Möglichkeit der Durchführung sämtlicher Färbungsprozesse im selben Apparate ohne jedwede weitere Handhabung. o. Die praktische Ermöglichung der benutzbaren Verhältnisse zwischen dem Gewichte der Ware und der Menge des Bades und hiemit auch die rationelle Ausnutzung des Bades.
Die Zeichung veranschaulicht ein Beispiel der Durchführung des Gegenstandes der Erfindung.
Fig. 1 zeigt die ganze schematisehe Anordnung in lotrechtem Schnitte, Fig. 2 ist ein lotrechter Schnitt des unteren Teiles der Einrichtung nach Fig. l, Fig. 3 ist ein lotrechter Schnitt der inneren Einrichtung des Bottiches nach Fig. 2 in einer anderen Art der Durchführung, Fig. 4 ist eine Einzelheit des
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Der Apparat besteht : 1. aus dem Bottiehe 1 mit der Heizvorrichtung 2 : 2. aus dem Träger der Ware 3, der in das Bad eingetaucht werden kann. Der Träger 3 besteht
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sein können. Jedes dieser Systeme, bestehend je nach der Länge der zu färbenden Ware aus 30-100 zweckmässig geformten Leisten, ruht auf einer Rahmenkonstruktion 6,7.
Die Leisten 5 des unteren Systems werden im Rahmen beiderseitig durch ein Schloss 8 gehalten, nach dessen Öffnen die Leisten
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herausgenommen werden können. Die Leisten 4 des oberen Systems sind in einer bestimmten Länge in den Ausschnitten 9 geführt und können gehoben werden.
3. Die Hebeeinrichtung 10 (Fig. 1) für die oberen Leisten ist im wesentlichen eine in der Weberei verwendete Kettentrittmaschine (Leistenmaschine), bei der die Anzahl der Platinen und Hübe den gestellten Anforderungen angemessen ist. Der Hub (Elevation) soll zwischen 10-15 cm regulierbar sein, die Anzahl der Platinen beträgt zwischen 30-100. Die Platinen sind geeigneterweise selbstspannend in einer Reihe angebracht, die Hälfte nach links, die Hälfte nach rechts, die die Platinen zu den Messern einstellenden Karten sind am besten aus Metall, rollenartig oder aus Holz bolzenartig hergestellt. Messer und Platinen bewegen sich derart, dass die fallende Bewegung einer Platine genau dieselbe ist wie die Hubbewegung der benachbarten Platine, um jedweden Zug im Material zu verhindern. Die Bewegung des Stoffes ist folgende : In der Grundstellung ist die obere äusserste Leiste gehoben.
Die Bewegung des Stoffes erfolgt durch das Senken der äussersten Leiste und das gleichzeitige Aufsteigen der benachbarten zweiten oberen Leiste. Dadurch schiebt sich der Stoff über die untere Leiste. Die weitere Bewegung erfolgt durch das Senken der zweiten oberen Leiste und durch das gleichzeitige Aufsteigen der dritten oberen Leiste. Es können leicht 60-100 oder auch mehr Hübe in der Minute erzielt werden, so dass sich bei dem vorausgesetzten Vorschub des Gewebes für den Hub von 10 cm eine Fortgangsgeschwindigkeit des Gewebes im Bade um 6-10 m in der Minute ergibt. Dies hat zur Folge, dass ein Stück von zirka" 50 In die Stossflächen aller Leisten mit dem Gewebe in 5-8 Minuten wechselt. Es ist noch zu bemerken, dass das Gewebe durch die Maschine in einem endlosen Band geführt ist.
Die Hebevorrichtung besteht aus einer beliebigen Anzahl (bis 100) selbstspannender Platinen aus Draht 11, 12 usw. Die Platinen werden mittels Karten auf den Prismen 13, 14 eingestellt und mittels
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die betreffende Platine weg, so dass die zugehörige Leiste in Ruhe bleibt.
Auf den Platinen sind die Leisten des oberen Systems eingehängt. Sie werden am besten mittels Draht und Häkchen eingehängt, weil die Hanfsehnur bei ungleichmässiger Feuchtigkeit und Wärme verschiedene Länge aufweisen würde. Die Leisten, deren Form und Konstruktion den einzelnen Geweben 23 angepasst werden müssen, sind zum Teil durch die Einschnitte im oberen Rahmen 6 zum Teil durch den Einschnitt in der Leiste geführt. Der untere Rahmen 7 trägt das untere System der Leisten 5, welche durch die Klappe (Schloss) 8 des unteren Teiles festgehalten werden.
Beide Rahmen 6,7 sind in den Ecken mit Stäben verbunden, der obere Rahmen hängt auf Spiralfedern, damit er das Zusammen- schrumpfen der Ware im Bade ausgleicht und nebstdem die Entfernung der Leistensysteme ändert. Das Gewebe wird, wie aus Fig. 2 und 5 ersichtlich ist, von 4 auf 4'usw. bis zur letzten Leiste des oberen Systems 4 geführt, von welcher es über Walzen 22 unterhalb der Leisten 5 wieder nach oben läuft. Kleinere Unterschiede in der Länge des Warenstückes können durch VergTösserung oder Verminderung der Entfernung beider Leistensysteme ausgeglichen werden.
Die Einführung der Ware in den Apparat ist in der Fig. 3 veranschaulicht. Das Gewebe wird vom Rollholz 21 ! über die oberen Leisten 4 geführt und auf der gehobenen Leiste 4 befestigt. Die unteren Leisten 5 sind aus dem Apparat herausgenommen. Dann nimmt man die Leiste 5, schiebt sie zwischen 4 und 4'und senkt sie zum unteren Rahmen 7, wodurch das der doppelten Entfernung der Leisten ent-
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30 Sekunden für das Heben einer oberen Leiste maximal 20 Minuten dauert. Eventuell kann die Ware in den Apparat bei eingesetzten unteren Leisten 5 derart eingeführt werden, dass dieselbe unter ihnen
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Sämtliche Vorbereitungsarbeiten also z. B. Absehlichten oder Abgummieren, Abspülen, Ent- säuern, Färben usw., können auf dem Apparat durchgeführt werden. Das bezügliche Bad wird abgelassen und ein neues eingelassen. Das Einhängen der oberen Leisten auf die Platinen-wird erst nach dem Durhfeuchten des Gewebes durchgeführt, bis die Einschlumpfung ausgeglichen ist. Vom Apparat wird das Gewebe entweder in die Windewalzen oder in die Absaugvorrichtung geführt.
Das Herausnehmen des Gewebes wird nachstehend durchgeführt : Entweder wartet man, bis die Warennaht durch den Apparat wieder bis zur ersten oberen Platine gelangt, was beim Hub von 15 cm, 120 Hüben in einer Minute und Länge der Ware 50m, d. i. bei zirka 30 Leisten in 1% Stunden erfolgt, was beiläufig der Zeit entspricht, welche zur einfachen Färbung erforderlich ist, sodann wird der Abschluss 8 des unteren Rahmens entfernt, und die Ware kommt aus dem Apparat derart heraus, indem die einzelnen Leisten nach und nach entfernt werden, bis die Ware herausgezogen ist, oder im Falle, dass die Naht bei der Beendigung sich in der Mitte befindet, geht man zuerst von der Mitte zur ersten Leiste und dann von der letzten zur Mitte.
Einen besonderen Vorteil besitzt der Apparat für Farbstoffe, mit welchen unter der Flotte gefärbt und dann oxydiert werden muss, denn die Bewegung des Stoffes unter dem Niveau ist vollkommen ein-
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des Gewebes in der Trockenvorrichtung getrocknet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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bewegung der Glieder des einen oder des anderen Systems bewegt wird.