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Nischvorrichtung mit zwei zylindrischen, ineinander angeordneten Behältern.
Die Erfindung bezieht sich auf solche Mischvorrichtungen mit zwei zylindrischen, ineinander angeordneten Behältern, bei denen das unten aus dem inneren Behälter austretende Gut mittels einer Zentrifugalscheibe in einem Kreislauf durch den Ringraum zwischen beiden Behältern wieder in den inneren Behälter gefördert wird. Derartige Mischvorrichtungen haben sich in der Praxis überall dort. wo es sich um eine möglichst gleichmässige Verteilung pulvriger oder körniger Stoffe in Flüssigkeiten handelt, sehr gut bewährt, da zur Erreichung eines vollkommen homogenen Gemisches nur ein Bruchteil derjenigen Zeit bei geringerem Kraftbedarf benötigt wird als bei bisher bekannten Mischapparaten.
Die Erfindung bezweckt nun, Verbesserungen an derartigen Mischvorrichtungen zu schaffen, die es ermöglichen, den Mischvorgang noch mehr zu beschleunigen und die Intensität des Mischvorganges zu erhöhen, gleichzeitig aber auch Gelegenheit geben, in ein und derselben Mischvorrichtung mit dem gleichguten Erfolge grössere oder geringere Mengen zu verarbeiten.
Dies geschieht in erster Linie dadurch, dass die in der Wandung des inneren Behälters vorgesehenen Öffnungen einstellbaren Querschnitt besitzen und bis fast an den unteren Rand dieses Behälters reichen, so dass wahlweise ein Teil des Gutes unmittelbar aus dem Ringraum in den inneren Behälter übertreten kann. An sich sind zwar bei Mischvorrichtungen waagerechte Schlitze von möglichst geringem Querschnitt bekannt, die beim Übertritt der Flüssigkeit aus dem äusseren Ringraum in einen inneren Raum diese in möglichst feine Schleier verteilen, um dadurch den Mischvorgang zwischen dieser Flüssigkeit und einem kontinuierlich zugeführten staubförmigen Gut zu beschleunigen und gleichzeitig den sich bildenden Schaum zurückzuhalten.
Im Gegensatz hiezu sollen die den Ringraum mit dem Innenraum verbindenden Öffnungen zunächst einstellbaren Querschnitt besitzen und bis fast an den unteren Rand dieses Behälters reichen, damit ein Teil des Gutes bei der Ausführung des Kreislaufes abgetrennt'und in anderer als der normalen Kreislaufrichtung diesem wieder zugeführt wird, wodurch Wirbelungen entstehen, die den Mischeffekt erhöhen.
Abgesehen hievon. besteht die Möglichkeit, den Mischer auch dann verwenden zu können, wenn nur eine geringe Menge Gut vorhanden ist. die nicht ausreichen würde, um einen Kreislauf über den oberen Rand des inneren Behälters auszuführen.
Dadurch, dass man die als Schlitze ausgebildeten Öffnungen mit gegebenenfalls einstell- baren Leitblechen ausrüstet, kann man den in den Innenbehälter durch die Schlitze eintretenden Mischgutmassen eine besondere Richtung geben, beispielsweise auch den Drehsinn ändern, wodurch ebenfalls die Mischwirkung verbessert wird.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine Mischvorrichtung, Fig. 2
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etwas abgeänderter Bauart und Fig. 5 und 6 zwei Ausführungsformen der Zentrifugalscheibe.
Die Mischvorrichtung besteht aus einem äusseren Behälter 9 und einem inneren 10, der unten bei 11 offen ist, welche Öffnung durch einen Siebboden 12 abgeschlossen werden kann.
Zwecks Vermeidung schädlicher Räume geht die Wandung des Innenbehälters 10 allmählich in den mit der Öffnung 11 versehenen Boden über. Unterhall) der Öffnung 77 befindet sich
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eine Zentrifugalscheibe 13, die beliebig, beispielsweise durch den Antrieb 14. in Drehung versetzt werden kann. Die Zentrifugalscheibe ist entweder, wie aus Fig. 5 ersichtlich, als Flügelrad oder aber, wie Fig. 6 erkennen lässt, als Scheibe ausgebildet, die in diesem Falle beidseitig mit Rippen 15 und 16 ausgerüstet ist und Öffnungen 17 hesitzt.
In der Wandung des inneren Behälters 10 sind Öffnungen, u. zw. vorzugsweise Schlitze 18, vorgesehen, die entweder ohne Regelungsvorrichtungen glatt hindurchgehen oder aber, wie Fig. 2 erkennen lässt, mit turbinenschaufelähnlichen Leitblechen 19 ausgerüstet sind, die das im Ringraum kreisende Gut unter gleichzeitiger Änderung des Drehsinnes durch die Schlitze in den Innenbehälter leiten. Diese Leitbleche 19 können, wie Fig. 4 zeigt, auch verstellbar sein, indem sie um Zapfen 20 drehbar, beispielsweise durch Lenker 21 an einem gemeinsamen Ring 22 angelenkt sind. Dieser Ring 22 lässt sich mittels einer Feststellvorrichtung 23 von aussen steuern, so dass man es in der Hand hat, einerseits den Durchgangsquerschnitt der Schlitze 18, anderseits den Winkel der Leitbleche zu regeln.
Wie Fig. 3 erkennen lässt, besteht auch die Möglichkeit, die Schlitze ohne Leitbleche auszuführen und den Querschnitt derselben durch Schieber 24 zu verändern. Die Schieber 24 können entweder jeder für sich oder sämtliche gemeinsam verstellbar eingerichtet sein.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende :
Das in den Behälter eingeführte Mischgut, bestehend aus einer Flüssigkeit und pulvrigen oder körnigen Stoffen, füllt den Behälter etwa bis zum Spiegel, 26. Setzt man nun die Zentrifugalscheibe in Drehung, so wird die Flüssigkeit mit samt dem Gut aus dem inneren Behälter in Richtung der Pfeile (Fig, l) in den Ringraum zwischen innerem und äusserem Behälter gefördert und steigt in diesem hoch, bis es über den oberen Rand des Innenbehälters wieder in diesen zurückgelangt und somit einen Kreislauf beschreibt. Gleichzeitig tritt aber je nach der Öffnung der Schlitze 18 ein Teil des Gutes bereits durch die Schlitze ein ; es entsteht also eine mehrfache Unterteilung des am gesamten Kreislauf teilnehmenden Gutes. und gleich darauf findet wieder im inneren Behälter eine Vereinigung statt.
Hiedurch wird die Misehwirkung ganz wesentlich gefördert. Durch die Anordnung von Leitblechen entsprechend den Fig, 2 und 4 wird diese Wirkung noch erhöht, da das durch die Schlitze eintretende Gut eine Ablenkung im Sinne der Pfeile erfährt.
Ist die Mischvorrichtung nur teilweise gefüllt, also steht der Spiegel etwa nur bis 27 an. dann ist es an sich ausgeschlossen, dass die Flüssigkeit über den oberen Rand des inneren Behälters in diesen zurücktreten könnte, weil die Menge derselben nicht ausreicht, um den Ringraum bis an den Rand des inneren Behälters auszufüllen. In diesem Falle tritt nun das gesamte Gut durch die Schlitze in den Innenbehälter. Diese Schlitze ermöglichen also den für den Mischvorgang wesentlichen Kreislauf auch bei unvollkommener Füllung des Apparats.
Hiedurch wird die Verwendungsmöglichkeit ein und derselben Mischvorrichtung nicht unwesentlich erweitert. Sollten sich Fremdkörper in dem Mischgut befinden, dann können diese bzw. der die untere Öffnung des inneren Behälters abschliessende Siebboden 12 entfernt werden, indem man diesen Boden heraushebt, was unter Umständen auch während des Betriebes geschehen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mischvorrichtung mit zwei zylindrischen, ineinander angeordneten Behältern, bei der das unten aus dem inneren Behälter austretende Gut mittels einer Zentrifugalscheibe in einem Kreislauf durch den Ringraum zwischen beiden Behältern wieder in den inneren Behälter gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Wandung des inneren Behälters vorgesehenen, für andere Zwecke an sich bekannten Öffnungen einstellbaren Querschnitt besitzen und bis fast an den unteren Rand dieses Behälters reichen, so dass wahlweise ein Teil des Gutes unmittelbar aus dem Ringraum in den inneren Behälter übertreten kann.