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Spitzenverschluss für Weichen.
Die Erfindung betrifft einen Spitzenverschluss für Weichen. Die Haupttypen der zur Zeit bei den inländischen Hauptbahnen in Benutzung stehenden Verschlüsse für Weichenzungen sind der Spitzen- versehluss und das Hakenschloss. Der technische Nutzen und wirtschaftliche Fortschritt des Erfindunggegenstandes liegt nun in erster Linie darin, dass er die Vorzüge der beiden vorgenannten Versehlussarten in sich vereinigt und somit ein Höchstmass von Widerstandsfähigkeit gegen die auftretenden hohen Beanspruchungen und von Betriebssicherheit bietet.
Bei dem Hakenschloss ist es bekannt, dass die Teile, welche die auf eine selbsttätige Bewegung der Weichenzunge hinwirkenden Kräfte aufzunehmen haben, an den Backensehienen abgestützt werden, wogegen beim eigentlichen Spitzenverschluss in der Mittellinie des Gleises zwischen den Zungen ein Sperrgehäuse angeordnet ist, durch welches die Antriebsstange für die Zungen und die letzteren verriegelnden Stempel hindurchtreten und an welches eine Abstützung der Stempel gegen die erwähnten Kräfte stattfindet.
Die erfolgsbegründenden Mittel der Erfindung bestehen darin, dass zwei Sperrgehäuse vorgesehen sind, die auf der Aussenseite der Backenschienen befestigt werden und von denen jedes Sperrgehäuse in Gemeinschaft mit dem zugehörigen, an der Zungenspitze angreifenden, in bekannter Weise gestalteten Verriegehmgsstempel eine hakenartige Umklammerung der Zunge bildet.
. Zur Erläuterung des Erfindungsgedankens ist ein Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt Flg. 1 einen Querschnitt durch Backenschienen, Zunge und Verriegelungsgehäuse, Fig. 2 einen Grundriss des Verriegelungsstempels und der Antriebsstange sowie einen Horizontalsehnitt durch das Verriegelungsgehäuse nach 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht in. Richtung des Pfeiles x der Fig. 1 und Fig. 4 einen Grundriss des ganzen Verschlusses.
Für jede Baekensehiene a und b ist ein VelTiegelungsgehäuse c vorgesehen, das unter Verwendung eines winkelförmigen Laschenstuckes cl in der zugehörigen Laschenkammer der Baekensehiene a und b durch Schrauben cl starr befestigt ist. Dieses Verriegelungsgehäuse besitzt eine prismatische Durch-
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Sperrgehäuse c ab und ist in dieser Stellung dadurch verriegelt, dass sich der Stempelkopf fa an der An- triebsstange e und diese an der entsprechenden Fläche der prismatischen Durchbrechung cl des Sperr- gehäuses c abstützen. In dieser Stellung der Teile umklammern also Spprrgehäuse und Stempel Zunge und Baekensehiene und finden eine starre Abstützung an der letzteren.
Bei einer Verschiebung der
Antriebsstangee in Richtung des Pfeiles Xl folgt zunächst die Zunge i in der üblichen Weise dieser Bewegung, bis der Kopf f3 in die Ausnehmung cl der Stange e eintritt, worauf dann wiederum in bekannter Weise der Hakenteil e2 den Stempel f und die zugehörige Zunge h mitnimmt.
Die Erfindung hat eine erhebliche Anzahl von bedeutsamen technischen Vorzügen ; die Dauer- haftigkeit des Verschlusses an sieh ist durch die jahrzehntelange Bewahrung des bekannten Spitzen- verschlusses einwandfrei erwiesen. Ein Klaffen der Zunge, auch durch Spurerweiterungen ist ausge- schlossen, mit Rücksieht auf die Umklammerung ; dadurch entfällt auch das nicht unbedenkliche Strecken und Stauchen der Verriegelungsstempel und ein Entgleisen durch Zungenklaffen ist unmöglich. Kleine Zungenwrschiebungen sind im Gegensatz zum Hakensehloss möglich und zulässig.
Der neue Verschluss
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noch die Tatsache, dass trotz der hakenartigen Umklammerung der Zunge diese dennoch eine wesentlich grössere Öffnung gegenüber dem Hakensehloss aufweist ;
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spitzenversoluuss'für Weichen mit Verriegelungsstempel für die Antriebsstange, die zusammen mit dem Stempel durch eine entsprechende Öffnung eines Sperrgehäuses hindurchtritt, dadurch gekenn- zeichnet, dass zwei Sperrgehäuse (e) vorgesehen sind, die auf der Aussenseite der Backenschiene befestigt werden und. von denen-jedes in Gemeinschaft mit dem zugehörigen Verriegelungsstempel eine haken- artige Umklammerung der Zunge bildet.