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Aus mehreren Einheiten bestehende Lokomotive.
Die Erfindung bezieht sich auf Lokomotiven, die aus mehreren Einheiten bestehen und deren Wasser-oder Brennstoffbehälter oder Wasser-und Brennstoffbehälter von den Triebeinheiten vor oder hinter dem Kessel oder vor ujd hinter dem Kessel getragen werden.
Die bisher konstruierten, aus mehreren Einheiten bestehenden Lokomotiven der erwähnten Art haben den Nachteil, dass es zum Zwecke der Zugänglichkeit der zwischen den Seitenplatten des Rahmens liegenden Bestandteile und zwecks Entfernung auszubessernder oder zu ersetzender Rohre des angrenzenden Kessels notwendig ist, die Behälter vom Rahmen gänzlich abzunehmen. Um diese Schwierigkeiten zu beseitigen, war es bisher üblich, am Ende des an die Rauchkammer grenzenden Behälters eine Ausnehmung vorzusehen. Diese Ausnehmung ermöglicht jedoch nicht, sämtliche Rohre zu entfernen und verringert ausserdem den für die Aufnahme des Wassers und Brennstoffes wertvollen Rauminhalt des Behälters.
Überdies kommt es häufig vor, dass eine zum Herausziehen der Rohre aus dem Kessel genügend grosse Ausnehmung überhaupt nicht vorgesehen werden kann. In solchen Fällen war es bisher, wie bereits erwähnt, notwendig, den Behälter vom Rahmen der Lokomotive gänzlich abzunehmen, welcher Vorgang viel Arbeit und die Benützung eines Kranes zum Heben des Behälters erforderte.
Die Erfindung bezweckt die Zugänglichkeit der erwähnten Bestandteile der Lokomotive zu ermöglichen, ohne dass es notwendig wäre, die Behälter von dem Lokomotivrahmen zu entfernen. Erfindungsgemäss wird dieser Zweck im allgemeinen dadurch erreicht, dass die Behälter auf dem Rahmen derart aufgebracht und angeordnet werden, dass die gewünschte Zugänglickeit leicht möglich ist. Ein Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die Behälter aus ihrer normalen Lage soweit entfernt werden können, dass sich die Kesselrohre mittels einer einen Teil der Lokomotive bildenden Vorrichtung herauszuziehen lassen, ohne dass es notwendig ist, die Behälter vom Lokomotivrahmen zu trennen.
Die Erfindung beruht auch darin, die Behälter zu heben und auf den Plattenrahmen abzustützen, statt ihre Böden auf den Seitenrahmen ruhen zu lassen, wie dies gewöhnlich bei Lokomotiven zutrifft, die aus mehreren Einheiten bestehen und Plattenrahmen aufweisen. Im letzteren Falle ist es praktisch unmöglich, zu den innerhalb der Seitenrahmen gelegenen Rohren zu gelangen, ohne die Behälter zuerst zu entfernen oder die Lokomotive über eine Putzgrube zu stellen. Das Entfernen der Behälter erfordert einen grossen Arbeitsaufwand und die Benützung eines Kranes, der nicht immer entspricht, während Putzgruben, mittels der die Unterseite der Lokomotive zugänglich ist, nicht immer verfügbar sind. Überdies ist die Zugänglichkeit der Kesselrohre mittels einer Putzgrube nicht leicht möglich, da die Rohre gewöhnlich über den Achsen der Lokomotive liegen.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes in schematischer Weise. Fig. 1 stellt eine Gesamtansicht einer Ausführungsform einer Lokomotive mit mehreren Einheiten und Fig. 2 eine Gesamtansicht einer abgeänderten Ausführungsform derselben Lokomotive dar.
Die Kesseleinheit 2 beider Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes weist einen Rahmen 3 auf, der durch Gelenke 3a und 3b mit den Lokomotiveinheiten 4 und 5 bzw. mit deren Rahmen 4a und 5a verbunden ist.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der Lokomotive bestehen die Mittel, die zur leichteren Zugänglichkeit der Rohre und sonstigen Elemente unter dem an der rückwärtigen Seite des Kessels angeordneten Behälter 6 vorgesehen sind, aus Streben oder starren Stützen 7,8 und 9, die am
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Behälter 6 und an den Plattenrahmen 5 a befestigt sind und zwischen denen genügend grosse Räume freigelassen sind um die Zugänglichkeit der Rohre und sonstigen Teile unter dem Behälter und innerhalb der Plattenrahmenteile zu ermöglichen.
Um den Zugang zum Behälter 10 vor dem Kessel und das Entfernen der Rohre und sonstigen Teile unter dem Behälter 10 zu erleichtern, ist dieser Behälter mit Rollen 11 versehen, so dass er sich auf dem Rahmen 4a verschieben lässt. Der Behälter wird aus seiner Normalstellung in die durch strichpunktierte Linien angedeutete Stellung mittels einer Schraube 12 bewegt, die in Lagern am Endteile des Rahmens 4a angeordnet ist und einen vorstehenden Teil. ! 2a für die Anordnung eines Handgriffes oder sonstigen Organes zum Drehen der Schraube aufweist. Diese Schraube ist mit einer an der Bodenplatte des Behälters 10 befestigten Mutter 12b versehen.
Durch Drehen der Schraube 12 kann der Behälter in die durch strichtpunktierte Linien angedeutete Stellung gezogen werden und erleichtert auf diese Weise nicht nur den Zugang zu den Rohren und Teilen unter dem Behälter, sondern auch das Entfernen und Auswechseln der Kesselrohre durch die Rauchkammer hindurch.
Bei der in Fig. 2 veranschaulichten Ausführungsform werden die gleichen Vorteile dadurch erreicht, dass der Behälter 13 an seinem vorderen Ende mit Gelenken 14 versehen ist, so dass er in die mit strichpunktierte Linien angedeutete Stellung gekippt werden kann. Diese Kippbewegung erfolgt mittels einer bogenförmigen Zahnstange 15, die mit ihrem oberen Ende an der Unterseite des Behälters befestigt ist und mit einem Zahnrad 16 in Eingriff steht, dessen Achse in der Verlängerung 4b des Rahmens gelagert und mit einem Fortsatz versehen ist, an dem ein Handgriff oder anderes Organ angebracht ist, um die Betätigung des Zahnrades 16 und dadurch das Heben und Senken des Behälters zu erleichtern.
Die Erfindung beugt somit der Notwendigkeit vor, im Behälter eine lange Ausnehmung anzuordnen, oder den Behälter von der Lokomotive gänzlich zu entfernen, indem Mittel vorgesehen sind, durch die der Behälter aus seiner Normalstellung mühelos soweit bewegt werden kann, dass sich die Kesselrohre leicht entfernen oder die unter dem Behälter innerhalb des Lokomotivrahmens befindlichen Rohre untersuchen zu lassen.
In der Normallage ist der Behälter daher mit dem Rahmen der Lokomotive starr verbunden, doch werden Behälter und Rahmen so konstruiert, dass es möglich ist, den Behälter auf der Lokomotive zu bewegen, ohne dass es notwendig wäre, einen Kran oder eine andere Vorrichtung zu benützen, die keinen Teil der Lokomotive bildet.
PATENT-ANSPRÜCHE ÜCHE-
1. Aus mehreren Einheiten bestehende Lokomotive mit einem Wasser-oder Brennstoffbehälter vor der Kesselrauchkammer, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter auf dem mit ihm verbundenen Tragrahmen derart beweglich angeordnet ist, dass der Zugang zu den Kesselrohren ermöglicht ist.