AT114096B - Steueranordnung für Druckluftbremsen zur Ermöglichung des Gebens von längere Zeit dauernden Füllstößen. - Google Patents

Steueranordnung für Druckluftbremsen zur Ermöglichung des Gebens von längere Zeit dauernden Füllstößen.

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AT114096B
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Austria
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brake
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piston
line
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Inventor
Ivar Drolshammer
Original Assignee
Knorr Bremse Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Steueranordnung   für Druckluftbremsen zur   Ermöglichung   des Gebens von längere
Zeit dauernden   Fiillstössen.   
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 <Desc/Clms Page number 2> 

 ohne das Rückschlagventil 124 wäre vollständig unbrauchbar, weil dann der Steuerkolben 1 der Druckverminderung in der Leitung nicht mehr sofort folgen könnte. Durch eine solche verspätete Bewegung des Steuerkolbens würde die sogenannte Durchschlagsgeschwindigkeit in unzulässiger Weise verkleinert und die Bremse in unzulässiger Weise verspätet zur Wirkung kommen. Ausserdem bestände die Gefahr, dass bei geringer Druckverminderung in der Leitung der Druck unter dem Steuerkolben 1 sich durch die Drosselbohrung 37 mit dem Leitungsdruck ausgleichen könnte, so dass das Bremssteuerventil gar nicht in Funktion treten würde. 



   Das Rückschlagventil 124 kann selbstverständlich in verschiedenster Weise ausgeführt werden. 
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 ventil in diesem selbst oder auch als Nütchen in der   Sitzdichtungsfläche   angebracht werden. 



   Um ein weiteres Verzögern des Auffüllen des Steuerbehälters A zu verwirklichen, ist der Steuerkolben 1 in der   Längsrichtung in   irgendeiner Weise mit einem kleinen Kolben 120 verbunden. In der gezeichneten Steuerkolbenstellung"Bremse ganz   gelöst" kann Leitungsluft,   die sich ständig auf der oberen Seite des Steuerkolbens 1 befindet, durch die Drosselbohrung 37 in den Steuerbehälter A strömen, 
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 und dem Steuerbehälter   A   derselbe Druck wie in der Leitung, z. B. der normale Leitungsdruck, herrscht. 



   Beim Einleiten einer Bremsung wird der Leitungsdruck auf der oberen Seite des Steuerkolbens 1 vermindert, dadurch wird dieser durch den höheren Druck im Steuerbehälter A und Hilfsluftbehälter B nach oben gedrückt. Durch diese Bewegung schliesst der Steuerkolben 1 mittels seiner Manschette 58 
 EMI2.3 
 auf annähernd dieselbe Grösse wie vor der Bremsung nehmen der Steuerkolben 1 und der kleine Kolben 120 die gezeichnete Lage wieder ein, wodurch die Leitung mit dem Steuerbehälter A und dieser mit dem Hilfsluftbehälter B verbunden wird. 



   Bei einer Vollbremsung sinkt der Druck im   Steuerbehälter A   z. B. um   0'2   Atm., z. B. von 5 auf   4'8   Atm., bei einem Inhalt von 15 Liter infolge der Volumenvergrösserung des Steuerbehälters A durch den zurückgelegten Hub des Steuerkolbens 1 von z. B. 35 mm. Gleichzeitig ist der Druck im Hilfs- 
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 in Stellung I, Füllstellung, so kann die Druckluft aus dem Hauptluftbehälter der Lokomotive ungedrosselt in die Hauptleitung strömen. Am Anfang des Zuges steigt daher der   Leitungsdruck plötzlich   auf z. B. 7 Atm. Der Lokomotivführer kann das Führerbremsventil in dieser Stellung liegenlassen, bis im Hilfsluftbehälter wieder zirka   4'8   Atm. erreicht ist. Dies dauert verhältnismässig lange, da der Hilfsluftbehälter B z.

   B. 28-50 Liter gross und der Luftverbrauch aus diesem beim Bremsen ziemlich gross ist. 



   Bei ganz langsamem Vermindern des Leitungsdruckes kann die Luft aus dem Steuerbehälter A und dem Hilfsluftbehälter B durch die Öffnung 37 in die Leitung   zurückströmen,   ohne dass die Bremssteuerventile anspringen, wie es bei andern bekannten Bremsen der Fall ist. 



   Die Öffnung 121 zum Hilfsluftbehälter kann auch so angeordnet werden, dass sie vor Erreichen des vor der Bremsung herrschenden Leitungsdruckes wieder geöffnet wird, wodurch der Steuerkolben 1 z. B. bei   4'85   Atm. statt 5 Atm. in seine tiefste Lage geht und die Bremse sich ganz löst. 



   Die Öffnung 121 kann auch so angeordnet werden, dass sie bei Leitungsdruckverminderung eher 
 EMI2.5 
 möglichst klein ausgeführt werden kann. 



   Damit der Querschnitt der Verbindung zwischen Leitung und Steuerbehälter A, Loch 37, mit Rücksicht auf das Erreichen einer grossen   Durchsc1ùagsgeschwindigkeit   möglichst klein wird, kann zwischen   Hilfsluftbehälter   und Öffnung 121 zum Kolben 120 ein   Rückschlagventil   123 eingebaut werden. Bei ganz langsamer Druckverminderung in der Leitung, bei der das Bremssteuerventil mit   Rücksicht   auf Rangiermanöver einzelner Wagen nicht anspringen soll, kann dann nur Luft aus dem Steuerbehälter in die Leitung strömen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Steueranordnung für Druckluftbremsen zur   Ermöglichung   des Gebens von starken, längere Zeit dauernden Füllstössen, dadurch gekennzeichnet, dass das   Auffüllen   des Steuerbehälters stark verzögert wird, indem für das Füllen des Steuerbehälters (A) nur ein stark gedrosselter Querschnitt zur Verfügung steht, während beim Bremsen für das Zurückströmen der Luft aus dem Steuerbehälter (A) nach dem Steuerkolben (1) des Bremssteuerventils hin ein grosser Querschnitt selbsttätig durch die Druckverminderung in der Leitung eingeschaltet wird.

Claims (1)

  1. 2. Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Leitung zwischen dem Steuerkolben (1) des Bremssteuerventils und dem Steuerbehälter (A) ein nach dem Steuerbehälter <Desc/Clms Page number 3> hin sich schliessendes RÜckschlagventil (124) und eine dieses umgehende, ständig offene Drosselbohrung (125) angeordnet sind.
    3. Steueranordnung für Druckluftbremsen zur Ermögliehung des Gebens von starken, längere Zeit dauernden Füllstössen, dadurch gekennzeichnet, dass das Auffüllen des Steuerbehälters (A) stark verzögert wird, indem der Steuerkolben des Bremssteuerventils ohne Anwendung eines vor diesem ange- ordneten Umschaltsteuerventils in Stellung für ganz gelöste Bremse die Leitung mit dem Steuerbe- hälter (A) und diesen mit dem Hilfsluftbehälter (B) verbindet, während beim Einleiten einer Bremsung durch Vermindern des Leitungsdruckes das Steuerventil die Verbindung zwischen Leitung und Steuer- behälter und auch die Verbindung zwischen Steuerbehälter und Hilfsluftbehälter absperrt, bis die Bremse wieder ganz gelöst ist.
    4. Steueranordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerkolben (1) des Bremssteuerventils die Verbindung zwischen Leitung und Steuerbehälter steuert, während die Ver- bindung zwischen Steuerbehälter und Hilfsluftbehälter durch einen vom Steuerkolben (1) bewegten, getrennt angeordneten Kolben (120), Schieber od. dgl. gesteuert wird.
    5. Steueranordnung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (121) zum Hilfsluftbehälter (B) derart angeordnet ist, dass diese beim Lösen wieder geöffnet wird, ehe der Steuerkolben (1) seine tiefste Lage wieder eingenommen hat, damit sich die Bremse bei einem niedrigeren Leitungsdrue, k als dem vor der Bremsung herrschenden ganz löst.
    6. Steueranordnung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (121) zum Hilfsluftbehälter (B) derart angeordnet ist, dass bei Leitungsdruckverminderung diese Öffnung eher abgeschlossen wird als die Öffnung (37) zum Steuerbehälter (A), damit die Öffnung (37) einen möglichst kleinen Querschnitt mit Rücksicht auf den sogenannten Empfindlichkeitsgrad des Bremssteuerventils erhalten kann.
    7. Steueranordnung nach den Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Hilfsluftbehälter (B) und Öffnung (121) zum kleinen Kolben (120) des Bremssteuerventils ein Rückschlag- ventil (123) vorgesehen ist, damit, wenn das Bremssteuerventil nicht anspringen soll, nur Luft aus dem Steuerbehälter in die Leitung zurückströmen kann. EMI3.1
AT114096D 1927-09-26 1928-09-05 Steueranordnung für Druckluftbremsen zur Ermöglichung des Gebens von längere Zeit dauernden Füllstößen. AT114096B (de)

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