AT114079B - Bei Hochwasser selbsttätig freilegbarer Wehraufsatz. - Google Patents

Bei Hochwasser selbsttätig freilegbarer Wehraufsatz.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Bei Hochwasser   selbsttätig freilegbarer Wehraufsatz.   



   Die Erfindung hat einen bei Hochwasser selbsttätig freilegbaren,   abschwimmenden   Wehraufsatz jener Bauart zum Gegenstande, bei der der Aufsatz aus mehreren sich überlappenden und an Ständern abstützenden Einzeltafeln besteht und die Endtafel landseitig durch einen zwecks Freigabe hochschiebbaren Sperriegel festgehalten ist, wobei ein den letzteren betätigender zweiarmiger Gewichtshebel durch einen Schwenkhebel verriegelt ist, dessen   Auslösebewegung durch   einen aufrecht geführten Schwimmer selbsttätig gesteuert wird. 



   Sollen solche Wehraufsätze ihren Zweck trotz der auftretenden gewaltigen Strömungs-und Lagerdrücke sowie der unvermeidlichen   Wehrversandung,-verstrüppung od.   dgl. und schliesslich der Verrostung der Eisenteile jederzeit zuverlässig und rechtzeitig erfüllen, so muss vor allem ihr gesamtes Auslösewerk bei einfacher Bauart einerseits feinspielend, anderseits schlagartig plötzlich und zudem mit wachsender Kraft wirksam ausgebildet und auch gegen Einfrierung gesichert sein, was bisher baulich voll nicht beachtet worden ist. Hiezu ist vorzugsweise auch eine einfach zu bewirkende Feinregelbarkeit 
 EMI1.1 
 Wiederaufstellbarkeit des Aufsatzes erforderlich. 



   Die Erfindung bezweckt, diesen   Vorbedingungen gerecht   zu werden, und besteht zunächst darin, dass der erwähnte Gewichtshebel ein   Kip-kniehebel   mit einem eine Anschlagnase od. dgl. des Sperriegels oder seines Schaftes gleitbar untergreifenden Hubarm und einem stark aufwärtsgerichteten Gewiehtsarm ausgebildet sowie eine auf letzteren wirkende, aufrecht   aussehwingbare,   vorzugsweise einarmige
Sperrklinke vorgesehen ist, deren   Lüftausschlag   durch eine aufrechte   Stossstange   des Schwimmers herbeigeführt wird. 



   Gemäss einer weiteren Erfindung kann auf der Stossstange vorzugsweise ein eigenes, höher oder tiefer einstellbares Stossglied vorgesehen sein, um bei gleicher Sehwin mer-Höhenlage den   Lüftausschlag   der Klinke und demzufolge die Freigabe der Endtafel früher oder später, z. B. je nach der genehmigten   Pberflutungshöhe,   herbeiführen zu können. 



   Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Wehraufsatzes dar, u. zw. in Fig. 1 eine Draufsicht der Anlage und in Fig. 2 einen aufrechten Querschnitt durch die Wehrabschlussdecke samt Endtafel (wobei die an sich bekannte Abstützung mittels Ständers samt hinterer Schrägstrebe nicht eingezeichnet und nur die Verriegelung angedeutet ist) sowie die zugehörige Seitenansicht des Auslösewerkes. 



   Der Wehraufsatz besteht aus den einzelnen Tafeln a und der erheblich kürzeren (kleineren) Endtafel e, welche Tafeln bekannterweise bei gegenseitiger Überlappung an je einen   Stützständer   (Griessäule) anliegen, der an der   Abschussdeeke   umklappbar angelenkt und durch eine hintere, oben an ihn angelenkte, unten hingegen an der Decke lose abgestützte, z. B. in eine Einsenkung eingreifende Schrägstrebe b festgehalten ist.

   Jede Tafel ist nur mit der Strebe ihres zugehörigen Ständers durch eine Kette od. dgl. verbunden, so dass bei Freigabe des Wehraufsatzes jeder Ständer samt seiner Strebe und einer Tafel nur ein an nunmehr ganz freiliegenden Wehrkappbaum verankertes kurzes Gehänge bildet, das einerseits kaum in den Wirbelbereieh der Wehrströmung gelangt, anderseits ein einfaches, rasches Wiederaufstellen des Aufsatzes ermöglicht. 



   Zur landseitigen Feststellung der Endtafel e dient ein aufrecht geführter Sperriegel d, der, gegebenenfalls nur mit kurzen   Nasenzapfen,   in Ösen od. dgl. der Endtafel eingreift und der mittels seines Schaftes zwecks Freigabe der Endtafel hochschiebbar ist. 

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   Zu diesem Zweck dient ein auf einem waagrechten Zapfen lose gelagerter Kipp-Kniehebel, der in Bereitstellung mit seinem Hubarm   t   einen auf dem Riegelschaft vorgesehenen, gegebenenfalls verschieden hoch feststellbaren Anschlag unmittelbar oder abstandsweise untergreift und mit dem andern ein Gewicht tragenden Arm s stark aufwärts geneigt ist. Dank dieser Ausbildung findet beim Herunterkippen des Kniehebels (strichliert angedeutet) ein   Anwachsen   des Drehmomentes und der Arbeitsleistung statt und wird der   Sperriegel schlagartig plötzlich   und zuverlässig betätigt ; dies um so mehr, als der Winkelaussehlag des Kipphebels erheblich ist und infolge des losen Gleitens des einen Hubarmes am Schaftanschlag keine Schiefstellung des Schaftes erfolgen kann.

   Zur Verriegelung des Kniehebels in der Bereitstellung ist eine um einen Zapfen aufrecht   schwingbare,   z. B. einarmige Sperrklinke r mit einer Sitzrast oder Nase für das Ende des Kniehebel-Gewichtsarmes vorgesehen, die in ihrer Sperrstellung z. B. durch eine Federung oder Gewichtsbelastung gehalten sein kann. Zur Auslösung des Kipphebels ist somit nur ein sehr geringes Lüften und Anheben der Klinke, sei es von Hand aus oder durch den selbsttätig wirkenden Schwimmer e mittels der an ihm bekannterweise vorgesehenen aufrechten Stossstange oder Spindel h nötig. Ist der Schwimmer abseits von der Klinke angeordnet, wie dies bei dem dargestellten Ausführungs- 
 EMI2.1 
 und eines diesen mit der Klinke zwangläufig verbindenden, über   Führungs-oder   Spannrollen p laufenden   Seil- oder Kettenzuges 0   bewirkt werden.

   Auch in diesem Falle genügt ein ganz geringes Anheben des
Steuerhebels m von Hand aus oder durch die Sehwimmerspindel, um den Wehraufsatz sofort freizulegen. 



   Zu diesem Zwecke kann auf der Spindel ein eigenes   Anschlagsglied t   vorgesehen sein. 



   Um nun bei gleicher Schwimmer-Höhenlage ein früheres oder späteres Freilegen des Wehrauf- satzes, d. h. Lüften der SpelTklinke herbeiführen, also z. B. die Wirksamkeit des selbsttätigen Aus- lösewerkes der jeweilig genehmigten'Überflutungshöhe entsprechend auf einfache Weise regeln zu können, kann z. B. das Anschlagglied auf der Schwimmerspindel längs verstellbar, d. h. höher oder tiefer einstellbar eingerichtet sein. 



   Die Zeichnung zeigt ferner, wie der Zuführungskanal zum und beim Schwimmer gegebenenfalls von   Schotter- ul1d Sandablagenmg durch Öffnen   eines Schiebers gegen den Entsandungskanal von diesen
Materialien auf einfachste Weise mittels Durchspülen befreit wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bei Hochwasser selbsttätig freilegbarer Wehraufsatz mit sich seitlich überlappenden Einzel- tafeln und einem zwecks landseitiger Freigabe der Endtafel   hoehschiebbaren   Sperriegel sowie einem diesen betätigenden zweiarmigen Gewichtshebel, dessen selbsttätige Auslösung durch einen seinen Sperr- hebel steuernden, aufrecht geführten Schwimmer erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichts- hebel als   Kipp-Kniehebel   mit einem einen   Anschlag am Sperriegel (d)   lose untergreifenden Hubarm (t) sowie einem nach oben gerichteten   Gewichtsarm   (s) ausgebildet und eine aufrecht schwingbare, vor- zugsweise einarmige Sperrklinke   (1')   für den Gcwichtsarm vorgesehen ist, die durch eine bekannter- weise am Schwimmer (e) angebrachte,

   vorzugsweise lose angreifende Stossstange (7b)   steuer-und lüft-   bar ist.

Claims (1)

  1. 2. Wehraufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Stossstange ein höher oder tiefer verschieb-und feststellbares Anschlagsglied (n) zur Herbeiführung der Klinkenlüftung vor- gesehen ist, um bei gleicher Schwimmerhöhenlage eine frühere oder spätere selbsttätige Freigabe der Endtafel, etwa je nach der genehmigten Überflutungshöhe, herbeiführen zu können.
AT114079D 1928-04-03 1928-04-03 Bei Hochwasser selbsttätig freilegbarer Wehraufsatz. AT114079B (de)

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