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Im Freien oder in Sälen aufstellbare Kegelbahn
Die Erfindung betrifft eine im Freien oder in Sälen aufstellbare Kegelbahn, welche eine Kugellaufbahn mit Kegelstand und einen vom vorderen Ende der Kegellaufbahn aus bedienbaren, mechanischen Kegelaufstellmechanismus umfasst, wobei jeder einzelne Kegel durch ein über eine Umlenkrolle geführtes Seil an je ein Fallgewicht angelenkt ist, welches bei getroffenem Kegel niederfällt und den getroffenen Kegel hochzieht.
Kegelbahnen mit mechanischem Kegelaufstellmechanismus zeichnen sich im Vergleich zu den bekannten elektrischen Kegelbahnen durch geringere Herstellkosten und bessere Eignung für eine Aufstellung im Freien aus. Allerdings besteht bei einem mechanischen Aufstellmechanismus eine besondere Schwierigkeit darin, dass einerseits die Auslösung für ein Hochziehen eines getroffenen Kegels sehr sensibel sein soll und dass anderseits das Wiederaufstellen der Kegel rasch und zuverlässig durchführbar sein muss. In andern Worten muss sich der Kegelaufstellmechanismus bei aufgestellten Kegeln in einem sehr labilen, jedoch definierten Zustand befinden, in welchen der Kegelaufstellmechanismus ohne Störanfälligkeit überführbar sein muss.
Bei einer bekannten mechanischen Kegelbahn (deutsche Patentschrift Nr. 120499) sind an den Kopf der Kegel jeweils Stangen angelenkt, welche an ihrem andern Ende jeweils durch ein über eine Umlenkrolle geführtes Seil an ein Fallgewicht angebunden sind, welches bei getroffenem Kegel niederfällt und die zugehörige Stange mit dem anhängenden Kegel hochzieht. An jeder Stange ist ein Anschlag vorgesehen, welcher bei stehendem Kegel an einem ortsfesten Widerlager anliegt, so dass das Fallgewicht in seiner oberen Lage gehalten ist, bis bei getroffenem Kegel der Anschlag vom Widerlager abrutscht. Beim erneuten Anheben des Fallgewichtes und Aufstellen des Kegels wird der Anschlag wieder in Eingriff mit dem Widerlager gebracht.
Bei der bekannten Ausführungsform lässt sich bei Verwendung eines sehr kleinen, leicht vom Widerlager abrutschenden Anschlages zwar eine sensible Auslösung erreichen, jedoch ist es in einem solchen Falle schwierig, beim Wiederaufstellen des Kegels den Anschlag in Eingriff mit seinem Widerlager zu bringen. Wenn dagegen ein grosser, sicher das Widerlager hintergreifender Anschlag vorgesehen wird, ist die Auslösung nicht mehr sensibel. Bei einer ähnlichen bekannten Kegelbahn (deutsche Patentschrift Nr. 101859) sind statt ortsfester Widerlager bewegliche Klinken für den Eingriff an den Anschlägen vorgesehen.
Jede Klinke muss dort aber beim Aufstellen der Kegel durch zusätzliche Zugvorrichtungen in Eingriff mit dem zugehörigen Anschlag gebracht werden, wodurch ein erheblicher technischer Aufwand und eine umständliche Bedienung des Kegelaufstellmechanismus bedingt werden.
Es ist weiterhin eine als Standgerät ausgebildete Kleinkegelbahn bekannt (USA-Patentschrift Nr. 1, 064, 063), bei welcher die Kegel Verlängerungsstangen tragen, die jeweils an ein Ende eines Doppelhebels angelenkt sind, welcher an seinem andern Ende ein Fallgewicht trägt. An den Stangen sind Rastkerben vorgesehen, in welche bei stehendem Kegel ortsfeste Rastnasen einrasten und die Fallgewichte in ihrer oberen Stellung halten. Dieser Mechanismus ist aber für übliche, grosse Kegelbahnen nicht verwendbar, da durch ein geringes, beim Wiederaufstellen unvermeidbares Pendeln der Kegel der Rasteingriff nicht zustandekommen würde. Darüber hinaus ist bei der bekannten Ausführungsform die Auslösung nicht sensibel, da z.
B. ein seitlich zur Richtung des Rasteingriffes getroffener Kegel kaum ein Ausrasten und nachfolgendes Hochziehen des Kegels bewirken würde.
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Bei einer andern bekannten Kleinkegelbahn (USA-Patentschrift Nr. 2, 327, 350) sitzen die Fallgewichte jeweils an einem in seiner oberen Lage durch eine individuelle mechanische Verriegelung gehaltenen Schwenkarm, wobei die Verriegelungen jeweils durch die beim Umfallen ihres zugeordneten Kegels auftretenden Fallkräfte lösbar sind und alle Fallgewichtsschwenkarme auf einer gemeinsamen Achse gelagert sind und für alle Fallgewichtsschwenkarme eine gemeinsame Aufstellstange vorgesehen ist, die im Fallweg aller Fallgewichtsschwenkarme liegt und über einen Seilzug od. dgl. in Fernbedienung hochbewegbar ist. Die mechanische Verriegelung ist dort jeweils durch ein Hilfsgewicht erreicht, das zunächst vom getroffenen Kegel angehoben werden muss, ehe das Fallgewicht niederfällt und den getroffenen Kegel hochzieht.
Bei der bekannten Vorrichtung liegt jedoch keine sensible Auslösung vor, da bei getroffenem Kegel zunächst ein Hilfsgewicht angehoben werden muss, das schwerer als sein zugehöriger Kegel ist und folglich nur von einem mit Schwung getroffenen Kegel angehoben werden kann. Bei einer ähnlichen bekannten Kegelbahn (USA-Patentschrift Nr. 1, 826, 154) sind die Fallgewichtsarme in ihrer oberen Lage durch federbelastete Sperrglieder verriegelt, und die Kraft dieser Federn muss durch die Pendelbewegung der getroffenen Kegel überwunden werden, ehe die Fallgewichte niederfallen können. Auch bei dieser bekannten Ausführungsform liegt infolgedessen keine sensible Auslösung vor.
Es sind ferner Kegelbahnen mit magnetisch haftenden Kegeln bekannt, bei welchen jeder einzelne Kegel durch ein über eine Umlenkrolle geführtes Seil an je ein Fallgewicht angelenkt ist, welches bei getroffenem Kegel, d. h. bei unterbrochenem Magnetschluss, niederfällt und den getroffenen Kegel hochzieht. Da bei stehendem Kegel der Magnetschluss ausreichend stark sein muss, um die Fallgewichte in ihrer oberen Lage zu halten, ist eine beachtliche Mindeststossenergie erforderlich, um einen Kegel zu Fall zu bringen, und ist also auch auf diesem Wege keine sensible Auslösung zu erreichen. Darüber hinaus sind Kegelbahnen mit magnetisch haftenden Kegeln insbesondere bei der Aufstellung im Freien äusserst störanfällig.
Durch die Erfindung soll eine Kegelbahn mit fernbedienbarem, mechanischem Kegelaufstellmechanismus geschaffen werden, bei welchem ein Hochziehen eines getroffenen Kegels sehr sensibel auslösbar ist und bei welchem das Wiederaufstellen der Kegel rasch und zuverlässig durchführbar ist. Darüber hinaus soll der Kegelaufstellmechanismus robust aufgebaut und gegen Witterungseinflüssen, Verschmutzung (z. B. durch welkes Laub) od. dgl. weitgehend störunanfällig sein.
Die Erfindung geht aus von einer Kegelbahn der eingangs genannten Art und ist gekennzeichnet durch die Kombination der folgenden Merkmale : a) In an sich bekannten Weise sitzen die Fallgewichte jeweils an einem in seiner oberen Lage durch eine individuelle mechanische Verriegelung gehaltenen Schwenkarm, wobei die Verriegelungen jeweils durch die beim Umfallen ihres zugeordneten Kegels auftretenden Fallkräfte lösbar sind und alle Fallgewichtsschwenkarme auf einer gemeinsamen Achse gelagert sind und für alle Fallgewichtsschwenkarme eine gemeinsame Aufstellstange vorgesehen ist, die im Fallweg aller Fallgewichtsarme liegt und über einen Seilzug od. dgl. in Fernbedienung hochbewegbar ist ;
b) die Verriegelungen bestehen jeweils aus Wippen, welche an einem Ende eine lose drehbar gelagerte Rastrolle tragen und welche in der Verriegelungsstellung mit der Rastrolle die freien Enden der Fallgewichtsschwenkarme unterfassen und in an der Unterseite der Fallgewichtsschwenkarme vorgesehene Rastmulden eingreifen ; c) die Wippen tragen an ihrem der Rastrolle abgewandten Ende je eine Umlenkrolle, über welche jeweils eines der zu den Kegeln führenden Seile mit einem gewissen Umschlingungswinkel verläuft.
Durch die Erfindung ist ein Kegelmechanismus mit äusserst empfindlicher Auslösung erreicht, da durch die Fallkräfte eines getroffenen Kegels lediglich die Reibung der Rastrolle am Schwenkarm überwunden werden muss. Anderseits ist aber durch die Verwendung insbesondere der Wippe eine zuverlässige überführung des Machanismus in seine Grundstellung (aufgestellte Kegel) gewährleistet, so dass die beiden wesentlichsten Anforderungen an einen mechanischen Kegelaufstellmechanismus erfüllt sind.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen : Pig. l eine perspektivische Gesamtdarstellung der Kegelbahn nach der Erfindung, Fig. 2 eine perspektivische Teildarstellung des hinteren Endes der Kegelbahn mit Kugelfangfläche und Kugelrückschlagklappe, Fig. 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles III in Fig. l auf den
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Die dargestellte Kegelbahn umfasst eine ebene Kugellaufbahn --1-- mit Kegelstand --2-und einer nach hinten ansteigenden Kugelfangfläche --3--. Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, fällt die Kugelfangfläche --3-- sowohl in Längs- als auch in Querrichtung zu ihrer vorderen rechten
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flexiblen Kunststoffolie bestehen kann. Oberhalb des Kegelstandes-2-ist auf einem Rahmengerüst - 6-- ein Kegelaufstellmechanismus --7-- angeordnet, der über einen am vorderen Ende der
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--1-- angeordneten Handhebel --8-- und Seilzug --9-- in- abgedeckt.
Neben der Kugellaufbahn-l-ist ferner eine erhöht angeordnete, aus zwei parallelenn Schienen gebildete Kugelrücklaufrinne --10-- angeordnet, auf welche die geworfenen Kugeln von der tiefliegenden Ecke der Kugelfangfläche-3--aus mittels eines Kugelkorbes-11-- (Fig. 4 und 5) in noch zu beschreibender Weise in Fernbedienung aufgegeben werden, wonach die Kugeln auf der am hinteren Ende geneigten Kugelrücklaufrinne --10-- zum vorderen Ende der Kegelbahn zurücklaufen. Die Kugeln laufen hiebei über eine nahe dem vorderen Ende der Kugelrücklaufrinne --10-- vorgesehene Rücklaufsperre --12-- (s.Fig.1,6 und 6a), welche beim Ausführungsbeispiel aus einem Pendel --13-- besteht, das oberhalb seines Schwerpunktes gelagert ist und mit seinem oberen Ende in die Bahn der Kugel hineinragt.
Das Pendel wird von einer zurücklaufenden Kugel niedergedrückt und richtet sich danach selbsttätig wieder senkrecht auf. In Gegenrichtung wird das Pendel --13-- durch einen Anschlag --14-- in senkrechter Lage gehalten (Fig. 6a), so dass es in Gegenrichtung nicht von einer Kugel überrollt werden kann.
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1Schwenkarm --19-- angelenkt. Alle Fallgewichtsschwenkarme-18, 19- sind auf einer gemeinsamen Achse --20-- schwenkbar gelagert. Die Achse --20-- ist an der Rückseite des
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19- sindRastrolle --22-- auf, die in der Grundstellung, d. h. bei aufgestellten Kegeln ihren zugehörigen Schwenkarm --19-- unterfasst und in einer am Schwenkarm --19-- vorgeschenen Rastmulde-23-liegt.
Am andern Ende tragen die Wippen --21-- je einer Umlenkrolle
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-24--,--21-- und des Fallgewichtsschwenkarmes --18,19-- keine Kräfte auf die Wippe-21-ausübt. Wenn jedoch ein Kegel --15-- getroffen worden ist und umfällt, so wird durch das Gewicht dieses umfallenden Kegels über das Seil --16-- und die Umlenkrolle --24-- ein Drehmoment auf die Wippe --21-- ausgeübt, wodurch diese kippt und ihre Rastrolle --22-- den Schwenkarm --19-freigibt. Der Schwenkarm --19-- fällt nun in die gestrichelt eingezeichnete Lage--19'--, während der getroffene Kegel --15'-- über das vom Schwenkarm mitgenommene Seil-16'-bis zur Auffangöffnung in einem Zwischenboden --26-- des Rahmengerüstes --16-- hochgezogen wird.
Die abgefallenen Schwenkarme --19'-- treffen hiebei auf am Rahmengerüst-6-- abgestützte pufferanschläge --27-- auf.
Auf der Achse --20-- ist ferner ein etwa U-förmiger Bügel gelagert, der die Seitenschenkel --28,29-- und die sich parallel zur Achse --20-- erstreckende Aufstellstange --30-- umfasst. In Grundstellung liegt der U-förmige Bügel --28,29,30-- über seitliche Verstrebungen --31-- und Pufferstücke-32-am Rahmengerüst-6-an. Mit dem U-förmigen Bügel ist ferner ein Schwenkhebel --33-- starr verbunden, an dessen freies Ende der Fernbedienungs-Seilzug-9-- angeschlossen ist.
Wenn der Bedienungshebel-8- (Fig. l) gezogen wird, schwenkt der U-förmige Bügel --28,29,30-- nach oben, wobei die Aufstellstange --30-- alle gefallenen Schwenkarme --19'-- gleichzeitig hochführt, wobei sich die getroffenen Kegel aus der Stellung --15'-- auf den
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mit den Schwenkarmen --19-- gelangen.
Wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, besteht der Kugelkorb-11--aus einem im Querschnitt U-förmigen, zur Kugelfangfläche --3-- und zur Kugelrücklaufrinne --10-- hin
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offenen Kasten, dessen Boden zur Kugelrücklaufrinne --10-- hin leicht geneigt ist. Der Kugelkorb --11-- ist in vertikalen Schienen --34-- geführt und über ein Seil-35-an die Aufstellstange
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4 undentlang geführt wird.
An der tiefliegenden Ecke der Kugelfanfläche --3-- ist ferner eine Kugelablaufsperre vorgesehen, die aus einer doppelarmigen Wippe --37-- mit einem schwereren Arm --37a-- und einem leichteren Sperrarm-37b-besteht. Bei der in den Fig. 4 und 5 gezeigten Stellung sitzt der Kugelkorb-11-auf dem leichteren Sperrarm --37b-- und drückt diesen somit so weit nach unten, dass Kugeln von der Kugelfangfläche --3-- aus in den Kugelkorb-11-hineinrollen können. Wenn der Kugelkorb-11-hochgezogen wird, kippt die Wippe --37-- um, so dass der
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