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Osterreichische PATENTSCHRIFT Nr. 11 > 296.
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Vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche Zugschranken, bei denen ein mit Stiften und mit einem Vorsprung zum Mitnehmen des geöffneten Schlagbaumes versehenes Rad angeordnet ist, welches zur Abgabe des Vorläutens und zur Verstellung des Schlagbaumes dient. Zweck der Erfindung ist, eine Vorrichtung anzuordnen. welche in selbst- tätiger Weise die Schlagbäume in geöffneter und in geschlossener Stellung sperrt bezw. entriegelt. Zu diesem Zwecke ist das Mitnehmerrad mit einer Kurvennut bezw. Coulisse versehen, in welche ein Hebel eingreift, der eine Fallklinke betätigt, welche durch ihr Zusammenwirken mit entsprechenden Vorsprüngen bezw.
Ausnehmungen eines am Schlagbaum befestigten Bogenstückes den Schlagbaum in den beiden Hauptstellungen verriegelt und denselben im geeigneten Zeitpunkt wieder freigibt.
Umstehende Zeichnung veranschaulicht einen mit dieser Vorrichtung ausgestatteten Schlagbaum und zwar ist Fig. 1 die Seitenansicht und Fig. 2 die Endansicht desselben ; Fig. 3 stellt einen Teil des Mitnehmerrades nebst dem in die Coulisse eingreifenden Entriegelungshebels im Schnitt dar.
Zwischen den durch Distanzbolzen miteinander verbundenen vertikalen Trägern a, a ist der Schlagbaum b gelagert, welcher ein gusseisernes Rad c (das Coulissenrad) trägt. Um das Rad c ist die Triebkette geschlungen, welche mit dem zum Wächterstand führenden
Doppeldrahtzug in Verbindung steht. Das Rad c trägt am Umfange Stifte, welche in bekannter Weise das an der Verlängerung eines Ständers a angebrachte Läutewerk beim Schliessen des Schranken in Tätigkeit setzen. Wird der Schranken geschlossen, so dreht sich das Rad c so lange bei gleichzeitiger Abgabe des Vorläutens leer, bis der am Rad- umfang befestigte Vorsprung cl den an der Schlagbaumhülse angenieteten Ansatz d untergreift und den Schlagbaum dadurch in horizontale Lage abwärtsschwenkt.
Beim Öffnen bewegt sich das Rad c in entgegengesetzter Richtung ; der Schlagbaum b richtet sich infolge seines Eigengewichtes auf, bis er an einen aus der Zeichnung nicht ersichtlichen Anschlugbfigel stösst. Das Rad c wird noch so lange zurückgedreht, bis der Vorsprung cl auf den Ansatz d zu stehen kommt. Der gezeichnete Schlagbaum ist in bekannter Weise durch einen Doppeldrahtzug mit dem ihm gegenüber hefindlichen verbunden.
Um bei solchen Zugschranken die selbsttätige Sperrung und Auslösung des Schlagbaumes zu bewirken, ist an dem Schlagbaum ein Bogenstück 1 befestigt, welches mit einer Nase 9 und einer Ausnehmung 8 versehen und an dem benachbarten Ständer a geführt ist. Die Sperrung wird durch eine vertikal am Ständer a verschiebbare Gewichts- platte 5 bewirkt, welche mit einem Vorsprung 10 versehen ist, der sowohl mit der Nase 9 als auch mit der Ausnehmung 8 des Bogenstückes 1 in Eingriff gelangen kann.
Das Rad c besitzt an seiner inneren Fläche eine Kurvennut (Coulisse) 11, mit welcher das rollentragende Ende des an der horizontalen Welle 6 sitzenden Armes 2 be- ständig im Eingriff bleibt. Die Welle 6 ist nach aussen verlängert und trägt einen Arm 3, welcher durch einen Lenker 4 mit der Gewichtsplatte 5 in Verbindung steht.
Sobald das Vorläuten beendet ist, hebt die Abweichung 7 der Coulisre J vermiitest
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Nase 9 des Bodenstückes 1 frei, so dass der Ansatz cl des Rades c den Vorsprung d des Schlagbaumes erfassen und letzteren schliessen kann. Kurz bevor der Schlagbanm seine
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stückes 1 einfallen kann. Auf diese Weise wird unabhängig von dem Drahtzug die Sperrung und Auslösung der Schlagbäume erreicht.
Da dieser Mechanismus von einem Blechkasten umschlossen ist, so kann nur der Wächter von seinem Standplatz aus die Umstellung der Schlagbäume und die Ein-und Auslösung der Sperrung vornehmen. Da ferner der Hebel 2 beim Stillstand des mit der Coulisse versehen Rades c unbeweglich ist, so kann der Schranken seitens Unberufener nicht entriegelt und verstellt werden.