AT111168B - Drehkondensator. - Google Patents

Drehkondensator.

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AT111168B
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Guenter Dipl Ing Stephanus
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Siemens Ag
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  Drehkondensator. 



   Bei der Herstellung von Drehkondensatoren ist es von wesentlicher Bedeutung, den drehbeweglichen und den feststehenden Belegungen möglichst   gross3   Stabilität zu geben, um bei Drehung der beweglichen
Belegung ein kontinuierliches Ansteigen oder Abnehmen der Kapazität zu erhalten und um Kurzschlüsse durch Berührung der Belegungen zu vermeiden. Dieser angestrebten Präzision des Kondensators wirken aber die   Rücksichten   auf den Herstellungspreis sowie die Raumfrage entgegen, die eine möglichst billige, leichte und wenig Platz beanspruchende Ausführung des Kondensators fordern.

   Man hat nun bereits vorgeschlagen, die allgemein üblichen plattenförmigen Segmente der Belegungen, die durch Verbiegungen leicht Ungenauigkeiten und Nebenschlüsse verursachen, durch halbzylinderförmige zu ersetzen, die eine   grössere Stabilitätaufweisen. In dergleichen Richtung bewegte sich der Vorschlag, halbkugelige Belegungen   zu verwenden. Die Praxis hat aber von diesen Anregungen keinen Gebrauch gemacht, da die so erzielbare
Stabilität durch sehr kostspielige Passarbeit erkauft werden muss, insbesondere wenn zwecks grösstmöglicher Kapazität die Abstände zwischen den Belegungen auf Bruchteile eines Millimeters reduziert werden sollen. Man blieb daher beim   Drehphttenkondensator,   dessen Belegungen bzw. Belegungsträger oder auch beide aus Spritzguss herzustellen bereits bekannt geworden ist.

   Aber auch diese Herstellungsart der Kondensatoren konnte sich nicht durchsetzen, da sich die Spritzform aus vielen nicht auf der Drehbank herstellbaren Teilen zusammensetzte und der Guss aus diesem Grunde nicht die wünschenswerte Präzision und leichte Herstellbarkeit besass. 



   Abweichend von diesen bisher beschrittenen Wegen wird gemäss der Erfindung ein durch seine
Gestalt sehr stabiles Gebilde für die Form der Belegungen eines Drehkondensators gewählt, welches auch für die Spritzgussherstellung sehr geeignet ist. Es ist dies der Zylinder, dessen eine Stirnfläche in einem Winkel zur andern geneigt ist. 



   Kondensatoren, deren Belegungen aus Zylindern bestehen, sind bekannt, jedoch waren diese so ausgebildet, dass zwecks Veränderung der Kapazität die Belegungen von den Zylinderstirnflächen aus zusammengeschoben werden mussten. Die Erfindung hingegen benutzt die zylinderförmigen Belegungen zum Bau eines Drehkondensators, bei dem die die Belegungen bildenden Zylinder mit   abgeschrägten     Stirnflächen   ineinander gedreht werden. 



   Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung zeigt die Figur, in der a die bewegliche und b die feststehende Belegung des Kondensators bedeutet. Jede Belegung besteht aus einer Grundplatte   a1   bzw.   bt,   an der die Zylinder c angebracht sind. Diese stehen versetzt zueinander, so dass die Zylinder des Rotors a in die Zwischenräume derjenigen des Stators b hineinbewegt werden können. Der Rotor ist um eine Achse   il   drehbar, die in einem in der Mitte des Stators befindlichen Träger e bei f gelagert ist. Die Rotorgrundplatte   a1   besitzt in der Platte g bzw. in deren Ansatz h eine Führung, durch welche das Herausheben des Rotors aus dem Stator verhindert wird.

   Die Platte, die mit dem Rotor auf der rechten Hälfte der Zeichnung im Schnitt dargestellt ist, ist ringförmig ausgebildet und wird durch Säulen, die an ihrem andern Ende mit der Statorgrundplatte   b1   verschraubt sind, getragen. 



   Die Zylinder c sind, wie ersichtlich, an einer Stirnfläche in einer Kurve begrenzt, die sich im wesentlichen in einem Winkel von zirka   450 zur andern Stirnfläche,   d. h. zur   Grundphtte a1   bzw. bl erstreckt. 

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 EMI2.1 
 grösser, bis das Maximum in der gestrichelt gezeichneten Lage des Rotors erreicht ist. 



   Die Zylinderwandungen werden aus   gussteohnischen   Gründen konisch gestaltet, derart, dass die Wandstärke an der Grundplatte am grössten ist. Um eine möglichst niedrige   Anfangskapazität   des Kondensators zu erhalten, werden die Kanten der Zylinder zweckmässig zugespitzt. 



   Der neue Kondensator ist, wie bereits hervorgehoben, sehr geeignet zur Spritzgussherstellung. 



  Die Zylinder der festen und der beweglichen Belegung bestehen ausschliesslich aus Drehteilen. Die die Belegung bildenden Zylinder oder Röhren haben eine gemeinsame Stirnfläche, die damit als Plattenträger dient und dem Kondensator bei einfacher und leichter Herstellbarkeit grösste Stabilität und Präzision verleiht. Infolgedessen können auch die   Luftzwisohenräume   sehr klein gehalten werden, wodurch die Plattenanzahl im Interesse des Umfanges des Kondensators ebenfalls niedrig gehalten werden kann. 



   Die hohe Präzision des neuen Kondensators gestattet ohne irgendwelche manuelle Nachbearbeitung der Belegungen mehrere Kondensatoren mit gemeinsamem Antrieb zu verwenden, z. B. zur gleichzeitigen Abstimmung mehrerer Siebkreise eines drahtlosen   Empfangsgerätes.   



   Zur Erzielung einer besonders gestalteten, z. B. geradlinigen   Frequenzkurve, Wellenlängen- oder   sonstigen Kurve kann an Stelle dergeradlinigen und im Winkel zur andern Stirnfläche liegenden Stirnfläche eine kurvenförmige gewählt werden. 



   Hiebei unterscheidet sieh der neue Kondensator dadurch in vorteilhafter Weise von den bekannten 
 EMI2.2 
 beweglichen Platten berücksichtigt zu werden braucht. 



   Eine   Feineinstellungsvorrichtung   kann z. B. in an sich bekannter Weise durch Anordnung eines koaxial mit der Hauptachse beweglichen besonders angetriebenen Zylinders vorgesehen sein. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.3 


Claims (1)

  1. 2. Drehkondensator nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, dass eine Stirnseite der die Belegung bildenden Zylinder gegen die andere Stirnseite in einem Winkel steht.
    3. Drehkondensator nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die im Winkel stehende Stirnseite kurvenförmig begrenzt ist.
    4. Drehkondensator nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder einer Belegung eine gemeinsame Grundplatte besitzen.
    5. Drehkondensator nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbewegliche EMI2.4 gelagert ist.
    6. Drehkondensator nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte des Rotors in einer mit der Grundplatte des Stators starr verbundenen Führung läuft.
    7. Drehkondensator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Führung eine zweckmässig ringförmige Platte dient, in deren Ansatz ein Ansatz der Rotorgrundplatte passt.
    8. Drehkondensator nach Anspruch 1 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Feineinstellung ein gesondert drehbarer, zweckmässig koaxial mit der Hauptachse angeordneter Zylinder vorgesehen ist.
AT111168D 1926-11-11 1927-07-14 Drehkondensator. AT111168B (de)

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