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Fahrschalter in Kontrollerform.
Kontroller für elektrische Antriebe irgendwelcher Art, insbesondere für elektrische Bahnen, pflegte man bisher meist in der Weise auszubilden, dass die Kontrollerwalzen im Boden und im Deckel des Gehäuses gelagert waren. Wenn man nun beim Nachsehen des Getriebes den Deckel abnahm, so wurde dadurch das obere Lager der Walzen entfernt, der Kontroller wurde betriebsunfähig und konnte bei offenem Deckel nicht ausprobiert werden ; lediglich die Seitenwände konnten entfernt und das betriebsfähige Getriebe von der Seite nur in beschränktem Masse zugänglich gemacht werden.
Deshalb hat man eine oder mehrere Zwischenwände angeordnet, in denen die Walze zusätzlich gelagert wurde, so dass sich der obere Gehäusedeckel abnehmen liess, ohne dass die Lagerung der Walzen verloren ging. Zweckmässig wurde die Zwischenwand mit dem oberen Lager der Walze unterhalb des mechanischen Getriebes zwischen dem elektrischen und dem mechanischen Teil des Kontrollers angeordnet. Sie kann ausser dem oberen Lager für die Kontrollerwalze gegebenenfalls die oberen Lager weiterer Walzen, z. B. der Umkehrwalze, enthalten, und ferner können in ihr die Tragstangen für die Koiitrol. lerfinger und sonstigen Sehaltvorrichtungen und für die Funken-Löschapparate befest'gt sein.
Um nhn bei Revisionen und Reparaturen die Kontrollerwalze entfernen und gegebenenfalls auswechseln zu können, machte man bisher entweder die ganze, das obere Lager enthaltende Zwischenwand lösbar, oder man musste das Lager selbst zweiteilig ausführen. Dann waren aber die Befestigungsschrauben schwer zugänglich oder die Herausnahme der Walze durch Getriebeteile behindert, die ebenfalls erst unter Schwierigkeiten gelöst werden mussten.
Erfindungsgemäss wird daher in der Zwischenwand eine Öffnung von solcher Grösse ausgespart, dass die Walze mit den an ihr befestigten Teilen, wie Kontaktbelägen oder Nockenscheiben, durch sie herausgezogen werden kann, und die Öffnung betriebsmässig durch einen besonderen, gegen Verdrehung gesicherten Lagerschild verschlossen. Einen derartigen Lagersehild hat man schon früher am Deckel des Kontrollergehäuses selbst angeordnet.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel für die Erfindung ein Strassenbahnkontroller dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ansicht desselben von vorn mit abgenommenem Verkleidungsblech und Fig. 2 einen Querschnitt des Kontrollers ohne Deckel nach der Linie A- B. Die Schaltvorrichtungen sowie die vorderen Tragstangen derselben sind weggelassen, die Teile des mechanischen Getriebes nur angedeutet.
Das Kontrollergehäuse besteht aus der Grundplatte a, den beiden daran angeschraubten senkrechten Winkeleisen b, dem Verkleidungsbleeh c und dem Deckel d. In der Grundplatte ist die Hauptwalze e
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der Hauptwalze e und die zweite Befestigungsstelle der Tragstangen f und g befinden sich in einer Zwischenwand li, die mit ihren Seitenwänden i eine Art offenen Kastens bildet und am oberen Teil der Winkeleisen b angeschraubt ist.
Oberhalb der Zwischenwand h befindet sich das mechanische Getriebe ? n des Kontrollers, d. h. die Rastenseheiben,-klinken und-federn, sowie die Verriegelungsvorrichtung zwischen der Hauptwalze e und der Umkehrwalze 1, die weniger lang und daher unten in einer besonderen, an ein Winkeleisen b angesetzten Konsole k gelagert ist ; ihr oberes Lager befindet sich ebenfalls in der Zwischenwand !. Nach oben ist der Getrieberaum durch die Deckelplatte d abgeschlossen, die kein Lager enthält.
Nach Abnahme der Kontrollerkurbel n und des Umkehrhandgriffs o sowie Lösung der Deckelschräubchen p lässt sich der Deckel d abnehmen ; dabei bleibt der Kontroller völlig betriebsfähig und die Arbeitsweise
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des Getriebes 1n kontrollierbar, ohne dass spannungsführende Teile zugänglich und der Berülirungsgefahr ausgesetzt sind.
Erfindungsgemäss ist das obere Lager der Hauptwalze e nicht unmittelbar in der Zwischenwand lu eingebaut, sondern in einem besonderen Lagerschild q, der in einer Bohrung der Zwischenwand h ruht.
Die Bohrung ist grösser als der Durchmesser der unterhalb liegenden Kurvenscheiben r oder Kontaktbeläge der Kontrollerwalze e, so dass diese gegebenenfalls ohne weiteres durch die Öffnung in der Zwischenwand h nach oben herausgehoben werden und für sich nachgesehen, in Stand gestellt oder durch eine Reservewalze ersetzt werden kann, ohne dass eine Demontage des ganzen Kontrollers notwendig wäre.
Der Lagerschild q ist ohne irgendwelche Verschraubung in die Öffnung der Wand h eingelegt und ist gegen Verdrehen gesichert.
Die Zeichnung veranschaulicht, wie erwähnt, nur ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung, die zahlreiche Abänderungen zulässt. Ist die Walze e sehr lang, so kann man noch eine weitere Zwischenwand anordnen, die etwa in der Mitte der Walze noch Führungslager enthält. Die Mittelwand kann an den Winkeleisen b oder auch lediglich an den Tragstangen f und g befestigt sein. Sie kann ebenfalls einen lose aufliegenden Lagerschild für den Durchtritt der Kurvenscheiben r enthalten, dessen Durchmesser etwas kleiner ist als der des oberen Lagerschildes q, so dass er mit der Walze aus der oberen Lagerschildöffnung nach oben herausgezogen werden kann. Ein ähnlicher Lagerschild kann am oberen Lager der Umkehrwalze i angebracht sein.
Die Zwischenwand h kann, um ihr Gewicht zu vermindern, mit Aussparungen versehen sein, da ein völliger Abschluss zwischen Getriebe-und Schaltraum ja nicht erforderlich ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fahrschalter in Kontrollerform für elektrische Antriebe, dessen Walzen anstatt im Gehäusedeckel selbst, unterhalb des Deckels in einer besonderen, unterhalb des mechanischen Getriebes und oberhalb des elektromechanischen Schaltwerkes angeordneten Zwischenwand gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Lager der Schaltwalzen oder wenigstens dasjenige der Hauptschaltwalze in einem besonderen Lagerschild (q) eingebaut ist, der in die Zwischenwand (h) eingesetzt und so gross ist, dass durch die von ihm verdeckte Öffnung der Zwischenwand die gesamte Walze mit den auf ihr sitzenden
Scheiben oder Belägen nach oben herausgezogen werden kann.