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Doppeltwirkende Hebevorrichtung.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine doppeltwirkende Hebevorrichtung mit dreifüssiger Auflagerung, bei welcher die beiden, die Hubspindeln enthaltenden Vorderfüsse schräg gestellt sind und an ihren abgerundeten unteren Enden je einen Schuh aus gebogenem starkem Blech oder ähnlichem geeigneten Material tragen.
Da die Vorrichtung speziell zum Anheben fahrbarer Lasten, insbesondere Automobile, auf grosse Hubhöhen bis zu l'50 m bestimmt ist, müssen besondere Vorkehrungen auch zur Erhöhung der Stabilität gegen seitliches Umkippen getroffen werden, was dadurch erreicht wird, dass die oben erwähnten Schuhe an den unteren Enden der Vorderfüsse des Gestelles angeordnet werden.
Für den Fall, als die Last, beispielsweise ein Automobil, vollkommen in die Höhe gehoben worden soll, müssen zwei Hebezeuge je eines vorne und rückwärts angeordnet und gleichzeitig betätigt werden.
Für diesen Zweck müssen die Hubspindeln vertikal gestellt werden, was bei der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht wird, dass zwischen den den dritten Fuss des Gestelles bildenden Fassoneisen ein um einen Bolzen drehbarer, ungleicharmiger Hebel angeordnet ist, wobei durch Abwärtsdrehen des längeren Hebelarmes und Fixierung desselben mittels eines durch einen Schlitz in den beiden Fassoneisen und ein Loch im Hebelarm hindurchgesteckten Bolzens od. dgl. eine Lageänderung des vorderen Teiles der Hebevorrichtung ermöglicht wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt : Fig. 1 eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Rückansicht, Fig. 3 eine Seitenansicht und Fig. 4 eine Draufsicht auf die Hebevorrichtung.
1 sind die vorderen Füsse des Gestelles der Hebevorrichtung, die im vorliegenden Falle aus mit Längsschlitzen 2 versehenen schmiedeeisernen Rohren bestehen. In diesen Rohren 1 sind die Schraubenspindeln 3, oben und unten entsprechend geführt und unten abgestützt, angeordnet und greifen mit ihrem Gewinde in die entsprechenden Gewinde der Gleitstücke 4 ein, mit welchen die durch den Längsschlitz 2 herausragenden Hebezapfen 5 fest verbunden sind. Die oberen Enden der Schraubenspindeln.'3 tragen Schneckenräder 6, die durch die auf der gemeinsamen Welle 7 ausgekeilten Schnecken 8 betätigt werden. Auf der genannten Welle 7 ist noch ein Kettenrad 9 aufgekeilt, das von einem zweiten, mit einer Handkurbel 10 versehenen Kettenrad 11 angetrieben wird.
Beim Drehen der Kurbel 10 in der einen oder andern Richtung werden infolge der beschriebenen Übersetzung die Schraubenspindeln 2 gedreht und dadurch das Gleitstück 4 und mit ihm der Hebezapfen 5 gehoben oder gesenkt.
Am unteren, abgerundeten Ende der Vorderfüsse 1 sind breite Schuhe 12 aus starkem, gekrümmten Bleche angeschweisst, um das seitliehe Umkippen der Hebevorrichtung vollkommen zu verhindern und gleichzeitig ein gewolltes Verschieben des ganzen Gestelles zu erleichtern.
Die beiden zum dritten Fusse des Gestelles sich vereinigenden Winkeleisenstreben 18 sind oberhalb ihres unteren Endes (bei 14) knieförmig abgebogen und verlaufen von dort ab in einem gewissen, mittels angenieteter Laschen 15 festgelegten Abstande voneinander bis zum unteren Ende parallel. In dem entstehenden Zwischenraum 16 ist ein ungleicharmiger Hebel 17 um einen Bolzen 18 drehbar angeordnet. Wird der längere Arm des Hebels nach abwärts gedreht, und mittels eines durch die Schlitze 19 an den Winkeleisen und ein im Hebelarm angebrachtes Loch hindurchgesteckten Stift od. dgl. fixiert, so kommt die Hebevorrichtung in die in Fig. 3 strichliert angedeutete Lage, die Vorderfüsse 1 stehen vertikal.
Die Konstruktion ist ausserordentlich einfach, dabei stabil und vielseitig, insbesondere in der Autobranche verwendbar. Die Anordnung der Schneckengetriebe am oberen Ende der Schraubenspindeln
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zur Betätigung derselben verhindert ein Verdrehen der Spindeln im belasteten Zustande. Die Verstellbarkeit der Richtung der beiden Vorderfüsse ermöglicht ein Einstellen der Hebearme in vertikaler oder schräger Richtung. Dadurch dass die Schraubenspindeln bei Betätigung der Vorrichtung immer am Platze bleiben und nicht aus der umschliessenden Hülle heraustreten, sind dieselben gegen Beschädigungen usw. gesichert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Doppelwirkende Hebevorrichtung mit dreifüssiger Auflagerung, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden, die Hubspindeln enthaltenden Vorderfüsse schräg gestellt sind und an ihren abgerundeten unteren Enden je einen Schuh (12) aus gebogenem starken Blech oder ähnlichem geeigneten Material tragen.