AT110554B - Verfahren zur Herstellung einer Masse zum Tamponieren von Wunden. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Masse zum Tamponieren von Wunden.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung einer Masse zum Tamponieren von Wunden.
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Wunden bestehen aus Geweben (Gaze, Sharpie od. dgl.), mit denen die Wunden ausgefüllt werden.
Sie haben den Ubelstand, dass sie bis zur völligen Heilung sehr häufig erneuert werden müssen ; eine Arbeit, die nicht nur bei jedesmaliger Wiederholung gTösste Sorgfalt hinsichtlich Keimfreiheit erfordert, sondern auch sehr umständlich und zeitranbend, so wie unangenehm für den Patienten ist.
Auch verzögern derartige Tampons, so notwendig sie an sich für die Heilung sind. infolge der mit ihrer Erneuerung ver- bundenen mechanischen Beeinflussung der Wunde deren endgültige Schlie#ung nicht unwesentlich.
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noch der Vorteil erreicht, dass die Wundränder, ohne dass sie vernäht zu werden brauchen, allein durch die verklebende Wirkung der Tamponmasse zusammengehalten werden.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass das im Blut enthaltene Plasma bei geeigneter
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in der Weise, dass man frisch abgezapftem Mensehen-oder Tierblut gewisse Salze, z. B. Natriumzitrat, t ; f das Gerinnen des Blutes in an sich bekannter Weise verzögern oder verhindern, in solcher Menge zusetzt, dass das Bestreben des Blutes zu gerinnen und die es daran hindernden Einflüsse sich gerade die Wage halten, also das Blut sich gewissermassen in einem labilen Gleichgewichtszustande befindet, der du ch
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Zweckmässig wird das Blut ausserdem durch Abschleudern von den roten Blutkörperchen getrennt. schon aus dem (Grunde, um durch den Farbunterschied der in die Wunde gebrachten Tamponmasse Blutungen der Wunde feststellen zu können. Gegebenenfalls könnten auch noch die flüssigen Bestandteile des Serums abgeschieden werden, so dass das Plasma mehr oder weniger rein übrigbleibt. Das ganze Verfahren muss natürlich unter möglichster Wahrung der Keimfreiheit durchgeführt werden.
Derartig vorbehandeltes Blut kann nun unmittelbar für Tamponaden dann verwendet werden, wenn der in ihm herrschende labile Gleichgewichtszustand vorher durch Zusetzen eines andern Salzes, z. B. einiger Tropfen einer Lösung von Kalziumchlorid, gestört wird. Geschieht das nämlich, so erstarrt das Blut kurz nach dem Einbringen in die Wunde und wird von dieser während des dann schnell und ohne störende Eingriffe verlaufenden Heilungsprozesses resorbiert.
Die zur Herstellung des Blutplasmas benutzte Zitratmenge beträgt 35 cm3 einer 10 #igen Natrium- zitratlösung auf je 1000 CI/I. 3 Blut, doch können sich naturgemäss diese Verhältnisse in gewissen Grenzen, insbesondere je nach der besonderen Art des verwendeten Blutes, ändern. Das Gerinnungsferment des Plasmas wird durch Zusatz von 1/20 Volumen einer 4. 5% igen Kalziumchloridlösung aktiviert.
Wenngleich auch Tierblut wegen seiner Artfremdheit hinsichtlich der Resorbierbarkeit in mensch- lichen Wunden hinter Mpnschenblut zuriicksteht, so kommt für die gewerbsmä#ige Herstellung der
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Tamponmasse Tierblut, insbesondere Rinderblut aus naheliegenden Gründen in erster Linie in Frage.
Vor der Schlachtung des Tieres wird der Hals desinfiziert und rasiert, sodann werden mittels sterilem Messer die Halsgefässe eröffnet und das Blut durch Kanüle und Schlauch in bereitstehende sterile Gefässe übergeführt, ohne mit der Aussenluft in Berührung zu kommen. In den Gefässen befindet sich die sterile Zitratlösung, deren Konzentration im Durchschnitt einer Menge von 35 cm3 einer 10%Tgen Natriumzitratlösung auf 1000 e Blut entspricht, jedoch können von Fall zu Fall kleine Änderungen vorgenommen werden, je nach der Art des Blutes. Zur Desinfektion werden je nach bakteriologischem Befund Oxyehinolin-und Chininderivate, die in ihrer Konzentration um 10/00 schwanken, verwendet. Die bakteriologische Untersuchung wird laufend an dem-Rohmaterial und Fertigpräparat vorgenommen.
Die Weiterherstellung besteht in der Absehleuderung der geformten Blutbestandteile, Abstimmung gegen Aktivierungsflüssigkeit und sterile Abfüllung auf Flaschen. Die Abstimmung findet in der Weise statt, dass die Kalziumchloridlösung so stark gemacht wird, dass die Aktivierungsflüssigkeit'/a Vol. der zu aktivierenden Menge Vivocoll aus dem flüssigen in den festen Zustand übergehen lassen. Im allgemeinen genügt eine 4. 5% ige Kalziumchloridlosung.
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Innenwandung mit einem Paraffinüberzug ausgekleideten, Gefässen geschehen.
Vorteilhaft ist es, der Verpackung gleichzeitig einen Behälter für das vor der Tamponierung zuzusetzende Kalziumchlorid, sowie zwei Schälchen beizugeben und das Ganze in eine sterile Umhüllung zu bringen, so dass alles Not-
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Stellen, an denen ihm die Hilfsmittel einer Klinik nicht zur Verfügung stehen, sofort zur Hand ist. Auch Laien können sich dann bei leichteren Verletzungen schnell selbst behandeln.
Die Masse kann auch einfach zum Verkleben bzw. Verbinden von Wunden verwendet werden.
Auch können ihr selbstverständlich konservierende oder desinfizierende Stoffe zugefügt sein. Als keimhemmende Zusatzstoffe haben sich als ganz besonders vorteilhaft Eucupinum bihydroehlori um, Vuzin und andere Stoffe der gleichen Gruppe von Chininderivaten herausgestellt, da sie in der erforderlichen Konzentration weder die Wundgewebe schädigen, noch die Gerinnungsvorgänge stören.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung einer Masse zum Tamponieren von Wunden, dadurch gekennzeichnet, dass Blut, welches vorteilhaft von den roten Blutkörperchen befreit ist, mit einem ungiftigen, seine Gerinnung verzögernden Stoff (Natriumzitrat) in solcher Menge versetzt wird, dass es hinsichtlich seiner Gerinnungsfähigkeit ganz oder annähernd in einen labilen Gleichgewichtszustand gelangt.
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