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Eintauchverfahren mit Hilfe von Imprägniersalzen.
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die äuss ? re trockene Schicht des Holzes bedingten langsamen Eindringungsmöglichkeit der Lauge-die Einlegedauer beträgt durchschnittlich 8-10 Tage - setzt sich das Imprägniersalz bereits in der äusseren Schichte fest und erschwert auf diese Weise der durch Diffusion nachdringenden Losung den Weg zu den inneren Holzzellen. Um das Holz für das Imprägniermittel aufnahmefähiger zu machen, ist es auch bereits vorgesehlagen worden, das Holz vor der Konservierung zu dämpfen, wobei ausser Wasser-auch schon Säure-und kresolhaltige Dämpfe angewendet worden sind. Aber auch bei dieser Behandlung befriedigte der Erfolg aus folgendem Grunde nicht : Wurden die Hölzer, z. B.
Telegraphenstangen, die normal kyanisiert oder auch erst nach der Dämpfung kyanisiert worden sind, aufgestellt, bildeten sich durch die wechselweise Einwirkung der Temperatur die bekannten teilweise beträchtliche Ausmasse aufweisenden Längsrisse. Dabei wurden Stellen des Holzes blossgelegt, die nicht getränkt waren, da das Sublimat nur einen äusseren Schutzmantel bildete. Diese ungetränkten Stellen des Holzes werden naturgemäss durch die Einflüsse der Luftfeuchtigkeit, der Pilze usw. eher zerstört, wie die getränkte äussere Schicht des Holzes, so dass der Mast vielfach innen bereits durch Fäulnis zerstört ist, während der äussere Mantel noch intakt ist.
Das vorliegende neue Verfahren vermeidet die Nachteile der langen Einlegedauer, die geringe Eindringungstiefe und die nach der Kyanisierung durch die spätere Rissbildung entstehende Blosslegung ungeschützter Stellen des Holzes.
Der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Hölzer vor der Tränkung zunächst einer intensiven rasch auf hohe Temperatur gehenden Dämpfung ohne dass der Dampf in Spannung gehalten wird, unterworfen werden, um das Holz rasch auf eine hohe Temperatur zu bringen und um die äussere Zone des Holzes, die normalerweise bei der vorhergegangenen Lagerung an und für sich trockener ist als das Innere, gleichzeitig anzufeuchten. Nach dieser das Holz in einen gleichmässig feuchten und heissen Zustand bringenden Dämpfung wird durch die jetzt folgende scharfe Trocknung
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Weise, als dies der Fall wäre, wenn das Holz ohne Dämpfung direkt der Trocknung ausgesetzt worden wäre, denn dabei würde die Trocknung durch den Einfluss des inneren feuchten Kernes des Holzes ungleichmässiger werden,
auch würde die Rissbildung nicht in derart vollkommener Weise eintreten, wie bei dem oben beschriebenen Verfahren.
Nachdem das Holz durch diese beiden Prozesse derart vorbereitet worden ist, dass eine Blosslegung von ungeschützten Holzteilen späterhin nicht mehr stattfinden kann, wird das Holz jetzt nochmals einem es in möglichst heissen Zustande haltenden Dämpf- und gleichzeitigen Berieselungsprozesse unterworfen, der zur Folge hat, dass bei der nachfolgenden Konservierung die Imprägniersalzlösung tiefer, gleichmässiger und schneller vom Holz aufgenommen wird. Durch die gleichzeitige Berieselung mit dem sich bei der Dämpfung bildenden Kondensat, dem auch Säure, Kresole oder Hexanol und seine Homologe zugesetzt werden kann, wird die Durchfeuchtung des Holzes eine intensivere, wodurch das Aufsaugevermögen des Holzes in wesentlicher Weise vergrössert wird.
Ausserdem wird durch die nach der scharfen
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Durchfeuchtung des Holzes vermieden, dass das Imprägniersalz sich in den äusseren Schichten festsetzt, wie dies bei trockenem Holze eintreten würde. Der durch die Diffusion nachdringenden Imprägnier- salzlösung ist also der Weg zu den inneren Zellen des Holzes nicht versperrt, wodurch eine tiefere und gleichmässigere Eindringung erreicht wird.
Bei dem nun folgenden Konservieren dringt das Imprägniersalz auch in die Wandungen der durch die Trocknung künstlich erzeugten Risse ein, so dass, wenn die Risse sich später an der Luft wieder öffnen, kein ungeschütztes Holz blossgelegt wird.
Wenn dieses Verfahren auch in den einzelnen Stadien, z. B. bei Verfahren angewendet worden ist, die das Holz von den ihm anhaftenden Geruch befreien sollen, wobei die im Kessel eingeschlossenen Holzteile zunächst der Einwirkung gesättigten Dampfes von etwa 2 Atm. Spannung ausgesetzt werden und unmittelbar nach Absperrung des Dampfes kaltes Wasser über das Holz gespritzt wird, so wird durch dieses bekannte Verfahren doch ein anderer Zweck erstrebt, nämlich der der Entfernung des Holzgeruehes,
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salzen, vorzugsweise Quecksilbersublimat, erreicht werden soll.
Eine beispielsweise Ausführungsform der für die Ausübung des Verfahrens erforderlichen Vorrichtung zeigt die beigefügte Zeichnung in schematischer Weise, wobei Fig. 1 den Längsschnitt, Fig. 2 die Draufsicht, und Fig. 3 den Querschnitt im vergrösserten Massstabe veranschaulicht.
In der Dämpf-und Trocknungskammer a wird das zu behandelnde Holz b eingefahren, worauf die Torflügel c dicht geschlossen werden. Durch die Leitung d tritt der Dampf in die Kammer a ein.
Das sich dabei bildende Kondensat wird bei diesem ersten Proz3ss nach der je mch der Menge des Holzes dauernden Dämpfung abgelassen. Dann wird der Dampf durch die Heizrohre e geführt, und das Holz b auf diese Weise einer scharfen Trocknung bis zu 150 C ausgesetzt. Selbstverständlich können zur Trocknung des Holzes auch andere geeignete Mittel angewandt werden, so z. B. kann die Erhitzung auch durch Luft erfolgen, die mittels eines Ventilators über einen Heizwiderstand getrieben wird.
Nach der Trocknung, deren Dauer sich ebenfalls nach der Menge des zu behandelnden Holzes
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sie durch die darin angebrachten Löcher h austritt. Um eine gleichmässigere Berieselung zu erzielen, ist es vorteilhaft, die Belieselungsflüssigkeit aus den Röhren g nach oben austreten zu hssen um einen wirkungsvolleren Sprühregen zu erzielen.
Nach diesem Prozess kommt das heisse Holz direkt in die Tränkbehälter.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eintauchverfahren mit Hilfe von Imprägniersalzen, dadurch gekennzeichnet, dass das Holz zunächst einer Vorbehandlung unterzogen wird, indem es nach Erreichung eines gleichmässig feuchten
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einer scharfen Trocknung bis zirka 1500 Cunterworfen wird und nach Heisshaltnng durch Dämpfung od. dg-l. unter Vermeidung einer wesentlichen Abkühlung in die Imprägniersalzlösung eingebracht wird.